Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

​Innovationen sind Ursache und Folge des sozialen Wandels, politischer Umbrüche und wirtschaftlicher Entwicklungen. Renommierte Vertreter aus Wissenschaft und Praxis stellen in diesem Handbuch verschiedene Aspekte von Innovationen dar und reflektieren sie kritisch.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

Zusammenfassung
Das Ziel des „Handbuchs Innovation“ besteht in erster Linie darin, das Thema Innovation im Rahmen der politischen Bildung zu verankern. Angesichts der Bedeutung von Innovationen für soziale Umbrüche, wirtschaftliches Wachstum und für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen, Regionen und Staaten ist es erstaunlich, dass dieses Thema in der politischen Bildung nicht den Stellenwert hat, der ihm nach der gesellschaftlichen Bedeutung zukommt. Innovationen sind nicht nur im täglichen Nachrichtenfluss präsent, sondern auch immer mehr in der politischen Programmatik verankert.
Manfred Mai

Wirtschaft, Wissenschaft und Technik – die Wiege der Innovation

Frontmatter

Innovation und Wachstum aus wirtschaftshistorischer Perspektive

Zusammenfassung
Deutschlands Innovationsregime gilt seit Langem als Erfolgsmodell. Die Qualität und die Anwendungsorientierung deutscher Produkte, seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert unter dem Label „made in Germany“ subsummiert, generieren bis heute ein Gutteil der Wachstumspotenziale der deutschen Wirtschaft insbesondere auch auf Auslandsmärkten. „Der Spiegel“ bezeichnete die Bundesrepublik deswegen jüngst nicht nur als Modell für emerging markets wie Indien und China, sondern auch für „altindustrielle Weggefährten“ wie die USA und Großbritannien (Schulz 2012).
Susanne Hilger

Die Stärkung der Innovationskraft als gemeinsame Aufgabe von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft

Zusammenfassung
Wozu brauchen wir eigentlich Innovation? Leben wir nicht gut, so wie die Welt jetzt ist? Und verursachen die ständigen Veränderungen, die mit Innovationen verbunden sind, nicht auch neue Probleme? Solche Fragen werden häufig gestellt. Sie entspringen einem weit verbreiteten Unbehagen, das der technische Fortschritt bei vielen Menschen auslöst – insbesondere in Europa, und auch in Deutschland. Dieses Unbehagen führt regelmäßig zu öffentlichen Diskussionen darüber, ob bestimmte technologische Entwicklungspfade wünschenswert sind. Das ist auch richtig. Denn Neues ist natürlich nicht allein schon deshalb gut, weil es neu ist. Sehr wohl aber, wenn es dazu beiträgt, drängende Probleme zu lösen. Bei jeder neuen Technologie muss daher eine sorgfältige gesellschaftliche Abwägung der mit ihr verbundenen Chancen und der möglichen Risiken stattfinden.
Marijn Dekkers

Unternehmerisches Innovationsmanagement

Zusammenfassung
Nachdem die Finanz- und Wirtschaftskrise dazu beigetragen hat, scheinbare Entwicklungsdynamik in einer verselbstständigten Parallelwelt zu demaskieren, ist unternehmerische Initiative in Sachen Innovation unter dem Label Realwirtschaft wiederentdeckt worden. Doch wie sind Innovationen anzugehen? Viele Unternehmen haben es längst verlernt, Marktnischen jenseits akzeptierter Trends aufzuspüren, Technologien kreativ in neue Anwendungsfelder zu überführen und so ein Neugeschäft zu erschließen oder sich vom selbst geschaffenen Ballast überbordender interner Bürokratien zu befreien, um so wieder innovatorische Freiräume zu schaffen. Viele Unternehmen ersetzen unternehmerischen Pioniergeist dann gern durch das Beschreiten scheinbar abgesicherter Pfade und folgen den Händlern rezeptartiger Organisationsmoden oder den Prognostikern vermeintlicher Zukunftsmärkte. Mainstreammanagement immunisiert – so die Hoffnung – gegen Fehler oder schafft zumindest das Ventil, darauf verweisen zu können, dass Andere sich geirrt haben.
Bernd Kriegesmann, Friedrich Kerka

Innovation im produzierenden Gewerbe

Zusammenfassung
Das produzierende Gewerbe ist für den Standort Deutschland von großer Bedeutung. Etwa 40 % aller sozialversicherungspflichtigen Erwerbstätigen in Deutschland werden dem produzierenden Gewerbe zugerechnet (Statistisches Bundesamt: 2010). Eine zunehmende Verschärfung des globalen Wettbewerbs durch wirtschaftlich aufstrebende Schwellenländer, der demografische Wandel sowie veränderte Bedürfnisse der Kunden und nicht zuletzt die limitierte Verfügbarkeit von Rohstoffen zwingen die produzierende Industrie zu einer Umstrukturierung. Für die Wettbewerbsfähigkeit ist besonders entscheidend, material- und energieeffizient in allen Bereichen der Produktion zu arbeiten und dies auch in den Phasen der Produktentstehung zu etablieren.
Christian Brecher, Cathrin Wesch-Potente

Innovationsförderliches Knowledge Engineering in inter- und transdisziplinären Forschungsverbünden

Zusammenfassung
Wissen ist neben den klassischen Produktionsfaktoren Land, Arbeit und Kapital zum wichtigsten Produktionsfaktor des gegenwärtigen Jahrhunderts in hoch entwickelten Volkswirtschaften geworden. Der innovationspolitische Trend der vergangenen Jahre, verstärkt inter- und transdisziplinäre Forschungsverbünde zu fördern, weist darauf hin, dass monodisziplinäres Wissen als Ressource zur Problemlösung und Weiterentwicklung moderner Volkswirtschaften nicht mehr ausreicht, sondern die Wissensbestände mehrerer Disziplinen vonnöten sind, um die komplexen Problemstellungen zu bewältigen.
Claudia Jooß, Florian Welter, Ingo Leisten, Anja Richert, Sabina Jeschke

Innovationsmotor Crowdfunding

Zusammenfassung
Crowdfunding erfreut sich in den letzten Jahren einer immer stärker werdenden Beliebtheit. Grund dafür ist der internationale Durchbruch von Kickstarter und der wachsende Erfolg von Crowdfunding-Projekten sowie -Plattformen in Deutschland. Und auch die Medienlandschaft zeigt ein steigendes Interesse, wodurch die neue internetbasierte Finanzierungsform in kurzer Zeit eine hohe Bekanntheit erlangte. Die Wahrnehmung und die Einschätzung der Potentiale von Crowdfunding sind dabei bisweilen jedoch unterschiedlich ausgeprägt: Auf der einen Seite gibt es Skeptiker, die nur einen kurzfristigen Hype sehen. Auf der anderen Seite stehen Vorreiter, die bereits das breite Potential der Innovationsförderung in Kultur, Kunst, Wirtschaft, Technik, Wissenschaft, Journalismus, Politik und vielen anderen Bereichen erkennen. Der folgende Beitrag liefert zunächst einen Einblick in die Entwicklung von Crowdfunding und stellt die unterschiedlichen Arten dar. Danach wird gezeigt, wodurch sich erfolgreiche Crowdfunding- Projekte auszeichnen. Abschließend gibt es einen Ausblick, warum und wie Crowdfunding zukünftig Innovationen fördert.
Peter Schmiedgen

Innovation und Konsum

Zusammenfassung
Der andere Konsum – der Titel soll verdeutlichen, dass die Welt des Konsums viele Gesichter hat, aber die Ursachen dafür vielfältig sind. Innovationen spielen hier selbstredend eine große Rolle. Obwohl es um ein Marktgeschehen geht, das gerade durch Beharrung und Wandel gekennzeichnet ist: Markentreue und Wechselbereitschaft, Habitualisierung und Erlebnis, Notwendigkeit und Luxus.
Michael Jäckel

Prognose von Innovationen

Zusammenfassung
Prognosen gehören zu den wichtigsten Planungsgrundlagen der Politik. In jedem Politikbereich werden regelmäßig Prognosen über die jeweils grundlegenden Daten erstellt, an denen sich die entsprechenden Bedarfe orientieren. Eine Regierung, die seriöse und belastbare Prognosen ignoriert, muss sich Versagen und Verantwortungslosigkeit vorwerfen lassen. „Gutes Regieren“ ist zum großen Teil die angemessene und rechtzeitige Reaktion auf zu erwartende Entwicklungen – gleichgültig, ob es sich um demografische Trends, regionale Entwicklungen oder die zu erwartenden Bedarfe in den Bereichen Bildung, Wohnungsbau, Verkehr oder Gesundheit handelt. Eine Prognose über gesellschaftliche, wirtschaftliche oder technologische Entwicklungen kann die politische Agenda und die politischen Prioritäten beeinflussen. Deshalb werden Prognosen von Parteien und organisierten Interessen auch häufig genutzt, um bestimmte Anliegen zu politisieren und ihre eigene Kompetenz in diesem Bereich herauszustellen. Prognosen sind als Agenda Setter der Politik besonders dann wirksam, wenn eine bestimmte Entwicklung – etwa bei den Kindergartenplätzen oder bei den Renten – jeden betrifft.
Manfred Mai

Innovationen in Politik und Verwaltung

Frontmatter

Innovationen in Parteien und Politischer Kommunikation

Zusammenfassung
Parteien sind Begleiter des kommunikativen Wandels (Korte 2011a). Politische Veränderungen sind aus Sicht der Bürger und Wähler immer zuerst medienvermittelte wahrgenommene Veränderungen. Die gesellschaftliche Konstruktion von Wirklichkeit, durch die Veränderungen wahrgenommen werden, ist primär eine sprachliche Konstruktion (Korte/Fröhlich 2009). Ohne Sprache keine Politik. Neben der Transformation politischer Sprache für politische Ideen und Programme ist zugleich die Verbindung zur Wirkung auf die Öffentlichkeit wichtig. Politische Kommunikation hat es mit diesem Wirkungsfeld zwischen politischen Akteuren und der Öffentlichkeit im weiteren Sinn zu tun.
Karl-Rudolf Korte

Innovation und Politische Beteiligung

Von der Computer-Demokratie zur Liquid Democracy
Zusammenfassung
„Für dieses System ist ein Update verfügbar“ – der Slogan aus dem Frühjahr 2012 steht exemplarisch für eine zuletzt häufig als „innovativ“ charakterisierte politische Bewegung, die sich in hohem Maße an den technologischen Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte zu orientiert haben scheint. Dank viel beachteter Wahlerfolge auf Landesebene hat sich die Piratenpartei als neuer Akteur in der Parteienlandschaft etabliert (Bieber/Leggewie 2012) und dazu beigetragen, den Begriff der „Innovation“ im parlamentarischen System wieder hoffähig gemacht zu haben.
Christoph Bieber

Innovationen in der Öffentlichen Verwaltung

Zusammenfassung
Wir leben in einer Innovationsgesellschaft – so ist zumindest zu hoffen, denn nur sie scheint der Garant unseres ökonomischen und gesellschaftlichen Überlebens zu sein. Wer nicht innovativ ist, ist vor dem ökonomischen und sozialen Abstieg nicht mehr zu retten. Es ist nicht überraschend, dass eine so oder ähnlich gestaltete Assoziation zu dem Stichwort Innovation eine Inflation der Begriffsverwendung zur Folge hat. Man kann hier deshalb zu Recht von einem „Overloaded Signifier“ sprechen – von einem Allerweltsbegriff, der sich auf beliebige Inhalte beziehen kann (WZB 2010). Insofern lässt sich in der Umkehrung auch von einem „Empty Signifier“ (Offe 2008) sprechen, der primär Aufmerksamkeit erzeugt, ohne stets erkennbare bzw. abgrenzbare Inhalte zu transportieren. Dies ist allerdings weniger das Problem einer Gesellschaft im „Innovations- Fieber“ als (vor allem) ein Problem der wissenschaftlichen Analyse, die das Phänomen genauer beschreiben und erklären will.
Dieter Grunow

Innovationspolitik – Politik für Innovationen

Zusammenfassung
Innovationspolitik ist eng mit Wirtschafts-, Forschungs-, Wissenschafts- und Technologiepolitik verknüpft. Im weiteren Sinne ist Innovationspolitik auch mit den Bereichen Bildung, Verkehr, Umwelt und Energie verbunden, in denen es immer auch um Innovationen geht – aber nicht nur. Insofern ist Innovationspolitik eine Querschnittsaufgabe. Im Unterschied zu diesen etablierten Politikfeldern ist Innovationspolitik mehr auf die Förderung und Verbreitung von Innovationen in Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft fokussiert. Innovationspolitik ist eher durch institutionelle Akteure – Unternehmen, Hochschulen, Forschungsgesellschaften, Projektträger, Wissenschaftsbürokratien – geprägt als durch organisierte Interessen. In der Innovationspolitik gibt es keine eigentliche Klientel wie in fast allen anderen Politikfeldern, die in der Öffentlichkeit politischen Forderungen Relevanz und Gewicht verschaffen. Die Änderungen des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) oder die des Finanzierungsschlüssels für Großforschungseinrichtungen mobilisieren keine Massenproteste und erfahren nicht annähernd die mediale Resonanz wie etwa die Erhöhung der Strompreise oder die Versorgung mit Kitaplätzen.
Manfred Mai

Innovationen und Clusterstrategie – die Förderpolitik des 21. Jahrhunderts

Zusammenfassung
In einer globalisierten Welt, die von wachsendem Konsum und knapper werdenden Rohstoffen geprägt ist, müssen die Industriegesellschaften ihre Rolle neu definieren. Längst sind einfache Fertigungsprozesse abgewandert. Und schon lange ist klar, dass sich ihre neue Rolle auf die Entwicklung neuer Ideen und Technologien stützen muss, um Teil der globalen Wertschöpfungskette zu bleiben. In den Großunternehmen hat diese Erkenntnis dazu geführt, dass in die Forschung und Entwicklung konsequent investiert wird. Seit 2010 haben sich die Ausgaben mehr als verdoppelt und addieren sich auf fast 90 Mrd. Euro jährlich. Anders ist die Situation bei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Sie sind mit etwa 32 Mrd. Euro eher zurückhaltende Investoren. (ZEW 2012).
Harald Cremer

Innovationen in zentralen Bereichen der Gesellschaft

Frontmatter

Innovationen in der Gesundheitswirtschaft

Zusammenfassung
Viele Menschen bekommen einen Schreck, wenn sie der Ruf nach Innovationen erreicht. Sie befürchten, dass vieles anders und manches sogar schlechter wird. Ganz anders der Blick auf Innovationen für Gesundheit und Medizin: Im Internet, in den social media, aber auch in populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen haben Informationen zu den Chancen für eine bessere Gesunderhaltung, Heilung und Pflege eine starke Bedeutung. In dem hohen Interesse an Zukunftsthemen mit Gesundheitsbezug wird deutlich, dass Gesundheit einer der Megatrends ist, der die Entwicklung von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, aber auch das gemeinschaftliche Zusammenleben in Zukunft bestimmen wird.
Stephan von Bandemer, Elke Dahlbeck, Michaela Evans, Josef Hilbert

Innovation im Militär

Zusammenfassung
Wenn der Vorsokratiker Heraklit von Ephesos formulierte hatte, der Krieg sei „der Vater aller Dinge, aller Dinge König“, so ist diese Aussage häufig dahingehend fehlinterpretiert worden, dass militärische Auseinandersetzungen entscheidend zum allgemeinen technischen und politisch-gesellschaftlichen Fortschritt der Menschheit beigetragen hätten. Nun hat bei weitem nicht jede Innovation ihren Ursprung im Militär, im Gegenteil, viele Innovationen im Militär haben – wie zu zeigen sein wird – ihren Ursprung im nicht-militärischen Bereich.
Ulf von Krause

Innovation im Fernsehen

Zusammenfassung
Das Fernsehen ist als Alltags- und Gebrauchsmedium in die alltäglichen Abläufe der Fernsehzuschauer integriert, es gehört zum Alltagsleben vieler Menschen. Zugleich schafft es Ereignisse, die eine weitergehende öffentliche Aufmerksamkeit erzeugen. Kann man von einem Medium, das Ereignis und Alltag zugleich ist, Innovationen erwarten? Man kann. Innovationen, die im Zusammenhang mit dem Fernsehen stehen, können auf verschiedenen Ebenen angesiedelt sein, auf der technischen, der politischregulativen, der ökonomischen und der des Programms. Neben der technischen Erfindung des Fernsehens an sich, gab es immer weitere Neuerungen, vom Farbfernsehen und Satellitenfernsehen über größere Flachbildschirme bis hin zu HD (High Definition) und 3D. Dabei zeigte sich bereits, dass eine technische Erfindung an sich noch keine Innovation ist. HDTV wurde seit Mitte der 1980er Jahre als Durchbruch für die Bildqualität des Fernsehens gefeiert.
Lothar Mikos

Innovation und Musik

Zur Transformation musikalischer Praxis im Horizont interaktionsmedialer Kommunikation
Zusammenfassung
Um abschätzen zu können, inwiefern in als Medienkulturen begriffenen Gesellschaften mediale Phänomene als Innovationen verstanden werden können, ist zunächst zu fragen, an welcher Stelle die Innovation gesehen wird. Unsere These der „innovativen Reinkarnationen“ behauptet dabei eine Gegenläufigkeit: ‚Altes‘ erscheint unter veränderten (Kommunikations)Bedingungen innovativ, erlebt eine ‚Wiedergeburt‘. Im vorliegenden Fall geht es um populärkulturelle Produkte (Pop- und Rockmusik), und zwar um ein traditionellerweise der Innovation weniger verdächtiges Produkt, nämlich die Coverversion („alt“), die jedoch im Rahmen veränderter Kommunikationsbedingungen – so unsere These – eine bemerkenswerte Bedeutungsverschiebung erfährt („neu“). Grundlegend hierfür ist weniger das Produkt („Coverversion“) oder dessen wesentlichsten ästhetischen Züge (Nachahmung, Neu-Interpretation von vorhandenem musikalischem Material), als vielmehr die Rahmenbedingungen seines Gebrauchs. Innovative Gebrauchsformen gedeihen häufig im Spannungsfeld dominanter gesellschaftlicher Vorgaben und deren Aneignung durch Heranwachsende, da diese eingeschliffene Konventionen häufig durch veränderte Nutzungsweisen verschieben. Dies verweist wiederum auf ein Interdependenzgeflecht aus Jugend/Peers, Sozialisation/Erziehung sowie Medien/Kommunikationsformen.
Christofer Jost, Axel Schmidt, Klaus Neumann-Braun

Innovationssteuerung durch Recht am Beispiel Carbon Dioxid Capture and Storage (CCS)

Zusammenfassung
Folgt man Joseph Schumpeter, beginnen technische Innovationen regelmäßig mit einer Erfindung (Schumpeter 2005: 134 ff.). Sie wird zur Innovation, wenn sie zur praktischen Anwendung gelangt. Gesellschaftliche Relevanz erhält eine technische Innovation allerdings erst, wenn sie durch Prozesse der Diffusion zu einem dominanten Muster der gesellschaftlichen Entwicklung wird. Ob dies gelingt, steht für eine Erfindung in aller Regel nicht von Anfang an fest. Innovationsprozesse erfolgen damit unter ungewissen Vorzeichen. Dies gilt auch für die mit ihnen verbundenen Chancen, Erwartungen und Risiken.
Rainer Wolf

Backmatter

Weitere Informationen