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2021 | Buch

Handbuch Innovative Wirtschaftsförderung

Band 2: Innovationen für Management und Standort

herausgegeben von: Prof. Dr. Jürgen Stember, Mag. Matthias Vogelgesang, Dr. Philip Pongratz, Dr. Alexander Fink

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Über dieses Buch

​Dieses Handbuch stellt die zukünftigen Herausforderungen und aktuellen Lösungsansätze in der kommunalen Wirtschaftsförderung aus unterschiedlichsten Perspektiven und fachlichen Disziplinen dar. Damit soll ein besonders praxisorientiertes Forum für innovative und neue Ansätze geschaffen werden, um diese Konzepte, Methoden und Pilotprojekte einerseits der Praxis zur Verfügung zu stellen und andererseits in der Wissenschaft zur Diskussion zu stellen. Dieser Band 2 beschäftigt sich mit den praktischen Management-Aspekten der Wirtschaftsförderung und innovativen Ansätzen sowie mit dem Standortmanagement und der Entwicklung von Gewerbeflächen. Der separat erhältliche Band 1 behandelt die Rahmenbedingungen in denen Wirtschaftsförderung stattfindet, stellt die Aufgaben der Wirtschaftsförderung dar und wirft einen Blick in die Nachbardisziplinen der Wirtschaftsförderung.Dieses Publikationsprojekt wird vom Fachbereich Verwaltungswissenschaften der Hochschule Harz mit seinen bundesweit fast 90 vertraglich eingebundenen kommunalen Wirtschaftsförderungen koordiniert. Es ist ein Forum zur Entwicklung innovativer Ansätze in der Wirtschaftsförderung. Das Handbuch richtet sich an Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen sowie an Expertinnen und Experten aus der Praxis.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Management der Wirtschaftsförderung

Frontmatter
Grundlegende Steuerungsmöglichkeiten der Wirtschaftsförderung

„Ein Gespenst geht um in der Republik …“; mit diesem Zitat aus dem kommunistischen Manifest von Marx und Engels beschreibt Mantik (2005, S. 8) den Zustand der Diskussion um Erfolgskontrolle in der kommunalen Wirtschaftsförderung. Es verdeutlicht einen immer noch andauernden Zustand der Suche nach Kriterien und Methoden zur Erfolgsmessung von wirtschaftsfördernden Tätigkeiten.Dabei zeigt sich immer wieder, dass die einfache Übertragung klassischer Kontrollverfahren auf die Wirtschaftsförderung an Grenzen stößt. Die Ergebnisse der Dissertation „Erfolgskontrolle in der kommunalen Wirtschaftsförderung – Analyse und Modifikation einer fragwürdigen Forderung“, im Rahmen derer die grundlegenden Steuerungsmöglichkeiten der Wirtschaftsförderung bei der Erfolgskontrolle im Jahr 2012 empirisch untersucht wurden, sind im Folgenden in verkürzter Form dargestellt.

Gabriele Ackermann
Form follows function: Organisation der Wirtschaftsförderung

Die „Organisation der Wirtschaftsförderung“ kann aus dem Tagesgeschäft heraus reflektiert werden, sie kann auch theoretisch aus der Sicht wissenschaftlicher Fachdisziplinen näher beleuchtet werden. In diesem Kapitel soll einen Überblick gegeben werden, wie vielschichtig die Wirkungszusammenhänge der Routinen der Wirtschaftsförderung mit der Betriebswirtschaft, den Rechtswissenschaften und nicht zuletzt mit dem Human Factor sein können. Zusammen mit kritischen Gedanken endet dies in einem knappen Leitfaden: ein Vorschlag einer individuell passende Organisation der innovativen Wirtschaftsförderung.

Benedikt M. Blanz
Serviceorientierte Verwaltung und Wirtschaftsförderung

Die Standortwahl durch Unternehmen wird heute maßgeblich beeinflusst auch durch die Serviceorientierungen der Verwaltungen. Die serviceorientierte Verwaltung gilt als harter Standortfaktor. Es muss im Interesse der Wirtschaftsförderungseinrichtungen liegen, dass Verwaltungen sich an den Erwartungen der Unternehmen in Bezug auf Serviceleistungen orientieren. Ein aktives Qualitätsmanagement sowie interkommunale Kooperationen können diesen Prozess maßgeblich unterstützen.

Philip Pongratz
Das Gewerbeflächensicherungskonzept der Landeshauptstadt Potsdam
Umsetzung und Erfahrung

Potsdam verdankt seinen Ruf den landschaftsarchitektonischen und baulichen Projekten der preußischen Könige in den letzten drei Jahrhunderten. Mittlerweile haben sich die Themen „Geschichte“, „Wissenschaft“ und „Film“ zusammen mit der „Lebensqualität“ zu den Markenkernen der Stadt entwickelt. Potsdam ist eine stark wachsende Stadt und hat sich zu einem nachgefragten Wirtschaftsstandort entwickelt. Die verfügbaren Gewerbeflächen stehen in direkter Konkurrenz zu Schul- und Kitastandorten, Sport- und Grünflächen sowie zum Wohnungsbau. Eine aktive Liegenschaftspolitik der Verwaltung zur Sicherung der gewerblichen Entwicklung erfolgt mit Blick die Erfüllung von Pflichtaufgaben bislang so gut wie nicht. Durch die Erarbeitung und Umsetzung eines Gewerbeflächenkonzeptes durch die städtische Wirtschaftsförderung werden zwei Ziele verfolgt: Erarbeitung einer fachlichen Expertise und anerkannten Argumentationsbasis sowie „Lobbyarbeit“ für gewerblich-wirtschaftliche Themen und Fragestellungen in der Verwaltungsspitze und in der Kommunalpolitik.

Stefan Frerichs, Oliver Wollmann
Netzwerke, Ebenen und Organisationen der Wirtschaftsförderung

Wirtschaftsförderung vollzieht sich mittels zahlreicher Organisationen und Akteure auf diversen Ebenen: Europäische Gemeinschaft, Bundesrepublik Deutschland, alle 16 Bundesländer, zahlreiche Regionen und Kommunen sowie teilweise sogar innerkommunale Gewerbe- oder Industriegebiete. Die Vielfalt des bundesdeutschen Föderalismus spiegelt sich auch in der organisatorischen, strukturellen und inhaltlichen Heterogenität der mit Wirtschaftsförderung befassten Organisationen und ihrer Akteure wider. Der vorliegende Beitrag möchte dazu beitragen, die dargestellte Materie zu strukturieren und in einen Gesamtzusammenhang zu bringen. Abschließend wird aufgezeigt, dass sich die Akteursvielfalt nicht nur innerhalb, sondern auch zwischen den Ebenen mit neuen Aufgaben und neuen Herausforderungen immer stärker ausdifferenziert. In Zukunft dürfte dies in der Wirtschaftsförderung häufig zur Bildung strategischer Allianzen führen, um die selbst gesteckten Ziele erreichen zu können.

Matthias Vogelgesang, Jürgen Stember
Change Management als Instrument der Wirtschaftsförderung?

Eine der zentralen Aufgaben von Wirtschaftsförderung ist die Akquisition und Bestandspflege von Unternehmen. Aufgrund der steigenden Komplexität und Dynamik von Wirtschaft und Gesellschaft werden die Anforderungen an eine moderne Wirtschaftsförderung umfassender. Dieser Artikel versucht erste Schnittstellen und zukünftige Anknüpfungspunkte der lokalen Wirtschaftsförderungen an einem erfolgreichen Change Management der lokalen Unternehmen auszuleuchten. Dazu werden bereits bestehende Optionen der Unterstützung der Wirtschaftsförderung an Veränderungsprozessen am Beispiel der Wirtschaftsförderung Kaiserslautern beleuchtet, um im Anschluss weitere Optionen aufzuzeigen.

Tobias Bergmann
Förderung zwischen Plattformen und City-Store-Modellen
Infrastrukturen als Service

In den 20er-Jahren des 21. Jahrhunderts stehen die kommunalen Wirtschaftsförderungsorganisationen in Deutschland vor epochalen Herausforderungen. Inmitten eines rasant verlaufenden Transformationsprozesses von der analogen Wirtschaft in die Datengesellschaft mit ihren verschiedenen Plattformen sind sie bislang meist Getriebene des Wandels. Der Beitrag thematisiert die gesellschaftlichen Transformationsprozesse, die Bedeutung von Plattformen und Daten und die Möglichkeit der Wirtschaftsförderung, sich in die Reihe der Treiber des Wandels einzureihen. Hierzu werden Möglichkeiten einer plattformbasierten Neupositionierung der Wirtschaftsförderung und der Entwicklung entsprechender Dienstleistungen aufgezeigt.

Hajo Weber, Matthias Vogelgesang
Kreativitätstechniken in der Wirtschaftsförderung

Die Aufgaben der kommunalen Wirtschaftsförderungseinrichtungen und ihrer Belegschaften sind breit gefächert und erfordern ein sehr unterschiedliches Maß an Kreativität. Während Aufgaben wie Bestandspflege und Fördermittelberatung durch Routine und zuvor festgelegte Geschäfts- und Beratungsprozesse determiniert sind, erfordern insbesondere die Aufgaben des Standortmanagements, der Standortentwicklung und des Standortmarketings ein gehöriges Maß an Ideenreichtum und Kreativität. Der vorliegende Beitrag will hier ansetzen und aufzeigen, mittels welcher Instrumente und Methoden Wirtschaftsförderungsorganisationen und deren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen durch eigene Ideen und Kreativität entscheidend zum Wohlergehen ihrer Standorte beitragen können.

Matthias Vogelgesang
Kommunikation und Wirtschaftsförderung
Mit neuen Strategien erfolgreicher kommunizieren

Kommunikation verbindet Menschen. Sie transportiert nicht nur Informationen, sie kann auch begeistern und die Leistungen der Wirtschaftsförderung in angemessener Weise nach außen tragen. Das wachsende Informationsangebot, die Vielfalt der Kommunikationskanäle und der Wettbewerb um Unternehmen erfordern moderne Kommunikationsstrategien. Auf welcher Grundlage Wirtschaftsförderungen kommunizieren, welche Funktionen die Kommunikation für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben kann und wie die Adressaten dieser kommunikativen Aktivitäten am besten angesprochen werden – ist Gegenstand dieses Beitrages. Mit dem Content Marketing wird ein möglicher Weg aufgezeigt, zeitgemäß, innovativ und mit hohem Nutzwert für das Publikum Informationsangebote aufzubereiten.

Mandy Ebers
Über Standortgrenzen hinaus denken: Ökosysteme in der Wirtschaftsförderung

Wirtschaftsförderung agiert in einem zunehmend komplexen Umfeld, in dem weder der Rückzug auf feste Standortgrenzen, noch der reine Fokus auf klassische Innovations- und Technologiepolitik ausreicht. Vielmehr müssen regionale Ökosysteme analysiert, vorausgedacht und im Sinne einer Transformationsförderung proaktiv gestaltet werden. In dem Beitrag werden die verschiedenen Formen von Ökosystemen strukturiert und anschließend Business Ecosysteme, Innovation Ecosystems und die auf Wissenskapital fokussierten Knowledge Ecosystems näher betrachtet. Anschließend wird aufgezeigt, wie durch die Einsatz von Zukunftsszenarien möglicher Entwicklungen solcher Ökosysteme vorausgedacht werden können, und welche Rolle dies für transformative Gestaltung von Ökosystemen spielen kann.

Alexander Fink, Klaus Burmeister
Bemerkungen zur Auswahl geeigneter Unternehmen für den Standort

Vorgeschlagen wird ein Fragebogen, welcher Unternehmen, die sich am jeweiligen Standort ansiedeln, einordnet und bewertet. Die ausgewählten Kriterien sind wissenschaftlich begründet und belegt. Eine intensive Befassung mit den umfangreichen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu diesem Thema und deren Anwendung in strategischer Kombination mit institutionalisierter Informationsvermittlung an Stakeholder kann eine Steuerung des Standortes in Richtung vereinbarter Ziele befördern. Die tieferen und wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse können nachgehalten und auch auf Bestandsunternehmen angewendet werden. Ein Fragebogen, der angemessen umfassend Kriterien abfragt und bewertet liefert Entscheidern in der Verwaltung, Politik und Bürgern ein Parameterset zur Steuerung und zur Beobachtung der Entwicklungen und Transformationen am Standort.

Heino Bubach-Bernhardt
Personalentwicklung bei kommunalen Wirtschaftsförderungsorganisationen

Obgleich die Wichtigkeit einer gezielten Personalentwicklung für den spezifischen Erfolg von Unternehmen evident ist, und die Beraterinnen und Berater von Wirtschaftsförderungsorganisationen dies gegenüber ihren Klienten auch immer wieder kommunizieren, ist bislang recht wenig über die „eigenen“ Personalentwicklungsaktivitäten von Wirtschaftsförderungseinrichtungen bekannt. Der vorliegende Beitrag möchte an dieser Stelle ansetzen und die Möglichkeiten zum Aufbau diesbezüglicher Aktivitäten analysieren. Weiterhin stehen das Tätigkeitsprofil und dessen Rationalisierungsmöglichkeiten sowie die Vergütung der Belegschaften von Wirtschaftsförderungen im Fokus.

Matthias Vogelgesang, Chantal Paul, Gregor Orawski

Innovative Aspekte der Wirtschaftsförderung

Frontmatter
Wirtschaftsförderung: Innovatorische Unterstützung durch Hochschul-Kompetenzzentren und Labs

Innovative und kreative Labs haben in den letzten Jahren in ihrer Bedeutung für regionale oder lokale Innovations- und Strukturprozesse immer weiter zugenommen. Durch die Öffnung von Themen und Problemen sowie die Einbeziehung unterschiedlichster Interessen und Akteure sollen Innovationen gestärkt, neue Problemlösungen erarbeitet und Neuentwicklungen getestet werden, wodurch wiederum positive Effekte auf Firmenneugründungen oder neue Verfahren und damit stärkere Wettbewerbsfähigkeit entsteht. Thematisch stehen heute digitale Innovationen im Vordergrund.So sehr diese Labs schon als Instrument der Wirtschaftsförderung entdeckt wurden, so sehr fehlte bislang ein entsprechender Ansatz für die kommunalen Wirtschaftsförderungen selbst. Diese Defizite hat der Fachbereich Verwaltungswissenschaften der Hochschule Harz in Halberstadt aufgegriffen und ein Konzept für ein bislang bundesweit einzigartiges Labor für die Wirtschaftsförderung erstellt. Entstanden ist 2014 das WiföLAB mit heute mehr als 80 kommunalen Anwendern, zahlreichen Firmen und Software-Anbietern sowie den Studierenden im Aus- und Weiterbildungsbereich, die dieses Labor gemeinsam für die Lehre, die angewandte Forschung und Innovationen sowie für den Wissenstransfer nutzen.Der folgende Beitrag beschreibt die grundlegenden Elemente von den so genannten Labs und zeigt, wie sich auch auf Hochschulebene entsprechende Ansätze zu integrierten Hochschul-Labs erfolgreich und innovativ umsetzen lassen.

Jürgen Stember
Wirtschaft fördern und fordern: Die Gemeinwohl-Ökonomie als Impuls für nachhaltige Wirtschaftsförderung

Wie eh und je orientiert sich die kommunale Wirtschaftsförderung an Wettbewerb, Innovation und Standortkonkurrenz und folgt dem Mainstream eines wachstumsorientierten Gesellschafts- und Wirtschaftsmodells. Im Angesicht von Klimawandel, fortschreitender Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen und vielfältigen sozialen und wirtschaftlichen Problemen kann dies keine ernsthafte Zukunftsoption der Wirtschaftsförderung darstellen. Allenfalls drücken sich in dieser Kontinuität der Konzepte und Begriffe vermeintliche Handlungszwänge aus. Eine zukunftsfähige Wirtschaftsförderung nimmt hingegen Impulse der pluralen Ökonomik auf: sie erweitert den Blick vom Unternehmen auf den Menschen, sie versteht den Standort als komplexes sozio-ökonomisches Geflecht und sie befasst sich mit der ethischen Dimension des Wirtschaftens. Dies kommt in den Konzepten von Nachhaltigkeit und Standortverantwortung zur Geltung, die in ihren Bedeutungen für die Wirtschaftsförderung konkretisiert werden müssen. Mit der Gemeinwohl-Ökonomie wird ein Orientierungsrahmen vorgestellt, in dem Nachhaltigkeit und Standortverantwortung auf die Handlungsebene projiziert werden. Damit ist es Ziel, Werkzeuge für eine Wirtschaftsförderung der Gestaltung und Alternativen anzubieten – eine Wirtschaftsförderung, die sich bewusst mit den Alternativen zum wachstumsorientierten Mainstream auseinandersetzt.

Ulrich Dewald, Josef Rother
Innovationspolitik und Netzwerke

Kooperationen werden allgemeinhin als vorteilhaft für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und damit als positiv für den langfristigen Erfolg von Unternehmen angesehen. Entsprechend ist die Unterstützung von Kooperations- und Netzwerkaktivitäten zu einem populären Instrument der Innovationspolitik geworden.Der vorliegende Beitrag diskutiert dieses Instrument aus Sicht des Proximity-Ansatzes. Es wird dabei kritisch hinterfragt, wann eine solche Förderung gerechtfertigt ist und in welchen Situationen sie wahrscheinlich den größten Nutzen stiftet. Hierauf aufbauend werden beispielhaft die traditionelle Clusterpolitik und die EU-Forschungsrahmenprogrammme aus theoretischer Sicht bewertet und praktische Implikationen für die Innovationspolitik abgeleitet.

Tom Brökel, Holger Graf
Innovationen und Innovationsmanagement für Unternehmen

Innovationsfähigkeit heißt für Unternehmen, die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Um dabei erfolgreich zu sein und sich so vom Wettbewerb absetzen zu können, managen Unternehmen den Innovationsprozess strategisch. Kommunikation spielt hierbei sowohl als Querschnittsfunktion im Innovationsprozess als auch als Instrument eine Rolle, mit dem Innovationsergebnisse nach innen und außen transportiert werden können. Denn nur, wer als innovativ gilt, ist attraktiv - sowohl für Kundinnen und andere externe Stakeholder als auch für Beschäftigte und zukünftige Talente.

Astrid Nelke
Die Aus- und Weiterbildungssituation in der Wirtschaftsförderung in Deutschland: Ein Überblick

Das Arbeitsfeld innerhalb der kommunalen Wirtschaftsförderung ist äußerst vielseitig und nicht nur vor dem Hintergrund tief greifender Wandlungsprozesse in der Wirtschaft auch sehr anspruchsvoll. Bis heute gibt es nur relativ wenige Aus- und Fortbildungsansätze, die direkt auf weeinen Abschluss „Wirtschaftsförderung“ setzen. Im Gegenteil, die überwiegende fachliche Provenienz der Wirtschaftsförderer besteht zu einem überwiegenden Teil in wirtschaftswissenschaftlichen, raumwissenschaftlichen oder verwaltungswissenschaftlichen Abschlüssen. In kaum einem anderen Teil der Kommunalverwaltung finden sich derart viele und unterschiedliche fachliche Disziplinen wieder, ein Spiegel für die ebenfalls enorme Aufgabenvielfalt und -struktur.Ziel des Beitrags ist es, nicht nur die die aktuelle Personalsituation und Personalentwicklung in diesem heterogenen Aufgabenfeld zu skizzieren, sondern auch die bisherigen und bestehenden Aus- und Weiterbildungsinstitutionen und Ansätze sowie die Integrationen in den Hochschulbereich zu beleuchten. Am Ende soll auch ein aktueller Aus- und Fortbildungsansatz der Hochschule Harz genauer beschrieben und in den Fokus gestellt werden.

Jürgen Stember, Katharina Engelmann
Wifö-Award: Mit Wettbewerb in die Zukunft?

Wirtschaftsförderung ist ein Aufgabengebiet zwischen Konkurrenz und Kooperation. Aufgrund der nicht nur zu Nachbarkommunen bestehenden Konkurrenzsituation und des nicht selten anzutreffenden „Einzelkämpfertums“ der verantwortlichen Akteure haben sich in der Vergangenheit verschiedene Kommunikations- und Austauschformate gefunden, die aber letztlich in Relation zu anderen Aufgabengebieten sowohl inhaltlich-fachlich als auch formal überschaubar gewesen sind. Der im Jahr 2019 erstmals durchgeführte Award „Innovative Wirtschaftsförderungen“ innerhalb des traditionellen bundesweiten Forums deutscher Wirtschaftsförderer hat entgegen der Erwartungen aller Beteiligten eine erstaunliche gute Beteiligung von fast 90 Wirtschaftsförderungen erhalten und somit doch ein starkes Bedürfnis nach fachlichem Austausch auf der einen, aber natürlich Präsentation der eigenen Ergebnisse und Erfolge auf der anderen Seite dokumentiert. Die zunächst allgemeine Ausrichtung auf die „Innovation“ soll in Zukunft weiterentwickelt und ausdifferenziert werden. Nicht zuletzt wird auch die aktuelle Corona-Krise eine wichtige Rolle in der Zukunft spielen.

Jürgen Stember
Wirtschaftsförderung 4.0: Regionale Wertschöpfung und kooperative Wirtschaftsformen systematisch fördern

Wirtschaftsförderung 4.0 möchte die regionale Wertschöpfung und kooperative Wirtschaftsformen systematisch fördern. Das stärkt die regionale Wirtschaftsstruktur

Michael Kopatz
Ansätze einer nachhaltigen Wirtschaftsförderung auf kommunaler Ebene

Die sich heutzutage dynamisch verändernden Rahmenbedingungen fordern nicht nur von Unternehmen, sondern auch von Standorten ein zukunftssicheres Management. Dies verändert auch die gewohnten Handlungsfelder kommunaler Wirtschaftsförderungen, welche durch ihre Querschnittsfunktion zwischen Verwaltung und Wirtschaft eine wichtige Rolle in Standortmanagementprozessen einnehmen. Sie können in dieser Position unter anderem zielführend agieren, wenn es um eine nachhaltige Standortentwicklung, eine nachhaltige Wirtschaftsförderung oder das Vorantreiben nachhaltigen Wirtschaftens geht.

Ina Anja Hallmann
Zukünftige Arbeitsmärkte und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaftsförderung

Megatrends wie die fortschreitende Automatisierung in der Industrie, die digitale Transformation von Wirtschaft und Arbeit und der Rückgang und die Alterung des Arbeitskräfteangebots erzeugen einen starken Veränderungsdruck auf die Arbeitsmärkte in Regionen und Kommunen. Doch deren Ausgangsbedingungen können strukturell höchst unterschiedlich ein, weshalb standardisierte Lösungen bei der Gestaltung regionaler Arbeitsmärkte wenig zielführend sind. Statt Fördermittel „mit der Gießkanne“ zu verteilen, bedarf es regional angepasster Arbeitsmarktstrategien, die von den Akteuren vor Ort gemeinsam entwickelt werden. Die kommunalen Wirtschaftsförderungen sind in diesen regionalen Arbeitsmarkt-„Ökosystemen“ ein unverzichtbarer Impulsgeber und Vermittler. Darüber hinaus ist eine Herangehensweise gefordert, die es erlaubt, zukunftsrobuste Arbeitsmarktstrategien auch unter den Bedingungen einer hohen Entwicklungsdynamik und Unsicherheit zu entwickeln. Wie so ein Prozess einer partizipativen Gestaltung einer langfristigen kommunalen Ausbildungs- und Arbeitsmarktstrategie aussehen kann, lässt das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) derzeit in zwei Gebietskörperschaften im Rahmen des Projektes „Konturen der Arbeitswelt 2030“ erproben. Der Beitrag beschreibt die Vorgehensweise im Detail und geht dabei auch auf die Rolle der Wirtschaftsförderung ein.

Hanna Jürgensmeier, Beate Schulz-Montag
Wirtschaftsförderung und Smart-City
“Smart at Work in the City”

Städte in ihrer physischen und sozialen Gesamtheit werden zum Gegenstand von Veränderungen, die ihre Zukunftsfähigkeit ebenso erhöhen sollen wie die ihrer Bewohner, ihrer Organisationen und letztlich der Gesellschaft als Ganzes. Dies liegt zum einen an immer dringender werdenden Problemen in unterschiedlichen Themenfeldern, zum anderen in dem als gestiegen wahrgenommenen Problemlösungspotenzial neuer Techniken und Organisationsformen. Die Komplexität der Probleme und ihrer Problemlösungen lassen nicht mehr punktuelle Interventionen als erfolgsträchtig erscheinen, sondern komplexe Organisationen und themenübergreifende Ansätze – etwa die De-Carbonisierung von Industrie, Verkehr, Gebäuden – oder Probleme der Verbesserung der Umwelt und der Diversität. Um diese Transformationen zur „Smart City“ zu bewerkstelligen, gibt es verschiedene Wege und Ansätze, von punktuellen technischen Verbesserungen, etwa im Verkehr, der Energieversorgung, über plattformbasierte Ansätze der Transformation auf der Basis von Datenalgorithmen und Plattformen bis hin zu Ansätzen kompletter Renovierung von Quartieren in Städten oder gar der Entwicklung komplett neuer Städte. Die zunehmende Relevanz von Daten und Plattformen generiert auch vollständig veränderte Anforderungen an die Wirtschaftsförderung, deren Tätigkeit, Organisation und Qualifikation.

Hajo Weber
Innovationskommunikation für Unternehmen

Kommunikation spielt für die Innovationsfähigkeit eines Unternehmens eine große Rolle. Um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, managen Unternehmen sowohl die Kommunikation im Innovationsprozess professionell und setzen Innovationen als Thema der Unternehmenskommunikation strategisch ein. Kommunikation wird auf der einen Seite im Innovationsprozess als Querschnittsfunktion angesehen. Auf der anderen Seite ist es Aufgabe der Unternehmenskommunikation, Innovationsergebnisse nach innen und außen zu transportieren und damit nach innen das Image des Unternehmens sowohl bei den eigenen Beschäftigten als auch nach außen bei Kunden, Lieferanten, neuen Talente, Medien, dem Wettbewerb und der Politik zu stärken.

Astrid Nelke
Im Schatten oder Licht der Krise
Wirtschaftsförderung im Ausnahmemodus

Die durch ihre Aufgabenstellung mit zahlreichen Unternehmen verbundenen und dennoch außerhalb dieser Firmen stehenden Wirtschaftsförderungseinrichtungen sind strukturell gut zur Abmilderung von Wirtschaftskrisen auf kommunaler Ebene geeignet. Während Unternehmen in existenziellen Krisensituationen in der Regel gegen Liquiditätsengpässe und unter Umständen sogar gegen ein drohendes Ausscheiden aus dem Markt ankämpfen und dabei häufig lediglich tunnelblickartig die eigene Situation vor Augen haben, sind viele Wirtschaftsförderungseinrichtungen den direkten Marktkräften und damit zumindest zunächst auch den existenziellen Bedrohungen wirtschaftlicher Krisen entzogen. Bei geeigneter Vorbereitung können gerade die Wirtschaftsförderungen in Phasen einer ökonomischen Rezession oder gar Depression eine ganzheitlichere Perspektive einnehmen und die Erfordernisse, Notwendigkeiten und Interessen der Unternehmen in ihrem Einzugsbereich ermitteln, bündeln, nach außen kommunizieren sowie im Idealfall auch nach adäquaten Lösungen Ausschau halten. Zudem sind sie aufgrund ihrer meist geringen Größe eher zu schnellen Entscheidungen und unkonventionelleren Vorgehensweisen in der Lage, als dies bei großen Organisationen der Fall wäre. Ein aktuelles Beispiel der Corona-Krise thematisiert anhand einer im April und Mai 2020 durchgeführten empirischen Studie deren facettenreichen Folgen, aber auch die umfänglichen Erfolge und Gegenstrategien der kommunalen Wirtschafsförderungen und zeigt, wie sehr sich erfolgreiche Krisenbewältigung auch oft erst in Krisenzeiten entwickelt. Insofern möchte der vorliegende Text unter anderem dazu beitragen, dass Wirtschaftsförderungseinrichtungen diese „Krisenabmilderungspotenziale“ erkennen und aktiv nutzen, um damit Unternehmen und deren Beschäftigten noch intensiver unterstützen zu können.

Matthias Vogelgesang, Jürgen Stember

Die Wirtschaftsförderung und der Standort

Frontmatter
Regionalökonomie und Standortfaktoren in der Wirtschaftsförderung

Die Qualität der Standortfaktoren in einer Stadt oder Region konstituiert die Standortattraktivität und ist deshalb ein klassischer regionalökonomischer Erklärungsansatz für die Verteilung wirtschaftlicher Aktivität im Raum. Allerdings ist der wirtschaftliche Erfolg einer Region auch immer historisch zu erklären, sind Pfadabhängigkeiten zu analysieren, exogene Anstöße der Förderpolitik zu berücksichtigen. Auch andere staatliche Interventionen (etwa im Infrastrukturbereich) oder partikuläre Unternehmensentscheidungen bis hin zu zufälligen Ereignissen können die Entwicklung eines Standortes wesentlich beeinflussen. Standortfaktoren unterliegen stetigen Veränderungen, ähnliches gilt aber auch für die Bedarfe und Anforderungen der Unternehmen. Gleichwohl sind die Standortfaktoren bei aller Unschärfe und methodischer Schwäche ein konkreter Ansatzpunkt für die Gestaltung in der Praxis durch Akteure wie die kommunale Wirtschaftsförderung. Wichtig ist jedoch, das statische Konzept der klassischen Standorttheorie zu hinterfragen, neue empirische Erkenntnisse zu berücksichtigen und so die richtigen Schlüsse für die regionalökonomische Entwicklung des Standortes zu ziehen.

Jörg Lahner
Zukunftsinitiativen für Wirtschaftsstandorte

Standorte stehen in einem Wettbewerb, in dem sie immer wieder prüfen müssen, ob ihre Visionen, Leitbilder und Strategien noch zukunftsfähig sind. Dieser Blick in die Zukunft erfolgt im Rahmen von Zukunftsinitiativen – von Standort- oder Visionskonferenzen bis hin zu kontinuierlichen Vorausschau-Prozessen. In dem Beitrag wird zunächst dargestellt, wie sich die verschiedenen Werkzeuge in ein Modell des Zukunftsmanagement einsortieren lassen. Anschließend werden konkrete Ansätze für trendbasierte partizipative Zukunftsinitiativen vorgestellt. Da die isolierte Betrachtung einzelner Trends der Komplexität und Ungewissheit im Umfeld eines Standortes häufig nicht mehr gerecht wird, können die Verantwortlichen Planer oder Entscheider mehrere, denkbare Zukunftsbilder in ihre Überlegungen einbeziehen. Solche szenariogestützten partizipativen Zukunftsinitiativen können auf verschiedene Art aufgebaut werden. Auch hier werden in dem Beitrag verschiedene Praxisbeispiele vorgestellt.

Alexander Fink, Andreas Siebe
Standortmanagement und Bestandspflege

Beim Standortmanagement handelt es sich um eine Art von „Königsdisziplin der Wirtschaftsförderung“. In einer Kombination von kreativem Nachdenken, lösungs- und konsensorientierter Kommunikation, systematischer Gestaltung von Entwicklungsprozessen und der Umsetzung und Evaluation konkreter Maßnahmen werden, im Idealfall, die Potenziale eines Wirtschaftsraums systematisch entfaltet und zudem Verbindungen zu bestehenden (über)regionalen Entwicklungen und Prozessen hergestellt bzw. ausgebaut. Obwohl es sich beim Standortmanagement nicht um die alleinige Aufgabe einer einzelnen Person oder Organisation handelt, kommt dabei den Akteuren aus dem Bereich der Wirtschaftsförderung eine Schlüsselstellung zu. Neben dem gezielten kreativen Entwickeln von Wirtschaftsräumen und der aktiven Ansiedlung externer Investoren fristete die Bestandspflege in der (fach-)öffentlichen Aufmerksamkeit eher ein Schattendasein. Dabei handelt es sich gerade bei der Bestandspflege um eine absolut notwendige Basisaufgabe von Wirtschaftsförderung.

Matthias Vogelgesang
Standortmarketing und Akquisition: Praktisches Standortmarketing

Fachkräfte und Gewerbeflächen sind wegen ihrer Knappheit wertvoller denn je. Sie sind ein Grund dafür, dass die Bedeutung des Standortmarketings auf allen Ebenen zunimmt – von der Kommune bis zum Land. Dieser Beitrag zeigt auf, was „gutes“ Standortmarketing ausmacht, welche Aufgaben sich für die Wirtschaftsförderung ergeben, warum eine Standortstrategie unverzichtbar ist und welche Kommunikationsmaßnahmen beispielhaft für die Unternehmensakquise sinnvoll sind. Zudem zeigen Best-Practice-Beispiele, wie es gelingen kann, sich mit einer Standortmarketingkampagne von Wettbewerbern abzugrenzen.

Stefan Lennardt
Standortwettbewerb, Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung

Einleitend werden divergierende Ansichten zu Wirkungen des Standortwettbewerbs dargestellt. Wie immer man dazu steht: Der Standortwettbewerb hat sich mit den politischen und technologischen Umbrüchen der letzten Jahrzehnte verschärft. Anschließend werden Standortfaktoren kurz systematisiert und Charakteristika und Bedeutung von Standortfaktoren dargestellt. Es wird erwartet, dass insbesondere das Gewicht von Wissen und Humankapital im Produktionsprozess zunimmt. Das damit einhergehende Auftreten externer, aber auch interner Skaleneffekte begünstigt per se eine weiter zunehmende räumliche Konzentration. Für den Standort Deutschland als Ganzes haben sich pessimistische Vorhersagen einer schleichenden Deindustrialisierung und eines dadurch bedingten Beschäftigungsabbaus bisher nicht bewahrheitet. Zumindest auf einer hohen Aggregationsebene scheint Deutschland sich gut an die veränderte weltwirtschaftliche Arbeitsteilung angepasst und seine Standortgunst bisher bewahrt zu haben. Angesichts eines solchen Befunds, einer zunehmenden räumlichen Diversifikation betrieblicher Funktionen und einer fortschreitenden Angleichung nationaler Regulierungssysteme wächst indes die Bedeutung regionaler und kommunaler Standortfaktoren. Im letzten Abschnitt werden diese Standortfaktoren dargestellt und mögliche Schlussfolgerungen für die Standortentwicklung skizziert.

Horst-Henning Jank
Wirtschaftsförderung und Immobilienwirtschaft

Globalisierung und insbesondere die Digitalisierung der Wirtschaft führen zu einem tief greifenden ökonomischen und technologischen Wandel. Aus diesem resultieren veränderte Standort-, Raum- und Flächenanforderungen von Unternehmen, für die Wirtschaftsförderungen und insbesondere die Immobilienwirtschaft kontinuierlich neue bedarfsgerechte Lösungen anbieten müssen.Nach inhaltlicher Definition und Abgrenzung von kommunaler Wirtschaftsförderung und Immobilienwirtschaft erfolgt – orientiert an den Lebensphasen von Unternehmen sowie dem Lebenszyklus von Immobilien – eine Darstellung der Anknüpfungspunkte für deren Zusammenarbeit.

Christoph Markert
Wirtschaftsflächenkonzepte

Die Sicherung und Entwicklung von Industrie- und Gewerbeflächen ist ein Schlüsselfaktor für die erfolgreiche Arbeit der kommunalen Wirtschaftsförderung. Vor dem Hintergrund der sich wandelnden Wirtschaft und der wachsenden Attraktivität städtischer Agglomerationsräume gewinnen jedoch zunehmend urbane Standortqualitäten und die Gestaltung neuer Nutzungsmischungen aus Wohnen und Arbeiten für die Gewerbeflächenentwicklung an Bedeutung. Die hier unter dem Begriff Wirtschaftsflächenkonzepte benannten kommunalen Fachkonzepte für Industrie und Gewerbe müssen deshalb neue konzeptionelle und strategische Lösungen für die räumlichen Auswirkungen aktueller Trends und sich ändernde Standortanforderungen finden.

Sandra Wagner-Endres
Innovative Entwicklung von Gewerbeflächen

Im Zeitraum von 2017–2018 hat die kreisfreie Stadt Kaiserslautern in Kooperation mit dem Landkreis Kaiserslautern, unter Federführung der gemeinsamen Wirtschaftsförderungsgesellschaft, eine „Interkommunale Gewerbegebiets- und Industriegebietsflächenpotenzialstudie“ erarbeitet.Hintergrund der Studie war eine starke Nachfrage nach erschlossenen, marktreifen Gewerbeflächen, die nicht mehr bedient werden konnte und zu einem angespannten Bodenmarkt geführt hat.Im Spannungsfeld zwischen Wirtschaft, Politik, gesetzlichen Vorgaben und dem Nachhaltigkeitsgedanken unternimmt die Studie den Versuch, Potenzialflächen zu identifizieren und gutachteich zu bewerten.

Philip Pongratz, Andreas Jacob, Maximilian Essig
Die Verbesserung der dörflichen Einkaufssituation als Aufgabe von Wirtschaftsförderungseinrichtungen

In den letzten Jahren ist verstärkt zu beobachten, dass der Handel im Dorf kaum mehr vorhanden ist. Dorfläden, welche früher den Mittelpunkt des dörflichen Lebens bildeten und für die Dorfbewohner unerlässlich waren sind heutzutage in ihrer Existenz bedroht oder existieren gar nicht mehr. Dafür verantwortlich sind veränderte Rahmenbedingungen, das veränderte Einkaufsverhalten der Konsumenten und vor allem die Konkurrenz mit dem Online-Handel. Um die Versorgung der Dorfbewohner zukünftig sicherzustellen und die Lebensqualität im Dorf zu erhöhen ist es die Aufgabe der kommunalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft die Entstehung der Dorfläden zu fördern und den Erhalt des Handels in dem Dorf sicher zu stellen.

Philip Pongratz, Amelie Oberbeckmann
Nutzen von Wirtschaftsförderungen am Beispiel der Bodensee Standort Marketing GmbH

Eine Wirtschaftsförderung bewegt sich auf unterschiedlichen Ebenen, weswegen sie unterschiedliche Zielgruppen bedienen muss. Dadurch definieren sich auch entsprechend unterschiedliche Aufgaben, die eine Wirtschaftsförderung zu erfüllen hat. Gleichzeitig muss aber auch ein Nutzen für die jeweilige Zielgruppe generiert werden.Dieser Fachbeitrag definiert zuerst die einzelnen Ebenen, auf welchen Wirtschaftsförderung durchgeführt wird. Ebenso werden die jeweiligen Nutzenarten identifiziert, die eine Wirtschaftsförderung erfüllen kann und sollte. Abschließend werden die Ebenen der Wirtschaftsförderung mit den Nutzenarten zusammengeführt und exemplarisch am Portfolio der Bodensee Standort Marketing GmbH dargestellt. Somit werden sowohl die Relevanz als auch die Bedeutung und Daseinsberechtigung einer Wirtschaftsförderung aufgezeigt.

Thorsten Leupold, Carolin Schnaidt
Metadaten
Titel
Handbuch Innovative Wirtschaftsförderung
herausgegeben von
Prof. Dr. Jürgen Stember
Mag. Matthias Vogelgesang
Dr. Philip Pongratz
Dr. Alexander Fink
Copyright-Jahr
2021
Electronic ISBN
978-3-658-33592-2
Print ISBN
978-3-658-33591-5
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-33592-2

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