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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

I. Grundlagen

Zusammenfassung
Wer sich mit den Eigenarten einer Jahresabschlussprüfung auseinandersetzen will, der muss sich zunächst mit einem pragmatischen Rahmen beschäftigen, nämlich mit der Entwicklung des Berufsstandes, den gesetzlichen Aufgaben der Abschluss prüfung und den Anforderungen, die die Berufssatzung an ihre Berufsträger stellt. Will man aber diesen Rahmen erweitern, muss man „besondere Elemente“ in die Diskussion einführen, die die Prüfungstheorie mit Abweichungsanalysen, Überwachungsprozessen, Anpassungsreaktionen und Überzeugungsbildung auf einem deutlich höheren Plateau bereitstellt. Dann erscheint das breite Spektrum der Berufspflichten in einem ungewohnten Licht. Und es ist insbesondere die Eigenverantwortlichkeit – zu Recht vom Institut der Wirtschaftsprüfer bei jedem Prüfungsstandard (PS) betont –, der in Anbetracht der risikoreichen Situation unseres Berufsstandes eine strenge Rolle als „prima inter pares“ zugewiesen wird. Daraus ergibt sich dann auch die Verpflichtung, das Know-how eines Teams rechtzeitig auf die Komplexität eines Prüfungsauftrages einzustellen und jede Prüfung nach einem risikoorientierten Drei-Phasen-Konzept auszurichten. Dabei kommt den Kenntnissen über die Geschäftstätigkeit eine zentrale Bedeutung zu.
Werner Krommes

II. Die Felder der Risikoorientierung

Zusammenfassung
Während in Kapitel I nur die Konturen einer Abschlussprüfung skizziert wurden, werden in diesem Kapitel die wesentlichen Elemente aller drei Phasen vorgestellt. Das sind in Phase 1 (Strategieanalyse) die auf den Markt gerichteten Aktivitäten bzw. die Erfassung abschlussrelevanter Daten und der Management-Prozess, in dem Unternehmensziele vorgegeben, Strategien festgelegt bzw. umgesetzt und Geschäftsrisiken behandelt werden. Das sind in Phase 2 (Prozessanalyse) die betrieblichen Abläufe mit den entsprechenden Kontrollen, von deren Qualität es abhängt, ob – unter besonderer Berücksichtigung des Internen Kontroll- und Risikofrüherkennungssystems – alle abschlussrelevanten Daten vollständig und korrekt im Jahresabschluss landen.
Werner Krommes

III. Die Prüfung von Jahresabschluss und Lagebericht

Zusammenfassung
Neben ungewohnten, vom Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz geschaffenen Wahlrechten (Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, Bildung von Bewertungseinheiten) und der immer noch unterschätzen Bedeutung IT-gestützter Prüfungsmethoden werden beispielhaft vier Bilanzpositionen (Sachanlagen, Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) behandelt. Das 3-Phasen-Konzept einer Abschlussprüfung aufgreifend, wird jedem Kapitel ein Wegweiser vorangestellt, aus dem die einzelnen Meilensteine auf dem Weg zum Prüfungsurteil zu erkennen sind. Unter Ausnutzung von Komponenten der Strategie- und Prozessanalyse wird der Inhalt der einzelnen Positionen erläutert und dargelegt, in welchen betrieblichen Abläufen sie ihre Prägung erhalten.
Werner Krommes

IV. Gravierende Fälle falscher Angaben in der Rechnungslegung als Zeichen einer krisenhaften Entwicklung

Zusammenfassung
Der Berufsstand ist in jüngster Zeit stark in die Kritik geraten, weil die Öffentlichkeit kein Verständnis dafür aufbringen kann, dass wesentliche Fehlaussagen in Jahresabschlüssen von den zuständigen Prüfern nur verspätet oder überhaupt nicht aufgedeckt wurden. Unter Hinweis auf das ausgeübte Amt wird gefordert, dass bei der Prüfungs planung die Komplexität der Geschäftsvorfälle stärker beachtet, insbesondere aber das Interesse des Managements einkalkuliert werden muss, Bilanzpolitik in der Absicht zu missbrauchen, gesetzte Ziele „unter allen Umständen“ zu erreichen. Nur in Kenntnis dieser Ziele und des Grades, in dem sie erreicht wurden, wird der Abschlussprüfer Erwartungen über potenzielle Fehler im Abschluss aufbauen können. Anhand einiger aus der Wirtschaftspresse entnommener Fälle wird die Frage diskutiert, worauf diese Nicht-Entdeckung möglicherweise zurückzuführen ist und was getan werden muss, um die Qualität der Facharbeit wieder zu verbessern. In diese Richtung zielen auch gesetzgeberische Maßnahmen, die sich insbesondere im Bilanzrechtsreform gesetz, im Bilanzkontrollgesetz und im Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz niedergeschlagen haben.
Werner Krommes

V. Der Prüfungsbericht

Zusammenfassung
Gemäß § 321 HGB hat der Abschlussprüfer über Art und Umfang sowie das Ergebnis der Prüfung schriftlich und mit der gebotenen Klarheit zu berichten. In dem Bericht ist vorweg zu der Beurteilung der Lage des Unternehmens durch die gesetzlichen Vertreter Stellung zu nehmen, wobei insbesondere auf die Beurteilung des Fortbestandes und der künftigen Entwicklung des Unternehmens unter Berücksichtigung des Lageberichtes einzugehen ist; eine Verpflichtung, die man ohne solide, vorrangig durch die Strategieanalyse erworbene Kenntnisse nicht erfüllen kann. Im Hauptteil des Prüfungsberichtes ist als Ergebnis vergleichender Analysen festzustellen, ob die Buchführung und die weiteren geprüften Unterlagen, der Jahresabschluss und der Lagebericht den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages oder der Satzung entsprechen.
Werner Krommes

VI. Systembewusstsein zur Absicherung von Prüfungsaussagen

Zusammenfassung
Unter besonderer Berücksichtigung der Eigenverantwortlichkeit des Abschluss prüfers umfasst das Systembewusstsein das Verständnis für die „Fachsprache“ und für die Ausprägung, die sie in den „Prüfungsstandards“ des Instituts der Wirtschaftsprüfer gefunden hat, die Empfänglichkeit für veränderte Rahmenbedingungen, unter denen Unternehmen national und international arbeiten und die konsequente Anwen dung des 3-Phasen-Konzeptes, bei der die „Sensibilität für Risiken“ die entscheidende Rolle spielt. Im Hinblick auf die Bedeutung komplexer Geschäftsmodelle für die Abschlussprüfung wird die Problematik industrieller Anlagen- und Baugeschäfte besonders behandelt.
Werner Krommes

VII. Der Weg: Stationen und Leitgedanken

Zusammenfassung
In den vorangegangenen Kapiteln ist eine Reihe von Aspekten dargestellt, theoretische Ansätze aufgegriffen, Sachverhalte analysiert, in Anlagen vertieft und die besonderen Anforderungen an die Arbeit des Abschlussprüfers vorgestellt worden. Die nachfolgenden Gedanken und Appelle, die die Essenz des Handbuches bilden, dienen der Rekapitulation und sollen es dem Leser ermöglichen, von dort aus die einzelnen Überlegungen zurückzuverfolgen und sich die Quellen der Argumentation in Erinnerung rufen zu können.
Werner Krommes

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