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Handbuch Offene Kinder- und Jugendarbeit

  • 2021
  • Buch

Über dieses Buch

Die fünfte Auflage des Handbuches folgt einem neuen Konzept und liefert aktuelle Beiträge zu Themen, die im Diskurs und in der Alltagsarbeit der Offenen Kinder- und Jugendarbeit unabdingbar sind. Als Schlüsselwerk zu einem der großen Handlungsfelder der Sozialen Arbeit bietet das Buch mit über 160 Beiträgen relevantes Wissen zu aktuellen Debatten, Herausforderungen und Spannungsfeldern. So stärkt es die Reflexivität und Handlungsfähigkeit der Professionellen. Die maßgeblichen und ausgewiesenen Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft und Praxis zeigen, dass Offene Kinder- und Jugendarbeit ein wichtiger Partizipations- und Bildungsort für Kinder und Jugendliche ist. Sie fordern in ihren Beiträgen die Fachkräfte dazu auf, in der pädagogischen Praxis die Selbst- und Mitbestimmung Kindern und Jugendlichen zu entfalten und ihnen Möglichkeiten gesellschaftlicher Mitverantwortung zu eröffnen. Und es wird gezeigt, wie das konkret gehen kann.

Der Inhalt

Was ist Offene Kinder- und Jugendarbeit? Einblicke • Wer macht Offene Kinder- und Jugendarbeit? Mitarbeitende und Professionalität • Wer/Wie sind die Adressat*innen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit? Kinder und Jugendliche • Wo findet Offenen Kinder- und Jugendarbeit statt? Einrichtungstypen • Wozu Offene Kinder- und Jugendarbeit? Theoretische Ansätze und Perspektiven • Warum was wie in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit tun? Handlungskonzepte • Wie macht man Offenen Kinder- und Jugendarbeit konkret? Methoden • Was läuft in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit? Themen und Praxen der Kinder und Jugendlichen • Wie Qualität herstellen und sichern in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit? Qualitätsverfahren, Konzeptentwicklung, Legitimation • Mit wem warum kooperieren in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit? Kooperationspartner • Was sind Rahmenbedingungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit? Recht, Träger, Politik • Wie macht man Offene Kinder- und Jugendarbeit in Europa? Ausblicke

Die Herausgebenden

Dr. Ulrich Deinet ist Professor für Didaktik und methodisches Handeln/Verwaltung und Organisation an der Hochschule Düsseldorf.

Dr. Benedikt Sturzenhecker ist Professor für Sozialpädagogik/Außerschulische Bildung an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg.

Dr. Larissa von Schwanenflügel ist Professorin für Kinder- und Jugendarbeit, Jugendbildung und Partizipation an der Frankfurt University of Applied Science Frankfurt am Main.

Moritz Schwerthelm M.A. ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich Sozialpädagogik an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg.

Inhaltsverzeichnis

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  1. Frontmatter

  2. Was ist Offene Kinder- und Jugendarbeit? Einblicke

    1. Frontmatter

    2. So sehen Kinder und Jugendliche Offene Kinder- und Jugendarbeit

      Fotoessays von Nutzer*innen Patrick Kirsch
      Zusammenfassung
      Die Offene Kinder- und Jugendarbeit kann für Kinder und Jugendliche Orte von unterschiedlichen Handlungspraxen und Bildungsprozessen darstellen. Das zeigen im Folgenden Nutzer*innen aus neun Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit anhand selbst erstellter Fotoessays. Die Auswahl der vorliegenden Fotoessays gibt einen Einblick in den Alltag von Besucher*innen der OKJA. Das Vorhaben entstand im Rahmen eines Lehrforschungsseminars mit Studierenden des Masterstudiengangs Erziehungs- und Bildungswissenschaft unter der Leitung von Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker. Die Fotoessays sollen die Sicht der Kinder und Jugendlichen auf den Gebrauchswert der Angebote der OKJA vermitteln. Der vorliegende Text stellt die Untersuchung, die Forschungsmethode und die im Seminar diskutierten Ergebnisse dar. Diese Ergebnisse geben Hinweise auf verschiedene Bildungs- und Handlungsorte von den an der Lehrforschung teilnehmenden Besucher*innen der Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit.
    3. Alltag von Fachkräften in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

      Berichte von Fachkräften in Diskussion mit den Herausgeber*innen Ulrich Deinet, Benedikt Sturzenhecker, Larissa von Schwanenflügel, Moritz Schwerthelm
      Zusammenfassung
      In dieser Einleitung zum Handbuch Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) erzählen zwölf Fachkräfte aus dem Handlungsfeld vom Alltag in ihrer offenen Jugendeinrichtung. Die Herausgeber*innen kommentieren diese Praxisgeschichten aus fachlicher Sicht und stellen Verbindungen zu den Inhalten des Handbuchs her. In der Einleitung des Handbuchs wird damit ein sehr konkreter Einblick in die Praxis der OKJA gegeben. Die Komplexität fachlichen Handelns in diesem Feld und seine vielfältigen Bildungschancen für die Kinder und Jugendlichen werden deutlich.
    4. Offene Kinder- und Jugendarbeit im Wandel

      Jens Pothmann, Ulrich Deinet
      Zusammenfassung
      Der Beitrag zu den Entwicklungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit beinhaltet einen bezogen auf das Handlungsfeld nach innen und einen nach außen gerichteten Blick. In einem ersten Teil werden auf Basis der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik empirische Entwicklungen für das Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendarbeit im Allgemeinen dargestellt. Sofern die Datenlage und eine allerdings nur in Teilen gegebene Abgrenzbarkeit von anderen Bereichen der Kinder- und Jugendarbeit dies zulassen, erfolgt eine zumindest punktuelle Darstellung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Besonderen. Der zweite Teil des Beitrags widmet sich dem gesellschaftlichen Umfeld der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, benennt einige damit verbundene Themen wie Bildung, Digitalisierung oder Inklusion und stellt Bezüge zum Handlungsfeld her. Der Beitrag schließt mit Hinweisen auf zukünftige Entwicklungen.
    5. Geschichte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit seit 1945

      Benno Hafeneger
      Zusammenfassung
      Die Offene Kinder- und Jugendarbeit reicht in den Beginn des 20. Jahrhunderts zurück und erfährt ihre Etablierung als eigenständiger Bereich der Jugendarbeit – wie wir sie heute kennen – in der Geschichte der Bundesrepublik. Die historische Entwicklung beginnt mit den German Youth Activities (GYA) der US-amerikanischen Besatzungsbehörden und ist dann in die Jugend- und Sozialgeschichte der Bundesrepublik eingebettet. Sie reicht von den „Heimen“ bzw. „Häusern der Offenen Tür“, über Modelljugendclubs, der Jugendzentrumsbewegung und selbstverwalteten Jugendzentren bis hin zu einer differenzierten und professionalisierten Struktur mit vielfältigen Arbeits- und Aneignungsformen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in öffentlicher oder freien Trägerschaft. Die Geschichte der pädagogischen Leitidee entwickelte sich von „Reeducation“, „sinnvoller Freizeitbeschäftigung“, dann „Mitbestimmung“ und „Selbstverwaltung“ hin zu „Aneignung“. Die durchgehende normative Orientierung des Feldes und der Angebote war und ist, für alle Kinder und Jugendlichen offen sowie ein bedeutsames non-formales und informelles Lern- und Bildungsfeld zu sein.
  3. Wer macht Offene Kinder- und Jugendarbeit? Mitarbeitende und Professionalität

    1. Frontmatter

    2. Die Mitarbeiter*innen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

      Jens Pothmann, Werner Thole
      Zusammenfassung
      In dem Beitrag wird auf Basis der vorliegenden Daten der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik die Situation der Beschäftigten und deren Veränderungen seit den 2000er Jahren referiert und diskutiert. Konstatiert wird bei weiter zu beobachtenden Unterschieden zwischen Ost- und Westdeutschland ein Rückgang des Personals der Kinder- und Jugendarbeit, der aber keineswegs, wie zuweilen angenommen, eine Dramatik zeigt, die nahelegt, vom langsamen Ende der Kinder- und Jugendarbeit zu sprechen. Gleichwohl deutet sich über die Empirie an, dass konzeptionell-politische Grundlagen und Zukunftsstrategien im Zusammenhang mit der Kinder- und Jugendarbeit nicht mit einer entsprechenden Ressourcenausstattung für die Träger korrespondieren.
    3. Fachlichkeit und Professionalität der Mitarbeiter*innen in der Offenen Kinderund Jugendarbeit

      Werner Thole, Jens Pothmann
      Zusammenfassung
      Die Kinder- und Jugendarbeit ist ungeachtet des gesellschaftlichen Wandels nach wie vor ein für Kinder und Jugendliche relevanter, non-formaler Bildungs-, Sozial- und Freizeitbereich. In dem sozialpädagogischen Handlungsfeld der Kinder- und Jugendarbeit sind Mitarbeiter*innen mit unterschiedlichen Qualifikationen und in unterschiedlichen Anstellungsverhältnissen beruflich tätig. Der Beitrag nimmt Fragen der Fachlichkeit und Professionalität in der einrichtungsbezogenen Kinder- und Jugendarbeit in den Blick. Diskutiert werden Grundfragen sozialpädagogischer Professionalität und professionellen Handelns im Horizont der Kinder- und Jugendarbeit als Professionalisierungsprojekt. Damit stellen sich auch Fragen nach dem notwendigen Wissen und Können, über das die Mitarbeiter*innen in der Kinder- und Jugendarbeit verfügen sollten. Die Antworten sind eine notwendige Voraussetzung, um – fachlich abgesichert und begründet – Angebote und Projekte der Kinder- und Jugendarbeit planen, durchführen und organisieren zu können.
    4. Anforderungen an Wissen und Können der Fachkräfte der Jugendarbeit und ihre Ausbildung

      Peter Nick
      Zusammenfassung
      Kinder- und Jugendarbeit ist ein komplexes und anspruchsvolles Arbeitsfeld innerhalb der Sozialen Arbeit. Ihre Kennzeichen und Strukturmerkmale sind ein Hintergrund und Ermöglichungskontext für zentrale Prozesse der Subjektbildung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Allerdings besteht auch der Verdacht, dass diese Prozesse oft hinter dem Rücken der Jugendarbeiter*innen stattfinden und diese häufig nichts davon mitbekommen. Was sollen pädagogische Fachkräfte wissen und können, wenn Jugendarbeit zum Beruf wird? Vorgestellt wird unter anderem das Qualifikationsprofil Jugendarbeit, das im Rahmen eines Forschungsprojekts an der Hochschule Kempten auf der Basis einer breit angelegten Erhebung des professionellen Selbstverständnisses von pädagogischen Fachkräften der verschiedenen Arbeitsfelder der Jugendarbeit in Bayern entwickelt wurde.
    5. Siedler oder Trapper?

      Professionelles Handeln im pädagogischen Alltag der Offenen Kinder- und Jugendarbeit Burkhard Müller
      Zusammenfassung
      Der Text diskutiert und entwirft Konzepte von Professionalität, die sich für die Offene Kinder- und Jugendarbeit eignen. Müller beschreibt zwei Modelle professioneller Kompetenz in der OKJA: das Siedlermodell und das Trappermodell. Im Siedlermodell schlagen Experten Lichtungen des spezialisierten Wissens und Könnens in den hochkomplexen ‚Urwald‘ der Lebenswelten. ‚Trapper‘ hingegen glauben nicht an die völlige Kontrollierbarkeit ihres Handelns, sondern müssen immer wieder neue Wege zwischen den vielseitigen Anforderungen der OKJA hindurch finden und gestalten. Es geht darum, praktikable Verfahren in Bezug auf die Frage zu erfinden, wie das Unvorhersehbare, die unaufhebbare Ungewissheit über das, was im Alltag der Offenen Kinder- und Jugendarbeit passieren kann, vom unkalkulierbaren zum kalkulierbaren und bewältigbaren Risiko und vor allem zur Chance der Anregung von Bildungsprozessen wird. Vor dieser Grundorientierung diskutiert der Beitrag die für die OKJA typischen pädagogischen Fragen: Offenheit oder Beliebigkeit, Beziehungsarbeit oder Raumorientierung, Marktorientierung oder Qualitätskriterien, Erziehung und/oder Bildung?
    6. Was tun die Pädagog*innen?

      Muster pädagogischen Handelns im Alltag der Offenen Kinder- und Jugendarbeit Peter Cloos, Stefan Köngeter
      Zusammenfassung
      Der Beitrag plädiert dafür, mit Hilfe eines ethnografischen Forschungszugangs das alltägliche Handeln im Feld der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zu verstehen und zu beschreiben. Dies wird getan vor dem Hintergrund der Annahme, dass Jugendarbeiter* innen es mit komplexen sozialen Alltagssituationen zu tun haben, in denen die Akteur*innen durch kulturelle Praxen gemeinsame Wirklichkeiten erzeugen. Der Alltag im Jugendhaus wird beschrieben als sozialpädagogische Arena, ein sozialer Ort also, der gemeinsam erhandelt wird, an dem das Geschehen diskontinuierlich sich wandelt und in dem Zugehörigkeit und Anerkennung performativ verhandelt werden. Anhand dreier zentraler Grundmuster des pädagogischen Handelns – Platzierungspraktiken, Modulationen von Alltagskommunikation und Gestaltung von Übergängen – wird sodann die spezifische Professionalität der Pädagog*innen in diesem Handlungsfeld entfaltet und werden schließlich konstitutive Handlungsregeln identifiziert, die sich in diesen Grundmustern aufzeigen lassen.
    7. Kritiken an Professionellen und ihrem Handeln in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

      Albert Scherr, Benedikt Sturzenhecker
      Zusammenfassung
      Der Text entwickelt trotz des Wissens um die politisch-fiskalischen Versuche, in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) einzusparen, sie in andere Organisationen zu überführen (Schule oder HzE) und mit Aufgaben zu überfrachten, absichtsvoll die kritische These, dass (auch) die Fachkräfte selbst zu einer Abwicklung der OKJA beitragen. Es wird argumentiert, dass die strukturellen Potenziale der OKJA (Unbestimmtheit der Inhalte und Zielgruppen, Freiwilligkeit der Teilnahme, Angewiesenheit auf die Berücksichtigung der Bedürfnisse, Interessen und Themen der Kinder und Jugendlichen etc.) zur Eröffnung emanzipatorischer Bildung in ihr Gegenteil verkehrt werden, weil Fachkräfte die damit verbundenen komplexen Anforderungen an sozialpädagogisches Handeln abwehren. Solche Abwehrformen werden im Einzelnen kritisch analysiert. Damit entsteht das Risiko, dass die Möglichkeiten emanzipatorischer Subjekt- und Demokratiebildung verloren gehen, die jedoch den konzeptionellen Kern und gesetzlichen Auftrag der OKJA ausmachen.
    8. Personalmanagement und Personalentwicklung in der OKJA

      Katja Müller
      Zusammenfassung
      Die Gewinnung, Qualifizierung und Entwicklung des Personals in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) stellt die Träger dieser Angebote zunehmend vor große Herausforderungen. Vielfältige Qualifikationen, älter werdende Fachkräfte und sehr unterschiedliche, teilweise prekäre Beschäftigungssituationen kennzeichnen das Arbeitsfeld, welches zunehmend von einem Fachkräftemangel betroffen ist. Eine frühzeitig und systematisch angelegte Strategie des Personalmanagements ist daher geboten. Träger der OKJA sind gefordert, bei ihren Aktivitäten zur Personalgewinnung die Schnittstelle zu Hochschulen und Ausbildungsstätten besser zu gestalten und sich dort zu engagieren. Um die Attraktivität der OKJA – auch im Vergleich zu anderen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit – zu stärken, muss sie sich mit einem fachlich fundierten Kompetenz- und Aufgabenprofil präsentieren. Die Einarbeitung neuer Mitarbeitender sollte systematisch geplant, durch aufgabenspezifische Qualifizierungsangebote unterstützt und durch Instrumente der Personalentwicklung ergänzt werden. Aufgrund der besonderen Merkmale des Arbeitsfeldes ist es sinnvoll, dass große Träger und Jugendämter sowie regionale, trägerübergreifende Zusammenschlüsse systematisch Konzepte des Personalmanagements erproben und überregional die fachpolitische Stärkung des Handlungsfeldes verfolgt wird.
    9. Freiwilliges und ehrenamtliches Engagement in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

      Eric van Santen, Liane Pluto
      Zusammenfassung
      Freiwilliges und ehrenamtliches Engagement findet auch in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit statt. Bislang fristet es dort aber ein Nischendasein – nicht, weil es kaum existiert, sondern, weil es öffentlich nicht als solches wahrgenommen wird. Für diese geringe Aufmerksamkeit gibt es Gründe, die in den Besonderheiten des Arbeitsfeldes zu finden sind. Empirisch zeigt sich, dass es in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit viele Formen des Engagements gibt und auch viele Jugendliche (mindestens 200.000) freiwillig engagiert sind. Genauso wie sie ein dauerhaftes, regelmäßiges, kontinuierliches Engagement ermöglicht, bietet die Offene Kinder- und Jugendarbeit gute Möglichkeiten für zeitweiliges, erst einmal unverbindliches Erproben der Verantwortungsübernahme, das Suchenkönnen nach der individuell passenden Form des Engagements.
    10. Berufsarbeit in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit aus gewerkschaftlicher Sicht

      Björn Köhler
      Zusammenfassung
      Der Text informiert über die für die Fachkräfte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) relevanten Gewerkschaften und Berufsverbände. Er zeigt, was besonders die Gewerkschaften leisten in Bezug auf Tarifverhandlungen, Rechtsschutz und Politik. Er informiert über Grundlagen tariflicher Regelungen und Rechte im Handlungsfeld der Sozialen Arbeit. Dazu werden auch Untersuchungen zu Arbeitsbedingungen und Einschätzungen der Fachkräfte vorgestellt. Aus diesen geht hervor, dass Beschäftigte in der Sozialen Arbeit oft unzufrieden mit Gehalt und Arbeitsbelastungen sind, Letztere aber hinnehmen. Daraus folgt die Aufforderung, sich (auch und gerade in Gewerkschaften) gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen und Entlohnung einzusetzen.
    11. Belastungen, Unterstützung und Supervision in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

      Matthias N. Schubert
      Zusammenfassung
      Die Anforderungen an die sozialen Berufe haben sich verändert.
      Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind längst nicht mehr nur „hilflose Helfer“ (Schmidtbauer 1977), sondern auch Sozialmanagerinnen und -manager. Geblieben ist zum einen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrer Beziehungsarbeit allem voran ihr eigenes Werkzeug sind, und geblieben sind zum anderen die daraus resultierenden besonderen psychischen Belastungen. Der folgende Text lässt Betroffene zu Wort kommen und beschreibt und ergründet die veränderte Arbeitswelt, gibt Verstehensansätze für die beruflichen Beziehungen zu Kindern und Jugendlichen und zeigt Möglichkeiten der Entlastung und der Selbstsorge auf, beispielsweise durch Supervision.
    12. Teamarbeit in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

      Hans-Jürgen Balz
      Zusammenfassung
      Teamarbeit ist im psychosozialen Bereich allgegenwärtig. Ihre Notwendigkeit in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) leitet sich aus den Kooperationsanforderungen, der fachlich-funktionalen Differenzierung (multiprofessionelle Zusammenarbeit) und dem Professionsverständnis der Mitarbeitenden ab. Es gilt jedoch, vor einer romantischen Verklärung und Überhöhung von Teamarbeit zu warnen und stattdessen eine auf wissenschaftliche Erkenntnisse und professionelle Erfahrungen gestützte Praxis umzusetzen. Sich der methodischen Grundsätze, Erfolgsfaktoren und Spannungsfelder der Teamarbeit zu vergewissern erscheint insbesondere deshalb notwendig, weil in der OKJA häufig Mitarbeiter*innen mit unterschiedlichen beruflichen Vorerfahrungen, Erwartungen und Arbeitsweisen zusammenwirken. Um Teamlernen in Projekten und Freizeitaktionen zu ermöglichen, gilt es einen konstruktiven Umgang mit der Vielfalt der Mitarbeitenden und eine Offenheit gegenüber den verschiedenen Arbeitsweisen zu entwickeln. Gleichzeitig muss es Reflexionsräume zur gemeinsamen Weiterentwicklung der Angebote geben, um methodische Standards zu sichern, auf Bedürfnisse der Kinder- und Jugendlichen flexibel einzugehen und der Weiterentwicklung der Jugendkultur Rechnung zu tragen.
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Titel
Handbuch Offene Kinder- und Jugendarbeit
Herausgegeben von
Dr. Ulrich Deinet
Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker
Prof. Dr. Larissa von Schwanenflügel
Moritz Schwerthelm
Copyright-Jahr
2021
Electronic ISBN
978-3-658-22563-6
Print ISBN
978-3-658-22562-9
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-22563-6

Informationen zur Barrierefreiheit für dieses Buch folgen in Kürze. Wir arbeiten daran, sie so schnell wie möglich verfügbar zu machen. Vielen Dank für Ihre Geduld.

    Bildnachweise
    Schmalkalden/© Schmalkalden, NTT Data/© NTT Data, Verlagsgruppe Beltz/© Verlagsgruppe Beltz, rku.it GmbH/© rku.it GmbH, ibo Software GmbH/© ibo Software GmbH, Sovero/© Sovero, Axians Infoma GmbH/© Axians Infoma GmbH, genua GmbH/© genua GmbH, Prosoz Herten GmbH/© Prosoz Herten GmbH, Stormshield/© Stormshield, MACH AG/© MACH AG, OEDIV KG/© OEDIV KG, Rundstedt & Partner GmbH/© Rundstedt & Partner GmbH, Doxee AT GmbH/© Doxee AT GmbH , Governikus GmbH & Co. KG/© Governikus GmbH & Co. KG, Vendosoft/© Vendosoft, givve Bezahlkarte - digitale Effizienz trifft menschliche Nähe/© givve