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01.12.2020 | Handel | Infografik | Onlineartikel

Das waren die Umsatzhits zwischen Black Friday und Cyber Monday

Autor:
Eva-Susanne Krah
3:30 Min. Lesedauer

Black Friday, Black Week, Cyber Monday... die größten Einkaufs-Events der Welt kurbeln die Umsatzmaschinerie im Einzelhandel und dem virtuellen Vertrieb an. Was die Retail-Specials gebracht haben.

Ob Einkaufszentren, kleine Geschäfte oder Online-Handel. Der Run auf die Schnäppchen-Angebote war auch 2020 an Black Friday und Cyber Monday sowie während der Black Week trotz Corona-Frust groß. Die Events werden vom Handel traditionell als Auftakt für das Weihnachtsgeschäft genutzt. 

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2020 | OriginalPaper | Buchkapitel

Markt- und Wettbewerbsstrategien im E-Commerce

Die langfristig erfolgreiche Etablierung eines E-Commerce Geschäftsmodells basiert auf der Definition strategischer und wirtschaftlicher Ziele, deren stringente Verfolgung sich in Markt- und Wettbewerbsstrategien ausprägt.

Viele Händler haben ihre Rabattaktionen am Black Friday gleich auf eine ganze Woche oder einen Black November ausgeweitet. Dabei verwundert es nicht, dass das Online-Geschäft im November massiv angestiegen ist. Viele Händler haben zudem die Aktionen auf Online-Medien verschoben, wie die europäische Commerce Content-Plattform Global Savings Group (GSG) feststellt. Das Unternehmen hat weltweit auf verschiedenen GSG-Portalen am Donnerstag und dem Black Friday rund 40.000 Angebote bewertet. Diesen Trend des Handels, Multikanalmanagement zu betreiben, sehen auch die Springer-Autoren Dieter Ahlert, Peter Kenning und Christian Brock im Kapitel "Multikanalmanagement" des Buchs "Handelsmarketing". Sie verdeutlichen, dass so versucht wird, verschiedene Absatz- und Vertriebskanäle zu kombinieren: "In den letzten Jahren zeigten die Entwicklungen, dass Anbieter und Händler zunehmend verschiedene Kanäle und verschiedene Kontaktprinzipien kombiniert einsetzen. Ein wesentlicher Grund dafür war die zunehmende Bedeutung des Distanzprinzips, die letztlich wohl ganz wesentlich auf die im Zuge der Digitalisierung entstandenen Potenziale zur Senkung von Transaktionskosten in der Distribution zurückgeführt werden kann". 

Während der Black Week wurden allein 1,1 Millionen Transaktionen ermöglicht, die Sparchancen für Verbraucher vorsahen, etwa in Form von Gutscheinen oder anderen Rabattvarianten. Die Kunden machen aus der Not eine Tugend und kaufen wegen der Corona-Auflagen lieber sicher und bequem von zu Hause aus. 

Mobile Commerce wächst

Auch die Nutzung mobiler Endgeräte für Kauftransaktionen ist gestiegen: So lag 2020 das Geschäft auf mobilen Geräten erstmals um sechs Prozent höher als auf Desktop-Geräten. Ein Springer-Autoren um Jan H. Betzing kennt den Grund dafür: "Kunden können Produktinformationen und Preise jederzeit und von jedem Ort über mobile Endgeräte abrufen und vergleichen", erklären Sie im Kapitel "Interaktive, digitale Einkaufserlebnisse in Innenstädten" des Buchs "Digitale Customer Experience". 

Interessant allerdings: Die durchschnittliche Warenkorbgröße von Desktop-Nutzern, die online nach Rabatten und Angeboten suchen, ist 2020 mit 134,08 Euro immer noch höher als die mobiler Nutzer, die im Schnitt 108,47 Euro ausgeben. 

Welche Sparten das Rennen machen

Die wichtigsten Sparten, in denen 2020 die besten Black-Friday-Einkäufe im Vergleich zu 2019 getätigt wurden, sind

  • Multi-Category-Angebote – also verschiedene Produktkategorien, wie sie etwa Amazon bietet,
  • Technologie – mit 166,98 Prozent Steigerung verzeichnete der Bereich laut GSG die stärkste Nachfrage gemessen am verkauften Bruttowarenwert,
  • Haus- und Garten-Produkte sowie
  • Damenmode, Sport & Outdoor – mit 78,84 Prozent Zuwachs im Vergleichszeitraum.

Der durchschnittliche Bestellwert fiel in Deutschland von 127,70 Euro im Jahr 2019 auf 119,76 Euro in 2020 zurück. Die genannten Bereiche waren auch in den europäischen Nachbarländern am stärksten frequentiert. Laut dem Bezahldienst Klarna boomte vor allem der Absatz von Technikgütern und bescherte dem Handel einen Umsatzrekord: In Deutschland wurden am Black Friday laut onlinemarketing.de allein so viele Elektronikgeräte gekauft wie sonst in einem durchschnittlichen Monat. Es floss um 56 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr 2019. Um 14 Uhr wurde in Deutschland der Spitzenumsatz erzielt. Weltweit konnten Händler der E-Commerce-Plattform Shopify 75 Prozent mehr einnehmen als noch 2019. Alle Händler der Plattform haben an diesem Tag einen Umsatz von 2,01 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Für die Aktionstage Black Friday und Cyber Monday im Jahr 2020 hatte der Handelsverband Deutschland (HDE) Ausgaben von 3,7 Milliarden Euro durch Online-Shopper in Deutschland prognostiziert. Im Vorjahr beliefen sich die Ausgaben der Online-Käufer an beiden Tagen auf 3,1 Milliarden Euro.

Am stärksten Federn lassen mussten hingegen beispielsweise am Black Friday aufgrund der Corona-Krise das Reise- und Freizeitgeschäft, mit minus 67,50 beziehungsweise minus 76,98 Prozent.

Alle tagesaktuellen Beiträge rund um die Corona-Krise finden Sie hier

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2020 | OriginalPaper | Buchkapitel

Multikanalmanagement

Quelle:
Handelsmarketing

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