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Über dieses Buch

Rolf J. Neveling stellt angehenden Lehrerinnen und Lehrern das Handwerkszeug für einen guten Mathematikunterricht vor. Im Zentrum seines essentials steht der reguläre, unspektakuläre Unterricht. Der Autor erläutert die Gestaltung von Stunden, die Motivation im schulischen Alltag, die Vorbereitung und das Schreiben von Klausuren, die Vorbereitung schriftlicher und mündlicher Prüfungen, die Notengebung sowie die Verwendung von Medien. Didaktische Vorstellungen spielen dabei natürlich eine Rolle, sie stehen aber zugunsten der praktischen Beispiele und Tipps im Hintergrund.

Der Autor:

Dr. Rolf J. Neveling unterrichtete viele Jahre an einem Gymnasium in Wuppertal; er arbeitete einige Jahre als Lehrer im Hochschuldienst an der Technischen Universität Dortmund und führte Lehraufträge an der Universität Siegen durch. Lange gehörte er zudem der Redaktion des Mathetreffs der Bezirksregierung Düsseldorf an. Der Einsatz von Rechnern in mathematischen Lernprozessen ist eines seiner Interessengebiete und war auch Thema seiner Promotion.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Ein gutes Betriebsklima tut allen gut

Wenn ich eine Klasse oder einen Kurs neu übernehme, ist eines meiner ersten Ziele, für ein gutes Betriebsklima zu sorgen. Dabei bemühe ich mich,
  • den jüngeren Schülerinnen und Schülern so zu begegnen wie den älteren,
  • und den älteren so wie Erwachsenen,
  • im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern zuzuhören und die jungen Leute ausreden zu lassen, auch wenn das Gesagte ungenau oder falsch war,
  • im Falschen das Körnchen Wahrheit zu finden und für den Unterricht nutzbar zu machen, denn Fehler sind völlig normal und Chancen für den geistigen Fortschritt.
Rolf J. Neveling

Kapitel 2. Motivation

Wenn ich vor einer Klasse oder einem Kurs stehe, möchte ich die jungen Leute dazu motivieren, mit mir ein mathematisches Thema zu bearbeiten, dies idealerweise mit Freude an der Sache. Ich beschreibe weiter unten Gestaltungselemente von Unterricht, die darauf abzielen, junge Leute dazu zu motivieren, gerne im Unterricht mitzumischen.
Rolf J. Neveling

Kapitel 3. Disziplin – zusammenarbeiten wie in einem Orchester

Ohne eine gemeinsame Arbeitshaltung läuft der Unterricht nicht – das Ideal ist ein Umgang miteinander wie in einem Orchester. Das Ziel ist ein tolles Konzert mit viel Applaus. Dann muss aber jeder sein Instrument richtig spielen, sonst entsteht kein harmonischer Musikgenuss.
Rolf J. Neveling

Kapitel 4. Das Drei-Phasen-Modell

Sehr viele Unterrichtsstunden dürften nach einem Standardschema ablaufen, das ich das drei-Phasen-Modell getauft habe.
1.
Startphase: Die Lehrerin oder der Lehrer fasst am Anfang der Stunde das Ergebnis bzw. das Wichtige der letzten Stunde zusammen. Dazu gehört die Besprechung der Hausaufgabe. Dann leitet sie oder er in das Stundenthema ein und erläutert das Ziel der anliegenden Arbeit.
 
2.
Arbeitsphase: In der Hauptphase der Stunde befasst sich die Lerngruppe mit dem intendierten Inhalt, also dem Stundenthema.
 
3.
Schlussphase: Am Ende der Stunde fasst die Lehrerin oder der Lehrer Ergebnisse oder den Stand der Arbeit zusammen und stellt eine Hausaufgabe.
 
Rolf J. Neveling

Kapitel 5. Versuch über das Schwierige

Wesentlich für die Planung von Unterricht ist es, eine Antenne dafür zu haben, wann ein Thema für einen Kurs schwierig ist. Wann also ist ein Unterrichtsgegenstand vermutlich schwierig?
Rolf J. Neveling

Kapitel 6. Die Hilfsmittel

Mathematik ist Abenteuer im Kopf. Mathematische Bildungserlebnisse entstehen durch Einsichten innerhalb einer mathematischen Welt oder durch Wege in eine mathematische Welt, und die kann groß oder aber auch klein sein. Der Augenblick der Einsicht ist das, was zählt. Ich versuche, jungen Leuten solche Bildungserlebnisse zu vermitteln.
Rolf J. Neveling

Kapitel 7. Mit Bildern lernen

Bilder sind Hilfsmittel, die für Lernprozesse grundlegend sind, und Bilder – vor allem auch bewegte Bilder – sind besser als tausend Worte. Wegen ihrer Wichtigkeit gehören sie in ein eigenes Kapitel. Im Folgenden führe ich einige, wenige Beispiele als Pars pro Toto an, um die Wichtigkeit von Bildern zu untermauern.
Rolf J. Neveling

Kapitel 8. Bewerten

Um Leistung im Fach Mathematik zu bewerten, möchte ich Ihnen einen Verfahrensvorschlag machen, der alles andere als neu ist. Dennoch finde ich ihn sehr hilfreich: Klassifizieren Sie Schülerleistungen nach den Bereichen
  • memoriale Leistung,
  • operative Leistung,
  • kreative Leistung.
Rolf J. Neveling

Kapitel 9. Erzählen Sie Geschichten

Geschichten von Menschen, die Mathematik gemacht haben, erzähle ich gerne und lasse ungern eine Gelegenheit dazu aus. Geschichten gehören einfach in den Mathematikunterricht. Vielleicht ist die folgende Liste für Sie eine Anregung, Geschichten, Biografien und Anekdoten nicht zu kurz kommen zu lassen.
Rolf J. Neveling

Kapitel 10. Mathematische Bildung

Zum Abschluss dieses kleinen Textes noch ein Grundgedanke: In der aktuellen Diskussion etwa in der DMV – der Deutschen Mathematiker-Vereinigung – ist ein wesentliches Thema die sogenannte Kompetenzorientierung. In diese Diskussion möchte ich mich nicht einschalten, sondern nur einen Gedanken formulieren: Mathematikunterricht soll selbstverständlich Kompetenzen vermitteln, etwa darauf hinarbeiten, dass unterschiedliche Typen von Gleichungen sicher gelöst werden können, um nur ein Beispiel zu nennen. Jedoch – das Ideal ist für mich nach wie vor mehr als das Technische und Kompetenzen: Ich denke an mathematische Bildung, die natürlich handfestes Wissen einschließt.
Rolf J. Neveling

Backmatter

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