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03.11.2016 | Hardware + Steuergeräte | Nachricht | Onlineartikel

Extrem kompakte Infrarot-LED für kamerabasierte Assistenzsysteme

Autor:
Andreas Burkert

Osram Opto Semiconductors hat eine extrem kompakte Hochleistungs-IRED für Nachtsichtassistenten entwickelt. Wegen ihrer kleinen Bauform eignet sie sich für kamerabasierte Assistenzsysteme.

Osram Opto Semiconductors hat eine Infrarot-LED entwickelt, die auf einer noch kleineren Fläche eine höhere Helligkeit liefert als das Vorgängerbauteil. Dadurch lassen sich die Beleuchtungseinheiten für kamerabasierte Assistenzsysteme im Auto weiter verkleinern. Laut Osram bietet die Synios SFH 4770S A01 im Vergleich zu der bisher eingesetzten Platinum Dragon 25 Prozent mehr optische Leistung und benötigt nur knapp ein Zehntel der Grundfläche. Zwar wurde die erste Synios Infrarot-LED (IRED) für den Konsummarkt entwickelt und erst im vergangenen Jahr vorgestellt. Nun aber ist das Bauteil auch für den Einsatz im Automobil qualifiziert worden.

Hauptanwendungsgebiet für die IRED mit 850 Nanometer Wellenlänge sind infrarote Beleuchtungseinheiten für Kamerasysteme, die das äußere Umfeld des Autos beobachten. Dazu gehören Nachtsichtassistenten oder die Fahrzeugvorfelderkennung wie Fußgängerschutz-Systeme, die mit Kamerabildern arbeiten. Die Ausleuchtung der aufgenommenen Szenerie mit infrarotem Licht ermöglicht eine zuverlässige Erkennung der Fahrzeugumgebung auch bei Dunkelheit oder schlechten Beleuchtungsbedingungen. Anders als laserbasierte Assistenzsysteme, die mit gepulstem Licht arbeiten, nutzen die oben genannten Lösungen vorzugsweise Dauerlichtquellen.

Hohe optische Leistung im Dauerbetrieb

Die Synios SFH 4770S A01 wird die bisher in diesen Anwendungen etablierte Dragon Familie ersetzen. Gefordert ist vor allem eine hohe optische Leistung im Dauerbetrieb (DC). Die neue IRED liefert bei 1 Ampere Strom knapp 1200 Milliwatt optische Leistung und ist damit rund ein Viertel heller als zum Beispiel die Platinum Dragon SFH 4235. Wie das Vorgängerbauteil verfügt auch die SFH 4770S A01 über einen hocheffizienten Chip in Nanostack-Technik, in dem zwei licht-emittierende p-n Übergänge realisiert sind. Die typische Vorwärtsspannung beträgt 3,2 Volt.

Wie die Dragon-LED SFH 4235 ist auch die Synios ein lambert´scher Strahler, der sich besonders gut für reflektorbasierte Systeme eignet. Das Synios-Gehäuse ist mit (2,75 x 2,0 x 0,6) mm³ erheblich kleiner als das der Dragon, vor allem benötigt es nur knapp ein Zehntel der Grundfläche. Nicht verändert hat sich jedoch ihre Wärmeleitfähigkeit – der Wärmewiderstand bleibt bei typisch 6 Kelvin pro Watt (K/W). Designer können deshalb mit dem gleichen Wärmemanagement deutlich kleinere Systeme gestalten. Wegen der höheren optischen Leistung sind für die gleichen Helligkeiten zudem weniger Bauteile nötig, was die Systemkosten weiter verringert.

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