Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Die Bezeichnung "Haustechnik" als Sammelbegriff hat sich seit Jahrzehnten für alle Maßnahmen eingebürgert, die der Ver-und Entsorgung eines Hauses dienen. Das um­ faßt unter anderem die Trinkwasserversorgung, alle Energien zum Heizen, Lüften und Kühlen, zur Warmwasserbereitung, zum Betrieb von Starkstrom- und Fernmeldeanla­ gen, außerdem die Gebäudeentwässerung und die Hausabfallbeseitigung. Dabei stehen Anlagen in den hauswirtschaftlichen Arbeitsräumen und den der Körperpflege dienen­ den Sanitärräumen im Mittelpunkt. Der Schallschutz haustechnischer Installationen, Blitzschutzmaßnahmen sowie Aufzugsanlagen sind ebenfalls integrierte Teilgebiete der Haustechnik. Die technische Ausrüstung bestimmt entscheidend den Gebrauchswert eines Gebäudes. Die verzweigten Leitungsnetze, die zahlreichen Geräte und Einrichtungsgegenstände, die zusammen schon im Mehrfamilienhausbau bis zu 20%, im Einfamilienhausbau bis zu 30% und bei Bürogebäuden bis zu 50% der gesamten Gebäudekosten ausmachen, können ihre vielfältigen Aufgaben zum größtmöglichen Nutzen aller im Haus wohnen­ den oder tätigen Menschen nur dann erfüllen, wenn auf ihre rechtzeitige Planung und auf ihren Einbau größte Sorgfalt verwendet wird. Dabei haben Auftraggeber und Archi­ tekt nicht nur den Bedarf zum Zeitpunkt der Planung zu berücksichtigen, sondern vorzu­ sorgen, daß Ergänzungen und Erweiterungen der Anlagen, wie sie während der Benut­ zungsdauer der Gebäude aus der technischen Entwicklung und den ständig steigenden Ansprüchen zu erwarten sind, auch in Zukunft ohne kostspielige Eingriffe in das Gebäu­ de möglich bleiben. Fehler in den haustechnischen Anlagen sind nachträglich meist nur schwer und unter hohen Kosten zu beseitigen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Haustechnische Räume

Zusammenfassung
Zu den Haupträumen einer Wohnung oder eines Wohnhauses, wie Wohn-, Eß-, Schlaf- und Kinderzimmer, gehören je nach Größe des Grundrisses Wirtschafts-, Sanitär- und Sonderräume. Nach ihrer Funktion werden Wirtschafts-, Sanitär- und Sonderräume unterschieden.
Karl Volger, Erhard Laasch

2. Trinkwasserversorgung

Zusammenfassung
Eine Grundvoraussetzung beim Planen von Siedlungen und Einzelanwesen ist, daß Wasser in der notwendigen Gü und Menge auf eine wirtschaftlich tragbare Weise be­schafft werden kann. Größere Siedlungen und Städte benötigen zentrale Wasserwerke. Einzelne Anwesen auf dem Lande müssen mit einer örtlichen Wasserversorgung aus­kommen. Die Anforderungen an eine Trinkwasserversorgung sowie Planung, Bau und Betrieb dieser Anlagen, sind in DIN 2000 und DIN 2001 ausführlich behandelt.
Karl Volger, Erhard Laasch

3. Entwässerung

Zusammenfassung
Für die Standortwahl einzelner Gebäude und ganzer Siedlungen ist die Beseitigung des anfallenden Abwassers in hygienisch und technisch einwandfreier und wirtschaftlich tragbarer Weise ebenso von entscheidender Bedeutung wie die Versorgung mit Trinkwasser. Sie ist unbedingt von vornherein sorgfältig zu treffen, da Mängel nachträglich meist nur unter erheblichen Schwierigkeiten und mit hohen Kosten zu beseitigen sind. Rechtzeitige Rücksprache mit den zuständigen Genehmigungsbehörden ist daher unerläßlich. Abwasser ist durch Gebrauch verändertes abfließendes Wasser und jedes in die Kanalisation gelangende Wasser.
Karl Volger, Erhard Laasch

4. Schallschutz

Zusammenfassung
In der DIN 4109 sind die Anforderungen an den Schallschutz bei haustechnischen Anlagen, gewerblichen Betrieben und gegenüber Außenlärm neu geregelt. Der Schallschutz in Gebäuden hat für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen besondere Bedeutung. Im Wohnungsbau muß die eigene Wohnung dem Menschen zur Entspannung dienen und den eigenen häuslichen Bereich gegenüber den Nachbarn schallmäßig abschirmen. Diese Norm gilt daher unter anderem zum Schutz von Aufenthaltsräumen gegen Geräusche aus fremden Räumen, gegen Geräusche aus haustechnischen Anlagen sowie aus Betrieben im selben Gebäude oder in baulich damit verbundenen Gebäuden. Die Norm gilt nicht zum Schutz von Aufenthaltsräumen gegen Geräusche aus haustechnischen Anlagen im eigenen Wohnbereich. Der bautechnische Schallschutz stellt sowohl an das Fachwissen als auch an die Gewissenhaftigkeit der Planer und Ausführenden hohe Anforderungen.
Karl Volger, Erhard Laasch

5. Gasversorgung

Zusammenfassung
Gas und Elektrizität haben dadurch, daß sie in konzentrierter, gebrauchsfertiger Form ohne Ballaststoffe kontinuierlich zur Verfügung gestellt werden, für die Deckung des Energiebedarfes aller Bauten besondere Vorzüge.
Karl Volger, Erhard Laasch

6. Elektrische Anlagen

Zusammenfassung
Dies sind elektrische Anlagen mit Betriebsmitteln zum Erzeugen, Umwandeln, Speichern, Fortleiten, Verteilen und Verbrauchen elektrischer Energie mit dem Zweck des Verrichtens von Arbeit, etwa in Form von mechanischer Arbeit, zur Wärme- und Lichterzeugung oder bei elektrochemischen Vorgängen (DIN VDE 0100). Sie werden in Starkstromanlagen mit Betriebsspannungen unter 1000 Volt und in solche über 1000 V eingeteilt. Eine andere Kennzeichnung in bezug auf die zu verwendenden Elektrogeräte unterscheidet Kleinspannungsanlagen mit einer Spannung gegen Erde bis 42V, Niederspannungsanlagen mit 42 bis 250V gegen Erde und Hochspannungsanlagen mit mehr als 250V gegen Erde.
Karl Volger, Erhard Laasch

7. Blitzschutz

Zusammenfassung
Bisher bestand die wesentliche Aufgabe des Blitzschutzes darin, Brände und mechanische Zerstörungen an und in Gebäuden durch Blitzschlag zu verhindern. Blitzschutzanlagen sind daher erforderlich für feuergefährdete Bauten, wie Läger, Anlagen für leichtentzündliche oder explosible Stoffe, für weichgedeckte Gebäude, ferner für besonders hohe Bauten und Bauwerke von hohem Wert sowie für bauliche Anlagen, in denen infolge Ansammlung von Menschen bei einem Blitzschlag mit einer Panik zu rechnen ist. Als zuverlässiger Blitzschutz kommt nur eine metallisch-leitende ununterbrochene Bahn für den Blitzstrom in Frage.
Karl Volger, Erhard Laasch

8. Wärmeversorgung

Zusammenfassung
Jeder Körper sendet Energie in Gestalt elektromagnetischer Strahlung aus, die geradlinig auch den luftleeren Raum durchdringt. Die durch ihre Wellenlänge bestimmte Art und die Menge dieser Strahlungsenergie hängen von der Temperatur des Körpers ab, d. h. von der Stärke der Bewegung seiner Moleküle, die sich erst beim Erreichen des absoluten Temperaturnullpunktes in völliger Ruhe befinden. Je höher die Temperatur des strahlenden Körpers ist, desto kürzer ist die Wellenlänge der Strahlung. Bei den Temperaturen, die uns umgebende Körper aufweisen, liegt die ausgesendete Strahlung fast ausschließlich im Bereich der Infrarotstrahlung. Diese erregt in den getroffenen festen und flüssigen Körpern, soweit sie nicht zurückgeworfen wird, lediglich eine Molekularbewegung. Im menschlichen Körper wird sie als Wärme verspürt und bereits in der obersten Schicht der Haut absorbiert.
Karl Volger, Erhard Laasch

9. Einzelheizungen

Zusammenfassung
Einzelheizungen sind alle Heizungsanlagen, bei denen die zur Beheizung eines Raumes erforderliche Wärme in einem in diesem Raum selbst aufgestellten Heizgerät erzeugt wird. Hierbei lassen sich mit neuzeitlichen Geräten wegen des Fortfalles aller Wärmeverluste durch besondere Heizräume und Rohrleitungen hohe Wirkungsgrade erreichen. Der Betrieb der Heizung kann je nach Bedarf leicht auf einen oder wenige Räume beschränkt und somit äußerst sparsam werden. Bei Einsatz zahlreicher Einzelöfen sind die Betriebskosten indessen nicht wesentlich niedriger als bei einer Zentralheizung, deren Anlagekosten jedoch meistens erheblich höher liegen.
Karl Volger, Erhard Laasch

10. Zentralheizungen

Zusammenfassung
Eine Zentralheizungsanlage für eine größere Anzahl zu beheizender Räume besteht aus drei Hauptanlageteilen, dem Wärmeerzeuger, den Rohrleitungen und den Heizflächen. Der wärmeerzeugende Teil ist eine Feuerstelle, die in der Regel in einem Heizraum im Keller, gelegentlich auf dem Dach als Dachheizzentrale untergebracht ist. Der wärmetransportierende Teil ist eine Rohrleitungsanlage, durch die ein Wärmeträger die Heizwärme den Räumen zuführt. Der wärmeabgebende Teil sind einzelne Heizflächen. Durch sie wird die Wärme an die Räume abgegeben.
Karl Volger, Erhard Laasch

11. Lüftungsanlagen

Zusammenfassung
Nachstehende Ausführungen gelten nach DIN 1946-1 und -2 nur für solche raumlufttechnische Anlagen, RLT-Anlagen, die in Aufenthalts- und Versammlungsräumen vorwiegend ein dem Menschen zuträgliches Raumklima schaffen sollen, ohne daß das Arbeitsverfahren oder die Zweckbestimmung der Räume besondere Anforderungen stellen.
Karl Volger, Erhard Laasch

12. Warmwasserbereitung

Zusammenfassung
Trinkwasser-Erwärmungsanlagen haben die Aufgabe, das für technische und hygienische Zwecke erforderliche Warmwasser, auch als Brauchwasser bezeichnet, an den G ebrauchsstell en in der notwendigen Güte, Menge und Temperatur unter wirtschaftlichen Bedingungen zur Verfügung zu stellen. Trinkwasser-Erwärmungsanlagen bestehen aus dem Trinkwassererwärmer, den zu einem sicheren Betrieb der Anlage erforderlichen Ausrüstungsteilen, der Einrichtung zum Beheizen sowie der zugehörigen Leitungsanlage mit den Armaturen. Tri n kwa s s e re rwä rm e r sind Behälter oder Rohranordnungen, denen Energie zur Erwärmung von Trinkwasser zugeführt wird.
Karl Volger, Erhard Laasch

13. Hausabfallentsorgung

Zusammenfassung
Nach dem „Gesetz über die Vermeidung und Entsorgung von Abfällen“, dem Abfallgesetz (AbfG), und DIN 30706-1 wurde der Oberbegriff Hausabfall für den festen Abfall bestimmter Herkunft neu eingeführt. Danach unterscheidet man Haushaltabfall, Sperrabfall und haushaltähnlichen Gewerbeabfall.
Karl Volger, Erhard Laasch

14. Aufzugsanlagen

Zusammenfassung
Aufzüge dienen der senkrechten oder schrägen Beförderung von Personen und Lasten. Sie sind langlebige maschinelle Anlagen mit einer Gebrauchsdauer von 25–40 Jahren und sollten daher so geplant werden, daß sie auch in Zukunft den zu erwartenden steigenden Ansprüchen genügen können. Bereits die Planung erfordert, insbesondere bei Büro- und Verwaltungsbauten, bei Kauf- und Krankenhäusern, ein so großes Maß an Fachwissen, daß der Fachingenieur für Aufzugsanlagen nicht früh genug zu den Entwurfsarbeiten hinzugezogen werden kann. Die nachstehenden Ausführungen beschränken sich auf die notwendigsten Planungserfordernisse für die einfacheren Verhältnisse des Hochbaues, besonders des Wohnungsbaues.
Karl Volger, Erhard Laasch

Backmatter

Weitere Informationen