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2005 | Buch | 11. Auflage

Haustechnik

Grundlagen — Planung — Ausführung

verfasst von: Dipl.-Ing. Arch. Thomas Laasch, Prof. Dipl.-Ing. Erhard Laasch

Verlag: Vieweg+Teubner Verlag

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Über dieses Buch

Die "Haustechnik" erfiillt seit fast 50 Jahren als weitverbreitetes Standardwerk die doppelte Aufgabe, als Lehrbuch dem Studierenden das grundlegende Wissen zu vermitteln sowie gleichzeitig dem Architekten und Bauingenieur im Büro und auf der Baustelle als praxisbeglei­ tendes Handbuch die Arbeit zu erleichtern. Dabei wurde in Bezug auf Umfang, Auswahl und Gliederung des behandelten Stoffes in erster Linie auf die Studienpläne der Fachhochschulen und Technischen Universitäten Rücksicht genommen. Die Bezeichnung Haustechnik als Sammelbegriffhat sich seit Jahrzehnten fiir alle Maßnahmen eingebürgert, die der Ver-und Entsorgung eines Hauses dienen. Das umfasst unter anderem die Trinkwasserversorgung, die Energieversorgung zum Heizen, Lüften, Kühlen und zur Warmwasserbereitung, den Betrieb von Stark-und Schwachstromanlagen, außerdem die Ge­ bäudeentwässerung und die Hausabfallbeseitigung. Dabei stehen Anlagen in den hauswirt­ schaftlichen Arbeitsräumen und den der Körperpflege dienenden Sanitärräumen im Mittel­ punkt. Der Schallschutz haustechnischer Installationen, Blitzschutzanlagen sowie Aufzugsan­ lagen sind ebenfalls integrierte Teilgebiete der Haustechnik. Die technische Ausrüstung bestimmt entscheidend den Gebrauchswert eines Gebäudes. Die verzweigten Leitungsnetze, die zahlreichen Geräte und Einrichtungsgegenstände, die zusam­ men schon im Mehrfamilienhausbau bis zu 20 %, im Einfamilienhausbau bis zu 30 % und bei Bürogebäuden bis zu 50 % der gesamten Gebäudekosten ausmachen, können ihre vielfältigen Aufgaben nur dann erfiillen, wenn auf ihre rechtzeitige Planung und auf ihren Einbau größte Sorgfalt verwendet wird.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
1. Haustechnische Räume
Zusammenfassung
Zu den Haupträumen einer Wohnung oder eines Wohnhauses, wie Wohn-, Ess-, Schlaf- und Kinderzimmer, gehören je nach Größe des Grundrisses Wirtschafts-, Sanitär- und Sonderräume. Nach ihrer Funktion werden Wirtschafts-, Sanitär- und Sonderräume unterschieden.
Thomas Laasch, Erhard Laasch
2. Trinkwasserversorgung
Zusammenfassung
Eine Grundvoraussetzung beim Planen von Siedlungen und Einzelanwesen ist, dass Wasser in der notwendigen Güte und Menge auf eine wirtschaftlich tragbare Weise beschafft werden kann. Größere Siedlungen und Städte benötigen zentrale Wasserwerke. Einzelne Anwesen auf dem Lande müssen mit einer örtlichen Wasserversorgung auskommen. Die Anforderungen an eine Trinkwasserversorgung sowie Planung, Bau und Betrieb dieser Anlagen, sind in DIN 2000 und DIN 2001 ausführlich behandelt.
Thomas Laasch, Erhard Laasch
3. Entwässerung
Zusammenfassung
Für die Standortwahl einzelner Gebäude und ganzer Siedlungen ist die Beseitigung des anfallenden Abwassers in hygienisch und technisch einwandfreier und wirtschaftlich tragbarer Weise ebenso von entscheidender Bedeutung wie die Versorgung mit Trinkwasser. Sie ist unbedingt von vornherein sorgfältig zu treffen, da Mängel nachträglich meist nur unter erheblichen Schwierigkeiten und mit hohen Kosten zu beseitigen sind. Rechtzeitige Rücksprache mit den zuständigen Genehmigungsbehörden ist daher unerlässlich. Abwasser ist durch Gebrauch verändertes abfließendes Wasser und jedes in die Kanalisation gelangende Wasser.
Thomas Laasch, Erhard Laasch
4. Schallschutz
Zusammenfassung
In der DIN 4109 sind die Anforderungen an den Schallschutz bei haustechnischen Anlagen, gewerblichen Betrieben und gegenüber Außenlärm geregelt. Der Schallschutz in Gebäuden hat für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen besondere Bedeutung, Im Wohnungsbau muss die eigene Wohnung dem Menschen zur Entspannung dienen und den eigenen häuslichen Bereich gegenüber den Nachbarn schallmäßig abschirmen. Diese Norm gilt daher unter anderem zum Schutz von Aufenthaltsräumen gegen Geräusche aus fremden Räumen, gegen Geräusche aus haustechnischen Anlagen sowie aus Betrieben im selben Gebäude oder in baulich damit verbundenen Gebäuden. Die Norm gilt nicht zum Schutz von Aufenthaltsräumen gegen Geräusche aus haustechnischen Anlagen im eigenen Wohnbereich. Der bautechnische Schallschutz stellt sowohl an das Fachwissen als auch an die Gewissenhaftigkeit der Planer und Ausführenden hohe Anforderungen.
Thomas Laasch, Erhard Laasch
5. Gasversorgung
Zusammenfassung
Gas und Elektrizität haben dadurch, dass sie in konzentrierter, gebrauchsfertiger Form ohne Ballaststoffe kontinuierlich zur Verfügung gestellt werden, für die Deckung des Energiebedarfes aller Bauten besondere Vorzüge.
Thomas Laasch, Erhard Laasch
6. Elektrische Anlagen
Zusammenfassung
Dies sind elektrische Anlagen mit Betriebsmitteln zum Erzeugen, Umwandeln, Speichern, Fortleiten, Verteilen und Verbrauchen elektrischer Energie mit dem Zweck des Verrichtens von Arbeit, etwa in Form von mechanischer Arbeit, zur Wärme- und Lichterzeugung oder bei elektrochemischen Vorgängen (DIN VDE 0100). Sie werden in Starkstromanlagen mit Betriebsspannungen unter 1000 Volt und in solche über 1000 V eingeteilt. Eine andere Kennzeichnung in Bezug auf die zu verwendenden Elektrogeräte unterscheidet Kleinspannungsanlagen mit einer Spannung gegen Erde bis 42 V, Niederspannungsanlagen mit 42 bis 250 V gegen Erde und Hochspannungsanlagen mit mehr als 250 V gegen Erde.
Thomas Laasch, Erhard Laasch
7. Blitzschutz
Zusammenfassung
Bisher bestand die wesentliche Aufgabe des Blitzschutzes darin, Brände und mechanische Zerstörungen an und in Gebäuden durch Blitzschlag zu verhindern. Blitzschutzanlagen sind daher erforderlich für feuergefährdete Bauten, wie Läger, Anlagen für leichtentzündliche oder explosible Stoffe, für weichgedeckte Gebäude, ferner für besonders hohe Bauten und Bauwerke von hohem Wert sowie für bauliche Anlagen, in denen infolge Ansammlung von Menschen bei einem Blitzschlag mit einer Panik zu rechnen ist. Als zuverlässiger Blitzschutz kommt nur eine metallisch-leitende ununterbrochene Bahn für den Blitzstrom in Frage.
Thomas Laasch, Erhard Laasch
8. Wärmeversorgung
Zusammenfassung
Jeder Körper sendet Energie in Gestalt elektromagnetischer Strahlung aus, die geradlinig auch den luftleeren Raum durchdringt. Die durch ihre Wellenlänge bestimmte Art und die Menge dieser Strahlungsenergie hängen von der Temperatur des Körpers ab, d.h. von der Stärke der Bewegung seiner Moleküle, die sich erst beim Erreichen des absoluten Temperaturnullpunktes in völliger Ruhe befinden. Je höher die Temperatur des strahlenden Körpers ist, desto kürzer ist die Wellenlänge der Strahlung. Bei den Temperaturen, die uns umgebende Körper aufweisen, liegt die ausgesendete Strahlung fast ausschließlich im Bereich der Infrarotstrahlung. Diese erregt in den getroffenen festen und flüssigen Körpern, soweit sie nicht zurückgeworfen wird, lediglich eine Molekularbewegung. Im menschlichen Körper wird sie als Wärme verspürt und bereits in der obersten Schicht der Haut absorbiert.
Thomas Laasch, Erhard Laasch
9. Einzelheizungen
Zusammenfassung
Einzelheizungen sind alle Heizungsanlagen, bei denen die zur Beheizung eines Raumes erforderliche Wärme in einem in diesem Raum selbst aufgestellten Heizgerät erzeugt wird. Hierbei lassen sich mit neuzeitlichen Geräten wegen des Fortfalles aller Wärmeverluste durch besondere Heizräume und Rohrleitungen hohe Wirkungsgrade erreichen. Der Betrieb der Heizung kann je nach Bedarf leicht auf einen oder wenige Räume beschränkt und somit äußerst sparsam werden. Bei Einsatz zahlreicher Einzelöfen sind die Betriebskosten indessen nicht wesentlich niedriger als bei einer Zentralheizung, deren Anlagekosten jedoch meistens erheblich höher liegen.
Thomas Laasch, Erhard Laasch
10. Zentralheizungen
Zusammenfassung
Eine Zentralheizungsanlage für eine größere Anzahl zu beheizender Räume besteht aus drei Hauptanlageteilen, dem Wärmeerzeuger, den Rohrleitungen und den Heizflächen. Der wärmeerzeugende Teil ist eine Feuerstelle, die in der Regel in einem Heizraum im Keller, gelegentlich auf dem Dach als Dachheizzentrale untergebracht ist. Der wärmetransportierende Teil ist eine Rohrleitungsanlage, durch die ein Wärmeträger die Heizwärme den Räumen zuführt. Der wärmeabgebende Teil sind einzelne Heizflächen. Durch sie wird die Wärme an die Räume abgegeben.
Thomas Laasch, Erhard Laasch
11. Lüftungsanlagen
Zusammenfassung
Nachstehende Ausführungen gelten nach DIN EN 12 792 und DIN 1946–2 nur für solche raumlufttechnische Anlagen, RLT-Anlagen, die in Aufenthalts- und Versammlungsräumen vorwiegend ein dem Menschen zuträgliches Raumklima schaffen sollen, ohne dass das Ar­beitsverfahren oder die Zweckbestimmung der Räume besondere Anforderungen stellen.
Thomas Laasch, Erhard Laasch
12. Warmwasserbereitung
Zusammenfassung
Trinkwasser-Erwärmungsanlagen haben die Aufgabe, das für technische und hygienische Zwecke erforderliche Warmwasser, auch als Brauchwasser bezeichnet, an den Gebrauchsstellen in der notwendigen Güte, Menge und Temperatur unter wirtschaftlichen Bedingungen zur Verfügung zu stellen. Trinkwasser-Erwärmungsanlagen bestehen aus dem Trinkwassererwärmer, den zu einem sicheren Betrieb der Anlage erforderlichen Ausrüstungsteilen, der Einrichtung zum Beheizen sowie der zugehörigen Leitungsanlage mit den Armaturen. Trinkwassererwärmer sind Behälter oder Rohranordnungen, denen Energie zur Erwärmung von Trinkwasser zugeführt wird.
Thomas Laasch, Erhard Laasch
13. Hausabfallentsorgung
Zusammenfassung
Das „Gesetz zur Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Abfällen“ dem Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW/AbfG) vom 27.9.1994 zuletzt geändert am 22.12.2004 und DIN 30706–1 bezeichnet unter dem Oberbegriff Hausabfall festen Abfall bestimmter Herkunft. Danach unterscheidet man Haushaltabfall, Sperrabfall und haushaltähnlichen Gewerbeabfall.
Thomas Laasch, Erhard Laasch
14. Aufzugsanlagen
Zusammenfassung
Aufzüge dienen der senkrechten oder schrägen Beförderung von Personen und Lasten. Sie sind langlebige maschinelle Anlagen mit einer Gebrauchsdauer von 25 – 40 Jahren und sollten daher so geplant werden, dass sie auch in Zukunft den zu erwartenden steigenden Ansprüchen genügen können. Bereits die Planung erfordert, insbesondere bei Büro-und Verwaltungsbauten, bei Kauf-und Krankenhäusern, ein so großes Maß an Fachwissen, dass der Fachingenieur für Aufzugsanlagen nicht früh genug zu den Entwurfsarbeiten hinzugezogen werden kann. Die nachstehenden Ausführungen beschränken sich auf die notwendigsten Planungserfordernisse für die einfacheren Verhältnisse des Hochbaues, besonders des Wohnungsbaues.
Thomas Laasch, Erhard Laasch
Backmatter
Metadaten
Titel
Haustechnik
verfasst von
Dipl.-Ing. Arch. Thomas Laasch
Prof. Dipl.-Ing. Erhard Laasch
Copyright-Jahr
2005
Verlag
Vieweg+Teubner Verlag
Electronic ISBN
978-3-663-10288-5
Print ISBN
978-3-663-10289-2
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-663-10288-5