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Über dieses Buch

Die Autoren diskutieren über das Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit vor dem Hintergrund der Digitalisierung und Globalisierung und der damit einhergehenden Transformation tradierter Geschäftsmodelle. Ethische, rechtliche und konzeptionelle Problemstellungen werden erörtert und Lösungen ausgearbeitet. Außerdem stehen strategische und umsetzungsbezogene Managementherausforderungen im Blickpunkt.

Die Herausgeber:

Prof. Dr. Christian Arnold ist Professor für Betriebswirtschaftslehre an der HWTK in Baden-Baden.

Prof. Dr. Sonja Keppler ist Professorin für Entrepreneurship und Innovationsmanagement an der Allensbach Hochschule.

Prof. Dr. Dr. Hermann Knödler ist Professor für Volkswirtschaftslehre und allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der HWTK in Berlin.

Prof. Dr. Martin Reckenfelderbäumer ist Rektor und Inhaber der Professur für Allgemeine BWL/Marketing an der Allensbach Hochschule.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitende Überlegungen

Frontmatter

Nachhaltigkeitsmanagement zwischen Wirtschaft, Ethik, Politik und Gesellschaft

Zusammenfassung
Der Nachhaltigkeitsbegriff hat mit dem 1972 veröffentlichten Bericht „The Limits to Growth“ des Club of Rome seinen Einzug in die heute noch andauernde politische Debatte der Industrieländer gefunden. Aus dieser nunmehr fast ein halbes Jahrhundert anhaltenden Debatte sind nicht nur Herausforderungen für das Nachhaltigkeitsmanagement von Politik und Gesellschaft erwachsen, sondern auch für Unternehmen. In einer von Globalisierung und Digitalisierung getriebenen Wirtschaft sehen sich Unternehmen einer kontinuierlichen Transformation von Geschäftsmodellen, Produktionsprozessen und Marketingstrategien in Richtung Nachhaltigkeit gegenüber.
Hermann Knödler

Zur Relevanz der Digitalisierung, Globalisierung und Geschäftsmodelltransformation für das Nachhaltigkeitsmanagement

Zusammenfassung
Zweifelsohne wird der Begriff Nachhaltigkeit in den gegenwärtigen gesellschaftlichen, politischen, ethischen, ökonomischen und sonstigen Diskursen gerne verwendet – schon weil er mit positiven Attributen ausgestattet ist und sich eignet, die „Bedeutung“, die „Verantwortung“ oder gar die „Moral“ der eigenen Position herauszustellen.
Christian Arnold, Sonja Keppler, Martin Reckenfelderbäumer

Ethische, konzeptionelle und rechtliche Aspekte

Frontmatter

Die Bedeutung eines ethischen Kompasses für das Nachhaltigkeitsmanagement

Zusammenfassung
Mit der Nachhaltigkeit ist es wie mit anderen ethischen Begriffen auch: Sie werden aktuell vor allem in Zeiten, in denen das von ihnen Gemeinte – selbst wenn, und eigentlich weil dies diffus ist – zu fehlen scheint; im Fall von Nachhaltigkeit also in Zeiten, wo nicht nachhaltige Verhaltensweisen zunehmen und Eindrücke stärker werden, dass die dauerhafte Zukunftsfähigkeit – um nur eines von vielen Synonymen von Nachhaltigkeit zu nennen – eben nicht ohne Weiteres gewährleistet ist.
Andreas Suchanek

Moral und Wirtschaft: Überlegungen zur Lösung eines Konflikts

Zusammenfassung
Nachhaltiges Wirtschaften, Corporate Social Responsibility (CSR), Verantwortungs-Management oder Ethik-Kodex: die Liste der Ansätze und Schlagwörter, mit denen die Verantwortung von Unternehmen gegenüber Gesellschaft und Umwelt zum Gegenstand gemacht wird, ist eine lange.
Klaus Gabriel

Business Metaphysics und SustainAbility: Wie ein nachhaltiges Transaktionsmanagement generell funktioniert

Zusammenfassung
Probleme gibt es reichlich. Konkrete Problemlösungen sind dagegen ein knappes Gut. Deswegen ist guter Rat im Allgemeinen teuer. Dies gilt auch für eine realistische Sicht eines nachhaltigen Managements, wie der frühere Geschäftsführer und heutige Aufsichtsratsvorsitzende von Bosch, Franz Fehrenbach, treffend anmerkte: „Ein Patentrezept […] gibt es nicht, wohl aber ein patentes Wort: die Nachhaltigkeit“ (Fehrenbach 2009: 2).
Michael Schramm

Sustainable Business Development Space – Skizze eines integralen Erfahrungsraumes

Zusammenfassung
Alle Transformationswilligen sind willkommen! Unserer Beobachtung nach gibt es immer mehr Menschen, die in Unternehmen und anderen sozialen Systemen spüren, dass ein Wandel ansteht, der nicht nach dem Nächstanstehenden fragt (noch ein paar Anreize mehr?), sondern nach einem evolutionären Sprung, um Unternehmen und andere soziale Systeme gesünder, nachhaltiger und outputfähiger zu gestalten (Laloux 2017). Gefühlt gab es noch nie so viel praxisnahe Literatur, die sich mit dem Wandel beschäftigt, der immer häufiger als Transformation bezeichnet wird.
Georg Müller-Christ, Sabine Sohn

Das Trolley-Paradoxon: Über die Ethik der digitalen Welt

Zusammenfassung
Künstliche Intelligenz ist derzeit in Wissenschaft und Praxis eines der meistdiskutierten Themen (Keese 2014). Kaum ein Bereich, in dem nicht über die Möglichkeiten und Grenzen der lernfähigen Maschinen gesprochen wird. Dabei ist das Thema als solches nicht neu: Bereits im Barock erfreuten sich die Menschen (soweit sie es sich leisten konnten) an mechanischen Puppen, die Mensch und Tier in vielerlei Hinsicht nachahmten.
Michael Garmer

Der deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) als Instrument zur Erfüllung des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes (CSR-RUG)

Zusammenfassung
Im Dezember 2014 hat die EU-Kommission eine Richtlinie zur Erweiterung der finanziellen Berichterstattung um nichtfinanzielle und die Diversität betreffende Aspekte verabschiedet (2014/95/EU). Im März 2017 wurde diese Richtlinie mit dem CSR-RUG ins deutsche Recht überführt. Die Berichtspflicht trifft ausgewählte Unternehmen und Konzerne und gilt für alle nach dem 31.
Wolfgang Schuster

Strategische und umsetzungsbezogene Aspekte

Frontmatter

Nachhaltigkeit durch Kunden(ein)bindung in der Bekleidungsindustrie: Das Prosumer-Phänomen als Externalität im Konsum

Zusammenfassung
Der Begriff „Prosumer“ hat in den vergangenen Jahren eine wachsende Beachtung als Gegenstand der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften erfahren (Hellmann 2009) und vereint „Production“ und „Consumer“, d.h. er weicht die strenge Trennung zwischen Produktion durch Unternehmen einerseits und Konsum durch Haushalte andererseits auf. Eine inhaltliche Abgrenzung des Begriffs zeigt, dass dem „Prosumer“ ein sehr breites Spektrum von ökonomischen Aktivitäten zugeschrieben wird: Zunächst werden Haushalte in einem engeren Sinne als Prosumer bezeichnet, wenn sie in die Erstellung betrieblicher Leistungen eingebunden werden, beispielsweise in die Gestaltung von Bekleidung oder bei Events hinsichtlich des Veranstaltungsprogramms. In einem weiteren Sinne werden als Prosumer auch Haushalte bezeichnet, die ihrerseits eine Leistung produzieren und am Markt verkaufen.
Hermann Knödler, Swantje Martach

Global Business Models and the Social Responsibility of Multinational Enterprises: Challenges and Solutions

Zusammenfassung
Global value creation connects multinational enterprises (MNEs) with a variety of suppliers from developing countries. Despite the fact that these suppliers are mostly legally independent firms, multinational buyers often put extensive pressure on them (Gereffi et al. 2005). Due to the globalized architecture of value creation, as part of MNEs’ business models, dependencies arise bringing about unintended negative effects for suppliers and workers employed with these suppliers (Barrientos 2013; Scherer/Palazzo 2011, 2007).
Stephanie Schrage, Dirk Ulrich Gilbert

Prinzipienorientierte Einbettung als Beitrag der Unternehmen zu nachhaltigem und inklusivem Wachstum

Zusammenfassung
Multinationale Unternehmen (MNU) sind exponiert. Regelmäßig sorgen sie für Schlagzeilen und werden zu Recht oder zu Unrecht für die Übel in dieser Welt – wie Kinderarbeit, Umweltverschmutzung, Verletzung der Menschenrechte – verantwortlich gemacht. Dabei wird von der Prämisse ausgegangen, dass Unternehmen nur auf den Profit für die Firma und dessen Besitzer (z. B. Aktionäre) aus sind, und dies auf Kosten der Umwelt und der Menschenrechte.
Isabelle Schluep

Multi-Metall-Zertifizierung in der globalen Wertschöpfungskette mittels Blockchain-Technologie

Zusammenfassung
Nachhaltigkeit ist in Zeiten von Umweltverschmutzung wie Schadstoffemissionen oder Mikroplastik ein Begriff, der unseren Zeitgeist prägt. Mit zunehmendem Druck von Endverbrauchern, Non-Profit-Organisationen und neuen regulatorischen Anforderungen gewinnt die Thematik auch in der Metall-Industrie zunehmend an Bedeutung.
Robert Bosch, Ralph Bärligea, Cristina Gagiu, Kai Baumann, Florian Anderhuber

Anmerkungen zur nachhaltigen Erstellung und Nutzung von Absatzobjekten aus Sicht der Leistungstheorie

Zusammenfassung
Nachhaltigkeit, verstanden als zeitlich stabiles Gleichgewicht, das den Bedürfnissen der gegenwärtigen Generation Rechnung trägt, ohne die Möglichkeit zukünftiger Generationen einzuschränken, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen (Brundtland 1987: Kapitel 2), ist in den zurückliegenden Dekaden zu einem quasi allgegenwärtigen Phänomen avanciert, das sowohl die Wirtschaftsethik und die Gesellschaftspolitik, als auch die praktische Betriebswirtschaftslehre maßgeblich prägt und wahrscheinlich auch zukünftig erheblichen Einfluss ausüben wird (Wang et al. 2019). Neben zahlreichen, schillernden, normativ-philosophisch aufgeladenen, vage definierten und vermarktungstaktisch leicht instrumentalisierbaren Begriffen wie Corporate Social Responsibility, Corporate Governance, Corporate Citzenship oder Triple-Bottom-Line (Beschorner 2005; Beschorner/Schmidt 2008), wird auch dem historischen Kern der Problematik ein hohes Maß an Relevanz zugesprochen – namentlich Fragen zur nachhaltigen Produktion und zum nachhaltigen Ge- und Verbrauch bzw. Konsum von Wirtschaftsgütern (Veleva et al. 2001a, 2001b; Krajnc/ Glavič 2003; Cohen 2004; Chapman/Shigetomi 2018). Erste Gedanken zu den damit einhergehenden Herausforderungen, speziell zum Einsatz von Produktionsfaktoren (Inputs, Ressourcen, Leistungspotenzialen), finden sich bereits bei von Carlowitz, der schon im 18.
Christian Arnold, Martin Reckenfelderbäumer

Nachhaltigkeit im Personalmanagement

Zusammenfassung
Der vorliegende Beitrag veranschaulicht, wie es in der Unternehmenspraxis möglich ist, den Gedanken der Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit in Einklang zu bringen. Als Beispiel dient die TELE HAASE Steuergeräte Ges.m.b.H., im weiteren als TELE bezeichnet, mit Sitz und Produktionsstandort in Wien. Es handelt sich dabei um ein mittelständisches Unternehmen der Elektronikbranche in Familienbesitz, das seit etwa 50 Jahren besteht.
Bernd Walzer, Michael Müller-Camen

Promise Management als Konzept für ein nachhaltiges Nachhaltigkeitsmanagement

Zusammenfassung
Nachhaltigkeit ist ein gerne verwendeter, oft normativ aufgeladener, in der Regel positiv attribuierter und mit unterschiedlichsten Bedeutungsinhalten belegter Begriff. Zieht man den Duden zurate, handelt es sich um eine längere Zeit anhaltende Wirkung oder alternativ um ein forstwirtschaftliches bzw. um ein ökologisches Prinzip, das eine ausbalancierte Ressourcenproduktion und Ressourcennutzung fordert. Letztgenannte Begriffsbestimmung wird in der Regel auf von Carlowitz (1732) zurückgeführt.
Christian Arnold

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