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2023 | OriginalPaper | Buchkapitel

4. Herkunft, Sozialisation und Rahmenbedingungen – Resilienz-Ressourcen am Ausgangspunkt der Untersuchung

verfasst von : Matthias Baumgartl

Erschienen in: Das Resilienz-Management von Einzelunternehmern

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Zusammenfassung

David Gauger wurde 1538 als Sohn des Hans Gauger und der Anna Kaiser in Augsburg geboren. Der Gastwirt Hans Gauger war seit 1546 Mitglied der Kaufleutestube und wurde und 1549 in den Großen Rat aufgenommen. Neben diesem sozialen Aufstieg gelang ihm die Erwirtschaftung eines ansehnlichen Vermögens.

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Fußnoten
1
Das Geburtsjahr ergibt sich aus der Tatsache, dass Gauger 1596 im Alter von 58 Jahren in Mantua starb. Vgl. Bertolotti, Antonino: Le Arti minori alla Corte di Mantova nei Secoli XV, XVI e XVII. Ricerche storiche negli Archivi Mantovan, Mailand 1889, S. 47.
 
2
Zu Hans Gauger vgl. Häberlein: Brüder, Freunde und Betrüger, S. 191–192; Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 267. Neben Hans Gauger gelang einer ganzen Reihe von Gastwirten in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zunächst in die Kaufleutestube und anschließend in den Großen Rat aufgenommen zu werden. In der Regel lässt sich bei diesen Akteuren ein paralleler Anstieg des Vermögens beobachten. Vgl. Häberlein: Brüder, Freunde und Betrüger, S. 191–192.
 
3
Vgl. Die Chroniken der schwäbischen Städte: Augsburg, Bd. 7, (=Die Chroniken der deutschen Städte vom 14. bis ins 16. Jahrhundert, Bd. 32) Leipzig 1917, S. 151. Die Hucker waren Gärtner und Seiler und betrieben vor allem Kleinhandel. Vgl. Kießling, Rolf: Art. „Hucker“, in: Stadtlexikon Augsburg, online abrufbar unter: https://​www.​wissner.​com/​stadtlexikon-augsburg/​artikel/​stadtlexikon/​hucker/​4221 (abgerufen am 23.08.2021).
 
4
Vgl. Geffcken, Peter: Art. „Kaufleutestube“, in: Stadtlexikon Augsburg, online abrufbar unter: https://​www.​wissner.​com/​stadtlexikon-augsburg/​artikel/​stadtlexikon/​kaufleutestube/​4359 (abgerufen am 23.08.2021); Ciriacy-Wantrup, Katharina von: Familien- und erbrechtliche Gestaltungen von Unternehmen der Renaissance. Eine Untersuchung der Augsburger Handelsgesellschaften zur frühen Neuzeit, (=Augsburger Schriften zur Rechtsgeschichte, Bd. 6) Berlin [u. a.] 2007, S. 115–116.
 
5
Vgl. StadtAA, Steuerbuch 1589, fol. 104. Vgl. auch Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 268; Warnemünde: Augsburger Handel, S. 66, Anm. 3.
 
6
Vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 1006.
 
7
Vgl. Die Chroniken der schwäbischen Städte. Augsburg, Bd. 7, (=Chroniken der deutschen Städte, Bd. 32) Leipzig 1917, S. 451.
 
8
Vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 1102.
 
9
Vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 266.
 
10
Jörg Stattmüller und Ursula Bremer feierten ihre Hochzeit am 16. August 1541 im Gasthaus zum Philip Gauger. Vgl. Miller, Matthias/Zimmermann, Karin (Hrsg.): Die Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Cod. Pal. germ. 304–495), (=Kataloge der Universitätsbibliothek Heidelberg, Bd. 8) Wiesbaden 2007, Cod. 304, fol. 102v., S. 10. 1549 wurde der Bierschenk Philip Gauger als Mitglied des Großen Rats aufgeführt. Vgl. Langenmantel, David: Historie des Regiments in des Heil. Röm. Reichs Stadt Augspurg […], Frankfurt a. M./Leipzig 1725, S. 109.
 
11
1552 wurde ebenfalls ein Philipp Gauger gemeinsam mit Joachim Elsesser zu einer Turmstrafe verurteilte, nachdem sich diese vor der Wache den Landsknechten gegenüber ungebührlich verhalten hatten. Vgl. Hanson, Michele Zelinsky: Religious Identity in an Early Reformation Community Augsburg. 1517 to 1555, (=Studies in Central European Histories, Bd. 45) Leiden 2009, S. 169–170.
 
12
Auch die Stammtafel der von Sarnthein gibt den Webermeister Hans Wagner als Vater David Wagners an. Vgl. TLA, Adelssachen, 2248, Genealogie und Geschichte der gräflichen Familie von Sarnthein, sowie ihren Ansitz, A. Stammtafel. Im Gegensatz dazu gibt das Genealogisches Handbuch des Adels einen Sebastian Wagner als Vater David Wagners an. Vgl. Hueck, Walter von (Hrsg.): Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon, Bd. XII, Limburg 2001, S. 254.
 
13
Vgl. Heiss, Hans: Bürgerlicher Aufstieg im 17. Jh. Der Tiroler Kaufmann David Wagner, in: Carlen, Louis/Imboden, Gabriel (Hrsg.): Kräfte der Wirtschaft. Unternehmergestalten des Alpenraums im 17. Jh., Brig 1991, S. 129.
 
14
Vgl. StadtAA, KuH, 23, fol. 165; KuH 22, fol. 112.
 
15
Vgl. Tlusty, B. Ann: Augsburg during the Reformation Era. An Anthology of Sources, Indianapolis 2012, S. 111–114.
 
16
So bspw. TLA, Cod. 4350, fol. 154, 226.
 
17
Vgl. Hirn, Josef: Die lange Münze in Tirol und ihre Folgen, in: AfÖG, Bd. 104/1 (1914), S. 55. Mit Susanna, einer verheirateten Brüchtin, führte David Wagner ein Konto. Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 67.
 
18
Eva Wagner war nachweislich die Tochter des Bozner Bürgers Bernhard Wagner. Sie hieratete Josef Rottenbuch bereits 1583. Vgl. Pfeifer, Gustav: Kinship and Heraldry in sixteenth-century South Tyrol: The Rottenbuch Residence, in: The Coat of Arms. The Journal of the Heraldry Society, Vol I. (2005), S. 117–143, hier S. 132.
 
19
Den sozialen Aufstieg David Wagners skizziert Hans Heiss umfassend in einem Aufstz. Vgl. Ders.: David Wagner.
 
20
Zu dem eigentlichen Ansitz, dessen Wert sich auf 2.500 fl. belief, gehörte ein Weingarten im Wert von 6.500 fl. Vgl. Hirn: Die lange Münze, S. 59–60. Für den Lehenrevers vgl. TLA, Archiv Toggenburg Urk. 295.
 
21
Vgl. Heiss: David Wagner, S. 138–139.
 
22
Vgl. Jeggle,Christoph: Privilegierte Rechtssprechung: Die Gründung des Merkantilmagistrats in Bozen im 17. Jahrhundert, in: Garner, Guillaume (Hrsg.): Die Ökonomie des Privilegs, Westeuropa 16.–19. Jahrhundert. L’économie du privilège, Europe occidentale XVIe–XIXe siècles, (=Studien zu Policey, Kriminalitätsgeschichte und Konfliktregulierung) Frankfurt a. M. 2016, S. 197–223.
 
23
Vgl. Heiss: David Wagner, S. 139–140; Hirn: Die lange Münze, S. 63–65.
 
24
Vgl. TLA, Cod. 4351, fol. 3.
 
25
Für Schuldscheine des Grafen Hans Georg von Firmian vgl. SLABz, Archiv Toggenburg, Position 1937.
 
26
Vgl. GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 554, 3.
 
27
Vgl. Heiss: David Wagner, S. 141–143. Unter anderem erwarb Wagner mehrere Weingüter. Vgl. Hirn: Die lange Münze, S. 60.
 
28
Vgl. TLA, Adelssachen, 2248, Genealogie und Geschichte der gräflichen Familie von Sarnthein, sowie ihren Ansitz, A. Stammtafel. Für den Heiratsvertrag vom 18. April 1623 vgl. SLABz, Archiv Toggenburg, Position 1965. Vgl. Heiss: David Wagner, S. 140–141.
 
29
Vgl. Häberlein, Mark: Die Fugger. Geschichte einer Augsburger Familie (1367–1650), Stuttgart 2006; Reinhardt, Volker: Die Medici. Florenz im Zeitalter der Renaissance, München4 2007.
 
30
Vgl. Denzel, Markus A.: Professionalisierung und sozialer Aufstieg bei oberdeutschen Kaufleuten und Faktoren im 16. Jahrhundert, in: Schulz, Günther (Hrsg.): Sozialer Aufstieg. Funktionseliten im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit, (=Büdinger Forschungen zur Sozialgeschichte, Bd. 25), München 2002, S. 425–426.
 
31
Vgl. Backmann, Sibylle: Der Fondaco dei Tedeschi in Venedig: Inklusion und Exklusion oberdeutscher Kaufleute in Wirtschaft und Gesellschaft (1550–1650), Diss.-Univ., Zürich 2010, S. 65; Denzel: Professionalisierung und sozialer Aufstieg, S. 426–428.
 
32
Vgl. Glück, Helmut/Häberlein, Mark/Schröder, Konrad: Mehrsprachigkeit in der Frühen Neuzeit. Die Reichsstädte Augsburg und Nürnberg vom 15. bis ins frühe 19. Jahrhundert (=Fremdsprachen in Geschichte und Gegenwart, Bd. 10), Wiesbaden 2013, S. 55–72.
 
33
Denzel: Professionalisierung und sozialer Aufstieg, S. 430.
 
34
Vgl. Backmann: Der Fondaco dei Tedeschi, S. 65.
 
35
StadtAA, KuH 22, fol. 242.
 
36
StadtAA, KuH 22, fol. 228.
 
37
Ebd.
 
38
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 272.
 
39
Vgl. Hupel, August Wilhelm: Neue Nordische Miscellaneen. Eilftes und zwölftes Stück, Riga 1795, S. 458.
 
40
Für Claus von Have vgl. Napiersky, Jakob Gottlieb Leonhard: Die Erbebücher der Stadt Riga. 1384–1579, Riga 1888, S. 272. Für dessen Konto vgl. StadtAA, KuH, 23, fol. 147.
 
41
Vgl. StadtAA, KuH, 23, fol. 148.
 
42
StadtAA, KuH, 22 fol. 97. Für den entsprechenden Eintrag vom 11.02.1589 in den Ratsbüchern siehe StadtAA, Ratsbuch 45 (1587–1590), fol. 209r.
 
43
Thomas Ram d. Ä. wurde 1561 gemeinsam mit seinem Sohn Christopher Ram vom Rigaer Erzbischof zum Münzmeister berufen. Christopher Ram war spätestens 1572 verstorben. Dessen Wittwe Barbara Kröger ist wahrscheinlich identisch mit der in Gaugers Hauptbuch auftretenden Barbara Rämschin. Vgl. Dāboliņš, Viktors: Die Dynastie der Rigaer Münzmeister Wulff (1557–1659), in: Forschungen zur Baltischen Geschichte, Bd. 13 (2018), S. 28–29.
 
44
Zu Gaugers Tätigkeit als Münzmeister siehe Abschnitt 5.​1.
 
45
Münzvergehen gehörten im 16. Jahrhundert zu einer Form der von Eliten begangenen Wirtschaftskriminalität. Vgl. Häberlein, Mark: Wirtschaftskriminalität und städtische Ordnungspolitik in der frühen Neuzeit. Augsburger Kaufleute als Münzhändler und Falschmünzer, 1520 – 1620, in: ZBLG 61 (1998), S. 699–740, für Gauger S. 705–706, 711–712.
 
46
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 266–267.
 
47
Obwohl die Bedeutung der Mehrer hauptsächlich im Zugang zur informellen Machtzentrale der Herrentrinkstube lag, verfügten diese seit 1555 auch über eine institutionalisierte Form der Einflussnahme, indem sie im Kleinen Rat vertreten waren und einen Bürgermeister stellten. Die Aufnahme in die Mehrergesellschaft erfolgte in der Regel durch das Einheiraten in eine patrizische Familie. Vgl. Ciriacy-Wantrup: Familien- und erbrechtliche Gestaltungen von Unternehmen der Renaissance, S. 113–115; Geffcken, Peter: Art. „Mehrer“, in: Stadtlexikon Augsburg, online abrufbar unter: https://​www.​wissner.​com/​stadtlexikon-augsburg/​artikel/​stadtlexikon/​mehrer/​4757 (abgerufen am 23.08.2021). Zur Herrenstube siehe Geffcken, Peter: Art. „Herrenstube“, in: Stadtlexikon Augsburg, online abrufbar unter: https://​www.​wissner.​com/​stadtlexikon-augsburg/​artikel/​stadtlexikon/​herrenstube/​4113 (abgerufen am 23.08.2021).
 
48
Vgl. Reinhard: Augsburger Eliten Lfdnr. 753. Der Vater Konrads III. Mair war der ebenfalls dem Patriziat angehörende Fuggerfaktor Konrad II. Mair. Zu ihm Vgl. Häberlein: Die Fugger, S. 124–125.
 
49
Vgl. Warnemünde: Augsburger Handel, S. 66, Anm. 4.
 
50
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 266.
 
51
Inwiefern die Ehe Rupert Hellthalers im Zusammenhang mit dessen Aufnahme in die Kaufleutestube stand bleibt unklar.
 
52
Vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 385, 751.
 
53
Vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr.751. Für weitere Partner, mit denen bei der Ausstellung von Vollmachten kooperiert wird siehe Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 385. Vgl. auch Häberlein, Mark: Familiäre Beziehungen und geschäftliche Interessen: Die Augsburger Kaufmannsfamilie Böcklin zwischen Reformation und Dreißigjährigem Krieg, in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben, Bd. 87 (1994), S. 39–58, hier S. 50.
 
54
StadtAA, KuH 23, fol. 16.
 
55
Franz Zolcher (auch Zolchner) war Marktunterkäufel in Nürnberg. Seine Tochter Ursula war mit dem Glaser Andreas Stein verheiratet Vgl. Grieb, Manfred H.: Art. „Stein, Andreas“ in: Nürnberger Künstlerlexikon. Bildende Künstler, Kunsthandwerker, Gelehrte, Sammler, Kulturschaffende und Mäzene vom 12. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, Bd. 3 Pf-Z, München 2007, S. 1480.
 
56
Vgl. StadtAA, KuH, 23, fol. 16.
 
57
StadtAA, KuH, 22, fol. 95.
 
58
StadtAA, KuH, 22, fol. 82.
 
59
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 82.
 
60
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 70.
 
61
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 82.
 
62
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 119.
 
63
StadtAA, KuH, 22, fol. 14. Die Frau Georg II. von Stettens war Regina Welser, eine Tochter Bartholomäus V. Welser. Für Georg II. von Stetten vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 1354.
 
64
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 35, 65, 125, 151.
 
65
Hierzu zählten Ludovico delle Rasse und Bartolomeo Gaianzelo. Vgl. StadtAA, KuH, 23, fol. 16. Zacharias Vetter schuldete der Handelsgesellschaft 188 fl. für 28 Ellenthäute, die er in Verona verkaufen sollte. Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 116.
 
66
StadtAA, KuH, 22, fol. 28.
 
67
StadtAA, KuH, 22, fol. 103.
 
68
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 28.
 
69
StadtAA, KuH, 22, fol. 17.
 
70
Vgl. hierzu Kaitel 7.3.1.1, S. 263–264.
 
71
Vgl. StadtAA, KuH, 23 fol. 100, 231.
 
72
Vgl. StadtAA, KuH, 23 fol. 72. Für die Lage des Färbhauses vgl. Art.: „Quergässchen“, in: Stadtlexikon Augsburg, online abrufbar unter: https://​www.​wissner.​com/​stadtlexikon-augsburg/​artikel/​stadtlexikon/​quergaesschen/​5082, abgerufen am 23.08.2021).
 
73
Vgl. TLA, Adelssachen, 2248, Genealogie und Geschichte der gräflichen Familie von Sarnthein, sowie ihren Ansitz, A. Stammtafel.
 
74
So datiert die Stammtafel der von Sarnthein das Datum der Trauung auf das Jahr 1589. Vgl. TLA, Adelssachen, 2248, Genealogie und Geschichte der gräflichen Familie von Sarnthein, sowie ihren Ansitz, A. Stammtafel. Zu Johann Heinrich von Brandis Vgl. Hengerer, Mark/Schön, Gerhard (Hrsg.): Kaiser und Höfe. Personendatenbank der Höflinge der österreichischen Habsburger, abrufbar unter: http://​kaiserhof.​geschichte.​lmu.​de/​12459 (abgerufen am 02.09.2021). Im Gegensatz dazu geht Heiss davon aus, dass Wagner zum Zeitpunkt der Bürgerrechtsannahme 1594 noch mit seiner bürgerlichen Ehefrau verheiratet war. Vgl. Heiss: David Wagner, S. 132.
 
75
Dabei handelte es sich möglicherweise um den laut Stammtafel am 18.01.1595 geborenen Christoph Wagner. Vgl. TLA, Adelssachen, 2248, Genealogie und Geschichte der gräflichen Familie von Sarnthein, sowie ihren Ansitz, A. Stammtafel. Wie aus dem Gesuch David Wagners 1627 an den Rat der Stadt Bozen wegen eines ewigen Jahrtags für seine verstorbene Frau hervorgeht, war in deren Grab auch ein Kind bestattet. Vgl. StadtABz, Hs. 41b, Ratsprotokoll 1627, fol. 234–235.
 
76
Der entsprechende Adelsbrief wurde von Kaiser Rudolf II. in Regensburg ausgestellt und befindet sich im Deutschordens-Zentral-Archiv in Wien. Vgl. DOZA, Urkunden 1594 VI 18, in: monasterium.net, URL </mom/AT-DOZA/Urkunden/1594_VI_18/charter>, abgerufen am 02.09.2021.
 
77
Vgl. GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 518, 2; 518, 3; 518, 4.
 
78
GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, 519, 7.
 
79
1549 erhielt Nicolaus Troylo von Kaiser Ferdinand ein Privileg auf fünf Jahre zur Herstellung von Seide in der Grafschaft Tirol. Vgl. Ladurner, Justinian: Historische Notizen – Seidenspinnerei zu Rovereto, in: Archiv für Geschichte und Alterthumskunde Tirols, Bd. 2 (1865), S. 372–373.
 
80
Vgl. TLA, Adelssachen 1103.
 
81
Vgl. Marsoner, Rudolf: Bozner Bürgerbuch 1551–1806, 2. Teil, (=Bozner Jahrbuch für Geschichte, Kultur und Kunst, 1929/1930), Bozen 1933, S. 4. Die sogenannte ‚Troyburg‘ befindet sich in der Silbergasse 16. Vgl. Weingartner, Josef: Die Kunstdenkmäler Bolzanos, (=Die Kunstdenkmäler Südtirols, Bd. 3,2) Wien 1926, S. 187.
 
82
Diese Gesellschaft war mit einem Kapitalstock von 8.000 Dukaten ausgestattet. Vgl. Demo: Mercanti di Terraferma, S. 129.
 
83
Vgl. Conrads, Norbert: Der Aufstieg der Familie Troilo. Zum kulturellen Profil des katholischen Adels in Schlesien zwischen Späthumanismus und Gegenreformation, in: Deventer, Jörg/Rau, Susanne/Conrad, Anne (Hrsg.): Zeitenwenden – Herrschaft, Selbstbehauptung und Integration zwischen Reformation und Liberalismus. Festgabe für Arno Herzig, Münster, [u. a.] 2006. S. 279–310; Ders.: Nikolaus von Troilo (1582–1640). Ein Breslauer Domherr zwischen Politik und Kultur, in: Bendel, Rainer/Nolte, Josef (Hrsg.): Befreite Erinnerung. Teilband 1, Region-Religion-Identität: Schlesische Prägungen, (=Beiträge zu Theologie, Kirche und Gesellschaft im 20. Jahrhundert, Bd. 26) Berlin 2017, S. 47–69.
 
84
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 54. Conrads zweifelte eine Handelstätigkeit des ausgewanderten Johann Franz Troylos an. Vgl. Ders.: Der Aufstieg der Familie Troilo, S. 283–284. Dagegen berichtete Kneschke ohne Belege von einem bereits 1566 in Breslau als Handelsmann tätigen Franz Troylo, der gegenüber der Kammer zudem als Kreditgeber auftrat. Vgl. Kneschke, Ernst Heinrich: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Bd. 9, Leipzig 1870, S. 274.
 
85
Vgl. hierzu Abschnitt 5.​3. Mit Messing der Wolkenstein-Rodenegg handelte Troylo mindestens seit 1583. Vgl. GNM, HA, Familien Wolkenstein-Rodenegg, von, unverz. Bestand, Karton 235 „Geschäftsbücher Ende 16. Jh.“, fol. 105. 1558 richtet sich Johann Baptist Troylo gemeinsam mit einem Jakob Troylo von Nürnberg aus an den kaiserlichen Reichshofrat eine Klage gegen den Erfurter Jakob Thomasius betreffend. Vgl. SELLERT, Wolfgang (Hrsg.): Die Akten des kaiserlichen Reichshofrats. Serie I: Alte Prager Akten, Serie Bd. 5: S-Z, Berlin 2019, Nr. 5687.
 
86
Vgl. Hildebrandt: Quellen und Regesten, Teil 1: 1539–1623, Nr. 80. Offenbar war Troylo noch bis mindestens 1579 mit dieser Aufgabe betraut. Vgl. ebd., Nr. 141.
 
87
Vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 5, 47.
 
88
Vgl. SLABz, VBBz 153, fol. 57v.
 
89
Colombo schuldete Troylo dabei eine Summe von 772 fl. 6 kr. Die übrigen Gläubiger waren Felix Klamer (Kempten) mit 3.066 fl., Christoph Christel und Nikolaus Pemer (Augsburg) mit 2.398 fl., Konrad Zeller (Augsburg) mit 324 fl., Christoph Böcklin (Augsburg) mit 192 fl., Hans Österreicher (Augsburg) mit 276 fl., Hans Buroner (Augsburg) mit 470 fl., Eustach und Abel Unterholzer (Nürnberg) mit 145 fl. 4 kr., Martin Guffer (Kempten) mit 518 fl. 24 kr., Konrad Azenholz (St. Gallen) mit 649 fl. 27 kr. Vgl. ASBg, Archivio Notarile, Atti dei notai, Alessandro Viscardi, b. 3945, 21. Oktober 1586.
 
90
Vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 98.
 
91
Vgl. StadtABz, Hs. 25a, Ratsprotokoll 1594, fol. 39.
 
92
TLA, Cod. 4350, fol. 18.
 
93
Vgl. Heiss: David Wagner, S. 136. Für die Übertragung der Grund- und Baurechte durch den Fürstbischof Giovanni Ludovico Madruzzo an diesem Haus vgl. TLA, Archiv Toggenburg, Urk. 236.
 
94
Die Beschäftigten dieses Wirtschaftssektors machten knapp über die Hälfte der gewerbetreibenden Steuerzahler aus. Vgl. Clasen, Claus-Peter: Textilherstellung in Augsburg in der Frühen Neuzeit, in: Brüning, Jochen/Niewöhner, Friedrich (Hrsg.): Augsburg in der Frühen Neuzeit. Beiträge zu einem Forschungsprogramm, Berlin 1995, S. 373–383.
 
95
Vgl. Clasen, Claus-Peter: Die Augsburger Weber. Leistungen und Krisen des Textilgewerbes um 1600, (=Abhandlungen zur Geschichte der Stadt Augsburg, Bd. 27) Augsburg 1981, S. 19; Ders.: Textilherstellung in Augsburg in der Frühen Neuzeit, in: Brüning, Jochen/Niewöhner, Friedrich (Hrsg.): Augsburg in der Frühen Neuzeit. Beiträge zu einem Forschungsprogramm, Berlin 1995, S. 378.
 
96
Vgl. Hayward, John F.: Blank- und Feuerwaffen und sonstige Arbeiten aus unedlen Metallen, in: Welt im Umbruch. Augsburg zwischen Renaissance und Barock, Bd. II: Rathaus, Ausstellung der Stadt Augsburg, Augsburg 1980, S. 71–78. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Produktion von Luxusartikeln. Hervorzuheben sind in diesem Kontext vor allem die Augsburger Harnische, die ihren Absatz sogar auf dem spanischen Markt fanden. Vgl. Kellenbenz, Hermann: Wirtschaftsleben der Blütezeit, in: Gottlieb, Gunther/Baer, Wolfram/ Becker, Josef/Bellot, Josef/Filser, Karl/Fried, Pankraz/Reinhard, Wolfgang/Schimmelpfennig Bernhard (Hrsg.): Geschichte der Stadt Augsburg von der Römerzeit bis zur Gegenwart, Stuttgart2 1985, S. 262–263.
 
97
Vgl. Müller, Hannelore: Zur Augsburger Goldschmiedekunst des 16. Jahrhunderts, in: Welt im Umbruch. Augsburg zwischen Renaissance und Barock, Bd. II: Rathaus, Ausstellung der Stadt Augsburg, Augsburg 1980 der Stadt Augsburg, Augsburg 1980, S. 51–54; Seling, Helmut W.: Silberhandel und Goldschmiedekunst in Augsburg im 16. Jahrhundert, in: Welt im Umbruch. Augsburg zwischen Renaissance und Barock, Bd. III: Beiträge, Ausstellung der Stadt Augsburg, Augsburg 1980, S. 162–170.
 
98
Vgl. Dalhede, Christina: Augsburg und Schweden in der Frühen Neuzeit. Europäische Beziehungen und soziale Verflechtungen. Studien zu Konfession, Handel und Bergbau, Bd. 1, St. Katharinen 1998, S. 24; Van der Meer, John Henry: Musikinstrumentenmacher in Augsburg, in: Welt im Umbruch. Augsburg zwischen Renaissance und Barock, Bd. II: Rathaus, Ausstellung der Stadt Augsburg, Augsburg 1980, S. 63–64; Himmelein, Volker: Uhren und wissenschaftliche Instrumente, in: Welt im Umbruch. Augsburg zwischen Renaissance und Barock, Bd. II: Rathaus, Ausstellung der Stadt Augsburg, Augsburg 1980, S. 55–57.
 
99
Vgl. Kellenbenz: Wirtschaftsleben der Blütezeit, S. 265–267; Dalhede: Augsburg und Schweden, Bd. 1, S. 17–18.
 
100
Vgl. Tózsa-Rigó, Attila: Handelskonjunkturen im Zeitalter der Krise. Quellen zum ungarischen Donauhandel im 16. Jahrhundert, in: Peter Rauscher/Andrea Serles (Hrsg): Wiegen – Zählen – Registrieren: Handelsgeschichtliche Massenquellen und die Erforschung mitteleuropäischer Märkte (13.-18. Jh.). Innsbruck [u. a.] 2015, S. 307–329.
 
101
Vgl. Denzel, Markus A.: Die Integration Deutschlands in das internationale Zahlungsverkehrssystem im 17. und 18. Jahrhundert, in: Schremmer, Eckart (Hrsg.): Wirtschaftliche und soziale Integration in historischer Sicht. Arbeitstagung der Gesellschaft für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in Marburg 1995, Stuttgart 1996, S. 59–109, hier S. 67–68. Zu Augsburg als Finanzplatz vgl. auch Merz, Richard: Augsburg – ein Banken- und Börsenplatz, Augsburg 2005.
 
102
Für die Fugger vgl. Häberlein: Die Fugger. Für die Welser vgl. den etwa den Sammelband: Häberlein, Mark/Burkhardt, Johannes (Hrsg.): Die Welser. Neue Forschungen zur Geschichte und Kultur des oberdeutschen Handelshauses, (= Colloquia Augustana, Bd. 16) Berlin 2002. Für die Rolle als Kreditgeber der Habsburger vgl. Winder, Lukas: Die Kreditgeber der österreichischen Habsburger 1521–1612. Versuch einer Gesamtanalyse, in: Rauscher, Peter/Serles, Andrea/Winkelbauer, Thomas (Hrsg.): Das „Blut des Staatskörpers“. Forschungen zur Finanzgeschichte der Frühen Neuzeit, (= Historische Zeitschrift. Beihefte. Neue Folge, Bd. 56) München 2012, S. 435–458, hier S. 443–448.
 
103
Vgl. Nutz: Unternehmensplanung und Geschäftspraxis im 16. Jahrhundert, S. 17–19, 82–90. Zum Thema ‚Migration und Kaufleute‘ gibt es zahlreiche Publikationen. Vgl. Tognetti, Sergio: Gli uomini d’affari toscani nella Penisola Iberica (metà XIV secolo – inizio XVI secolo), in: eHumanista, Bd. 38 (2018), S. 83–98; Reves, Christiane: Vom Pomeranzengängler zum Großhändler? Netzwerke und Migrationsverhalten der Brentano-Familien im 17. und 18. Jahrhundert (=Studien zur historischen Migrationsforschung, Bd. 23) Paderborn 2012; Ertl, Thomas: Money topples borders: economy and diversity in pre-modern Europe, in: Medieval History Journal, Bd. 16, No. 2 (2013), S. 501–524. Nicht zuletzt die Tatsache, dass Kaufleute bereits im Zuge ihrer Ausbildung ins Ausland geschickt wurden, trug zu deren Mobilität bei. Vgl. Heiniger, Kevin: Zur Ausbildung in die Fremde. Handwerker und Kaufleute, in: Ribbert, Margret/Egger, Franz (Hrsg.): In der Fremde. Mobilität und Migration seit der Frühen Neuzeit, [erscheint anlässlich der Ausstellung … im Historischen Museum Basel, Barfüsserkirche, 23. September 2010 bis 27. März 2011] Basel 2010, S. 47–62.
 
104
Vgl. Demo, Edoardo: Le fiere di Bolzano tra Basso Medioevo ed età moderna (secc. XV–XVI), in: Cavaciocchi, Simonetta (Hrsg.): Fiere e mercati nella integrazione delle economie europee: secc. XIII – XVIII. Atti della „Trentaduesima Settimana di Studi“ 8 – 12 maggio 2000, Florenz 2001, S. 707–708; Stolz, Otto: Geschichte des Zollwesens, Verkehrs und Handels in Tirol und Vorarlberg von den Anfängen bis ins XX. Jahrhundert (=Schlern-Schriften, Bd. 108) Innsbruck 1953; Hassinger, Herbert: Der Verkehr über Brenner und Reschen vom Ende des 13. bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts, in: Troger, Ernest (Hrsg.): Neue Beiträge zur geschichtlichen Landeskunde Tirols, Erster Teil: Festschrift für Franz Huter, Innsbruck/München 1969, S. 137–194.
 
105
Vgl. Denzel, Markus A.: Die Bozner Messen und ihr Zahlungsverkehr (1633–1850), (= Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs, Bd. 21) Bozen 2005, S. 119. Zu Bedeutung des Transalpenhandels an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert vgl. auch Lang, Heinrich: „Dan auf disen vornemen Handelsplätzen ist gelt vollauf“. Zu transalpinen Transferbeziehungen zwischen süddeutschen und Florentiner Handelsgesellschaften während des Dreißigjährigen Krieges, in: Annales Mercaturae. Jahrbuch für internationale Handelsgeschichte, Bd. 2 (2016), 33–76.
 
106
Vgl. Heiss, Hans: Die ökonomische Schattenregierung Tirols. Zur Rolle des Bozner Merkantilmagistrates vom 17. bis ins frühe 19. Jh., in: Geschichte und Region/Storia e regione, Bd. 1/1 (1992), S. 70–71; Demo: Le fiere di Bolzano, S. 362; Bonoldi, Andrea: Kredit und Handel zwischen Italien und Deutschland. Bozen und seine Messen (13.–19. Jh.), in: Scripta Mercaturae 42/1 (2008), S. 11.
 
107
Vgl. Demo, Edoardo: Mercanti e mercanzie alle fiere di Bolzano ed Egna nella prima metà del ‘500, in: Geschichte und Region, Bd. 5 (1996), S. 348; Denzel: Die Bozner Messen, S. 117.
 
108
Vgl. Denzel: Die Bozner Messen, S. 119.
 
109
Vgl. Demo: Le fiere di Bolzano, S. 712; Bonoldi: Kredit und Handel, S. 16.
 
110
Vgl. Kellenbenz, Hermann: Kapitalverflechtung im mittleren Alpenraum. Das Beispiel des Bunt- und Edelmetallbergbaus vom fünfzehnten bis zur Mitte des siebzehnten Jahrhunderts, in: ZBLG, Bd. 51 (1988), S. 16.
 
111
Vgl. Denzel: Die Bozner Messen, S. 51.
 
112
Vgl. Bückling, Gerhard: Die Bozener Märkte bis zum Dreißigjährigen Kriege, Berlin 1907, S. 72–73; Bonoldi: Kredit und Handel, S. 12.
 
113
StadtAA, KuH 22, fol. 162,
 
114
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 56, 162, 276. Wie aus der Buchung auf fol. 272 hervorgeht, hatte Gauger den Zins gegenüber einem Rottenbuch zu entrichten.
 
115
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 18, 36.
 
Metadaten
Titel
Herkunft, Sozialisation und Rahmenbedingungen – Resilienz-Ressourcen am Ausgangspunkt der Untersuchung
verfasst von
Matthias Baumgartl
Copyright-Jahr
2023
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-40253-2_4