Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Dieses Buch verschafft erstmals eine Übersicht über relevante Herstellungsverfahren für Kennzeichen, die im Anlagen- und Maschinenbau eingesetzt werden. Als Wegweiser soll es interessierte Anwender zum optimierten Kennzeichnen führen. Das Werk thematisiert wichtige Aspekte des Kennzeichnens, wozu Wirtschaftlichkeit und Leistungskapazität von Verfahren ebenso gehören wie deren Handhabung und eine Risikobewertung hinsichtlich Gesundheit und Umwelt. Das Buch und die korrespondierende App ermöglichen den Lesern/Anwendern, für einen definierten Bedarf optimale Kennzeichnungsverfahren zu identifizieren.
Die Zielgruppen
Praktiker in den Produktionsbetrieben (vor allem Maschinen- und Anlagenbau), die sich mit dem Thema „Kennzeichnen“ befassen. Für die Ausbildung im Maschinen- und Anlagenbau ist das Buch ein Lehrstück hinsichtlich „Wirtschaftlichkeit durch Beachtung von Randgebieten“.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Zur Relevanz des industriellen Kennzeichnens

Um sich einen ersten Eindruck über die Bedeutsamkeit der industriellen Kennzeichnung zu verschaffen, genügt der Gang durch die Produktionshalle eines Maschinenbauers, eines Automotive-Unternehmens oder eines Chemieunternehmens. Ohne danach suchen zu müssen, sieht man Gebots- und Warnzeichen, Typenschilder, Kabel- und Leitungsschilder, Schilder für Gehäuse, Endschalter und Ventile, für Bedienelemente, Klemmkästen, Baugruppen und andere Komponenten.
Helmuth Bischoff

2. Industrielles Kennzeichnen: Überblick zu relevanten Herstellungsverfahren

Ohne Umwege in die thematische Mitte des Buchs: Es gibt eine Reihe an Verfahren, die bei der Herstellung industriell eingesetzter Kennzeichnungen eingesetzt werden können. Bereits im Rahmen einer erläuternden Vorstellung und Charakterisierung lässt sich ein deutlicher Eindruck zum Profil der unterschiedlichen Verfahren und zur jeweiligen Eignung für bestimmte Bedarfssituationen gewinnen. Die Vorstellung der ausgewählten Verfahren beinhaltet deshalb prägnante Ausführungen zu Historie, Funktionsweise, Hauptanwendungsgebieten, Investitions- und Verbrauchskosten, Aufwand und Bedienbarkeit, Umwelt (Nebenkosten/Schutzmaßnahmen), Stärken und Schwächen. Dieser Erstorientierung folgt in Kap. 3 ein systematischer Leistungsvergleich, der die Stärken und Schwächen der einzelnen Verfahren detailliert darstellt.
Hermann Oberhollenzer

3. Leistungsvergleich zu ausgewählten Kennzeichnungsverfahren

Der anschließende Verfahrensvergleich soll möglichst vielen Anwendern im Anlagen- und Maschinenbau die Entscheidung zum Einsatz eines bestimmten Verfahrens erleichtern. Eine solche Orientierungs- und Entscheidungshilfe liegt bisher weder in elektronischen, noch in Printmedien auch nur ansatzweise vor. Bei der großen Entwicklungsdynamik, der sowohl die Funktionen industriellen Kennzeichnens als auch die einzelnen Herstellungsverfahren unterworfen sind, erscheint es sinnvoll, den gesamten Themenkomplex näher ins Auge zu fassen, um dadurch Entscheidungen für oder gegen den Einsatz bestimmter Verfahren durch Praxiserfahrung und Fachinformation zu fundamentieren.
Hermann Oberhollenzer

4. Herstellung von Kennzeichen: Outsourcing oder Implementierung?

Im Anlagenbau, im Maschinenbau, in der Automotive-Branche und in anderen Industriebereichen kommen tagtäglich viele unterschiedliche Kennzeichnungen zum Einsatz. Ob es für Unternehmen besser ist, benötigte Kennzeichen selbst herzustellen, sie extern zu beziehen oder beide Beschaffungswege zu mischen, ist nicht einfach zu beantworten.
Helmuth Bischoff

5. Die Gravur in der industriellen Kennzeichnung

Dieser Beitrag behandelt eine der ältesten Kulturtechniken der Menschheit und diejenigen, die sich ihre Ausübung zum Beruf erwählt haben. Es geht dabei auch um das Abrücken eines klassischen Berufsbildes aus dem Zentrum der industriellen Fertigung in wirtschaftliche Randbereiche. In den Zeiten von Industrie 4.0 und mit dem Erfolg additiver Fertigungsmöglichkeiten für Kennzeichnungen sind Spezialgebiete der Reliefbeschriftung für Graveurinnen und Graveure zum Refugium geworden. Dabei ist die Rede vom Berufsbild und seiner Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, nicht von der Technik an sich.
Niclas Gottfried

6. Bedeutung von Normen für sicherheitsrelevante Kennzeichnungen von Maschinen und Anlagen als Mittel der Benutzerinformation

Sicherheitsrelevante Kennzeichnungen als Mittel der Benutzerinformation stehen im Regelfall im Kontext zu gesetzlichen technischen Regelungen, die die körperliche Unversehrtheit und Gesundheit von Personen (Arbeitnehmern und Verbrauchern) sicherstellen sollen.
Gerhard Steiger

7. Codes in der industriellen Kennzeichnung

Optische Codierungen wurden entwickelt, um Daten schnell und sicher auf optischem Wege, maschinenlesbar zu erfassen. Diese Art der Datenerfassung wird mit dem Begriff Identifikation beschrieben und definiert sich weiter mit dem eindeutigen und zweifelsfreien Erkennen eines Objekts. Zu diesem Zweck werden Objekte indirekt, das heißt mittels eines Etiketts beziehungsweise einem Schild, oder direkt, das heißt durch Einflussnahme auf das Objekt, zum Beispiel durch Laser- Beschriftung, eindeutig gekennzeichnet. Dabei kann die Kennzeichnung zum Zwecke der Identifikation eine sehr kurze Lebensdauer, das heißt von wenigen Minuten, zum Beispiel bei der Frischeinwaage im Handel bis lebenslänglich, zum Beispiel bei der Kennzeichnung von Bauteilen in der Industrie, besitzen.
Bernhard Lenk

8. Relevanz der Kennzeichnung unter dem Aspekt „Industrie 4.0“

Eine Erörterung über die Kennzeichnungsrelevanz unter dem Aspekt „Industrie 4.0“ wird einfacher verständlich, wenn man die aktuelle Phase der industriellen Entwicklung in ihren historischen Kontext stellt. Wir unterscheiden folgende Epochen der Industrialisierung: Die Mechanisierung der Produktion wurde durch den Maschinenbau beziehungsweise durch Wasser- und Dampfkraft Ende des 18. Jahrhunderts möglich und bildete die erste industrielle Epoche. Die zweite Phase bedeutete die Massenproduktion, die mit der Elektrifizierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts möglich wurde. Darauf folgte die Automatisierung der Produktion durch Elektronik und Informationstechnologien in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts. Und heute wird unter dem Begriff „Industrie 4.0“ die vierte industrielle Revolution verstanden, die mit der Einführung von „Cyber-physischen Systemen“, dem „Internet der Dinge“, und daraus erwachsenden Möglichkeiten der intelligenten und lernfähigen Informationsverarbeitungen ihre Bestimmungsgrößen hat.
Markus Hüttel

9. Nachbeschilderung von Schaltschränken auf Baustellen

Ein Gespräch bei der VESCON Installation GmbH
Wer mit den elektrischen Installationen im Anlagenbau zu tun hat, kennt die Situation: Auf den Baustellen kommt es immer wieder zu Planänderungen, und diese machen Neubeschilderungen in den Kabelschränken nötig. Dafür stehen vor Ort aber keine Kennzeichen zur Verfügung. Sie müssen in heimischen Werkstätten angefordert werden. Nach- und Ersatzbeschilderungen auf den Baustellen des Anlagenbaus sind aufwändig und zeitraubend. Gibt es zum umständlichen Hin und Her zwischen Baustellen und heimischen Werkstätten keine Alternativen zur Beschaffung von Ersatzkennzeichen? Ein Praxisgespräch erhellt die Situation.
Helmuth Bischoff

10. Kennzeichnen und Montage: Die Gesamtheit sehen

Kleben als zeitsparende Alternative zu Schrauben und Nieten
Trotz der offensichtlichen Kostenvorteile des Klebens gehört es im Maschinen- und Anlagenbau oft noch zu den geforderten Standards, bei der Schilderbefestigung mit Schrauben und Nieten zu arbeiten. Dies, obwohl leistungsstarke Kleber in der großen Mehrzahl der Montagesituationen die Anforderungen der Anlagenbauer erfüllen. Gute Kleber zeigen auf den unterschiedlichsten, auch strukturierten Untergründen (zum Beispiel Gussgehäuse) ebenso die geforderte Haftfähigkeit und Beständigkeit wie gegenüber Ölen, Fetten und Reinigungsmitteln.
Helmuth Bischoff

11. Prozessvereinfachung und Wirtschaftlichkeit bei industrieller Kennzeichnung

Ein Fallbeispiel
Dass die systematische Einführung eines neuen Kennzeichnungsverfahrens in einem Unternehmen nicht im Handumdrehen geschehen kann, sondern ein bedachtes Vorgehen erfordert, zeigt dieser Beitrag.
Lisa Foshag geb. Morr

12. Praxistest zur Darstellungsqualität von 2D-Codes

Im Dezember 2017 unternahm der Herausgeber dieses Buches in Zusammenarbeit mit dem Prüflabor Barcode Verifier, Technical Support & Documentation, REA Elektronik GmbH (Auswertung der Testmuster) einen Vergleichstest, bei dem es um die Darstellungsqualität von 2D-Codes ging. Im direkten diesbezüglichen Leistungsvergleich der beiden Herstellungsverfahren PrintoLUX® und Lasergravur wurde ermittelt, welche Eigenheiten sich hinsichtlich der Darstellungsqualität von 2D-Codes mit den beiden Kennzeichnungsverfahren verbinden.
Helmuth Bischoff

13. Schildmaterialien für die industrielle Kennzeichnung

In deutlicher Praxisorientierung kommen in diesem Kapitel diejenigen Schildmaterialien zur Vorstellung, die beim Kennzeichnen im Anlagen- und Maschinenbau am häufigsten eingesetzt werden. Soweit die Anwender unter den Lesern beim Kennzeichnen lediglich ein einziges Material nutzen, lässt sich mit dieser Setzung in Kap. 2 und 3 recht einfach das dafür geeignete Kennzeichnungsverfahren finden. Zumeist aber werden bei den Kennzeichnungsaufgaben des Maschinen- und Anlagenbaus unterschiedliche Schildmaterialien aus den Materialgruppen Kunststoff, Kunststoffverbund, Metalle sowie Verbundmaterial mit Metall verwendet (beispielhaft dargestellt in Abb. 13.1 und 13.2).
Thorsten Wohninsland

14. Tinten bei der industriellen Kennzeichnung

Tinten sind oft unverzichtbare Bausteine zur Beschriftung von Etiketten, Kunststoffen oder Metallen mittels eines Drucksystems. Viele Tinten sind nicht nur Werkstoffe, sondern auch Gefahrstoffe. Sie bedeuten damit auch ein Gefährdungspotenzial (siehe Tab. 14.1), das alle Anwender berücksichtigen müssen. Denn jedes Unternehmen ist verpflichtet, das Gefährdungspotenzial aller innerbetrieblichen Vorgänge und an jedem Arbeitsplatz so gering wie möglich zu halten und dies in der Gefährdungsbeurteilung des Betriebes zu dokumentieren.
Thorsten Wohninsland

15. Laserrauch und Laserstaub – ein verkanntes Problem

Für Industrieunternehmen, die ihre benötigten Kennzeichnungen in Eigenregie herstellen, bietet die Lasergravur in unterschiedlichen Varianten eine interessante Option.
Helmuth Bischoff

16. Richtlinien, Rechtsgrundlagen, Regeln, Verordnungen und Normen zum industriellen Kennzeichnen

Die Kennzeichnungsherstellung untersteht in vielfacher Hinsicht maßgeblichen Normen und Bestimmungen, die es bei der Anwendung zu beachten gilt. Es ist ratsam, sich mit diesem Thema vor der Entscheidung für ein bestimmtes Herstellungsverfahren ausführlich zu beschäftigen. Wenn ein System erst einmal gekauft ist, können diesbezüglich ungelöste Fragen schwerwiegende Konsequenzen haben. Was nutzen schöne Kennzeichen, wenn die Betriebssicherheit des Kennzeichnungssystems von der betrieblichen Infrastruktur nicht gewährleistet werden kann? Möglicherweise können die hergestellten Kennzeichen am Ende nicht am vorgesehenen Anbringungsort eingesetzt werden, weil diese aus ungeeignetem Material hergestellt, keine ausreichende Lesbarkeit von 2D-Codes aufweisen oder nicht an einen explosionsgefährdeten Anlagenbereich eingesetzt werden dürfen.
Thorsten Wohninsland

Backmatter

Weitere Informationen

Premium Partner

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Grundlagen zu 3D-Druck, Produktionssystemen und Lean Production

Lesen Sie in diesem ausgewählten Buchkapitel alles über den 3D-Druck im Hinblick auf Begriffe, Funktionsweise, Anwendungsbereiche sowie Nutzen und Grenzen additiver Fertigungsverfahren. Eigenschaften eines schlanken Produktionssystems sowie der Aspekt der „Schlankheit“ werden ebenso beleuchtet wie die Prinzipien und Methoden der Lean Production.
Jetzt gratis downloaden!

Marktübersichten

Die im Laufe eines Jahres in der „adhäsion“ veröffentlichten Marktübersichten helfen Anwendern verschiedenster Branchen, sich einen gezielten Überblick über Lieferantenangebote zu verschaffen. 

Bildnachweise