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Über dieses Buch

In diesem Buch geht es um das richtige Verständnis von Hierarchie in der beruflichen Arbeit. Egal ob Mitarbeiter, Kollege oder Chef: Für alle kann Hierarchie ein natürliches und nutzbares Prinzip ihrer Zusammenarbeit werden. Ihre Verantwortungs- und Machtstrukturen beflügeln oder bremsen. Das Geheimnis liegt in der passenden Dosierung und sachdienlichen Ausgestaltung. Das Buch will ermutigen, die Prämissen der Organisation ernst zu nehmen und anleiten, Hierarchie funktional und partizipativ zu nutzen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einführung

Zusammenfassung
Dieses Kapitel dient als Hinführung zur Thematik des Buches. Am Beispiel der Revolution in Ägypten im Jahre 2011 wird aufgezeigt, wie verhärtete Machtstrukturen scheitern und wie sich diese Gesetzmäßigkeiten auch auf kleinere Einheiten wie Organisationen übertragen lassen. Abschließend wird die Struktur des Buches eingehend erläutert.
Herbert Happel

Kapitel 2. Das hierarchische Prinzip

Zusammenfassung
Was ist Hierarchie, was ist ihr Sinn und wie wirkt sie in der Organisation? Das Kapitel legt die Basis für eine ethisch vertretbare Nutzung von formaler Hierarchie. Gleichzeitig wird vor möglichem Missbrauch gewarnt und es werden Grenzen für ihren Einsatz gezogen. Sachdienlichkeit und Funktionalität legitimieren Hierarchie, die Beziehungsdimension bietet notwendige Ergänzung und Korrektiv. Stellt sich nur noch die Frage nach dem „rechten Maß“ der Hierarchie. Das beschriebene Spannungsfeld bietet den Hintergrund, vor dem der Hierarchiefaktor positiv wirken kann.
Herbert Happel

Kapitel 3. Die Organisation als „Heimat“ der Hierarchie

Zusammenfassung
Was ist der Sinn und Zweck von Organisationen und wie ticken sie? Im Organisieren von Zusammenarbeit entsteht als Produkt „Organisation“. Sie ist Vorgang und Ergebnis und wird zum Nährboden formaler hierarchischer Strukturen. Der Mensch ist dabei gestaltender Akteur des Organisierens. Gleichzeitig wird er relativiert zum Mitspieler in den entstehenden Spielregeln der Organisation. Im Wechselspiel von Wandel und Stabilität wird Macht gestaltet. Sie spielt eine entscheidende Rolle und darf im Sinne der Aufgabe genutzt werden. Das gilt in Non-Profit-Organisationen genauso wie in der „Organisation“ Kirche!
Herbert Happel

Kapitel 4. Hierarchie-Entwicklung und die Dimension der Zeit: Entwicklungsmodelle von Organisationen

Zusammenfassung
Jeglicher Zustand eines Teams/einer Organisation lässt sich immer als die aktuelle Momentaufnahme der Organisationsentwicklung und ihrer Strukturbildung interpretieren. „Die Gruppe“ als Vorgängermodell der Organisation bietet mit der Gruppendynamik ein Einsteiger-Verstehensmodell, das schon auf den entstehenden notwendigen Strukturbedarf hinweist. Während in Selbsthilfegruppen (Schattenhofer) Hierarchievermeidung quasi institutionalisiert wird und dem Strukturierungsbedarf noch getrotzt werden kann, geschieht mit der „pragmatischen Wende“ (Brückner, M.) dargestellt an Frauenprojekten, die Veränderung der Sozialform der Gruppe hin zu Organisation und Hierarchie. Die Kosten einer Verweigerung sind vielfältig, die Schmerzen der Wandlung ebenso. Lievegoed und Glasl beschreiben einen Organisationsentwicklungsverlauf, der den Übergang aus Pionierzeiten zu institutionalisierten hierarchischen Formaten transparent beleuchtet und zustimmungsfähig machen kann.
Herbert Happel

Kapitel 5. Die Entstehung von Hierarchie als emergentes Geschehen – der genaue Blick auf den Übergang

Zusammenfassung
Aus den Vorstufen gruppaler und familiär geprägter Sozialformen (Kap. 4) entsteht in einem Ordnungsübergang etwas wesentlich Neues: die Organisation. Und mit ihr der Sprung in die Hierarchie. Ein treffender Begriff für dieses Wandlungsgeschehen ist der der „Emergenz“. Im Passungsgeschehen zwischen Person und Organisation ändert sich dabei Grundlegendes. Neue Spielregeln für das Miteinander entwickeln sich, eine neue Form der Autorität entsteht, wertschätzende Führung wird benötigt und möglich. Wie mit einer Lupe werden die psychischen und strukturellen Veränderungen erklärt und Verständnis und Sympathie für deren Akzeptanz geweckt.
Herbert Happel

Kapitel 6. Hierarchie in Kommunikation und Kooperation der Organisation

Zusammenfassung
Nach den theoretischen Vorarbeiten kommt es jetzt zur Beschreibung einer sachgerechten und zielführenden Anwendung formaler Hierarchie im beruflichen Alltag. Zentrales Transportmittel ist ein Kommunikationsmodell für die Zwecke der „Kommunikation in Organisationen“. Es impliziert formale Ordnungen und schafft klare Kommunikation. Anweisungen und Anordnungen erzielen ihre Wirkung, Entscheidungsprozesse werden transparent. Mit „partieller Verantwortung“ und geklärtem Delegationsspielraum kann der Einzelne bei der Bewältigung der Gesamtaufgabe partizipieren. Das Handeln wird verbindlich und die Kraft der Hierarchie kommt den Kunden und Klienten zugute.
Herbert Happel

Kapitel 7. „Hierarchie spezial“: ausgewählte Themen aus dem beruflichen Alltag

Zusammenfassung
Der Gang in die Praxis steht an. Hierarchie wirkt beim Auf- oder Abstieg in den Strukturen und beim Wechsel von Rollen. Ohne Hierarchiebewusstsein können die Rollen des Stellvertreters, die Aufgabe von Koordinatoren, die Neubesetzung einer Leitungsrolle nicht gut bewältigt werden. Auch „graue Eminenzen“ kommen nicht zur Ruhe, wenn ihnen kein begrenzter Platz in der Hierarchie angeboten wird. Zum erfolgreichen Gestalten von Hierarchie benötigt es den Abschied aus altgedienten Kampfbeziehungen, die Bewältigung des Alleinsein in der Leitungsrolle, die Klärung von Strukturen und den Abschied vom Kollektivmythos als Organisationsbild. Dann kann auch Vertrauen entstehen und Kommunikation befruchtend wirken.
Herbert Happel

Kapitel 8. Ein Lob der Hierarchie … und ihren Grenzen

Zusammenfassung
Hierarchie kann sinnvoll genutzt werden, wenn sie mit Maß und Ziel eingesetzt und sachdienlich gestaltet wird. Die wesentliche Prämisse für ein Gelingen formaler Hierarchie in Arbeitsteams und Führungsprozessen liegt im Anerkennen der Organisationsrealität und ihrer Wirkweisen. Das hat Auswirkungen auf die Klärung beruflicher Kommunikation und für das Passungsgeschehen zwischen Organisation und Mensch. Wird hier einseitig nach einer Seite hin ausgelegt, kommt es zu Störungen und Hierarchie an ihre Grenzen. Neben engagierter Veränderung, Akzeptanz von Nicht-Veränderbarem, kleinen und großen Fluchten hilft dann vielleicht nur noch ein Schuss Humor.
Herbert Happel

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