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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
In jüngerer Zeit hat Controlling sowohl in der Praxis als auch in der Theorie erheblich an Bedeutung gewonnen. Für die Praxis zeigt sich dies anhand einer stark ansteigenden Zahl von Controller-Stellen. In der Betriebswirtschaftslehre findet hingegen eine kontroverse Diskussion darüber statt, ob Controlling überhaupt genug wissenschaftliche Substanz besitzt, um eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dieser Disziplin zu rechtfertigen. Im Rahmen dieser Auseinandersetzung wird der Versuch unternommen, Controlling genauer zu umreißen, als es in der Praxis geschieht. Dabei hat sich in der betriebswirtschaftlichen Theorie bisher kein einheitliches Controllingverständnis herausgebildet, was sich in einer Fülle zum Teil widersprüchlicher Controllingkonzeptionen niederschlägt, die sich in der Controllingliteratur unterscheiden lassen. Für die Akzeptanz dieser jungen betriebswirtschaftlichen Teildisziplin ist daher insbesondere aus theoretischer Sicht noch immer eine geeignete Abgrenzung der ihr zugrundeliegenden Untersuchungsgegenstände und Fragenkomplexe vorzunehmen. Andernfalls ist zu befürchten, daß sich Controlling nicht als eigenständiges Teilgebiet der Betriebswirtschaftslehre durchsetzt, was eine erhebliche Diskrepanz zwischen betriebswirtschaftlicher Theorie und Praxis zur Folge hätte.
Carsten Homburg

Kapitel 2. Die hierarchische Controllingkonzeption

Zusammenfassung
In diesem Kapitel soll die formale hierarchische Controllingkonzeption als Grundlage der weiteren Untersuchung entwickelt werden. Hierzu stellen wir zunächst in Abschnitt 2.1 ein Grundkonzept von SCHNEEWEISSSCHNEEWEISSzur Analyse allgemeiner hierarchischer Systeme dar. Eine Konkretisierung der dort verwendeten Beschreibungskomponenten führt dann in Abschnitt 2.2 zu einer hierarchischen Controllingkonzeption.
Carsten Homburg

Kapitel 3. Koordinationskonzepte im Rahmen der hierarchischen Controllingkonzeption

Zusammenfassung
Die Aufgabe des Controlling besteht darin, Bewertungsinformationen zur Koordination bereitzustellen. Im Zentrum stehen daher diejenigen Theorien und Konzepte, die Koordination erfordernde Sachverhalte zum Ausgangspunkt haben und sich für deren Analyse eignen.1 Im Rahmen der nun vorliegenden Grundstruktur einer hierarchischen Controllingkonzeption soll in diesem Kapitel aufgezeigt werden, daß zentrale Koordinationskonzepte als spezielle Ausprägungen dieser allgemeineren Konzeption gesehen werden können. Wie die Kapitel 4Kapitel 4und 55 belegen werden, beruhen viele aus der Literatur bekannte Modelle aus dem Bereich des koordinationsorientierten Controlling auf genau diesen Koordinationskonzepten und lassen sich deshalb ebenfalls in die hierarchische Controllingkonzeption einordnen.
Carsten Homburg

Kapitel 4. Koordinationsprobleme bei nicht-opportunistischem Verhalten

Zusammenfassung
Obwohl in Abschnitt 3.4 bereits ein erweitertes Agency-Modell behandelt wurde, geht es uns in diesem Kapitel zunächst wieder um die Einordnung von Modellen in die hierarchische Controllingkonzeption, die sich mit Koordinationsproblemen bei nicht-opportunistischem Verhalten beschäftigen.’Moral hazard’ oder ’cheating’ Probleme spielen daher noch keine Rolle. Die eingesetzten Koordinationsmechanismen besitzen ausschließlich die Funktion, bestehende Sachinterdependenzen bestmöglich zu berücksichtigen. Im weitesten Sinne geschieht dies bei allen Modellen dieses Kapitels durch die i.a. approximative Berücksichtigung von Opportunitätskosten. Die Koordinationsnotwendigkeit ergibt sich daraus, daß ein übergeordnetes Modell auf untergeordneten Ebenen entweder unvollständig oder fehlerhaft abgebildet wird. Dabei kann sich die unzureichende Abbildung sowohl auf das Entscheidungsfeld als auch auf das Präferenzsystem des übergeordneten Modells beziehen.
Carsten Homburg

Kapitel 5. Koordinationsprobleme bei opportunistischem Verhalten

Zusammenfassung
Während im vorangegangenen Kapitel die Koordination von Sachinterdependenzen im Blickpunkt stand, soll nun eine Erweiterung der Analyse um verhaltensorientierte Aspekte erfolgen. Hierzu berücksichtigen wir, daß aus Sicht der Koordinationsebene opportunistische Entscheidungsträger auf der Ausführungsebene agieren können. Abweichende Ziele von Koordinations- und Ausführungsebene sind damit mehr als nur die Folge von Informationsasymmetrie; sie drücken echte Zielkonflikte aus. In solchen Situationen erweist sich wegen der Gefahr des ‘cheating’ insbesondere die Koordination der Kommunikation mit der Ausführungsebene als Herausforderung für das Controlling.
Carsten Homburg

Kapitel 6. Strategisches Controlling durch Prozeßkostenrechnung

Zusammenfassung
Die bisherigen Überlegungen machten sehr stark von der hierarchischen Struktur der Controllingkonzeption Gebrauch. Die analysierten Controllingprobleme unterschieden sich vor allem in den eingesetzten Controllinginstrumenten und den konkreten Rahmenbedingungen, innerhalb derer die Koordinationsebene zu agieren hatte. Die Spanne reichte von einer vollständig informierten Koordinationsebene, die lediglich ein vereinfachtes Entscheidungsmodell über Kostenwerte optimal zu gestalten versuchte, bis hin zu einem durch opportunistisches Kommunikationsverhalten geprägten Budgetierungsprozeß.
Carsten Homburg

Kapitel 7. Schlußbetrachtung

Zusammenfassung
Die Bereitstellung von Bewertungsinformationen zum Zwecke der Koordination führt zu einer Sichtweise von Controlling als einer hierarchischen Aufgabe. Die Hierarchie ergibt sich nicht etwa aufgrund einer autoritären Top-Down- Vorgehensweise, sondern vielmehr wegen der Notwendigkeit für die Koordinationsebene, die Wirkungen möglicher Koordinationsentscheidungen hinsichtlich der resultierenden Verhaltenskonsequenzen zu antizipieren.
Carsten Homburg

Backmatter

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