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Über dieses Buch

Die Idee der hierarchischen Produktionsplanung (HPP) besteht in der hierarchischen Zerlegung der Planungsaufgabe in relativ leicht lösbare Teilaufgaben, die durch Kopplungen verknüpft zu einer möglichst guten Lösung der Gesamtplanungsaufgabe führen. Als ein erster Schritt in Richtung auf eine noch ausstehende Theorie der HPP wird zunächst ein Überblick über 17 HPP-Systeme aus der Literatur gegeben und daraus eine Systematik dieser Systeme, Kriterien zu ihrer Beurteilung und Hinweise zu ihrer Konstruktion abgeleitet. Aufbauend auf der entwickelten Systematik stellt der Autor ein für einen namhaften Lebensmittelhersteller konzipiertes zweistufiges HPP-System vor. Für die losweise Fertigung wird gezeigt, daß sich die Ergebnisse eines rein linearen Planungsmodells, basierend auf den allgemein üblichen "effektiven Bedarfen", i.a. nicht in einen zulässigen Ablaufplan umsetzen lassen. Zur Behebung dieser Unzulänglichkeiten wird die Verwendung des "effektiven Losgrößenbedarfes" vorgeschlagen und dessen Überlegenheit gegenüber dem herkömmlichen Ansatz anhand einer rollenden hierarchischen Planung mit betrieblichen Daten demonstriert.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Die allgemeine Erkenntnis, daß nicht die möglichst elegante Lösung eines Teilproblems sondern das Zusammenwirken aller Teilpläne im Hinblick auf die Güte des Gesamtplans entscheidend ist, gilt nicht zuletzt auch für die Planung des Kerns eines Fertigungsbetriebes — der Produktion.
Hartmut Stadtler

2. Gegenstand der Produktionsplanung

Zusammenfassung
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit werden Konzepte zur hierarchischen Planung der Produktion in industriellen Unternehmen vorgestellt und analysiert.
Hartmut Stadtler

3. Eine Analyse hierarchischer Produktionsplanungssysteme

Zusammenfassung
Aufgabe des dritten Kapitels ist es, die aus der Literatur bekannten hierarchischen Produktionsplanungssysteme (HPP-Systeme) und die ihnen zugrundeliegenden Planungsphilosophien vorzustellen. Ausgehend von den Zielsetzungen der Produktionsplanung (Kapitel 3.2.) soll das Schwergewicht der Analyse auf der Zerlegung der Gesamtplanungsaufgabe (Kapitel 3.3.), dem Detaillierungsgrad der Problemsicht (Kapitel 3.4.), der Lösung der Teilprobleme (Kapitel 3.5.) sowie auf der Koordination der Teilproblemlösungen zwischen den einzelnen Planungsebenen (Kapitel 3.6.) liegen. Zusätzlich werden Erkenntnisse aus der Theorie zur Konstruktion hierarchischer Planungssysteme herangezogen, um die jeweiligen Vorgehensweisen zu ergänzen und besser einschätzen zu können. Den Abschluß der Analyse (Kapitel 3.7.) bilden Gedanken, die als Anleitung zum Entwurf eines HPP-Systems aufgefaßt werden können.
Hartmut Stadtler

4. Zur Konstruktion von LP-Modellen der aggregierten Produktionsplanung

Zusammenfassung
Die Güte von Produktionsplänen wird sowohl durch die variablen Kosten der Produktion als auch durch die Bestandskosten wesentlich beeinflußt. Neben den quantifizierbaren Wirkungen (z.B. Kapitalbindungskosten) sind ferner die qualitativen Wirkungen (z.B. good-will Verlust in Fehlmengensituationen) von Beständen zu beachten 1).
Hartmut Stadtler

5. Untersuchung der Wirkungen der Bedarfsrechnungen — effektiver Bedarf vs. effektiver Losgrößenbedarf — in einem hierarchischen Produktionsplanungssystem

Zusammenfassung
In dem vorausgehenden Kapitel wurden die Abbildungsdefekte eines LP-Modells für die aggregierte Produktionsplanung (APP) analysiert. Es wurde herausgearbeitet, daß ein hierarchisches Produktionsplanungssystem, das auf der Ebene der APP ein LP-Modell unter Verwendung des effektiven Bedarfs einsetzt (ED-HPP-System), zu inkonsistenten und unzulässigen Plänen führt 1). Zur Beseitigung dieser Mängel wird vorgeschlagen2), anstelle des effektiven Bedarfs den effektiven Losgrößenbedarf im Rahmen der APP des hierarchischen Produktionsplanungssystems zu verwenden (ELSD-HPP-System).
Hartmut Stadtler

6. Zusammenfassung und Ausblick

Zusammenfassung
Die taktische und operative Produktionsplanung stellt ein schlecht-strukturiertes Entscheidungsproblem dar, zu dessen Lösung sich hierarchische Planungssysteme in besonderer Weise anbieten. Die hierarchische Zerlegung der Produktionsplanungsaufgabe zielt darauf ab, hierarchisch geordnete Teilaufgaben zu schaffen, die aufgrund ihres Detaillierungsgrades und des Umfangs der Problemsicht mit den zur Verfügung stehenden Planungsverfahren lösbar sind. Mit Hilfe von Kopplungen zwischen den Planungsebenen sind schließlich die Teilpläne so aufeinander abzustimmen, daß die Zielsetzungen der Produktion bestmöglich erfüllt werden.
Hartmut Stadtler

Backmatter

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