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Über dieses Buch

"Die Vergangenheit und die Gegenwart sind unsere Mittel. Die Zukunft allein ist unser Zweck.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Bedeutung von Zukunftstechnologien für den wirtschaftlichen Fortschritt

Bedeutung von Zukunftstechnologien für den wirtschaftlichen Fortschritt

Kaum eine andere technische Errungenschaft hat das Leben unserer Gesellschaft im 20. Jahrhundert so grundlegend beeinflusst und verändert wie die Erfindung des Automobils und der elektronischen Medien.

Andreas Oehler, Mirko Häcker

Nicht mehr, sondern weniger Staat — Die Sicht der Verbände

Frontmatter

Großunternehmen und Mittelstand — Förderer der Gründerwelle?

„Die bisherigen kleinen Mittelstände, die kleinen Industriellen, Kaufleute und Rentiers, die Handwerker und Bauern, alle diese Klassen fallen ins Proletariat hinab, teils dadurch, dass ihr kleines Kapital für den Betrieb der großen Industrie nicht ausreicht und der Konkurrenz mit den größeren Kapitalisten erliegt, teils dadurch, dass ihre Geschicklichkeit von neuen Produktionsweisen entwertet wird.“ (Aus: Karl Marx/ Friedrich Engels, Manifest der Kommunistischen Partei, 1848)

Dieter Hundt

Zur Selbstständigkeit motivieren — Für ein innovatives Gründerklima

Neues Wissen entsteht laufend in Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Aber der Weg zum neuen Produkt oder zur neuen Dienstleistung eines Unternehmens ist in der Regel weit. Gerade in großen etablierten Unternehmen braucht der Wissenstransfer Zeit. Oft erscheinen die Marktvolumina für neue Pro-dukte zu klein oder das Management ist mit anderen neuen oder schon länger eingeführten Produkten in Herstellung und Vermarktung ausge-lastet. Manchmal können sich Spannungen zu bisherigen Investitionen ergeben.

Hans-Olaf Henkel

Der Staat — Ein Hemmnis für innovative Unternehmen

Das Thema “Innovation” wird seit einiger Zeit in der Politik sehr groß geschrieben. In den verschiedenen politischen Handlungsfeldern zeichnen sich allerdings weiterhin gegenläufige Tendenzen ab. Während wissenschaftliche und unternehmerische Innovationen auf der einen Seite mit staatlichen Fördermitteln stimuliert werden sollen, werden sie auf der anderen Seite durch Regulierung und Einengung der Spielräume für die Unternehmen wieder gehemmt. Der staatlichen Innovationspolitik kommt vor allem die Aufgabe zu, das Umfeld für Innovationen leistungs- und wachstumsfreundlich zu gestalten. In welchem Umfang die Unternehmen ihre Eigenmittel für Forschung und Entwicklung einsetzen können, hängt maßgeblich von den Rahmenbedingungen ab, welche die Forschungs- und Technologiepolitik im Verbund mit anderen Politikbereichen setzt. Eine solchermaßen umfassend verstandene Innovationspolitik muss der Tatsache Rechnung tragen, dass der globale Wettbewerb konkurrierender Unternehmen maßgeblich bestimmt wird durch den Wettbewerb der Wirtschafts- und Innovationssysteme. Abseits finanzieller Fördermaßnahmen muss die Politik dafür Sorge tragen, dass deutsche wie ausländische Investoren ermutigt werden, verstärkt in Innovationen am Standort Deutschland zu investieren.

Hans Peter Stihl

Neuer Markt und eine neue Aktienkultur in Deutschland — Perspektiven rund um die Börse

Frontmatter

Finanzierungsquellen für Wachstumsunternehmen

Noch im Januar 1997 konstatierte das britische Wirtschaftsblatt “The Economist”: In Kontinentaleuropa existiert weder ein liquider Aktienmarkt für mittelständische Unternehmen, noch gibt es ausreichend institutionelle Investoren, die auf Venture Capital spezialisiert sind. Der “Economist” stand mit diesem Urteil nicht allein. Auch eine empirische Untersuchung von Kapitalmarktexperten (Marco Pagano, Fabio Panet- ta und Luigi Zingales: “Why do Companies Go Public? An Empirical Analysis”, Journal of Finance, Bd. 53, Nr. 1, Febr. 1998) gelangte zu dem Ergebnis: In den USA gingen vorwiegend junge Unternehmen an die Börse — mit dem Ziel, Investitionen zu finanzieren und dadurch weiter zu wachsen. In Europa hingegen liege das durchschnittliche Alter der Unternehmen beim Going Public bei 40 Jahren, und die Investitionen nähmen nach dem Börsengang sogar ab. Empirische Basis der Studie war Italien. Doch die Autoren wiesen völlig zu Recht darauf hin, dass die Situation in Schweden, Frankreich oder Deutschland genau die gleiche ist.

Reto Francioni

Neue Aktienkultur in Deutschland?

Die Aktie steht bei den Deutschen immer höher im Kurs. Firmenchefs entdecken sie als Finanzierungsform für ihr Unternehmen, Privatanleger als hochrentable und zudem sichere Art der Vermögensbildung und Altersvorsorge. Lag die Zahl der Aktionäre im Jahr 1997 noch bei 3,9 Mio., so waren es im Folgejahr bereits 4,5 Mio. Noch stärker stieg die Bereitschaft zu einem indirekten Aktieninvestment über Fonds. 3,2 Mio. Besitzer von Anteilen an Aktienfonds wurden 1998 im Jahresdurchschnitt gezählt, 900000 mehr als im Vorjahr. Daneben verzeichnete der Finanzplatz Deutschland einen wahren Run auf die Börse. Mit 86 Erstemissionen deutscher Unternehmen wurde im zurückliegenden Jahr ein Nachkriegsrekord erreicht.

Rüdiger von Rosen

Finanzplatz Deutschland und Corporate Governance: Wer schützt den Anleger?

Die Anforderungen an den Anlegerschutz waren und sind stets aufs Engste mit dem Entwicklungsstand des deutschen Kapitalmarkts verbunden. So enthielt das grundlegende Hamburger Programm der Schutzvereinigung aus dem Jahre 1949 noch die Forderung nach der ökonomisch sinnvollen Entflechtung und Dekartellisierung der Chemie- und Montanindustrie, um so der kollektiven Enteignung von 200000 Aktionären und Obligationären des IG-Farben-Konzerns Einhalt zu gebieten. Danach rückte die Mitarbeit an der Reform des Aktienrechts des Jahres 1965 in den Vordergrund.

Ulrich Hocker

Branchenführer, Spitzenreiter, aber vor allem transparent müssen sie sein — Die Sicht von Banken und Beratern

Frontmatter

Deutsche Banken als Wegbegleiter von börsennotierten Technologieunternehmen

Nach den Jahren, in denen die Banken und die relevanten Anlegergruppen sich an Erstemissionen von deutschen Traditionsunternehmen, so z. B. Drägerwerk, Henkel, Porsche oder Wella, erfreuten, hat sich das Bild heute deutlich geändert. Mit der finanziellen Unterstützung durch die in den letzten Jahren entstandene Venture-Capital-Szene sowie das deutlich verstärkte politische Engagement für junge Technologieunternehmen am Standort Deutschland sind eine Vielzahl neuer Gesellschaften entstanden. Dabei ist — eine erfolgreiche Entwicklung unterstellt - bei einer ganzen Reihe von Unternehmen naturgemäß die Frage nach der weiteren Finanzierung des stürmischen Wachstums aufgekommen. Ergänzenden Drive bekommt dieses Thema, wenn die Venture-Capi- tal-Phase überschritten ist und die seinerzeitigen Investoren über die Rückführung ihrer Mittel mit einer entsprechenden Gewinnmarge nachdenken. Sicherlich bietet der Markt für Beteiligungskapital auch hier eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Finanzierung, gleichwohl ist eine Exitstrategie unter Einbindung der Kapitalmärkte für börsenfähige Unternehmen eine interessante Alternative. Die ersten Schritte von deutschen Technologie-Unternehmen in dieser Richtung wurden über die amerikanische Börse gemacht.

Lutz Weiler

Die Bedeutung von Technologiegesellschaften für die Finanzmärkte

An der Schwelle zum nächsten Jahrtausend unterliegen die Unternehmen einschneidenden Veränderungen. Angesichts stark volatiler Märkte und der teils bedrohlichen Auswirkungen neuer Wettbewerber auf die Wertschöpfungskette sowie der weltweit expandierenden Ausbeutung der natürlichen Ressourcen sind Privatpersonen und Unternehmen gleichermaßen darum bemüht, ihr derzeitiges Ertragsniveau vor dem Hintergrund ihrer vorherrschenden Bedürfnisse zu erhalten. Die Technologie wird in zunehmendem Maße dazu genutzt, diese Organi-sationen darin zu unterstützen, ihr Ergebnis zu erzielen oder vorherige Ergebnisse zu übertreffen. Dabei hat eine sich noch vollziehende Revolution der Geschäftswelt die neue Ära der virtuellen Unternehmen eingeläutet, die aus Gesellschaften gebildet werden, die auf besonders effiziente Ressourcen-Allokation und Informationsaustausch aufgebaut sind. Mittlerweile sind sowohl im Büro als auch zu Hause intelligente Geräte weit verbreitet, die von einem zunehmend umfassenderen globalen Kommunikationsnetz unterstützt werden. Dabei werden die Märkte immer größer, die Handelsbarrieren immer geringer und das für die Entwicklung neuer Produkte und Technologien zur Verfügung stehende Kapital ist immer reichlicher vorhanden.

Andreas von Buddenbrock, Shahid Chishty

Die Gold-Zack AG — Begleiter beim Börsengang von jungen Unternehmen

Von 1868 bis 1996 stand der Name Gold-Zack für Gummibänder und technische Textilien aus Wuppertal und Mettmann. Seit diesem Zeitpunkt hat sich die Gold-Zack AG zu einem Finanzdienstleister entwickelt, der interessierten Börsenkandidaten ein komplettes und professionelles Dienstleistungsangebot rund um das Going Public zur Verfügung stellt. Mit diesem Angebot wird mittelständischen sowie jungen und aufstrebenden Gesellschaften der Zugang zum Kapitalmarkt geebnet. Um das jeweilige Unternehmen hierbei möglichst umfassend unterstützen zu können, wurde ein interessantes und innovatives Konzept entwickelt.

Dietrich Walther

Neue Wege der Aktienplatzierung über das Internet am Beispiel der net.IPO AG

net.IPO ist die erste Investmentbank, die ausschließlich für den Privatanleger da ist. Unabhängig von der Bankverbindung können net.IPO-Kunden Aktienneuemissionen online direkt beim Emissionshaus zeichnen. Gleichzeitig agiert net.IPO als Vermittler für eine langfristige Beziehung zwischen Emittent und Privatanleger. Die Platzierung über das Internet ermöglicht Unternehmen, den direkten Kontakt mit Privatanlegern bereits beim Gang an die Börse aufzunehmen und anschließend langfristig zu pflegen. Als Informations-, Kommunikations- und Transaktionsplattform dient ausschließlich das Internet.

Stefan Albrecht

Externe Beratung von Technologieunternehmen auf dem Weg zur Börse

Junge, innovative Technologieunternehmen müssen sich bereits frühzeitig mit dem Problem der Wachstumsfinanzierung auseinander setzen. Einem Unternehmen stehen hierbei im Wesentlichen zwei Alternativen zur Auswahl. Zum einen kann das Wachstum über Fremdfinanzierung erfolgen, die jedoch in der Regel für risikoreiche innovative Startup-Unternehmen nur im begrenzten Maße und zu „teuren“ Bedingungen zur Verfügung steht. Zum anderen besteht die Möglichkeit der Eigenkapitalfinanzierung, die gegenüber der ersten Alternative seit einigen Jahren in Deutschland immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Wolfgang Blättchen

Mut zur Transparenz — Die richtige Kommunikationstechnologie für den Börsengang

Ein Börsengang ist ein einmaliger, unumkehrbarer Vorgang, der von einem Unternehmen klar entschieden, intensiv vorbereitet und zügig durchgeführt werden muss. Er fordert das ganze Führungsteam und bedarf gerade im Falle mittelständischer Unternehmen professioneller Unterstützung in rechtlicher, steuerlicher und kommunikativer Hinsicht. Nachhaltiger und dauerhafter Erfolg wird sich nur im Gleichklang zwischen Vorstand und Beraterteam einstellen. Gerade das Going Public erfordert die beste kommunikative Begleitung.

Moritz Hunzinger

Hightech-Unternehmen auf dem Weg zur Börse — Erfahrungen und Konzepte eines Emissionsberaters

Nach Expertenschätzungen sind bereits heute mehr als 2000 Unternehmen grundsätzlich als börsenreif einzustufen. Auf der anderen Seite ist auch börsenseitig längst erkannt worden, dass weiteres Wachstum im Bereich Equities nur mit der Aufnahme kleiner und mittlerer Unternehmen möglich sein wird. Eine Öffnung der Kapitalmärkte auch für kleine Unternehmen ist bereits erkennbar und wird weiter fortschreiten. Vor diesem Hintergrund dürfte die Zahl börsenfähiger Unternehmen eher noch höher liegen. Bisher nicht börsennotierte Unternehmen im Allgemeinen und Hightech-Unternehmen im Speziellen sollten in jedem Fall genau prüfen, welche Möglichkeiten der Eigenkapitalfinanzierung über eine in- und/oder ausländische Börse bestehen, und welche individuellen Vor- und Nachteile für das Unternehmen und die Gesellschafter damit verbunden sein können.

Brun-Hagen Hennerkes, Philip von Boehm-Bezing

Kommunikationsstrategien aus der Sicht eines PR-Beraters

Im Idealfall der vollständigen Transparenz auf den Finanzmärkten bilden Börsenkurse jederzeit alle Informationen über ein Unternehmen ab. Die hohe geforderte Publizität am Neuen Markt ist bereits ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Trotzdem werden Marktwiderstände zwischen Kapitalnachfragern und Kapitalgebern allein durch die Fülle an Informationen nicht geringer. Aus der Datenflut die für den Unternehmenswert bedeutenden Aussagen zu selektieren, ist für den externen Investor nur mit großem Aufwand möglich. Vor allem bei Hightech-Unternehmen, die früh den Weg an die Börse wagen, fehlt meist das Wissen über den Informationsbedarf der Kapitalgeber. „Technik-Freaks“ sprechen darüber hinaus nicht die gleiche Sprache wie Analysten, Wirtschaftsjournalisten und private Anleger.

Axel Haubrok

Qualitätssicherung für Risikokapital — Die Sicht von Analysten, Anlegern und Presse

Frontmatter

Aktienbewertung und Informationsasymmetrie am Neuen Markt — Eine Herausforderung für die Finanzanalyse

Die Einführung des Neuen Marktes im Jahr 1997 stellt in verschiedener Hinsicht eine Zäsur innerhalb des deutschen Börsengeschehens dar.

Hendrik Wolff, Ulrik Wolff

Innovative Kennzahlen für die Analyse von Aktien in Zukunftsmärkten

Um eine Entscheidung über die Chancen und Risiken eines Investments in ein Wachstumsunternehmen, das sich für den Gang an die Börse entschieden hat, besser überblicken zu können, bedarf es der Erstellung aussagekräftiger Unternehmensanalysen und -studien. In der Praxis werden hierfür auch vergleichbare börsennotierte Unternehmen für eine Bewertung herangezogen. Die erhöhte Transparenz, die mit der Börsennotierung einher geht, ermöglicht es, Kennzahlen zu ermitteln, die die Grundlage der Bewertung von Wachstumsunternehmen bilden.

Florian Homm

Denn wir wissen nicht, was sie tun

Sie wollen nur unser Bestes, das sei einmal dahin gestellt, nämlich die Kapitalgeber und Aktionäre fair am Erfolg des Unternehmens teilhaben lassen. Wir geben ihnen dafür, was sie von uns wollen, und zwar reichlich, sei es auch nur unser Geld. Weit über 100 junge Wachstumsunternehmen sind inzwischen auf dem Neuen Markt gelistet, wöchentlich kamen im Sommer 1999 fünf oder sechs hinzu. Bei einem durchschnittlichen Emissionsvolumen von 100 Mio. DM bedeutet das 500 Mio. DM frisches Aktienkapital pro Woche oder 30 Mrd. DM pro Jahr — gelegentliche Kapitalerhöhungen nicht eingerechnet. Inklusive der massiven Kapitalerhöhung der Deutschen Telekom kam alleine der Juni 1999 auf die genannten 30 Mrd. DM. Um die Jahresmitte häuften sich zudem Emissionen ausländischer Gesellschaften, weil sie in Frankfurt einen besseren Preis für ihr Aktienkapital erwarten konnten als an ihrer Heimatbörse. Es herrschen also in der Tat „High times for the Neuer Markt“, wie das international stark beachtete Finanzmagazin “Institutional Investor” auf seiner Titelseite im April 1999 textete. Nicht nur an diesem so erfolgreichen Börsensegment war Hochstimmung angesagt. Der gesamte deutsche Kapitalmarkt hat inzwischen eine Aufnahmefähigkeit entwickelt, wie sie früher nur der Wall Street oder noch früher Tokio zugetraut wurde.

Manfred Schumacher

Das „Handelsblatt“ — Ein Medium für Kapitalanleger

Eine der wesentlichen Aufgaben der Medien liegt darin, eine Brücke für Informationen zwischen den Ursprüngen der Nachrichten und ihren jeweiligen Empfängern zu schlagen. Diese Aufgabe teilen sich die Printmedien und die elektronischen Medien. Im Rahmen der Globalisierung und Deregulierung der Weltwirtschaft und der Liberalisierung der Finanzmärkte war die Aufgabe der Medien in den vergangenen Jahren — vor allem seit dem Ende des Kalten Krieges — einem dramatischen Wandel unterworfen. Dieser Begriff der „Globalisierung“ wird in der Fachliteratur mit unterschiedlichen Inhalten und auch Deutungen dargestellt. Hier soll Globalisierung als eine Entwicklung definiert werden, die bis in die Anfänge der Industrialisierung der Weltwirtschaft zurückreicht. Das wiederum bedeutet, dass kein Ist-Zustand, sondern vielmehr ein laufender Prozess gemeint ist.

Udo Rettberg

Die „Wirtschaftswoche“ — Spannend wie die Börse

Woche für Woche „Wirtschaftswoche“: Für 940000 Leser ist laut Allensbacher Werbeträgeranalyse 1998 das einzige wöchentlich erscheinende universelle Wirtschaftsmagazin in Deutschland unentbehrlich. Sie alle wollen über das Wichtige und Wesentliche in Wirtschaft und Politik aktuell und kompetent informiert sein. Nur folgerichtig, dass die „Wirtschaftswoche“ für sich den Slogan entdeckt hat: „Nichts ist spannender als Wirtschaft“.

Kai Stepp, Michael Groos

Der Neue Markt aus Sicht eines institutionellen Investors

Gegen Bezahlung von Prämien übernimmt und bewirtschaftet eine Versicherung Risikopositionen eines Versicherungsnehmers. Die eingezahlten Prämien sind auf der Aktivseite der Versicherungsgesellschaft zu verbuchen, während die aus Versicherungsverträgen resultierenden Verpflichtungen gegenüber Kunden auf der Passivseite aufgeführt werden.

Peter Gnos, Rainer Keidel, Markus Kreer, Jan Martin Wicke

Der Neue Markt aus Sicht von Portfoliomanagern

Der Neue Markt hat seit seinem Beginn im März 1997 bereits für viel Wirbel gesorgt. Über 100 innovative Unternehmen, insbesondere aus den Bereichen Multimedia/Internet und Telekommunikation, Software, IT, Biotechnologie und Spezialmaschinenbau haben bislang durch den Gang an dieses Börsensegment das nötige Kapital für aussichtsreiche Investitionen gesammelt. Durch die sehr positive Einschätzung der Anleger stiegen viele Aktien des Neuen Marktes innerhalb weniger Monate um ein Vielfaches. Dadurch sind auch Kapitalanlagegesellschaften gefordert, Anleger mit Investmentfonds zu bedienen, die einen hohen Anteil an Aktien des Neuen Marktes beinhalten. Aber auch bei den traditionellen Aktienfonds gehen die meisten Fondsmanager dazu über, eine kleine Anzahl an Titeln des Neuen Marktes beizumischen.

Andreas Otterbach

14 junge Unternehmen — 14 Erfolgsgeschichten: Erfahrungsberichte

Frontmatter

Brokat Infosystems AG

Seit der Gründung des Marktsegmentes „Neuer Markt“ an der Deutschen Wertpapierbörse haben sich zahlreiche innovative und schnell wachsende Unternehmen dazu entschieden, sich auf das Börsenparkett zu wagen und somit den hohen Anforderungen und Herausforderungen zu stellen, denen börsennotierte Aktiengesellschaften gerecht werden müssen. Ziel dieses Beitrages ist es, praxisnah aus der Sicht eines Emittenten darzustellen, welche Beweggründe für einen IPO (Initial Public Offering) sprechen, wie das Projekt abgelaufen ist und schließlich wie sich das Leben eines Unternehmens durch einen erfolgten Börsengang verändern kann. Dabei wird weniger auf rechtliche Anforderungen und Details eingegangen; dem Leser soll vielmehr in Form eines Erfahrungsberichtes deutlich gemacht werden, welche aus Unternehmersicht entscheidenden Aspekte bei einem solchen Projekt zu beachten sind.

Michael M. Janßen

ce Consumer Electronic AG

In der Geschichte der Consumer Electronic AG (ce) spiegelt sich die gigantisch wachsende Bedeutung der Mikrochips wider. Ende der siebziger und Anfang der achtziger Jahre vollzog sich der Übergang von der Mechanik zur Elektronik nicht nur im Bereich der Rundfunk-, Fernseh- und Videogeräte. Schalter wurden durch Sensoren abgelöst, die Lochkarten verschwanden ebenso wie die Magnetbänder zur Speicherung der Computerdaten.

Erich J. Lejeune

DataDesign AG

Als am 11. November 1998 die Notierung der DataDesign-Aktie am Neuen Markt des Frankfurter Börsenparketts erstmals aufgenommen wurde, ging für das Management von DataDesign ein Traum in Erfüllung. Die sechs Jahre zuvor gegründete Gesellschaft hatte mit ihrem Going Public den wohl wichtigsten Meilenstein in der kurzen Unternehmenshistorie erreicht und ist damit für die Quantensprünge im nächsten Jahrtausend vorbereitet.

Stefan Pfender

Endemann!! Internet AG

Es gibt für einen Menschen sicher kaum ein Wort, das er lieber hört, liest oder schreibt, als seinen eigenen Namen. Entsprechend groß war die Freude, als am 10. März 1999 der Name Endemann!! Internet AG zum ersten Mal auf den Anzeigetafeln der Frankfurter Börse aufleuchtete. In diesem Moment hatte sich der Traum eines jeden Unternehmers erfüllt, nämlich ein Unternehmen praktisch aus dem Nichts zu erschaffen und gegen alle Widrigkeiten an die Börse zu führen.

Ingo Endemann

Heyde AG

Going Public heißt an die Öffentlichkeit treten. Öffentlichkeitsarbeit gehört zu den wichtigen Gewerken eines Börsengangs.

Dieter Heyde, Joachim Fleing

iXOS Software AG

iXOS wurde 1988 von Hans Strack-Zimmerman und seinem Partner gegründet. Beide waren schon damals erfolgreich in der Hightech-Branche und fest überzeugt, dass sich eine große Chance mit Software im UNIX-Umfeld ergeben könnte, wenn die Erfahrung und der Zeitpunkt gut zusammenpassen. Mit wenig Geld und wenig Mitarbeitern — dafür aber viel Know-how — haben sie mutig angefangen. Das Startprojekt war die Entwicklung eines Archivsystems, das im Rahmen von mehr oder weniger großen Projekten bei verschiedenen Kunden angepasst wurde. Von einem Archiv-Produkt im heutigen Sinne konnte natürlich noch keine Rede sein; dazu war der Markt auch noch nicht reif. Neben den Archivprojekten wurde versucht, im Bereich der Softwaretools Produkte international zu platzieren, aber diese Märkte erwiesen sich im Ausland als äußerst schwierig: Deutsche Software war so exotisch wie deutsches Parfüm — die Erstere musste aus den USA stammen und das Letztere aus Frankreich.

Eberhard Färber

Jenoptik AG

Seit dem 16. Juni 1998 ergänzt die Notierung der Jenoptik-Aktie den Kurszettel der Frankfurter Börse. Der Weg der Jenoptik AG vom VEB zum fokussierten Technologiekonzern und mittlerweile ersten ostdeutschen MDAX-Unternehmen fand in der Öffentlichkeit breite Aufmerksamkeit. Nach einer vor dem Going Public durchgeführten Befragung in Ost- und Westdeutschland verfügte die Jenoptik — überraschenderweise —über einen Bekanntheitsgrad, der in etwa dem eines Markenartiklers gleichkam. Wurden die Probanden allerdings nach den Geschäftsaktivitäten oder gar konkreten Produkten unseres Hauses befragt, so stellten wir fest, dass von diesen kaum einer die Jenoptik als Technologieunternehmen identifizierte.

Lothar Späth

LHS Group Inc.

Der Neue Markt existiert erst seit zwei Jahren. Trotzdem notieren dort heute schon 115 Unternehmen, meist aus Branchen mit überdurchschnittlichem Wachstum: IT, Software Services, Entertainment, Medien und Biotechnologie. Ihr Erfolg ermutigt weitere Börsenkandidaten, sich ernsthaft mit dem Thema Going Public zu beschäftigen.

Rainer Westermann, Nicolas von Stackelberg

Micrologica AG

Die Micrologica AG gehört zu den Unternehmen, die sich in einer frühen Phase des Neuen Marktes im Jahr 1998 zu einem Going Public entschlossen haben und seitdem in diesem Marktsegment gelistet werden. Im Folgenden soll aufgezeigt werden, welche Gründe für diesen Schritt verantwortlich zu machen sind, wie der Börsengang ablief und welche Erfahrungen mit dem Thema Going Public verbunden waren.

Kurt Kuhn

MobilCom AG

Mit der Einführung des Neuen Marktes entwickelt der deutsche Aktienmarkt eine turbulente Dynamik. Als erstes Zukunftstechnologieunternehmen wagt sich die Schleswiger MobilCom AG auf das noch ungewisse Parkett, denn hier herrscht Neuland für alle: die Börse Frankfurt, die Anleger und das Unternehmen. Die Emission wird ein Riesenerfolg: Die ersten 480000 Aktien zum Preis von 62,50 DM werden hundertfach überzeichnet. Der Börsenkurs bewegt sich fast kontinuierlich nach oben. Bis heute hat sich sich der Kurs fast verneunundzwanzigfacht.

Gerhard Schmid

Plenum AG

1986 gründeten Hartmut Skubch, heute Vorstandssprecher der Ple-num AG, und Michael Bauer, heute Aufsichtsratsvorsitzender, die beiden Schwestergesellschaften Plenum Management Consulting GmbH und Informatik Training. Die beiden Gesellschaften waren erfolgreich. Der Umsatz konnte bei Vorsteuerrenditen über 18 % seit der Gründung alle drei Jahre verdoppelt werden und erreichte 1997, im Jahr vor dem Börsengang, 27 Mio. DM. In diesem Jahr lag die Eigenkapitalquote bei 58,8 % und das Unternehmen hatte keine Bankverbindlichkeiten. Die Gesellschaftsanteile lagen ausschließlich bei den Gründern und den Führungskräften des Unternehmens. Bereits 1992 war ein Partnermodell etabliert worden, um die Führungskräfte zu Mitunternehmern zu machen und langfristig an Plenum zu binden. Zu keinem Zeitpunkt waren Finanzinvestoren oder Venture-Capital-Gesellschaften am Unternehmen beteiligt.

Hartmut Skubch, Ilka Helmers

PSI AG

Die PSI wurde 1969 in Berlin als Softwarehaus gegründet und verfügt damit über eine 30-jährige Tradition in der Realisierung anspruchsvoller Softwareprojekte. Das Kürzel PSI steht für Produkte und Systeme der Informationstechnologie. Mit dem im Namen skizzierten Leistungsangebot bewegt sich PSI in einem zukunftsträchtigen und dynamischen Markt, der auch in Zukunft überdurchschnittlich wachsen wird.

Dietrich Jaeschke, Karsten Pierschke

Qiagen N.V.

Zwölf Jahre nach Gründung der Qiagen GmbH in Düsseldorf ist aus der Nussschale einer soeben gegründeten GmbH ohne Umsatz, ohne Ertrag und mit bescheidener Kapitalausstattung ein internationales Unternehmen der Molekularbiologie mit über 100 Mio. US-$ Umsatz und solider Ertragskraft mit Börsennotierung in zwei Kontinenten geworden. Dies ist eine Erfolgsstory, die im Wesentlichen zwei Quellen hat, wobei der Ausspruch von John F. Kennedy nicht vergessen ist, dass nach aller Erfahrung Erfolge viele Väter und nicht nur zwei Väter haben, nur Mißerfolge sind Findelkinder. Diese beiden wichtigsten Erfolgsquellen sind zunächst und vor allem die wissenschaftliche Idee der Reinigung von Nukleinsäure, eine wissenschaftliche Idee, die ständig verfeinert, ausgeweitet und weltweit vermarktet wurde. Hierüber wird zunächst berichtet. Sodann wurde dieses Wissenschaftsprojekt ökonomisch sinnvoll umgesetzt durch solide Finanzierungs- und Rechtstechniken, die Seriosität mit Erfindungsreichtum verbinden, hiervon ist im 2. Teil dieses Beitrags die Rede.

Metin Colpan, Carsten P. Claussen

Singulus Technologies AG

Singulus Technologies AG, ein im Jahr 1995 gegründetes und somit noch sehr junges Unternehmen, wird seit November 1997 am Neuen Markt der Deutschen Börse Frankfurt gelistet. Das Produktprogramm von Hightech-Maschinen und -Anlagen zur Herstellung von optischen Datenspeichern — d. h. CD-Compact Discs für Audio und ROM und DVD-Digital Versatile Discs für Video und ROM — gilt als innovativ und wachstumsstark.

Roland Lacher

Ausblick

Ausblick

Wie geht es mit dem Neuen Markt und den Zukunftstechnologien an der Börse weiter? Ohne die vielfältigen Aspekte und Sichtweisen aus den einzelnen Beiträgen dieses Buches zusammenfassen zu wollen, kann man dennoch ein Resümee ziehen: Die Chancen für ein weiteres starkes Wachstum des Neuen Marktes sind und bleiben exzellent. Die Unternehmen, die bereits am Neuen Markt notieren, haben diesen Schritt in der überwiegenden Mehrheit nicht bereut, sondern erkennen in dem Börsengang ungemein viele positive Impulse für ihre Geschäftstätigkeit. Die Anleger — seien es private, institutionelle oder Fondsmanager und Analysten — wenden sich immer mehr diesem Marktsegment zu, gerade weil sie von den Wachstumsschüben neuer Zukunftstechnologien überzeugt sind. Sie verfügen über eine zunehmend bessere Informationsbasis und sind bereit, neuen Börsenkandidaten Kapital bereitzustellen.

Hartmut G. Korn

Backmatter

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