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2022 | OriginalPaper | Buchkapitel

2. Hintergrund – sensibilisierende Konzepte und Forschungsstand

verfasst von : Jana Türk

Erschienen in: Konflikthafte Vergemeinschaftung

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Zusammenfassung

Die Debatte um nachhaltige Entwicklung findet mittlerweile, wie in Abschnitt 2.1 dargelegt, Eingang in alle gesellschaftlichen Bereiche. Nachhaltigkeit (sowohl Konzepte hierzu als auch das Forschungsfeld) wird in den folgenden Unterkapiteln deshalb immer wieder aufgegriffen, im Zusammenhang mit anderen theoretischen Konzepten weiter diskutiert und so sukzessive für die vorliegende Studie aufbereitet. Insbesondere wird das Verhältnis der Begriffe Nachhaltigkeit, sozial-ökologischer Wandel und Transformation(en) für die vorliegende Arbeit bestimmt.

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Fußnoten
1
Manche Autor*innen sprechen statt von reasonable von balanced sustainability oder „ausgewogener Nachhaltigkeit“ (vgl. Steurer/Trattnigg 2010: 18).
 
2
Das Konzept der angemessenen Nachhaltigkeit wurde maßgeblich von der Weltbank miterarbeitet (vgl. Weidner 2002: 8).
 
3
Auf diese Kontroverse wird in Abschnitt 2.3 „Große Transformationen im Kleinen“ näher eingegangen.
 
4
Kritisch hierzu Karl-Werner Brand (2018).
 
5
Eine Revision von kritischen Ansätzen, die das Verhältnis von Partizipation und Nachhaltigkeit empirisch und theoretisch ausleuchten (v. Braunmühl 2010; Walk 2014; Newig/Kuhn/Heinrichs 2011), zeigt, dass in beiden Ansätzen bzw. Themenfeldern vor allem folgende Aspekte von Partizipation betrachtet werden: Legitimität, Effektivität, Transparenz, Repräsentation, Kontrolle und Rechenschaftslegung bzw. Accountability.
 
6
Dieser Ansatz spielte und spielt insbesondere in der politikwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Partizipation eine wichtige Rolle (vgl. Newig/Kuhn/Heinrichs 2011: 29).
 
7
Die in dieser Hinsicht besonders kontroverse und andauernde Diskussionen um „Nachhaltigkeit“ lässt sich an dieser Stelle nur schlaglichtartig abbilden: So warnt beispielsweise Peter Strohschneider (2014) in Verbindung mit seiner Lesart von transformativer Forschung, wie sie Uwe Schneidewind und Mandy Singer-Brodowski (2013) propagieren, vor der Rückbindung derartiger Forschung an einen gleichsam unhintergehbaren normativen „Letztwert“ von Nachhaltigkeit (Strohschneider 2014: 185). Damit wendet er sich gegen eine Vorstellung von Nachhaltigkeit, welche die Wahrnehmung von Problemen und infrage kommenden Lösungen bereits ex ante begrenze (vgl. ebd.). Strohschneider verwahrt sich in diesem Zusammenhang gegen eine Argumentation mit „Faktengewalt“ (ebd.: 181): Demnach würde seines Erachtens in diesem Fall der klassische Anspruch in der Wissenschaft, „wahres“ (ebd.) und zugleich potenziell widerlegbares Wissen zu produzieren, unterlaufen durch die vordringliche Einteilung der wissenschaftlichen Forschung nach deren Nützlichkeit für „außerwissenschaftliche[r] Verwertungszusammenhänge“ (ebd.) und den daraus abgeleiteten Anspruch auf dauerhafte Anerkennung ihrer Ergebnisse (vgl. ebd.). Den Ausweg aus dem von Strohschneider ausgemachten potenziellen Dilemma weist beispielweise Thomas Jahn (2013), indem er auch hinsichtlich Forschung für nachhaltige Entwicklung explizit auf das Prinzip des methodischen Zweifels verweist und dieses als essenziellen Bestandteil jeglicher Wissenschaft hervorhebt (vgl. ebd. 33).
 
8
Das Kolleg mit dem Langtitel „Landnahme, Beschleunigung, Aktivierung – Zur (De)-Stabilisierung moderner Wachstumsgesellschaften“ wurde im Oktober 2011 auf Antrag von Klaus Dörre, Stephan Lessenich und Hartmut Rosa mit Fördergeldern der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Institut für Soziologie der Universität Jena eingerichtet (vgl. Kolleg Postwachstum).
 
9
Hier standen sozialstatistische Erhebungen zu „Kleinbauerntum, Hausindustrie und Volksleben“ (ebd.) im Fokus.
 
10
Hier interessierten insbesondere das Phänomen der Massenarbeitslosigkeit und dessen soziale und psychologische Auswirkungen.
 
11
Bis 1995 lautete der Studientitel noch „Dörfliche Lebensverhältnisse im Wandel“.
 
12
Die Alpenkonvention ist eine völkerrechtliche Übereinkunft zum Schutz der Alpen. In der Rahmenkonvention verpflichteten sich die Alpenländer einer nachhaltigen Entwicklung. Die einzelnen Protokolle sind (noch) nicht von allen Ländern ratifiziert. Bisher erarbeitete Protokolle beziehen sich auf die Themen Raumplanung und nachhaltige Entwicklung, Berglandwirtschaft, Naturschutz und Landschaftspflege, Bergwald, Tourismus, Energie, Bodenschutz und Verkehr. (Vgl. Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention)
 
13
Das Alpenraumprogramm wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und durch öffentliche und private Gelder aus den sieben Alpenstaaten finanziert; Institutionen aus dem öffentlichen und privaten Sektor können Mittel für gemeinsame länderübergreifende Forschungsvorhaben einwerben (vgl. Interreg Alpine Space).
 
14
Welche Rolle der geschichtlichen Gewordenheit des jeweiligen Dorfes zukommt, ist letztlich eine empirische Frage und wird deshalb auch in den entsprechenden Kapiteln verhandelt (vgl. Kap. 5 und 6). Der Ergebnispräsentation vorangestellt ist für jede Gemeinde eine kurze Einführung, die auch historische Eckpunkte enthält und eine entsprechende Hintergrundfolie für die Einordnung und Diskussion der Befunde liefert (vgl. Abschn. 5.​1).
 
15
Im Szenario „Authentischer Nachhaltigkeitsstandort“ wird die forcierte Nutzung von erneuerbaren Energieträgern und biologischen Rohstoffen angenommen. Dabei wird davon ausgegangen, dass Technologien entwickelt werden, durch die Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch entkoppelt werden können. Dem Szenario „Seitengang des globalen Supermarktes“ liegt die Annahme zugrunde, dass sozialstaatliche Leistungen weitgehend zurückgefahren werden, es zu einer weitreichenden Liberalisierung der Märkte kommt und in Ermangelung nachhaltiger Produktionsmethoden Umweltprobleme zunehmen. Dem Szenario „Kulturhabitat“ zufolge hat die Wirtschaft auf veränderte Alters- und Nachfragestrukturen mit der Spezialisierung auf Kultur-, Medizin- und Freizeitdienstleistungen reagiert, weshalb große Teile der Produktion ins nichteuropäische Ausland verlagert werden, während vor Ort mehr Personen im Dienstleistungsbereich tätig sind. (vgl. ebd.: 163).
 
16
Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, Laufzeit: 9/2012 bis 12/2013.
 
Metadaten
Titel
Hintergrund – sensibilisierende Konzepte und Forschungsstand
verfasst von
Jana Türk
Copyright-Jahr
2022
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-39684-8_2