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Über dieses Buch

Hochwasser verursachen jedes Jahr Sachschäden in Milliardenhöhe. Das Hochwasser-Handbuch unterstützt, informiert und hilft, die richtigen Maßnahmen zur Verbesserung des Schutzes vor Hochwasser zu finden. Die 3. Auflage des Buches enthält alle Aspekte der Hochwasservorsorge und erläutert nicht nur die bauliche Vorsorge, sondern auch die Koordination der Abläufe vor und während eines Hochwassers. Änderungen im Hinblick auf die rechtlichen Grundlagen und Richtlinien (z. B. Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser – LAWA) sind ebenso in dieser Neuauflage enthalten wie die Erfahrungen aus dem ersten Zyklus der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie (HWRM-RL).

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung in die Thematik

Zusammenfassung
Das vorliegende Handbuch enthält Hinweise und Informationen zur Entstehung und zu den Auswirkungen von Hochwasser und zum Schutz vor Hochwasserschäden. Die einzelnen Kapitel behandeln Themengebiete, die in vielen Fällen bei der praktischen Planung des Hochwasserschutzes von Bedeutung sind. Das schließt nicht aus, dass einiges nur kurz behandelt werden konnte und daher vielleicht im Einzelfall nicht zur Lösung spezieller Fragen beitragen kann.
Heinz Patt, Robert Jüpner

2. Vom Hochwasserschutz zum Hochwasserrisikomanagement

Zusammenfassung
Während lange Zeit ein „Hochwasserschutzversprechen“ mit einem Schwerpunkt auf den Bau technischer Hochwasserschutzeinrichtungen versucht wurde umzusetzen, hat sich mit Einführung der Europäischen Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie im Jahr 2007 ein Paradigmenwechsel hin zur Hochwasservorsorge und einem integrierten Hochwasserrisikomanagement vollzogen. Es ist zu erwarten, dass zukünftig weitere Entwicklungen, z. B. Resilienzansätze den Umgang mit der Hochwassergefahr prägen werden.
Uwe Müller, Robert Jüpner

3. Hydrologische Grundlagen

Zusammenfassung
Hochwasser entsteht, wenn die Speicherkapazität des Bodens aufgrund lang anhaltender Niederschläge erschöpft ist (Sättigungsflächenabfluss, Dunnescher Oberflächenabfluss (s. Dunne et al. 1975) oder wenn die Infiltrationskapazität deutlich geringer als die Niederschlagsintensität ist (Hortonscher Oberflächenabfluss; s. Horton 1933)
Markus Disse

4. Hydraulische und wasserbauliche Grundlagen

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden die hydraulischen und wasserbaulichen Grundlagen vorgestellt, die bei der Planung von Hochwasser-Schutzmaßnahmen nützlich sein können. Dazu zählen insbesondere die Belastungen durch statische und dynamische Wasserkräfte, die Ermittlung der Leistungsfähigkeit von Rohren und offenen Gerinnen, die Wasserspiegellagenberechnung, die Einflüsse des Feststofftransportes auf die Stabilität des Gewässerbettes und die Entstehung von lokalen Erosionen (Kolke).
Heinz Patt, Reinhard Pohl

5. Geotechnische und hydrogeologische Grundlagen

Zusammenfassung
Die geotechnischen und hydrogeologischen Gegebenheiten einer Region bestimmen maßgebend die Auswirkungen von Hochwasserereignissen. Der Boden speichert Hochwasserabflüsse, ist das Transportmedium für Grundwasser und kann gleichzeitig Baustoff für den baulichen Hochwasserschutz sein. Die jeweilige Wechselwirkung zwischen Hochwasser und Boden kann nur anhand einer sicheren Beurteilung der anstehenden Bodenarten und ihrer bodenmechanischen und hydrogeologischen Eigenschaften bewertet werden.
Kerstin Lesny

6. Baustoffliche Grundlagen

Zusammenfassung
Kapitel 6 gibt einen Überblick über die Grundlagen der wichtigsten im Hochwasserschutz zum Einsatz kommenden Baustoffe Beton, Bitumen, Asphalt, Mauerwerk, Naturstein, Putzmörtel, Aluminium, Stahl, Holz und Kunststoffe.
Nach einem einleitenden Abschnitt, in dem allgemein die Anwendung von Baustoffen im Hochwasserschutz und die feuchtetechnischen Eigenschaften beschrieben werden, werden in den folgenden Abschnitten für jeden der genannten Baustoffe detailliert die Baustoffeigenschaften und die Anwendungsbereiche im Hochwasserschutz dargestellt. Darüber hinaus werden jeweils die speziellen Anforderungen, Beanspruchungen und Schäden im Bereich des Hochwasserschutzes vorgestellt. Die einzelnen Abschnitte schließen jeweils mit einer Zusammenstellung des einschlägigen Norm- und Regelwerkes.
Wolfgang Breit, Robert Adams

7. Hochwasservorsorge

Zusammenfassung
In der Vergangenheit sind viele Städte aus wirtschaftlichen und strategischen Gründen an Fließgewässern entstanden. Den vom Gewässer ausgehenden Hochwassergefahren wurde dahingehend Rechnung getragen, dass die genutzten Bereiche vorzugsweise auf erhöhten Uferbereichen außerhalb der Gewässeraue angesiedelt wurden und damit in den meisten Fällen vor (Fluss-)Hochwasser geschützt waren. Gerade in urbanen Bereichen muss dabei der Vermeidung neuer Risiken in gefährdeten Bereichen durch Flächenvorsorge und natürlichen Wasserrückhalt, der Reduktion bestehender Risiken (u. a. Technischer Hochwasserschutz, Bauvorsorge, Risikovorsorge und Informationsvorsorge) und der Reduktion nachteiliger Folgen während und nach einem Hochwasser besondere Bedeutung beigemessen werden.
Robert Jüpner, Matthias Kathmann, Uwe Müller, Heinz Patt

8. Technischer Hochwasserschutz

Zusammenfassung
Ein wesentliches Element des Hochwasserschutzes ist der Technische Hochwasserschutz. Damit sind alle technischen und strategischen Maßnahmen gemeint, die Hochwasserschäden vermeiden oder zumindest minimieren. Dies sind u. a. Maßnahmen zur Reduzierung der Abflussspitzen und der daraus resultierenden hohen Wasserstände, die Planung und der Bau von Deichen, Hochwasserschutzwänden und anderen Schutzanlagen. Hierbei werden oberflächlich abfließendes Wasser (Oberflächenwasser), unterirdisches Wasser (u. a. Grundwasser) und das Wasser im Abwasserkanalnetz berücksichtigt.
Robert Jüpner, Kerstin Lesny, Heinz Patt, Gebhard Weiß

9. Ökologische Aspekte beim Hochwasserschutz

Zusammenfassung
Unter Landschaftspflege versteht man die Gesamtheit aller Maßnahmen zur Sicherung, Verbesserung und Wiederherstellung der nachhaltigen Nutzungsfähigkeit der Naturgüter sowie der Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft. Zu den wichtigsten Naturgüter in unserer Landschaft zählen zweifelsfrei die Fließgewässer mit ihren Auen. Diese Lebensadern unserer Landschaften wurden insbesondere in urbanen Gebieten oft sicherheits- und nutzungsorientiert zu naturfernen Gerinnen umgestaltet, die ihre ureigensten Funktionen nicht mehr oder nur noch ungenügend erfüllen können.
Bei allen wasserbaulichen Maßnahmen zum Hochwasserschutz darf daher die Erhaltung bzw. Verbesserung des ökologischen Zustands der Fließgewässer und Auen nicht vergessen werden. Dies gilt nicht nur für Maßnahmen in der freien Landschaft, sondern auch in städtischen Bereichen. Besondere Bedeutung haben dabei der Wasserrückhalt im Einzugsgebiet und die Abflussleistung naturnaher Gerinnestrecken. Um die Vorteile naturnaher Gestaltungen bei der Planung des Hochwasserschutzes bewerten und umsetzen zu können, ist das Wissen und das Verständnis um die ökologischen Funktionen natürlicher Fließgewässer und Auen unerlässlich.
Peter Jürging†, Walter Binder, Heinz Patt

10. Hochwasserschäden

Zusammenfassung
Das vorliegende Kapitel beleuchtet das Thema Hochwasserschäden aus verschiedenen Gesichtspunkten. Nach jedem Hochwasserereignis stellt sich sofort die Frage nach den verursachten Schäden. Die Schadenserfassung ist zum einen erforderlich, um Ausmaß und mögliche Entschädigungsumfänge schnell abschätzen zu können. Zum anderen bieten abgelaufene Hochwasserereignisse die Möglichkeit, sich systematisch mit dem Thema Hochwasserschäden zu befassen und Schadensaufnahmen zur Ableitung oder Überprüfung von Schadensansätzen bei Hochwasserereignissen (Schadensfunktionen) durchzuführen.
Klaus Piroth

11. Versicherung von Hochwasserschäden

Zusammenfassung
Überschwemmungsereignisse haben in den letzten Jahrzehnten überall auf der Erde sowohl an Häufigkeit als auch an Intensität dramatisch zugenommen. Schäden haben zum Teil ganz neue Dimensionen erreicht. Dies stellt Regierungen, betroffene Menschen und die Versicherungswirtschaft auf nationaler und globaler Ebene vor immer größere Herausforderungen. Rund 40 Prozent aller gemeldeten Schadenereignisse und knapp ein Viertel der gesamtwirtschaftlichen Schäden sind weltweit auf die Folgen von hydrologischen Ereignissen (Überschwemmungen) zurückzuführen. Etwa die Hälfte aller bei Naturkatastrophen getöteten Menschen starb (im Zeitraum 1980 bis 2018) durch Wasser.
Wolfgang Kron

12. Rechtliche Grundlagen des Hochwasserschutzes

Zusammenfassung
Die rechtlichen Grundlagen des Hochwasserschutzes sind in zahlreichen Gesetzen und untergesetzlichen Normen verankert. Gerade die vorfindliche Bebauung in städtischen Gebieten bereitet vielfältige Probleme. Der Gesetzgeber hat dies erkannt und vor geraumer Zeit die raumordnerischen und bauplanerischen Instrumente fortgeschrieben, um durch eine vorausschauende räumliche Planung den vorbeugenden Hochwasserschutz zu verbessern. Zudem hat er 2017 durch das Hochwasserschutzgesetz II den Versuch unternommen, die rechtlichen Vorgaben für den Hochwasserschutz nochmals zu verbessern.
Klaus-D. Fröhlich

Backmatter

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