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10.11.2016 | Holzbau | Im Fokus | Onlineartikel

Ein Fußballstadion aus Holz

Autor:
Christoph Berger

Der englische Fußballclub Forest Green Rovers lässt sich ein Stadion bauen, das fast nur aus Holz bestehen wird. Der Entwurf dazu kommt von Zaha Hadid Architects.

"Das wirklich herausragende an diesem Stadion ist, dass es fast vollständig aus Holz bestehen wird - das erste Mal weltweit", sagte Dale Vince, Unternehmer und Vorsitzender des Fünftligisten, bei der Vorstellung des Bauprojekts. Somit werde ein natürlicher und nachwachsender Baustoff verbaut, was sich gleichzeitig positiv auf die CO2-Bilanz auswirke. Wie genau mit Holz zu bauen ist, welches die Baustoffeigenschaften und was die Grundlagen für Entwurf, Berechnung und Bemessung sind sowie alle weiteren Aspekte werden detailliert von Prof. Dr.-Ing. Helmuth Neuhaus im Kapitel "Holzbau" des Springer-Fachbuchs "Wendehorst Bautechnische Zahlentafeln" besprochen.

Empfehlung der Redaktion

2015 | OriginalPaper | Buchkapitel

Holzbau

Die Festigkeits-, Steifigkeits- und Rohdichtekennwerte von Nadelvollholz können Tafel 14.1, von Laubvollholz Tafel 14.2, von kombiniertem Brettschichtholz Tafel 14.3 und von homogenem Brettschichtholz Tafel 14.4 entnommen werden.


Der Auftragsvergabe für das Stadion war ein mehrmonatiger und mehrstufiger Wettbewerb vorausgegangen, in dem am Ende der Entwurf des Büros Zaha Hadid Architects (ZHA) überzeugte. "Das grünste Fußballstadion der Welt", ist Vince überzeugt. Die Struktur, die Ausleger für das Dach und die geschlitzte Verkleidung – alles wird aus Holz entstehen. Ebenso die Bodenplatte sowie die Tribünen. "In den meisten anderen Stadien bestehen diese aus Beton und Stahl", sagt Jim Hervin von ZHA. Das Dach hingegen wird aus einer transparenten Membran bestehen. Diese soll zum einen zum Wachstum des Rasens beitragen, zum anderen das Werfen zu starker Schatten für die Spieler verhindern.

Flexible Entwicklungsmöglichkeiten

Erst einmal wird das Stadion für 5.000 Zuschauer ausgerichtet sein. Um in der Zukunft flexibel zu sein, können die Kapazitäten aber problemlos auf 10.000 Besucher ausgeweitet werden. Die Besucherränge beginnen dabei fünf Meter vom Spielfeldrand entfernt. Von jedem Platz im Stadion soll es einen unbehinderten Blick auf das Spielfeld geben – an der Atmosphäre gehe nichts verloren, versprechen die Planer.


Zudem wird dem Stadion noch ein sogenannter Eco Park angegliedert. Dessen eine Hälfte beherbergt Trainingseinrichtungen, ein Sportwissenschaftszentrum und mehrere Naturrasenplätze. Die andere Hälfte soll die Heimat eines grünes Gewerbeparks werden, in dem unter anderem Arbeitsplätze für 4.000 Menschen entstehen. Die Kosten für das Gesamtprojekt werden mit 100 Millionen Pfund angegeben, die Bauarbeiten sollen in Kürze beginnen.

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