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Inhaltsverzeichnis

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Aufbau des Buches

Aufbau des Buches

Diese „Humanisierung der Arbeit“ geht auf Probleme und Tendenzen der Arbeitshumani-sierung ein (Teil I), untersucht deren Einflußgrößen (Teil II), stellt die Neuen Formen der Arbeitsorganisation dar (Teil III), behandelt das Arbeitsschutzsystem in der Bundesrepublik Deutschland (Teil IV) und beschäftigt sich mit der betriebswirtschaftlichen Problematik einer Humanisierung der Arbeit (Teil V).
Hartmut Kreikebaum, Klaus-Jürgen Herbert

Probleme und Tendenzen einer Humanisierung der Arbeit

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A. Grundlagen

Humanisierung der Arbeit bezeichnet ein Thema, das die Wirtschaftswissenschaftler praktisch seit Adam Smith beschäftigt. Im „Wohlstand der Nationen“ schreibt Smith zu den Konsequenzen einer fortschreitenden Arbeitsteilung: „Nun formt aber die Alltagsbeschäftigung ganz zwangsläufig das Verständnis der meisten Menschen. Jemand, der tagtäglich nur wenige einfache Handgriffe ausführt, die zudem immer das gleiche oder ein ähnliches Ergebnis haben, hat keinerlei Gelegenheit, seinen Verstand zu üben. Denn da Hindernisse nicht auftreten, braucht er sich auch über deren Beseitigung keine Gedanken zu machen. So ist es ganz natürlich, daß er verlernt, seinen Verstand zu gebrauchen, und so stumpfsinnig und so einfältig wird, wie ein menschliches Wesen nur eben werden kann.“ (Smith [Wohlstand] 1974, 662).
Hartmut Kreikebaum, Klaus-Jürgen Herbert

B. Geschichtlicher Rückblick

Die Humanisierung der Arbeit in ihrer heutigen Form stellt ein Programm dar, das im wesentlichen in den sechziger und siebziger Jahren unseres Jahrhunderts entwickelt worden ist. Die Grundgedanken dieser Bewegung sind jedoch älter und reichen in die Frühgeschichte des industriellen Zeitalters zurück. Viele Zeugnisse dokumentieren die vom „menschlichen“ Standpunkt aus betrachtet unhaltbaren Zustände von Arbeitsbedingungen, von Emile Zolas „Germinal“ und den Romanen des englischen Grubenarztes Archibald Cronin über Bettina von Arnims „Königsbuch“ (vgl. Arnim v. [König] 1843), das als erste deutsche Sozialreportage gelten kann, bis hin zu den dokumentarischen Berichten von Friedrich Engels. Neben den oft unzumutbaren Arbeitsbedingungen stellte sich das „Arbeiterleben“ als geprägt von existenziellen Problemen dar. Eine Familiensituation sei zitiert:
Fn Nr. 5 mohnt Unger, ein recht ge fdhidter Meber. Cr hat auf feinem Gtuhle 1 7/8 Clle breite geftreifte Leinmand. Un eniem Gtüede don 66 Cllen, mit meldyem er in biergehn Lagen fertig mird, berdient er 3 Lhlr. 5 Cgr. Die Frau fagte mir, dab fie admechfelnd Rartoffeln und hafergrühe toche; iede Mahlgeit foite 2 1/2 Cgr.; da die Rinder fdhlecht gefleidet feien, fo müeten fie frieren, menn fie nicht täglich für 1 1/2 Cgr. Holg einlegte. Menn diefe leute nur cmei Mal efien im Lage, fo beläuft fich die monatliche Uusgabe (2 Ihir. Miethe eingerechnet) auf 7 Lhir. 15 Cgr., mäherend die cinnahme im günftigftten Falle nur 6 Lhir. 10 Cgr. beträgt.
(Arnim v. [König] 1843, 539). Einen anschaulichen Beleg des industriellen Arbeitsalltags liefert Adolf von Menzel mit seinem Gemälde „Das Eisenwalzwerk“. Dort stellt der Künstler eine der damals modernsten Metallbearbeitungsfabriken dar, die er zwischen 1872 und 1875 im schlesischen Industrieort Königshütte malte. Beeindruckende zeitgenössische Fotografien finden sich in Veröffentlichungen zur Geschichte der Industrialisierung (vgl. z. B. Ruppert [Fabrik] 1983; Klemm [Geschichte] 1983).
Hartmut Kreikebaum, Klaus-Jürgen Herbert

C. Inhalt und Gegenstand der Arbeitshumanisierung

Aussagen zum Inhalt und Gegenstand der Humanisierung lassen sich unmittelbar aus der Entscheidung über die neben wirtschaftlichen und technischen Zielen im Unternehmen anzustrebenden Humanisierungsziele ableiten.
Hartmut Kreikebaum, Klaus-Jürgen Herbert

D. Die Entwicklung von Humanisierungs-konzepten in ausgewählten Ländern

Ergänzend zu dem oben dargestellten geschichtlichen Rückblick sollen nun einige länderspezifische Entwicklungstendenzen geschildert werden, die als besonders charakteristische Vorläufer für die gegenwärtig verfolgten Strategien der Arbeitshumanisierung anzusehen sind. Dazu gehören die Erfahrungen in den U.S.A. ebenso wie in einigen skandinavischen Staaten (Norwegen und Schweden) und selbstverständlich auch in der Bundesrepublik Deutschland.
Hartmut Kreikebaum, Klaus-Jürgen Herbert

E. Zusammenfassung

Der geschichtliche Rückblick hat gezeigt, daß eine Humanisierung der Arbeit bereits in den Anfängen der Industrialisierung von vorausschauenden, sozial engagierten Politikern, Arbeitnehmervertretern und Unternehmern angestrebt wurde. Offenkundige Belastungen der Arbeitnehmer waren der Anlaß für gesetzliche Regelungen oder privatwirtschaftliche Initiativen. Was erstmalig mit der Einschränkung der Kinderarbeit im Jahre 1839 begann, setzte sich bis heute in den Bemühungen um eine Vereinheitlichung des Arbeitsschutzrechts, in der Festlegung neuer Belastungsgrenzwerte und im Bemühen um umfassendere Erkenntnisse über die Belastung und Beanspruchung des Menschen bei der Arbeit fort. Dabei wurden Regelungswege gegangen, die heute zu einem — fast kaum noch überschaubaren— Netzwerk von Vorschriften geführt haben. In der Frühphase der Industrialisierung haben Unternehmer oftmals aus patriarchalischen oder altruistischen Haltungen heraus sozialfürsorgerisch gewirkt. Heute stellt sich zusätzlich die Frage, wie ökonomische und technologische Faktoren sowie die Kräfte des Marktes auf die Gestaltung der Arbeit wirken.
Hartmut Kreikebaum, Klaus-Jürgen Herbert

Einflußgrößen der Humanisierung

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A. Interessenorientierte Ansatzpunkte einer humanen Arbeitsgestaltung

Die bisherigen Überlegungen haben u.a. gezeigt, daß Bestrebungen zur Humanisierung des Arbeitslebens nicht losgelöst von einer wertbezogenen Position betrachtet werden können. Auf der Ebene der praktischen Umsetzung von Humanisierungsidealen kommt zunächst den Interessen und Bedürfnissen der Arbeitnehmer wesentliche Bedeutung zu. Diese konkretisieren sich in den Zielesetzungen, Bedürfnissen und Wünschen der Betroffenen selbst und deren Interessenverteter.
Hartmut Kreikebaum, Klaus-Jürgen Herbert

B. Der Einfluß der technologischen Entwicklung auf die Arbeitshumanisierung

Über einen weiten Zeitraum hinweg hat die technologische Entwicklung das Ausmaß der Arbeitsteilung vergrößert und den Arbeits- und Tätigkeitsspielraum des Menschen in der Produktion weitgehend eingeschränkt (siehe dazu den umfassenden Überblick bei Wittmann [Mensch] 1982). Das Fließband ist in seiner starren produktionstechnischen Auslegung zwar nicht repräsentativ für den technischen Produktionsvollzug in sämtlichen Industriebetrieben, doch zeigt es in besonders hellem Licht die Schattenseiten einer ausschließlich unter technologischen Gesichtspunkten vorangetriebenen Entwicklung. Im Gegensatz zur handwerklichen Fertigung wird die industrielle Produktion nicht durch ein Vorherrschen des fachlich-menschlichen Potentials gekennzeichnet, sondern durch Zwänge und Eigengesetzlichkeiten neuer Art. Bis in die jüngste Zeit hinein ist anschaulich zu verfolgen, daß technologische Veränderungen tendenziell in technokratische „Sachzwänge“ umzuschlagen drohen. Man nimmt dann das Endprodukt einer Entwicklung als gegeben hin und quält sich mit dessen Folgen ab, die als — zumindest kurzfristig — unabänderlich betrachtet werden (Beispiel: die anfänglich mangelnde Akzeptanz von Bildschirmen infolge ungenügender Berücksichtigung ergonomischer Anforderungen).
Hartmut Kreikebaum, Klaus-Jürgen Herbert

C. Zusammenfassung

Insgesamt gesehen markieren die beginnenden 90er Jahre einen Wendepunkt in der Betrachtung des Arbeitslebens. Inzwischen stehen auf vielen Ebenen Probleme der Humanisierung der Arbeit im Vordergrund.
Hartmut Kreikebaum, Klaus-Jürgen Herbert

Die Neuen Formen der Arbeitsgestaltung

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A. Die Neuen Formen der Arbeitsorganisation

Als „Neue Formen der Arbeitsorganisation“ sollen alle Möglichkeiten zur Erweiterung des menschlichen Tätigkeitsspielraums im Rahmen der abhängigen Arbeitstätigkeit bezeichnet werden.
Hartmut Kreikebaum, Klaus-Jürgen Herbert

B. Die Neuen Formen der Arbeitszeitgestaltung

Fragen der Arbeitszeitgestaltung werden seltener im Zuammenhang mit der Humanisierung der Arbeit diskutiert. Dies ist solange verständlich, wie für alle Arbeitnehmer gleichartige Arbeitszeitmodelle gelten, z.B. die 40 Stundenwoche mit 8 Stundentag und festgelegten Arbeits-und Pausenzeiten. Heute wird diese starre Gestaltung jedoch durch vielfältige neue Formen der Arbeitszeitgestaltung ergänzt oder ersetzt. Die Arbeitszeit ist aus humanitärer Sicht damit von einer Konstanten zu einer Gestaltungsvariablen geworden. Entsprechend der Veränderung des „Tätigkeitsspielraums“ in der Arbeitsorganisation ergeben sich Veränderungen des „Arbeitszeitspielraums“. Mithin kann auch bei der Arbeitszeit von neuen Handlungs-, Gestaltungs-und Entscheidungsspielräumen der Arbeitnehmer gesprochen werden. Auf der anderen Seite entsteht jedoch die Gefahr von neuen Gestaltungszwängen. Diese erwachsen zum einen aus den neuen Technologien, zum anderen aus den unterschiedlichen Positionen der Tarifpartner: Aus Arbeitgebersicht strebt man eine zeitliche Flexibilisierung des Faktors Arbeit an, orientiert an technologischen Erfordernissen oder den Marktbedingungen, aus Gewerkschaftssicht eine Vergrößerung der individuellen Gestaltungsspielräume.
Hartmut Kreikebaum, Klaus-Jürgen Herbert

C. Die Gestaltung der Arbeitsumwelt

Bisher wurde die Arbeitsgestaltung in der Interaktion Mensch/Arbeitsplatz betrachtet. Die psychischen und sozialen Betrachtungen am Arbeitsplatz standen dabei im Vordergrund. Die Gestaltung der Arbeitsumwelt betrifft dagegen hauptsächlich physische Komponenten, die jedoch nicht nur auf die Physis des Menschen wirken, sondern auch psychologische Wirkungen erzielen oder auf die sozialen Beziehungen im Unternehmen einwirken können. Zum einen ist es möglich, durch den Abbau physischer Umwelteinflüsse die Arbeitsgestaltung zu verbessern. Zum anderen können physische Gestaltungsmaßnahmen am und rund um den Arbeitsplatz der Vermittlung psycho-sozialer Arbeitserlebnisse dienen und dazu beitragen, daß der Mensch gerne arbeitet, sich auf seinen Arbeitsplatz freut und sein subjektives Wohlbefinden steigert. Damit wird zugleich das ästhetische Empfinden des Menschen angesprochen.
Hartmut Kreikebaum, Klaus-Jürgen Herbert

D. Zusammenfassung

Die Zielsetzung einer humanen Arbeitsgestaltung konkretisiert sich in Maßnahmen der Arbeitsorganisation, der Arbeitszeitgestaltung und der Gestaltung der Arbeitsumwelt. Ihre Gemeinsamkeit finden diese Ansätze in der höheren Selbstbestimmung des Mitarbeiters am Arbeitsplatz. Kennzeichnend ist auch, daß sich die untersuchten Maßnahmen bereits vielfältig in der Praxis bewährt haben.
Hartmut Kreikebaum, Klaus-Jürgen Herbert

Das Arbeitsschutzsystem in der Bundesrepublik Deutschland

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A. Der gesetzliche Arbeitsschutz

Als gesetzlicher Arbeitsschutz gilt derjenige Teil staatlicher Regelungen, der für alle Unternehmen (oder bestimmte Branchen bzw. Betriebstypen) einheitlich festgelegt und nicht mehr auf Betriebsebene — autonom — verhandelt wird. Mittlerweile existieren mehr als 40 Einzelgesetze zum Arbeitsschutz. Von einem einheitlichen Arbeitsschutzgesetz, in dem alle Teilnormen vereint wären, ist man jedoch noch weit entfernt. Der Arbeitsschutz beinhaltet sowohl eine abwehrende Zielsetzung gegen Gefahren für Leben und Gesundheit, wie auch eine gestaltende Funktion, wenn es um die Schaffung möglichst menschengerechter Arbeitsplätze geht (vgl. Fitting/Auffarth/Kaiser [Betriebsverfassungsgesetz] 1984, Rdnr. 3 vor § 89). Die einzelnen Gesetze werden z.T. durch Verordnungen der Länder und allgemeine Verwaltungsvorschriften ergänzt und präzisiert. Vielfach wird dabei auf die allgemein anerkannten Regeln der Technik verwiesen, die sich in Richtlinien, technischen Normen und Bestimmungen konkretisieren. Die Kontrolle erfolgt durch betriebsexterne Institutionen, denen ein nach der Schwere von Verstößen gestaffeltes Sanktionsinstrumentarium zur Verfügung steht.
Hartmut Kreikebaum, Klaus-Jürgen Herbert

B. Der autonome Arbeitsschutz

Auch der „autonome“ Arbeitsschutz basiert auf einer gesetzlichen Grundlage. Er ist im Betriebsverfassungsgesetz verankert. Im Unterschied zum gesetzlichen Arbeitschutz gibt er jedoch keine konkreten Regelungen vor, die eine Humanisierung der Arbeit bewirken. Vielmehr wird den im Betriebsverfassungsgesetz genannten Organen ein Gestaltungsspielraum eröffnet, der es ermöglichen soll, daß auf der betriebsindividuellen Ebene in unabhängigen — autonomen — Verhandlungen zwischen Arbeitgebervertretern und Betriebsräten Anstrengungen zur Humanisierung der Arbeit unternommen werden.
Hartmut Kreikebaum, Klaus-Jürgen Herbert

C. Zusammenfassung

Die Regelungen zur Humanisierung der Arbeit wurden vom Gesetzgeber im System des gesetzlichen und autonomen Arbeitsschutzes kodifiziert.
Hartmut Kreikebaum, Klaus-Jürgen Herbert

Die betriebswirtschaftliche Problematik einer menschengerechten Gestaltung der Arbeit

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A. Die Schnittstelle zwischen betriebswirtschaftlichen, technologischen und humanitären Zielen

Wir haben oben die Beiträge der Arbeitswissenschaften zur menschengerechten Gestaltung der Arbeit behandelt und sind dabei insbesondere auf arbeits- und betriebsverfassungsrechtliche Fragen eingegangen. Ferner wurden bereits die Beziehungen zwischen dem technologischen Wandel und einer für wünschenswert gehaltenen Humanisierung des Arbeitslebens herausgearbeitet. Eine weitere Schnittstelle, mit der wir uns nun speziell befassen wollen, stellt die betriebswirtschaftliche Zielstruktur dar.
Hartmut Kreikebaum, Klaus-Jürgen Herbert

B. Humanisierung der Arbeit und Wirtschaftlichkeit

Insbesondere in der Praxis wird häufig die Meinung vertreten, Humanität und Wirtschaftlichkeit würden sich im Betriebsgefüge als konträre Ziele gegenüberstehen. Gestützt wird diese Vermutung zunächst durch die unterschiedliche Definition der beiden Ziele. Während sich das Wirtschaftlichkeitsstreben am ökonomischen Prinzip orientiert und anhand des mit Preisen bewerteten Faktoreinsatzes ermittelt wird, lassen sich Humanisierungsan-strengungen und — erfolge nicht immer direkt in Geldeinheiten messen.
Hartmut Kreikebaum, Klaus-Jürgen Herbert

C. Humanisierung und Organisation

In den beiden vorausgegangenen Kapiteln wurde der Zusammenhang zwischen dem Faktorkombinationsprozeß und der Arbeitshumanisierung unter Außerachtlassung des Dispo-sitions- und Steuerungsprozesses betrachtet, d.h. unter Ausschluß des dispositiven Faktors. Diese Prämisse soll nun aufgegeben werden.
Hartmut Kreikebaum, Klaus-Jürgen Herbert

D. Humanisierung der Arbeit, Innovation und Wettbewerb

Im letzten Teil dieses Kapitels soll der Frage nachgegangen werden, welcher Zusammenhang zwischen einer Humanisierung der Arbeit und der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens besteht. Dabei wird zunächst die Wettbewerbs stärke und deren Beeinflußbarkeit durch Maßnahmen der Arbeitshumanisierung zu untersuchen sein, wobei Fragen der Leistungsfähigkeit und der Innovationskraft des Unternehmens im Vordergrund stehen. Danach soll die Perspektive verändert werden. In einem zweiten Schritt wollen wir auf einige ordnungspolitische Aspekte der sozialen Marktwirtschaft und deren Regelungsmechanismen eingehen, da die Arbeitshumanisierung in hohem Maße mit staatlichen Regelungen in Verbindung steht. Aus der Sicht der Wettbewerbsfähigkeit wird dabei die Frage der Chancengleichheit und Regelungseffizienz zu stellen sein.
Hartmut Kreikebaum, Klaus-Jürgen Herbert

E. Zusammenfassung

In diesem letzten Teil sollte deutlich werden, daß die Humanisierung der Arbiet sehr viel mit dem klassischen betriebswirtschaftlichen Handwerkszeug zu tun hat. Es wurde aufgezeigt, daß betriebswirtschaftliche, technologische und humanitäre Ziele zu engen Wechselbeziehungen im Bereich der konkreten Maßnahmen führen. Keine der Zielsetzungen läßt sich allein verwirklischen. Jede Entscheidung über die Zielgewichtung hat weitreichende Folgen für die anderen Bereiche. Als entscheidend hat sich damit die Beantwortung der Frage nach Zielkongruenzen erwiesen. Die Betrachtung wirtschaftlicher Folgen von Entscheidungen im humanitären Bereich läßt erstaunliche Konvergenzen deutlich werden, die erst bei Einsatz neuerer Bewertungsverfahren voll hervortreten.
Hartmut Kreikebaum, Klaus-Jürgen Herbert

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