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05.09.2019 | Hybridtechnik | Fahrbericht + Test | Onlineartikel

Hyundai stellt den neuen Kona Hybrid vor

Autor:
Sven Eisenkrämer

Hyundai hat dem Kompakt-SUV Kona einen Vollhybrid-Antrieb spendiert. springerprofessional.de hat das Modell bereits gefahren – und ist vom kleinen Hybrid-SUV positiv überrascht. 

Der südkoreanische Automobilhersteller Hyundai setzt seine breit aufgestellte Antriebsmix-Strategie kontinuierlich fort und bringt das B-Segment-SUV Kona jetzt auch als Vollhybriden (HEV). Unsere Redaktion von springerprofessional.de, ATZ und MTZ hatte die Möglichkeit, den Neuen in der Hyundai-Familie schon zu fahren. Das Design des Kona Hybrid ist die vierte Antriebsvariante des SUV und unterscheidet sich kaum von dem der schnittigen Verbrennerversionen. Neue Leichtmetallfelgen in 16 oder 18 Zoll (je nach Ausstattungsvariante) sind noch die markanteste Änderung. Immerhin deuten kleine angebrachte Plaketten auf den Hybrid-Antrieb hin.

Bislang mit Otto- oder Dieselmotor sowie rein batterieelektrisch auf dem Markt, sorgt nun ein 1,6-l-Ottodirekteinspritzer mit Atkinson-Zyklus in Verbindung mit einem Elektromotor samt 1,56 Kilowattstunden fassender Batterie für 104 Kilowatt (141 PS) Systemleistung. Der Antrieb ist schon aus dem Hyundai Ioniq Hybrid und dem Kia Niro bekannt. Die Kraftübertragung des Reihenvierzylinders erfolgt über ein sechsstufiges Doppelkupplungsgetriebe. Die Batterie wird durch Rekuperation geladen. Kurze Strecken lassen sich auch rein elektrisch fahren.

Hyundai Kona Hybrid mit Konnektivitätsdienst "Bluelink"

Im Inneren hat sich ebenfalls nicht allzu viel getan, am auffälligsten ist das optionale 10,25 Zoll große Zentraldisplay, das aus der Mittelkonsole nach oben herausragt. Das neue Audio-Navigationssystem reiht sich auch dank des Konnektivitätsdiensts "Bluelink" in moderne Infotainmentlösungen samt gut funktionierender Smartphone-Connectivity samt Fernsteuerungen ein, die in dieser Umsetzung bislang meist nur im Premiumsegment zu finden waren. 

Und wie fährt sich der Kona Hybrid? Sein maximales Drehmoment von 265 Newtonmetern (147 Newtonmeter leistet der Ottomotor, 170 Newtonmeter der Elektromotor) bringt einen recht zügig nach vorne. Für seine eher kleine Motorisierung macht der Kona seine Sache beim Beschleunigen gut. 11,6 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h soll der Kona benötigen. Das kommt hin, auch wenn wir nicht mit der Stoppuhr gemessen haben. Bei 160 km/h ist bereits Schluss, was in der Familie nur noch vom Kona Elektro mit der kleinen Batterie und dem schwächeren der beiden angebotenen Antriebe unterboten wird. 

Bei unserer Testfahrt mit hohem Autobahnanteil kam der Kona Hybrid laut Bordcomputer auf einen Verbrauch von gerade einmal 5,6 Litern Super pro 100 Kilometer. Das liegt über den angegebenen Testzyklus-Werten, macht aber Hoffnung, dass man den Kona im alltäglichen Durchschnitt realistisch sogar noch sparsamer bewegen kann. Der Kona Hybrid ist freilich kein Sportwagen und gibt auch deutliche Rückmeldung in Form von Untersteuern in Kurven, sobald man diese zügiger durchfährt. Das Wankverhalten überrascht dabei jedoch positiv.

Der Hyundai Kona Hybrid macht seine Sache gut

Überzeugend ist bei Hyundai allgemein die Ausstattungsvielfalt in der Serie, so auch im Kona. Die Einstiegsvariante des Hybrid ("Trend", ab 26.900 Euro) bringt beispielsweise Fahrerassistenz- und Komfortsysteme wie Spurhalteassistent, Lichtsensor, Rückfahrkamera, Geschwindigkeitsregelanlage oder Sitz- und Lenkradheizung mit. In der höchsten Ausstattungslinie "Premium" (ab 30.700 Euro) sind unter anderem Voll-LED-Scheinwerfer mit Fernlichtassistent, Regensensor, Smart-Key-System oder Head-up-Display Serie. Nur wenige Optionen braucht es dann noch zur Vollausstattung. Fazit: Der erste Eindruck des Kona Hybrid ist richtig gut. Ausstattung, Verarbeitung, Fahrverhalten und Verbrauch sind für einen kompakten, elektrifizierten SUV in dieser Preisklasse top. 

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Quelle:
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