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Über dieses Buch

Dieses Buch gibt einen umfassenden Überblick über Grundzüge und Auswirkungen der Neufassung des International Financial Accounting Standards für Versicherer. Zunächst werden dazu die wesentlichen Aspekte der Phase I beschrieben. Hier wird erkennbar, wie schon eine Fair-Value-Betrachtung der Aktivseite die Volatilität des Eigenkapitals erhöht. Daneben widmet sich Dr. Carsten Zielke Fragen der Rückversicherungspraxis, die ganz wesentlich vom IFRS beeinflusst werden wird. Bei der Betrachtung der Phase II beleuchtet er insbesondere die Auswirkungen auf Kapitalanlagepolitik, Produktgestaltung sowie die zukünftige Bewertung von Versicherungsunternehmen und legt dar, warum die Garantieprodukte der Lebensversicherung ein heikles Thema sein werden. Es werden Rückschlüsse auf eine langfristig sinnvolle Geschäftspolitik gezogen. Der Zusammenhang zwischen IFRS und Solvency II wird verdeutlicht.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einführung

In der ersten Auflage unseres Buches „IFRS für Versicherer“ waren wir noch von einer Einführung der zweiten Phase im Jahr 2009 ausgegangen. Jetzt kommt es zwölf Jahre später. Das zeigt, wie schwerwiegend eine Fair-Value-Betrachtung der Passivseite auf das Geschäftsmodell wirkt, mit den entsprechenden Gegenreaktionen der Lobbyisten.
Carsten Zielke

Kapitel 2. Die Funktion der Versicherungswirtschaft

Im Gegensatz zu Banken sichern Versicherer meist reine Risiken ab, Risiken, die zufallsbedingt eintreten und nicht finanzieller Art sind. Hierzu zählen Naturkatastrophen oder Unfälle, aber auch biometrische Risiken wie Tod, Invalidität oder die Tatsache, dass wir länger leben als ursprünglich angenommen, die sogenannte Langlebigkeit.
Carsten Zielke

Kapitel 3. Status quo der Rechnungslegung

In Deutschland gilt heute das Handelsgesetzbuch (HGB) für die Bilanzierung von Versicherungsunternehmen. Alle Einzelgesellschaften müssen einen Abschluss nach diesen Vorschriften vorlegen. Mutterunternehmen können davon befreit werden, wenn ein Abschluss nach IFRS vorgelegt wird.
Carsten Zielke

Kapitel 4. Gründe für einen Reformbedarf

Aufgrund strukturell niedriger Zinsen sind Versicherer eigentlich gezwungen, durch Aktieninvestments die Gesamtrendite für ihr Unternehmen „auszubessern“, auch wenn nur einige wenige dieser Erkenntnis Folge leisten. Das macht sie schwankungsanfälliger, was wiederum den Eigenkapitalbedarf erhöht. Andererseits haben hohe Kursniveaus in den Neunzigerjahren die Eigenkapitalfinanzierung über die Börse sehr attraktiv gemacht.
Carsten Zielke

Kapitel 5. Zeitplan

Die Phase I von IFRS galt bereits für das Geschäftsjahr 2005. Das Exposure Draft wurde bereits im Sommer 2003 veröffentlicht, der endgültige Standard ist im Frühjahr 2004 verabschiedet worden.
Carsten Zielke

Kapitel 6. Grundzüge des IFRS: Phase I – eine Bestandsaufnahme

Die Rechnungslegung nach IFRS soll im Gegensatz zu der nach HGB theoretisch die wirtschaftliche Realität der Versicherungsgesellschaften widerspiegeln. Aber wegen der heftigen Diskussionen um die Einführung der neuen Rechnungslegung wurde lediglich der kleinste gemeinsame Nenner gefunden. Und so haben wir ab 2005 zwar einen gemeinsamen Rechnungslegungsstandard, doch dieser ließ so viele Optionen offen, dass de facto die einzelnen Länderrechnungslegungsstandards nahezu unverändert weiter angewendet werden durften.
Carsten Zielke

Kapitel 7. Bisherige Auswirkungen auf die Geschäftspolitik in Phase I

Die vehementen Debatten im und mit dem IASB haben dazu geführt, dass sich durch die Phase I von IFRS die bestehende Rechnungslegung kaum geändert hat. Versicherungsverträge mussten nicht nach dem Fair-Value-Prinzip gebucht werden. Zu groß waren die Unstimmigkeiten, wie „faire Werte“ zu bestimmen seien.
Carsten Zielke

Kapitel 8. Grundzüge des IFRS: Phase II (IFRS 17)

Mit der Phase II treten wir in eine gänzlich neue Versicherungswelt ein. Während in der Phase I das Deferral-and-Matching-Prinzip gilt, die Passiva also zu fortgeführten Anschaffungskosten gebucht werden dürfen, gilt in der Phase II das relative Full-Fair-Value-Prinzip. Relativ deshalb, weil zwar die versicherungstechnischen Rückstellungen mit realitätsnahen Cashflow-Annahmen geschätzt werden, aber Ausgleichsmechanismen wie die Contractual Service Margin, die Risiko Marge, die Anwendung des Variable Fee Ansatzes oder auch der Other Comprehensive-Income-Ausweis zu einer Reduzierung der Gewinnausweis-Volatilität führen.
Carsten Zielke

Kapitel 9. Erwartete Auswirkungen auf die Geschäftspolitik in Phase II

Ein Versicherungsunternehmen zu führen, das die Dimension Zeit nicht mehr im gleichen Maße nutzen kann wie früher, scheint uns deutlich schwieriger als in der Vergangenheit. Wir schätzen, dass in Zukunft selektiver Geschäft geschrieben werden wird. Die Angst, sich in den Annahmen getäuscht zu haben und in der Folge heftige Verluste ausweisen zu müssen, was für die Außenwelt sichtbar wird, dürfte zu einer gewissen Skepsis führen.
Carsten Zielke

Kapitel 10. Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen

Eine realistischere Sicht auf die Bilanz verhilft sicherlich zu rationaleren Entscheidungen. Wurden in der Vergangenheit Risiken geschrieben, bei denen relativ klar war, dass nur sehr gute Kapitalerträge die versicherungstechnischen Verluste ausgleichen konnten, so wird das in der Zukunft sofort mit einem antizipierten Verlust gebucht werden.
Carsten Zielke

Kapitel 11. IFRS und Solvency II

Die Kapitalmarktkrise ist an den Aufsichtsbehörden nicht spurlos vorbeigegangen. Sie mussten einsehen, dass Stresstests, bei denen die Passiva starr gelassen werden, die Aktiva aber um feste Prozentsätze abgesenkt werden, keine optimale Antwort auf eine komplexe Kapitalmarktwelt ist. Solvency II leitet von einer quantitativ gemessenen Solvabilitätserfüllung zu einer qualitativen Einschätzung über.
Carsten Zielke

Kapitel 12. Ausblick: Versicherungsindustrie – Quo vadis?

Wir glauben, dass die Versicherungswirtschaft (insbesondere im Bereich Leben) vor noch nicht gekannten Veränderungen steht. Nicht nur eine neue Rechnungslegung, sondern auch neue Steuerüberlegungen führen zu diesem Umbruch.
Carsten Zielke

Kapitel 13. Vorbereitung auf die Veränderungen

So träumerisch die vorhergehenden Ausführungen dem Leser erscheinen mögen, Tatsache ist, dass entweder mit IFRS oder mit Solvency II eine ökonomische Betrachtungsweise die Steuerung von Versicherungsunternehmen treiben wird.
Carsten Zielke

Kapitel 14. IFRS: Bankassekuranz als Folge?

Nur noch Risiko- und Service-Elemente dürfen unter IFRS als Umsätze gebucht werden. In Frankreich ist es zum Beispiel inzwischen vollkommen unüblich, das Todesfall- oder auch das Langlebigkeitsrisiko abzudecken. Garantiert werden einzig und allein steuerfreie Auszahlungen der bereits eingezahlten Beträge.
Carsten Zielke

Kapitel 15. Zusammenfassung

Wir haben in diesem Buch die Auswirkungen des IFRS 17 auf die Versicherungsunternehmen und die Finanzanalyse dargelegt.
Carsten Zielke

Backmatter

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