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Über dieses Buch

Wolfgang Rudzio ist als Politikwissenschaftler bekannt, der eines der wichtigsten und erfolgreichsten Lehrbücher zur Politik in der Bundesrepublik Deutschland geschrieben hat. In seinen Erinnerungen gibt er uns einen spannenden Einblick in sein wissenschaftliches, politisches und privates Leben, seine Kindheit in Ostpreußen und seine Familie. Es waren Flucht, Nachkriegszeit, Studentenbewegung, eigenes linkes Polit-Engagement und die Herausforderung des Kommunismus, die das Leben des Autors prägten. Zeitweilig für bekannte Politiker wie Carlo Schmid und Hans Matthöfer arbeitend, entschied er sich nach Mathematik-Examen und Promotion in Geschichte nicht für Politik, sondern Politikwissenschaft. Manche seiner Forschungen knüpften an Lebenserfahrungen an.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

„Ohne Erinnerung und Sehnsucht ist das Leben sinnlos. Ich habe längst jede Sehnsucht verloren. Jetzt auch die Erinnerung“. So kann die psychische Situation eines alten Menschen aussehen. Auch mir sind Sehnsüchte vergangen, ersetzt durch den Spruch „Stillstand ist der Sieg der Alten“ – mehr können sie nicht erwarten.

Wolfgang Rudzio

Kapitel I Vorfahren: Ethnische Integration und Modernisierung in Ostpreußen

Schon als Kind wurde mir bewusst, dass „Rudzio“ kein deutscher Name ist. Handelte es sich um einen italienischen? Aber meine Mutter korrigierte: Das treffe nicht zu, vielmehr stammten die ersten bekannten Rudzios aus dem Kreis Angerburg in Ostpreußen. Als Student bin ich bei Leistungsprüfungen von Professoren gefragt worden: Woher kommt denn Ihr Name? Das war eine freundliche, mit etwas persönlichem Interesse verbundene Frage.

Wolfgang Rudzio

Kapitel II Bürgerliche Kindheit im Schatten des Krieges (1935 – 45)

In jene Situation hinein wurde ich am 29. März 1935 in Insterburg geboren, kurz danach evangelisch getauft. Ich war ein gesundes Kleinkind, das die Sonne genoss, wenn man es im Kinderwagen zum Nachmittagsschläfchen nach draußen stellte.

Wolfgang Rudzio

Kapitel III Unten: Heranwachsen in der Nachkriegszeit (1945 – 55)

Nach dem Zusammenbruch herrschte im Sommer 1945 erschöpfte Apathie. Die Konsequenzen des Kriegsausganges schienen wie verschleiert, gnädige Wärme einiger Sommermonate überdeckte die Zukunft.

Wolfgang Rudzio

Linker Student im Abseits (1955 – 61)

In Göttingen befand sich damals, neben Hamburg, die uns nächste Universität. Dort nahm ein großer Teil meiner Klassenkameraden ihr Studium auf, wohnten auch einige Verwandte von uns. So sprach alles für diese Stadt.

Wolfgang Rudzio

Zwischen linkem Engagement und bürgerlichen Lebenszielen (1961 – 73)

Zu jener Zeit, 1960/61, als Geldmangel den Weg zum Examen abschnitt, bisherige politische Wege an ihr Ende kamen, die Gefahr sich abzeichnete, bisher Gelerntes wieder zu vergessen, trat eine Wende ein.

Wolfgang Rudzio

Oldenburg 1973 – 85: Dissident in der Universität

Trotz allem Engagement in der SPD hatte ich das Ziel, eine Professur zu erlangen, nie aus dem Auge verloren. So verfolgte ich die Chancen, die sich an den damaligen Universitätsneugründungen für Nachwuchswissenschaftler ergaben – Massing ging an eine neue Bundeswehrhochschule, Eisfeld an die Neugründung in Osnabrück, Seifert und andere an die erweiterte Universität Hannover (ehem. TH). Ein Kollege riet mir, mich an der Gesamthochschule Kassel zu bewerben.

Wolfgang Rudzio

Die besten Jahre und der Kollaps des Kommunismus (1985 – 2000)

Auf den ersten Blick scheint 1985 kein Einschnitt in meinem Leben. Dennoch war jenes Jahr ein Wendepunkt, der die weitere Entwicklung bestimmte.

Wolfgang Rudzio

2000 – 15: Neue Perspektiven oder nur Abgesang?

Mit zunehmendem Alter wird Gesundheit zur entscheidenden Ressource für das, was man noch tun kann. Wir, meine jüngere Frau und ich, hatten in den ersten 15 Jahren nach meiner Pensionierung das Glück, trotz einiger Probleme gesundheitlich relativ fit zu bleiben.

Wolfgang Rudzio

Backmatter

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