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Kleinere Großstädte treiben Immobilienpreisrally an

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Die Immobilienpreise ziehen wieder deutlich an: Für eine Eigentumswohnung müssen Käufer in 71 von 80 deutschen Städten im Schnitt vier Prozent mehr bezahlen. Dabei ist das Plus in den Metropolen weniger stark als in kleineren Großstädten. 

Auch wenn die Preise für Eigentumswohnungen vielerorts steigen, lassen sich mit Verhandlungen Nachlässe erzielen. 


Die Preise für Eigentumswohnungen sind in den vergangenen zwölf Monaten in fast allen großen Metropolen Deutschlands gestiegen: Die deutlichsten Zuwachsraten verzeichnen allerdings einige kleinere Großstädte. Laut einer aktuellen Analyse von Immowelt betrug das Plus in 71 von 80 Städten im Schnitt vier Prozent. Göttingen ist mit einem Anstieg von 11,9 Prozent auf 3.261 Euro pro Quadratmeter Spitzenreiter. Aber auch in Bergisch Gladbach (11,2 Prozent), Mannheim (9,9 Prozent), Ulm (8,9 Prozent) und Rostock (8,3 Prozent) müssen Käufer deutlich mehr für eine Wohnung berappen als Anfang 2025. 

Berlin und wenige kleinere Städte mit Preisrückgängen

Unter den Metropolen bildet nur Berlin mit einem Rückgang von einem Prozent die Ausnahme. Dennoch müssen Käufer hier mit 4.819 Euro für einen Quadratmeter noch immer tief in die Tasche greifen, um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Auch in einigen mittelgroßen Gemeinden gingen die Preise runter: Hierzu gehören Salzgitter (minus 2,6 Prozent), Siegen (minus 1,6 Prozent) und Krefeld (minus 0,6 Prozent). 

Preisverhandlungen vielerorts möglich

"Kaufinteressenten können in Preisverhandlungen nach wie vor spürbare Nachlässe erzielen", betont Immowelt-Geschäftsführer Robert Wagner. "Vor allem abseits der teuren Metropolen eröffnen sich dadurch weiterhin gute Möglichkeiten für den Immobilienkauf." 

Kaufpreise unter 2.000 Euro pro Quadratmeter listet die Analyse in Chemnitz (1.456 Euro), Salzgitter (1.637 Euro), Bremerhaven (1.823 Euro), Gelsenkirchen (1.832 Euro) und Hagen (1.920 Euro) auf. 

Es fehlt an Neubauwohnungen

Doch auch wenn gestiegene Reallöhne die finanziellen Spielräume vieler Haushalte verbessert haben, so mangele es nach wie vor an dringend benötigten Neubauten. Zudem böten auch die Bauzinsen derzeit keine Entlastung und begünstigten damit steigende Kosten bei der Finanzierung. 

Pragmatische Politik für mehr Wohnraum gefragt

Laut dem im Januar 2026 veröffentlichten "Wohnraummangel-Barometer 2025", für den im Auftrag der Immobilienplattform im Sommer 2025 deutschlandweit 1.000 Personen ab 18 Jahren online befragt wurden, wünscht sich eine große Mehrheit, dass der Staat eine stärkere Rolle bei der Eindämmung des Wohnraummangels einnehmen sollte. 86 Prozent fordern, dass der Zugang zu Förderprogrammen erleichtert werden sollte. 85 Prozent sprechen sich dafür aus, den sozialen Wohnungsbau von staatlicher Seite auszubauen. 80 Prozent plädieren für eine gezielte Unterstützung von Familien, Alleinerziehenden und jungen Menschen. 

Vermieter gelten nicht als Feindbild

"Die Haltungen zur Aufhebung des Missstands sind aber sehr lösungsorientiert: Weniger Regulierung und staatliche Eingriffe in bestehende Wohnverhältnisse, sondern gezielte Förderung zur Schaffung von neuem Wohnraum", kommentiert Wagner das Ergebnis. Interessant: Vermieter betrachten die meisten Befragten nicht als Feindbild in der Wohnraummisere. 77 sagen, dass es ohne private Vermieter in vielen Regionen noch weniger Wohnraum gäbe. 

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