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25.08.2017 | Immobilienfinanzierung | Im Fokus | Onlineartikel

Crowdinvesting in Immobilien hat Zukunft

Autor:
Frank Noé

Die Digitalisierung ist auch im Immobiliensektor angekommen. Proptechs gelten als Innovationsmotor der eher konservativen Branche. Besonders Crowdinvesting in Immobilien entwickelt sich rapide und etabliert sich Stück für Stück als eigenständige Anlageklasse. Ein Gastbeitrag von Frank Noé.

Seit 2012 die ersten Projekte im deutschsprachigen Raum gestartet sind, haben sich die bundesweiten Investitionen bei Immobilien-Crowdinvesting fast jedes Jahr verdoppelt. Das Anlagevolumen ist mit 45,8 Millionen Euro im Juni 2017 bereits höher als das Gesamtvolumen des Vorjahres. Renommierte Immobiliengesellschaften wie beispielsweise Sontowski & Partner und andere kooperieren mittlerweile mit jungen Proptech-Start-ups (zusammengesetzt aus Property und Technology) im Sektor. Trotzdem gibt es immer wieder Diskussionen darüber, wie hoch die Risiken für Anleger sind, die mithilfe der Crowd in Immobilien-Projektentwicklungen investieren.  

Gibt es eine Immobilienblase?

Bereits seit einigen Jahren gibt es eine Debatte darüber, ob sich in Deutschland eine Immobilienblase bildet oder nicht. Eine Tatsache ist unumstritten: In deutschen Großstädten herrscht Preisdruck. Dennoch gibt es gute Argumente gegen eine wirkliche Blase in Deutschland. Der Markt mag an einzelnen Standorten überhitzt sein – doch dass mittelfristig ein allgemeiner Preisverfall droht, scheint unwahrscheinlich. Auch bei steigenden Zinsen wird es weiterhin Bedarf an Wohnungen geben. Die Gefahr, dass es zu massiven Kreditausfällen und zu einer Überschwemmung des Marktes durch Zwangsverkäufe kommen könnte, besteht nach Einschätzung der meisten Experten nicht. Trotzdem bleibt die zentrale Frage: 

Wie bedroht ist ein Crowdinvestment, wenn es tatsächlich zu Preiskorrekturen auf dem Immobilienmarkt kommt?

Das Risiko abfangen

Family Offices können vorsorgen, indem sie statt in eigene Bestandsimmobilien in Projektentwicklungen investieren. Dafür sprechen mehrere Gründe: Preisrückgänge werden nicht schlagartig kommen, sondern sich über einen längeren Zeitraum entwickeln. Ein über Crowdinvesting finanziertes Projekt dauert meist nur zwei Jahre, die geschaffenen Wohn- und Gewerbeeinheiten werden schon früh in der Bauphase verkauft. Damit eine Gefahr für die Investoren entsteht, müsste es also schon sehr kurzfristig zu Preiskorrekturen kommen. Das Risiko, von einer Preisanpassung bei dem Investment betroffen zu sein, ist geringer als beim Direktkauf einer Immobilie. Bricht dagegen der Wert einer Bestandsimmobilie ein, brauchen die Investoren erst einmal einen langen Atem. Denn es kann Jahre dauern, bis die Preise sich erholen und wieder auf das Niveau des Kaufzeitpunkts steigen.

Besser kooperieren

Die Crowdinvesting-Branche stellt also trotz möglicher Preiskorrekturen an einzelnen Standorten eine attraktive Möglichkeit dar, in den Immobilienmarkt zu investieren. Und doch werden noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft: Laut einer Accenture-Studie verschenken deutsche Unternehmen durch fehlende oder ineffiziente Kooperationen mit Start-ups bis 2020 ein Wachstumspotenzial in Höhe von rund 99 Milliarden Euro. Dabei haben etliche Erfolgsgeschichten bewiesen, dass Proptechs und Unternehmen voneinander profitieren können. 
Relevante Faktoren sind etwa 

  • sichere Strukturen, 
  • Reichweite und 
  • Kundenvertrauen. 

Attribute, die beispielsweise Banken bieten und die für junge Gründerunternehmen wichtig sind. Diese wiederum sind innovativ, haben automatisierte Lösungen und digitale Prozesse im Gepäck. Statt eigene Kompetenzen aufzubauen, wird es für viele künftig attraktiver sein, die Ressourcen von Start-ups zu nutzen.

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