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08.04.2019 | Immobilienfinanzierung | Nachricht | Onlineartikel

Baugeld liegt auf Allzeittief

Autor:
Angelika Breinich-Schilly
1 Min. Lesedauer

In den vergangenen sechs Monaten sind die Zinsen für Immobilienkredite um 0,3 Prozent gefallen und damit so günstig wie nie. Gründe sind die anhaltende Niedrigzinspolitik sowie politische Unsicherheiten, die Investoren in deutsche Staatsanleihen treiben.

"Zuletzt waren Immobiliendarlehen im Herbst 2016 so günstig. Damit zählt das aktuelle Zinsumfeld zum niedrigsten seit Bestehen der Bundesrepublik", erklärt Mirjam Mohr aus dem Vorstand der Interhyp. Vor allem die Niedrigzinspolitik der Notenbanken sowie wirtschaftliche Bedrohungsszenarien durch den Brexit und Handelskonflikte sorgen laut des Baufinanzierungsvermittlers für eine Flucht der Investoren in deutsche Staatsanleihen. An deren Renditen orientierten sich die Baugeldzinsen. Die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihe seien im März sogar wieder in den negativen Bereich gefallen.

Keine Änderung des Zinstrends in Sicht

Wie das Unternehmen weiter mitteilt, seien Kredite mit fünfjährigen Laufzeiten bei entsprechender Bonität bereits für unter 0,80 Prozent und zehnjährige Darlehen für unter einem Prozent zu haben. Selbst 15-jährige Kredite liegen demzufolge oft unter der 1,5-Prozent-Marke. Und die Experten der Interhyp gehen nicht von einer kurzfristigen Trendwende aus. Das habe eine Befragung von zehn namhaften deutschen Kreditinstituten für den monatlichen Zinsbericht des Unternehmens ergeben. "Im Verlauf von 2019 sind für viele Zinsexperten allenfalls moderate Steigerungen möglich. Das setzt aber eine nachhaltigere Konjunkturerholung in Europa voraus", heißt es im aktuellen Bericht. Eine echteTrendwende scheint demnach "in weitere Ferne zu rücken".

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