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03.04.2020 | Immobilienfinanzierung | Nachricht | Onlineartikel

Immobilienexperten erwarten leichte Zinssteigerungen 2020

Autor:
Angelika Breinich-Schilly
1:30 Min. Lesedauer

Aufgrund der Corona-Krise schwanken derzeit die Zinsen für Immobilienkredite. Mit einem starken Zinsanstieg rechnen Branchenexperten laut einer Umfrage zwar nicht. Doch mit dem bisherigen Abwärtstrend dürfte Schluss sein. 

"Einerseits haben die nun erwarteten Kosten durch die Hilfsprogramme zu leicht ansteigenden Renditen bei Staatsanleihen geführt, welche als ein Maß für die Refinanzierungsbedingungen der Banken gelten. Andererseits setzen die Notenbanken ihre Niedrigzinspolitik fort und setzen auf Anleihekäufe", erklärt Mirjam Mohr, im Vorstand der Interhyp für das Privatkundengeschäft zuständig, die aktuelle Entwicklung bei den Zinsen für Immobilienkredite. 

Nach dem Allzeittief im März habe sich das Zinsniveau beim Baugeld leicht erhöht. Von einem Zinssprung nach oben sei allerdings nicht auszugehen. Die monatlich für den Bauzins-Trendbarometer von Interhyp befragten Experten in erwarten für die kommenden Wochen und Monate mehrheitlich eine Seitwärtsbewegung oder eine leichte Steigerung. Sinkende Zinsen auf Jahressicht prognostiziert keines der befragten Kreditinstitute. 

Bauzinsen werden volatiler

Wie die Analyse weiter zeigt, kann die Mehrheit der Kreditnehmer Anfang April Darlehen mit einer zehnjährigen Zinsbindung zu Konditionen um 0,8 Prozent aufnehmen. Das seien aktuell gut 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte über dem Allzeittief von Anfang März. "Die Volatilität wird uns wohl auch weiter begleiten", prognostiziert Mohr.

Die Antworten der befragten Experten stünden sämtlich unter dem Eindruck der Corona-Krise. Viele Analysten gehen von Einbrüchen der Konjunktur und wirtschaftlichen Rezessionen aus. Durch die Hilfsprogramme sei ein enormer Finanzierungsbedarf für die Staaten entstanden. Das habe die Renditen zunächst etwas ansteigen lassen, lautet die Einschätzung einiger Experten. Zugleich setzten die Notenbanken mit erhöhten Anleihekäufen alles daran, die Wirtschaft zu stützen. "Die Mehrheit der Experten schlussfolgert, dass die Geldpolitik die Kapitalmarktrenditen letztendlich auf einem im Vergleich mit der Historie immer noch niedrigen Niveau halten wird", so die Studienautoren.

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