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18.02.2020 | Immobilienfinanzierung | Nachricht | Onlineartikel

Interhyp will Wachstum auf sehr hohem Niveau fortsetzen

Autor:
François Baumgartner
2:30 Min. Lesedauer

Im Rahmen ihres 20-jährigen Jubiläums legte die Interhyp Gruppe die Geschäftszahlen für 2019 vor. Mit neuen Standorten will sich der Baufinanzierer in der Fläche breiter aufstellen und so weiter wachsen. 

Das Baugeld mit zehnjähriger Zinsbindung liegt zum Jahresanfang unter der Ein-Prozent-Marke und ist damit rund 0,5 Prozentpunkte günstiger als Anfang 2019. Wer jetzt eine Immobilie kaufen möchte oder eine Anschlussfinanzierung braucht, kann nach wie vor mit niedrigen Zinsen rechnen. Das weiß auch die Interhyp Gruppe. Der Anbieter für private Baufinanzierungen gehört zur ING Direct und damit ins große Holding-Universum der niederländischen Finanzgruppe. Zum 20. Firmenjubiläum lieferte das Unternehmen nun aktuelle Zahlen.

Finanzierungsvolumen kletterte um zwölf Prozent

Als reiner Online-Vermittler im Spätsommer 1999 gegründet, beträgt das bislang vermittelte Finanzierungsvolumen 170,1 Milliarden Euro. Das entspricht mehr als 948.537 Finanzierungen. So stieg das Finanzierungsvolumen im vergangenen Jahr um rund zwölf Prozent auf 24,5 Milliarden Euro (2018: 22 Milliarden Euro). Die Umsatzerlöse erhöhten sich im gleichen Zeitraum um zehn Prozent auf 234,2 Millionen Euro (2018: 214 Mio. Euro). Der operative Vorsteuergewinn liegt mit 83,8 Millionen Euro über dem Vorjahreswert (2018: 74 Millionen Euro).

Demnach unterstütze Interhyp in den vergangenen 20 Jahren gut 1,8 Millionen Menschen dabei, sich den Traum vom eigenen Zuhause zu erfüllen. Im Bereich der Baufinanzierungsvermittlung kooperiert die Gruppe derzeit mit rund 500 Banken. Interhyp-Geschäftsführer Jörg Utecht sieht sich in seinem Kurs daher bestätigt und erklärt: "Während sich immer mehr klassische Banken aus der Fläche zurückziehen, gehen wir den entgegen gesetzten Weg: Wir werden in unserem Privatkundengeschäft weitere elf Standorte eröffnen."

Kein Platzen der Preisblase zu erwarten

Auch wenn die Märkte aufgrund politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten durchaus volatil bleiben, steigen die Immobilienpreise vor allem in Großstadtmetropolen weiterhin an. Dass die Preisblase abrupt platzen könnte, sieht Utecht nicht: "Seit der Finanzkrise haben alle europäischen Länder soviel dazugelernt, dass ein Flächenbrand, wie wir ihn damals gesehen haben, heute so nicht mehr stattfinden kann." 

Das Wohnen bleibe für Menschen ein Grundbedürfnis. Um den Preisanstieg abzuschwächen, solle der Staat aber nicht nur in Wohnraum, sondern ebenso in Verkehrsinfrastrukturprojekte sowie digitale Infrastrukturvorhaben jenseits der Großstadtmetropolen, kräftig investieren.

Interhyp peilt Marktanteil von 20 Prozent an

Neben dem Ausbau der physischen Präsenz, setzt Interhyp auch auf neue digitale Angebote. So wurde mit Interhyp Home eine zentrale Plattform geschaffen, auf der Kunden, Berater und Banken direkt miteinander interagieren können. "Mit unserer Strategie 'Mission Zuhause', konzentrieren wir uns auf die Weiterentwicklung unseres Kerngeschäfts. Langfristig gehen wir davon aus, mit unserem Modell einen Marktanteil von rund 20 Prozent erreichen zu können", erläutert Utecht die Erwartungen für die Zukunft.

Dass der Markt für private Baufinanzierungen auch von neuen Plattformanbietern wie etwa Baufinex zunehmend ins Visier genommen wird, schaue man sich genau an, kommentierte der Interhyp-Geschäftsführer.

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