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Immobilien in deutschen Städten bleiben gutes Investment

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Immobilien sind je nach Standort eine vielversprechende Wertanlage. Von Kreditgebern über Bauträger bis hin zu Investmentmanagern erhalten deutsche Metropolen gerade angesichts der Corona-Pandemie das Prädikat als sichere Häfen.

Aus Investorensicht rangieren Immobilien in deutschen Großstädten in der europäischen A-Liga. Berlin löst Paris an der Spitze ab.


Trotz der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf viele Branchen erweisen sich Immobilien in deutschen Großstädten als krisenresistente Wertanlagen. Dies zumindest ist das Ergebnis der 18. PwC-Studie "Emerging Trends in Real Estate 2021" in Zusammenarbeit mit dem Urban Land Institute, basierend auf den Einschätzungen von 995 Branchenexperten. Ihr zufolge profitiere der deutsche Immobilienmarkt von der dennoch robusten heimischen Konjunktur. Der Bedarf an Büro-, Wohn- und Logistikimmobilien in deutschen Metropolen übersteige weiterhin das Angebot in deutsche Metropolen.

Berlin an der Spitze der besten Standorte 

"Im europäischen Vergleich ist Deutschland bislang relativ gut durch die Krise gekommen. Dadurch hat sich der Status der deutschen Großstädte als Safe-Haven für Immobilieninvestments gefestigt", unterstreicht Thomas Veith, Real Assets Leader bei PwC Deutschland. Im Vergleich der europäischen Städte, in denen eine Immobilieninvestition für das kommende Jahr lohnt, ist Berlin auf die Spitzenposition vorgerückt. Unter den zehn Städten Europas mit den attraktivsten Investmentperspektiven sind außerdem Frankfurt auf Rang vier, Hamburg auf Rang sechs und München an siebter Stelle zu finden. Ihnen attestiert die Studie langfristig eine ähnlich hohe Liquidität und Stabilität wie London auf Platz zwei und Paris auf dem dritten Platz.

Noch im Vorjahr lag London auf Position vier im Ranking, doch lässt der Brexit Preisrückgänge bei Spitzenimmobilien erwarten und demzufolge wieder lohnenswerter für Investoren erscheinen. Die französische Hauptstadt dagegen verliert ihren Platz des Spitzenreiters aus dem Vorjahr. Dennoch wirken sich das Infrastruktur-Projekt "Grand Paris" für 26 Milliarden Euro und die 2024 dort geplanten Olympischen Sommerspiele positiv auf die Immobilienentwicklung aus. Amsterdam hält aufgrund seiner digitalen Infrastruktur und seines üppigen Angebots an Büro-, Wohn- und Logistikimmobilien weiterhin den fünften Platz.

ESG-Kriterien rücken in den Fokus

Nach Art der Objekte aufgeschlüsselt, besteht für das kommende Jahr gesteigertes Interesse an Logistik-Immobilien, Datenzentren sowie Objekten für die Bereiche Biotechnologie und Gesundheitswesen. Langfristige Erträge versprechen sich Investoren der Studie zufolge auch von der zunehmenden Bedeutung von ESG-Kriterien (Environmental/Social/Governance).

Stephanie Baden, Executive Director von ULI Germany, Austria, Switzerland, merkt ergänzend an: "Um die tatsächlichen ESG-Impacts von nachhaltigen Investments zu betonen, sind transparente Mess- und Bewertungskriterien wichtig. Dabei ist der Kerngedanke der Nachhaltigkeit und dessen langfristig wertschöpfendes Potential in der Unternehmensphilosophie einflussreicher eingesetzt, als dies auf der Objektebene kalkulierbar umgerechnet werden kann."

Mieter verstärkt unter der Lupe

Für das Jahr 2021 hat sich die Zahl der Nettoeinkäufer insbesondere von Wohn-, Logistik- und Core-Büroimmobilien leicht verbessert: von 53 Prozent im Vorjahr auf 55 Prozent der Befragten. Pandemiebedingt schwingt bei ihnen aber auch die zunehmende Sorge mit, Mietausfälle bei Büro- und Einzelhandels-Objekten in Kauf nehmen zu müssen. Als Folge werden operationelle Risiken bei Mietern zunehmend von Investoren unter die Lupe genommen. Zudem gab sich die Hälfte der Umfrageteilnehmer besorgt bis sehr besorgt hinsichtlich der Verfügbarkeit attraktiver Investitionsobjekte. 56 Prozent befürchten außerdem, dass sie künftig mehr Eigenkapital für die Finanzierung und Refinanzierung vorhalten müssen.

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