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20.03.2018 | Immobilienmanagement | Im Fokus | Onlineartikel

Umlandregionen der Metropolen werden Hidden Champions

Autor:
Christoph Berger

Die Rahmenbedingungen am deutschen Wohnimmobilienmarkt sind für Eigentümer und Investoren laut einer aktuellen Marktanalyse weiterhin exzellent. Doch da die Kernstädte an ihre Wachstumsgrenzen stoßen, profitiert nun verstärkt das Umland.

Laut dem im März 2018 von Savills Research Deutschland veröffentlichten Marktbericht "Wohnungsmarkt Deutschland" ist in vielen Städten eine spürbare Entspannung der Mietwohnungsmärkte nicht in Sicht. Vermieter würden somit in einer starken Verhandlungsposition bleiben, für Eigentümer und Investoren sei der Wohnimmobilienmarkt weiterhin exzellent.

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Neue Herausforderungen für Investoren und Besitzer

So gut sich die Situation somit für Besitzer und Investoren darstellt, ergeben sich für sie aufgrund des daraus resultierenden knappen Angebots allerdings auch Herausforderungen: Der Bieterwettstreit sei vor allem in den A-Städten hoch – seit letztem Jahr gelte dies aber auch schon für andere Städte, Geheimtipps würden keine mehr existieren und selbst an Standorten mit negativer Bevölkerungsprognose würden die Renditen schon deutlich fallen.

Matti Schenk, Senior Consultant Research Germany bei Savills, sagt: "Zu Unrecht weitgehend vernachlässigt werden hingegen die Umlandregionen der sieben A-Städte." Vieles spreche dafür, dass Metropolregionen zukünftig noch attraktiver würden. Er geht davon aus, dass vor allem die engeren Pendlerverflechtungsbereiche von steigenden Stadt-Land-Wanderungen profitieren sollten. Die beiden deutschen Millionenstädte Berlin und München würden beispielsweise schon seit 2005 kontinuierlich Einwohner an das sie umgebende Umland verlieren – zuletzt sei die Bevölkerung in vier von sieben Umlandregionen stärker als in den Kernstädten gewachsen: in Berlin, München, Düsseldorf und Köln.

Anstieg der Angebotsmieten

Und auch im Kapitel "Strukturen und Entwicklungen der deutschen Wohnimmobilienmärkte" des Springer-Fachbuchs "Wohnimmobilien" schreibt Alexander Schürt: "Durch die hohe Arbeitsmarktzentralität von Metropolkernen wie Hamburg, Berlin und München und entsprechend enge Wohnungsmärkte wird das Bevölkerungswachstum dort auch weiter in das Umland getragen." Dahinter würden einerseits Suburbanisierungstendenzen durch ein "Ausweichen" in das Umland stecken, andererseits überregionale Zuzüge, die mit den Wohnmöglichkeiten ebenso wie mit Wirtschaftsstandorten und Arbeitsplätzen im Umland begründet seien.

Was den Mietwohnungsmarkt des Umlands betrifft, so stiegen laut dem Marktbericht die durchschnittlichen Angebotsmieten zum Beispiel im Umland von Frankfurt um elf Prozent, in Hamburg um zehn Prozent und in Stuttgart um 17 Prozent stärker als in den Kernstädten. Und der Wettbewerb sei außerhalb der Kernstädte noch vergleichsweise niedrig, heißt es. Somit seien dort attraktive Bedingungen für Investoren vorhanden.

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