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02.08.2017 | Immobilienwirtschaft | Im Fokus | Onlineartikel

Systempartnerschaft zwischen ZIA und SAP

Autor:
Christoph Berger
3 Min. Lesedauer

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) ist mit dem Softwarehersteller SAP eine Systempartnerschaft eingegangen. So soll die Digitalisierung der Immobilienbranche bis ins Detail vorangetrieben werden.

Mit der Systempartnerschaft möchte sich der ZIA das mit der Digitalisierung zusammenhängende Wissen ins Haus holen: Internet der Dinge, Big Data, Blockchain-Technologie und Echtzeit-Datenverarbeitung.

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Digitalisierung der Immobilienwirtschaft: Stand und Perspektiven

Am Thema Digitalisierung scheiden sich die Geister. Die einen beschwören umstandslos den „Megatrend“, die anderen weisen nicht zu Unrecht darauf hin, dass die Digitalisierung der Bau- und Immobilienbranche seit mindestens 15 Jahren anhält und damit g


Zugute kommt dem Branchenverband dabei, dass bei über 70 Prozent der deutschen Immobilienwirtschaft Daten bereits digital und strukturiert vorliegen. Nun gelte es, so die vorgegebene Marschroute, die Digitalisierung bis ins Detail voranzutreiben. In diesem Zusammenhang strebt der Verband auch die Gründung eines Digitalisierungsausschusses an.

Das Internet der Dinge

Das Internet der Dinge, auch Internet of Things (IoT) genannt, steht laut dem Kapitel "Geschäftsmodelle im Internet der Dinge" des Springer-Fachbuchs "Industrie 4.0" für die Vision, "in der jeder Gegenstand und Ort der physischen Welt Teil des Internet werden kann. Gegenstände und Orte erhalten dann meist einen Minicomputer und werden so zu smarten Dingen, die Informationen aus ihrer Umwelt aufnehmen und mit dem Internet beziehungsweise anderen smarten Dingen kommunizieren können."

"Diese weitreichende Entwicklung wird revolutionäre Geschäftsmodelle für Unternehmen jeder Größe in den verschiedensten Branchen schaffen. Es wird unter anderem immer wichtiger werden, traditionelle Produkte in ein service-basiertes Geschäftsmodell einzubinden, damit zum Beispiel Maschinen ihre eigene Instandhaltung organisieren können", heißt es weiter im Kapitel "Internet der Dinge" des Springer-Fachbuchs "Digitale Transformation von Geschäftsmodellen".

Big Data

"Big-Data-Systeme können verteilt gelagerte Datenmengen verarbeiten, beschleunigen Datenzugriffe durch Parallelisierung/Networking und ermöglichen damit Vorgehensweisen, die ohne diese enorme Rechenpower gar nicht denkbar wären", heißt es im Kapitel "Was können wir von Big Data erwarten?" des Springer-Fachbuchs "Die Vermessung des Datenuniversums". Dazu gehört beispielsweise das Durchsuchen "unstrukturierten Datenmaterials" – zum Beispiel Text-Mining –, um Besonderheiten aufzustöbern oder Muster zu erkennen.

Rein technisch, so die Autoren Reinhold Stahl und Patricia Staab, ist die hinter Big Data stehende Idee einfach: "Jeder Computer besteht im Kern aus den Prozessoren, dem internen Speicher und dem Festplattenspeicher. Mithilfe der Big Data-Technologie werden beliebig viele Rechner, in der Regel leistungsfähige Serversysteme, vernetzt, um damit deren gesamte Rechnerleistung und Speicherkapazität zu bündeln und in einem einzigen Big Data-Prozess zu nutzen." So werde eine nahezu unbegrenzte Leistung und ein gigantisches Speichervolumen nutzbar.

Blockchain-Technologie

Eine Blockchain ist eine dezentralisierte Datenbank, deren Datensätze gegen Manipulation gesichert sind. So wird es im Kapitel "Treiber des digitalen Wandels in Unternehmen" des Springer-Fachbuchs "Digital Leadership" beschrieben. Die Sicherung erfolge dabei über die Speicherung des sogenannten Hashwertes, dem digitalen Fingerabdruck, des vorangegangenen Datensatzes im nachfolgenden. Dies ist ein organisatorisch dezentralisierter Vorgang, der logisch zentralisiert ist, schreiben die Autoren Utho Creusen, Birte Gall und Oliver Hackl. Blockchain sei damit ein dezentrales Protokoll für Transaktionen zwischen Parteien, das jede Veränderung transparent erfasse.

Echtzeit-Datenverarbeitung

Was die Echtzeit-Datenverarbeitung betrifft, so sollten zur Verbesserung des Informationsaustausches Informationen nicht nach dem "Stille‐Post‐Prinzip" schrittweise zwischen den Prozessbeteiligten ausgetauscht werden, sondern im Idealfall allen relevanten Beteiligten zum Zeitpunkt der Informationsentstehung zur Verfügung stehen. Dadurch werde, so ist es im Kapitel "Wertschöpfungsprozesse" des Springer-Fachbuchs "Organisation" beschrieben, zum einen der Prozess des Informationsflusses beschleunigt, zum anderen sei die Qualität der Information bedeutend höher, da es nicht zu Verzerrungen bei der Weitergabe komme.

"In unserer Branche arbeiten rund 800.000 Unternehmen. Um die Stabilität der Immobilienwirtschaft nachhaltig zu gewährleisten, muss sich die Branche jedoch auch auf aktuelle Einflüsse wie die Digitalisierung und Automatisierung einstellen", erklärte Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA, bei der Bekanntgabe der Partnerschaft. Um den Stand und die Perspektiven bei der Digitalisierung der Immobilienwirtschaft geht es auch im Springer-Fachbuch "IT-Management Real Estate".

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