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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Teil. Einführung

Zusammenfassung
Mit den tiefgreifenden Veränderungen, die sich im letzten Jahrzehnt weltweit auf den nationalen und internationalen Finanzmärkten vollzogen haben, eröffneten sich sowohl für die Finanzgeschäfte der Banken, als auch für das Finanzmanagement internationaler Unternehmen neue und erweiterte Möglichkeiten und Risiken. So setzte auch im deutschsprachigen Raum eine Entwicklung ein, die sich durch einen strukturellen Wandel in den Beziehungen zwischen den Banken und den internationalen Unternehmen auszeichnet. Unternehmen des Industrie- und Handelssektors begannen damit, professionelle Finanzabteilungen aufzubauen, um ihr Finanzmanagement — unter Ausnutzung modernster Informations- und Kommunikationssysteme und dem direkten Zugang zu den Devisen-, Geld- und Kapitalmärkten der Welt — möglichst effizient auszuführen, eine optimale Allokation der finanziellen Ressourcen zu gewährleisten, und die bisher oft ungenutzt gebliebenen Chancen im Finanzbereich, als Reaktion auf den zunehmenden Wettbewerb in den operativen Kerngeschäften, gezielt zur Ertragsoptimierung zu nutzen. Ein neues Selbstverständnis der Finanzmanager und Treasurer führte dazu, daß die Unternehmen ihre Finanzaktivitäten unter vollständiger Ausschaltung oder teilweiser Umgehung der Banken ausüben und somit auch die Rolle eines Finanzintermediärs einnehmen. Dabei sind die Finanzaktivitäten der Unternehmen nicht nur nach innen gerichtet, sondern werden im Zuge einer bewußten Diversifikation in den Finanzdienstleistungsbereich auch Dritten, die mit dem Unternehmen kapitalmäßig nicht verbunden sind, verfügbar gemacht.
Jörg Richtsfeld

2. Teil. Theoretischer Hintergrund

Zusammenfassung
Diese Arbeit setzt sich mit den In-House Banking Aktivitäten internationaler Unternehmen im deutschsprachigen Raum auseinander. Die Betrachtung richtet sich auf Finanzdienstleistungen, die von Unternehmen erbracht werden, deren Hauptaktivitäten im Industrie-und Handelssektor liegen. Was unter In-House Banking in der vorliegenden Arbeit verstanden wird, wird nachfolgend noch genauer definiert. Da es in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur noch äußerst wenige Arbeiten gibt, die sich mit dem Problem des In-House Banking und der Finanzintermediation ausgeübt durch Industrie- und Handelsunternehmen in systematischer Weise auseinandersetzen und es dadurch auch keine Theorie des In-House Banking gibt, ist es für diese Untersuchung notwendig, auf die allgemeine mikroökonomische Theorie der Finanzintermediation einzugehen. Auf diese Weise wird eine theoretische Basis geschaffen, die es ermöglicht, in Verbindung mit empirischen Erkenntnissen, Hypothesen über das In-House Banking aufstellen und in der weiteren Folge selbst einen Erklärungsansatz für das In-House Banking entwickeln zu können.
Jörg Richtsfeld

3. Teil. Entwicklung des In-House Banking

Zusammenfassung
Voraussetzung für die Entwicklung von nationalen Unternehmen zu internationalen Unternehmen sind bestimmte Umweltkonstellationen, insbesondere rechtliche Rahmenbedingungen, die den ungehinderten Austausch von Gütern und Dienstleistungen zwischen Staaten, die Ansiedlung von Produktionsbetrieben, den Erwerb ausländischer Produktionsbetriebe und einen möglichst freien Kapitalverkehr ermöglichen.
Jörg Richtsfeld

4. Teil. Darstellung und Analyse von In-House Banking Aktivitäten

Zusammenfassung
Am Anfang jeder unternehmerischen Tätigkeit steht, wie bei jeder schöpferischen Tätigkeit, eine Vision. Die Vision ist das Bewußtwerden eines Wunschtraumes. Das Wesen der unternehmerischen Vision liegt mehr in den Richtungen, die sie weist, und weniger in den Grenzen, die sie setzt. Aufgabe der Unternehmungspolitik ist es, die Vision des Unternehmers oder der obersten Führungskräfte so auszudrücken, daß die Mitarbeiter gemeinsam in eine Richtung ziehen”.
Jörg Richtsfeld

5. Teil. Schlussfolgerungen und zusammenfassende Betrachtung

Zusammenfassung
Aufgrund seiner realitätsfernen Prämissen, seines statischen Charakters, aber auch theoretischer Mängel, Inkonsistenzen und unauflöslicher Paradoxa vermochte das von der neoklassischen Schule entwickelte, abstrakte ‘Wettbewerbsmodell der vollständigen Konkurrenz’, welches als geschlossenes System einen Gleichgewichtszustand bzw. dessen Entwicklung kennzeichnete, keine Erklärung für die kompetitiven Verhaltensweisen der Wirtschaftssubjekte in der Realität zu liefern. Durch Einbezug von Unvollkommenheitsfaktoren wurde dieses Idealmodell von der sogenannten Harvard-Schule zu einem realitätsnäheren Konzept des funktionsfähigen Wettbewerbs (’workable competition’) entwickelt.1 In diesem Konzept bilden Marktunvollkommenheiten als Ursache für wettbewerbspolitische Initiativen eines Unternehmers die notwendige Voraussetzung für die Existenz von Wettbewerb. Gleichgewichtsstörungen im Sinne nicht-pareto-optimaler Situationen, wie mangelhafte Markttransparenz, unterschiedliche Anpassungszeiten- und kosten, nichtgeräumte Märkte, Marktmachtassymetrien sowie die Verfestigung von Marktstrukturen und von überdurchschnittlichen Gewinnen, kommen durchaus vor, werden aber durch die dynamischen Marktfunktionen immer wieder tendenziell ausreguliert, wenn auch mit unterschiedlichem Zeitbedarf.
Jörg Richtsfeld

Backmatter

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