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Erschienen in: Innovative Verwaltung 11/2020

01.11.2020 | In Kürze

In Kürze

Erschienen in: Innovative Verwaltung | Ausgabe 11/2020

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Auszug

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die vor ihrem Einstieg in die öffentliche Verwaltung in der Privatwirtschaft gearbeitet haben, können den öffentlichen Sektor mit ihren Kompetenzen in vielen Bereichen unterstützen. Die sogenannten Querwechsler bringen zum einen methodisch-analytische Kompetenzen mit und können so die Transformation der Verwaltung vorantreiben. Aber auch auf der kulturellen Ebene geben Querwechsler oft neue Impulse. Zu diesen Schlussfolgerungen kommt eine Kurzstudie der Hertie School of Governance Berlin unter der Federführung von Prof. Dr. Gerhard Hammerschmid und Prof. Dr. Thurid Hustedt. Die Studie basiert auf der erstmaligen systematischen Befragung von Querwechsler-Führungskräften in der deutschen Verwaltung. Zwischem Juli 2019 und Mai 2020 wurden Interviews mit 25 Querwechslerinnen und Querwechslern geführt, die als Führungskräfte in die öffentliche Verwaltung gewechselt sind. Für die Befragten ist der Wechsel in die öffentliche Verwaltung intrinsisch motiviert. Querwechslerinnen und -wechsler wollen gesellschaftlich etwas Sinnvolles leisten und etwas bewegen. Auch die im Vergleich zur Privatwirtschaft bessere Work-Life-Balance wird als Grund für einen Wechsel genannt. Einkommen war hingegen für die Befragten kein Motivationsfaktor. Als positive Erfahrungen der Befragten mit ihrem neuen Arbeitsumfeld werden die hohe Motivation, das besondere Engagement, die fachliche Kompetenz, die hohe Ethik und die Integrität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genannt. Als negativ bewerten die Befragten die starke Formalisierung und Bürokratisierung des Verwaltungshandelns sowie die oft wenig ausgeprägte Ergebnisorientierung. Kritik üben die Befragten zudem an den langwierigen Entscheidungs- und Umsetzungprozessen sowie an fehlenden Führungskompetenzen. Genau hier kann die Verwaltung von den Erfahrungen der Quereinsteigerinnen und -einsteiger profitieren. Denn diese bringen vielfach Erfahrungen im Projektmanagement sowie ein modernes Führungsverständnis mit, das weniger hierarchisch und stärker feedbackorientiert geprägt ist und Formen der Zusammenarbeit und Arbeit - Stichworte Telearbeit, New Work, Arbeitswelt 4.0 - fördert. Deshalb sollten nach Ansicht der Befragten die Querwechslerinnen und -wechsler in höheren Führungsfunktionen zum Einsatz kommen und Aufgaben übernehmen, bei denen es um Veränderung, Umsetzung und Ergebnisorientierung geht.
Metadaten
Titel
In Kürze
Publikationsdatum
01.11.2020
Verlag
Springer Fachmedien Wiesbaden
Erschienen in
Innovative Verwaltung / Ausgabe 11/2020
Print ISSN: 1618-9876
Elektronische ISSN: 2192-9068
DOI
https://doi.org/10.1007/s35114-020-0319-8

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