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Über dieses Buch

Das Buch ist eine praktische Handlungsanleitung für jeden, der an der Planung, Montage und Inbetriebnahme von Anlagen mitwirkt.

Zahlreiche Workflows, Checklisten, Templates und Beispiele weisen den Weg zur erfolgreichen Inbetriebnahme und Kosteneinsparung.

Die Kosten der Inbetriebnahme von Neuanlagen sind mit 8 bis 15 % der Investitionssumme erheblich; gravierende Einsparpotentiale werden häufig nicht genutzt.

Die Inbetriebnahme ist für alle Beteiligten die „Stunde der Wahrheit“ und mit vielen Unwägbarkeiten verbunden. Sie beinhaltet u.a. den Leistungsnachweis und die rechtsverbindliche Abnahme der Anlage sowie der AS BUILT-Dokumentation.

Die 5. Auflage ist eine vollständige Überarbeitung, Aktualisierung und wesentliche Erweiterung. Dies betrifft insbesondere

- die Umsetzung neuer Rechtsvorschriften,

- die Spezifikation der Reinheit und die systematische Reinigung der Anlage,

- die Beschreibung effizienter spezifischer Organisationsstrukturen,

- die GMP-konforme Vorgehensweise in Pharmaanlagen,

- die Darstellung neuer Praxisbeispiele, Workflows und Checklisten.

Insgesamt wurden der Textumfang und die Anzahl an Abbildungen, Tabellen, Checklisten und Praxisbeispielen deutlich erweitert.

Das Buch ist in einer Reihe mit den bewährten Praxishandbüchern des Autors über „Engineering bzw. Dokumentation verfahrenstechnischer Anlagen“ zu sehen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Aufgaben, Schnittstellen und Spezifik der Inbetriebnahme

Abstract
Auf der Grundlage eines bewährten Phasenmodells der Anlagen-Projekt-abwicklung werden die Einflussfaktoren und Forderungen an eine inbetriebnahmegerechte Entwicklung und Planung systematisiert und definiert. Die Aspekte der Reinheit und Reinigung der Anlage werden neu systematisiert und erläutert
Per Definition ist die Inbetriebnahme die Übergangsphase vom Zustand nach Protokollierung der Mechanischen Fertigstellung in den Zustand des Dauerbetriebs der Anlage. Genau darin liegt ihre Spezifik und Schwierigkeit
Ausgehend von wichtigen Begriffsdefinitionen sowie den Aufgaben und Zielstellungen der Inbetriebnahme werden deren Abschnitte, Meilensteine und Schnittstellen betrachtet.
Auf Besonderheiten bei Investitionen in bestehenden Anlagen und in Pharmaprojekten sowie auf Unterschiede gegenüber der Baustellenabwicklung und des Dauerbetriebs wird eingegangen.
Klaus H. Weber

2. Beachtung der Inbetriebnahme bei der Entwicklung und Planung

Abstract
Die statistische Auswertung im nationalen und internationalen Anlagenbau besagt, dass Schwierigkeiten bei der Inbetriebnahme zu über 60 % in der Engineeringphase verursacht werden. Der Schlüssel für eine erfolgreiche Inbetriebnahme liegt somit in ihrer Beachtung während der Entwicklung und der Planung.
Auf der Grundlage eines bewährten Phasenmodells der Anlagen-Projekt-abwicklung werden die Einflussfaktoren und Forderungen an eine inbetriebnahmegerechte Entwicklung und Planung systematisiert und definiert.
Die Aspekte der Reinheit und Reinigung der Anlage werden neu systematisiert und erläutert.
Die einzelnen Forderungen werden anschließend im Detail diskutiert und durch Praxisbeispiele inkl. Schadensfälle erläutert. Zahlreiche Checklisten, in denen Hinweise zur Beachtung der Inbetriebnahme während der konkreten, fachspezifischen Engineeringarbeiten enthalten sind, werden angeführt.
Ausführungen zur Dokumentation, insbesondere über die inbetriebnahmerelevanten Phasendokumentationen sowie über die notwendige Inbetriebnahmedokumentation und die zu erarbeitende AS BUILT-Dokumentation, runden die Inbetriebnahmeaspekte während des Engineerings ab.
Klaus H. Weber

3. Planen von Sicherheit sowie Gesundheits- und Umweltschutz für die Inbetriebnahme

Abstract
Die Inbetriebnahme beinhaltet a priori erhöhte Gefährdungen fär die Einhaltung von Gesundheit – Sicherheit – Umweltschutz (GSU). Entsprechend mässen Sicherheit sowie Gesundheits- und Umweltschutz fär die Inbetriebnahme fundiert geplant und realisiert werden. Wie die notwendigen Leistungen zweckmäßig in die Projekt-Sicherheitsarbeit einzubinden sind, wird dargelegt.
Die aktuellen inbetriebnahmerelevanten Rechtsvorschriften der EU und der BRD, die dabei zu beachten sind, werden systematisch erläutert und zitiert.
Analoges gilt fär Ausfährungen zur Beachtung der Inbetriebnahme bei der Genehmigung und beim Umweltschutz.
Den Hauptteil dieses Kapitels bilden konkrete Maßnahmen inkl. Praxisbeispiele und Checklisten zur Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheitsschutz während der Inbetriebnahme. Schwerpunkte sind u.a.: Risikobeurteilung vor Inverkehrbringen, Betriebsanleitungen und Inbetriebnahmeanleitung, Konformitäts-erklärung vor Inverkehrbringen, Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsanweisungen inkl. Inbetriebnahmeanweisungen und die Arbeitsfreigabe während der Inbetriebnahme.
Klaus H. Weber

4. Inbetriebnahmemanagement

Abstract
Die Gesamtkosten für die Inbetriebnahme liegen im Bereich von 8 bis 15 % der Investitionskosten. Welche Einsparpotentiale, z.B. durch ein effizientes Projekt-und Inbetriebnahmemanagement möglich sind, wird systematisch analysiert sowie durch Praxisbeispiele, Checklisten und Formblätter praktisch nutzbar gemacht.
Da die Inbetriebnahme den rechtsverbindlichen Leistungsnachweis sowie die Abnahme der Anlage und AS BUILT-Dokumentation beinhaltet, wird ausführlich auf die Vertragsgestaltung zur Inbetriebnahme inkl. Gewährleistung und Garantie eingegangen.
Den Hauptteil der Ausführungen zum Inbetriebnahmemanagement betreffen praxisbezogene Darlegungen zur Inbetriebnahmeorganisation, wie z.B. über die Arbeitsorganisation inkl. möglicher Pflichten- und Verantwortungsübertragung, Besprechungen und Formblätter, Inbetriebnahmeleiter und -team sowie zum Inbetriebnahmehandbuch.
Deutlich erweitert wurde die Beschreibung effizienter Organisationsstrukturen. Auf Aspekte der Inbetriebnahmeplanung inkl. Unwägbarkeiten und des Inbetriebnahmecontrolling inkl. Troubleshooting wird vertiefend eingegangen.
Klaus H. Weber

5. Vorbereitung der Inbetriebnahme

Abstract
Die Inbetriebnahmevorbereitung schließt alle Maßnahmen während der Anlagenherstellung ein, die hinsichtlich der späteren Inbetriebnahme bis zur Mechanischen Fertigstellung der Anlage erbracht werden. Dazu gehören die inbetriebnahme-spezifischen Arbeiten während der Beschaffung und der Errichtung der Anlage auf der Baustelle.
Im Einzelnen werden die notwendigen Leistungen zur Qualitätssicherung inkl. Montagekontrollen, Ausbildung und Unterweisung des Bedienungs- und Instandhaltungspersonals, Reinigen der Anlage, Inbetriebnahme der Infrastruktur, Mediensysteme und Nebenanlagen, Durchführung von Sicherheits-, Funktions- und Abnahmeprüfungen sowie zu Dichtheitsprüfungen im Detail dargelegt und durch Praxisbeispiele inkl. Schadensfällen und durch Checklisten erläutert. Für die rechtsrelevanten Sicherheitsprüfungen vor Inbetriebnahme ist eine detaillierte Checkliste angegeben.
Abschließend wird ausgeführt, wie die Schnittstelle zwischen Montage und Inbetriebnahme zweckmäßig zu definieren und auszugestalten ist.
Ein Vorschlag mit Kontrollfragen für die Auditierung der Inbetriebnahme-voraussetzungen wird unterbreitet.
Klaus H. Weber

6. Durchführung der Inbetriebnahme

Abstract
Die Inbetriebnahme gliedert sich in die drei Abschnitte: Kalt-Inbetriebnahme (Synonym: Herstellung der Betriebsbereitschaft), Heiß-Inbetriebnahme (Synonym: Probebetrieb und Leistungsfahrt(Synonym: Abnahmeversuch).
Für jeden Abschnitt werden die einzelnen Inbetriebnahmeschritte beschrieben, durch Praxisbeispiele erläutert sowie durch Checklisten ergänzt. Einen Schwerpunkt bildet das Anfahren ausgewählter Anlagenkomponenten zu Beginn der Heiß-Inbetriebnahme. Für eine Prototypanlage ist ein Anfahrbeispiel dargestellt. Auf Besonderheiten bei Winterbedingungen wird eingegangen.
Für die Meilensteine Anzeige der Betriebsbereitschaft, Durchführung des Leistungsnachweises, Abnahme der Anlage, Abnahme der AS BUILT-Dokumentation und deren Schnittstellengestaltung werden Musterprotokolle und Prozeduren vorgeschlagen und beschrieben. Für den ganzheitlichen Anfahrcheck vor Beginn der Heiß-Inbetriebnahme sind Vorgaben enthalten.
Detaillierte Ausführungen werden zur Fertigstellung, Prüfung und Abnahme der AS BUILT-Dokumentation gemacht.
Klaus H. Weber

7. Know-how-Gewinn während der Inbetriebnahme

Abstract
Selbstverständlich bringt die Inbetriebnahme quasi im „Selbstlauf“ neues Know-how hervor. Es stellt im gewissen Sinne ein natürliches Nebenprodukt der Inbetriebnahme dar.
Zusätzlich zu diesem „natürlichen“ Know-how-Zuwachs bietet die Inbetriebnahmephase aber zum Teil einmalige Möglichkeiten, neue Erkenntnisse zu gewinnen. Welche Möglichkeiten und Vorteile dies beinhaltet und wie gezielt Prozess- und Anlagenanalysen während der Inbetriebnahme genutzt werden können, wird beschrieben. Anhand von zwei Praxisbeispielen werden die Aussagen veranschaulicht.
Abschließend werden zwei Möglichkeiten der Inbetriebnahmeauswertung in Form eines Auswertekolloquiums oder Auswerteberichts angeführt und deren Vor- und Nachteile erläutert.
Klaus H. Weber

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