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Über dieses Buch

Während sich an der Diskussion um aktive und passive Sterbehilfe verschiedene Disziplinen rege beteiligen, wird das Thema der indirekten Sterbehilfe vergleichsweise selten aufgegriffen. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung um indirekte Sterbehilfe scheint, gerade vor dem Hintergrund, dass medizinische, juristische und ethische Sichtweisen auf diese Form der Sterbehilfe zu verschiedenen Beurteilungen gelangen, ins Stocken zu geraten.

Dieses Buch möchte die jeweiligen Sichtweisen nachvollziehen und analysieren sowie Anknüpfungspunkte für die weitere interdisziplinäre Diskussion vorstellen. Indirekte Sterbehilfe wird in diesem Buch von der medizinischen, juristischen und ethischen Warte aus beleuchtet. Zu Beginn werden die historische Entstehung der Begriffe Euthanasie und Sterbehilfe und ihre Entwicklung bis zur Gegenwart aufgezeigt. Daraufhin erfolgt eine Abgrenzung der verschiedenen Formen der Sterbehilfe voneinander. Im Fokus der medizinischen Betrachtung indirekter Sterbehilfe steht die Frage, ob diese in der Praxis tatsächlich stattfindet, d.h. ob eine Schmerztherapie am Lebensende tatsächlich lebensverkürzend, oder ob sie unter Umständen sogar lebensverlängernd wirken kann. Die Darlegung der juristischen Sicht indirekter Sterbehilfe erfolgt anhand der Darstellung von denkbaren Lösungsansätzen um zu einer Straflosigkeit der Durchführung von indirekter Sterbehilfe zu gelangen. Schließlich wird die ethische Bewertung von indirekter Sterbehilfe in Anlehnung an das Prinzip des doppelten Effektes erfolgen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Während sich an der Diskussion um aktive und passive Sterbehilfe gleichermaßen verschiedene Disziplinen rege beteiligen, wird das Thema der indirekten Sterbehilfe vergleichsweise selten aufgegriffen. Es ist anzunehmen, dass die wissenschaftliche Auseinandersetzung um indirekte Sterbehilfe gerade vor dem Hintergrund, dass medizinische, juristische und ethische Sichtweisen auf diese Form der Sterbehilfe zu verschiedenen Beurteilungen gelangen, ins Stocken gerät. Diese Arbeit möchte im Folgenden diese jeweiligen Sichtweisen nachvollziehen und analysieren sowie Anknüpfungspunkte für die weitere wissenschaftliche Auseinandersetzung vorstellen.
Sophie Roggendorf

2. Begriffsgeschichte der Sterbehilfe

Zusammenfassung
Der Begriff Euthanasie entstammt dem Griechischen und kann mit „guter Tod“ bzw. „sanfter Tod“ übersetzt werden.1 Vermutlich wurde bei der Wortbildung bewusst der Ausdruck „thanatos“ verwendet, da dieser nicht nur Tod bedeutet, sondern auch den Tod meint, der an der Zeit ist, der einen alten Menschen nach einem erfüllten Leben ereilt.2
Sophie Roggendorf

3. Binnendifferenzierung der Begriffe aktive, passive und indirekte Sterbehilfe, palliative und terminale Sedierung

Zusammenfassung
Bevor ein Versuch der Erläuterung des aktuellen Diskurses um den Themenkomplex Sterbehilfe in Deutschland unternommen werden kann, ist die Definition und differenzierte Erklärung der einzelnen Begrifflichkeiten unerlässlich. Aus diesem Grund sind zunächst einmal die Begriffe aktive, passi-ve und indirekte Sterbehilfe sowie terminale und palliative Sedierung zu definieren.
Sophie Roggendorf

4. Die indirekte Sterbehilfe aus medizinischer Sicht

Zusammenfassung
Das Leisten von indirekter Sterbehilfe soll einem sterbenden Patienten durch eine effektive Schmerztherapie in den ihm bleibenden Tagen oder Wochen eine verbesserte Lebensqualität ermöglichen. Mit dem Durchführen einer Schmerztherapie soll also Hilfe im Sterben geleistet werden. Das Adjektiv indirekt soll vermitteln, dass die Schmerztherapie einen früheren Todeseintritt zur Folge haben könnte. Dieses wird in Kauf genommen, kann und darf aber zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt sein. Das Begriffskonstrukt indirekte Sterbehilfe nimmt Bezug auf das Prinzip des doppelten Effektes (PDE – principle of double effect); die ethische Diskussion über indirekte Sterbehilfe wird im Folgenden noch behandelt werden.
Sophie Roggendorf

5. Die indirekte Sterbehilfe aus rechtswissenschaftlicher Sicht

Zusammenfassung
Das Thema Sterbehilfe wird in der Rechtswissenschaft häufig diskutiert und in den letzten Jahren ist insbesondere der Ruf nach einer gesetzlichen Regelung dieses Themenkomplexes lauter geworden. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sich bereits mehrfach mit den unterschiedlichen Formen der Sterbehilfe befasst; viele Fragen sind jedoch noch nicht abschließend geklärt worden.
Sophie Roggendorf

6. Die indirekte Sterbehilfe aus ethischer Sicht

Zusammenfassung
Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit ist indirekte Sterbehilfe aus medizinischer Sicht und im zweiten Teil aus juristischer Sicht dargestellt worden. Im letzten Teil soll sie aus ethischer Sicht beleuchtet und analysiert werden. Die ethische Diskussion indirekter Sterbehilfe wird am Schluss geführt, da sie einige Überschneidungen mit der juristischen sowie der medizinischen Diskussion beinhaltet. Da Ethik in gewisser Weise dem Recht übergeordnet und dem ärztlichen Handeln als Richtschnur dient, soll die ethische Diskussion eine Zusammenführung der bisher erarbeiteten Thesen und dadurch eine abschließende Bewertung indirekter Sterbehilfe ermöglichen.
Sophie Roggendorf

7. Diskussion

Zusammenfassung
In der vorliegenden Arbeit ist indirekte Sterbehilfe aus drei Perspektiven beleuchtet worden. Eine Gesamtbetrachtung zeigt, dass die medizinischen, juristischen und ethischen Sichtweisen große Diskrepanzen aufweisen. Darüber hinaus ist die Rezeption der jeweiligen Sichtweise in den anderen Disziplinen oftmals spärlich oder gar nicht vorhanden. In der abschließenden Diskussion soll versucht werden, die Erkenntnisse der verschiedenen Disziplinen miteinander zu verknüpfen und so eine mögliche Vorgehensweise für die weitere Entwicklung des Diskurses um indirekte Sterbehilfe vorzuschlagen.
Sophie Roggendorf

8. Zusammenfassung

Zusammenfassung
In der vorliegenden Arbeit werden die medizinische, juristische und ethische Sicht indirekter Sterbehilfe dargestellt. Durch die Beleuchtung der Thematik von verschiedenen Warten konnten starke Diskrepanzen in der Wahrnehmung derselben aufgedeckt werden. Verschiedene Studien belegen, dass indirekte Sterbehilfe nach heutiger Definition in der medizinischen Praxis nicht stattfindet. Eine Schmerztherapie am Lebensende führt nicht zu einem früheren Todeseintritt. Ebenso wenig führt eine terminale Sedierung, die begonnen wurde, um therapierefraktäre Symptome zu kontrollieren, zu einer Lebensverkürzung. Weitere Studien sind nötig, um die von einigen Wissenschaftlern postulierte Annahme zu belegen, dass eine adäquate Schmerztherapie am Lebensende vielmehr eine lebensverlängernde Wirkung in sich birgt.
Sophie Roggendorf

9. Quellen und Literatur

Ohne Zusammenfassung
Sophie Roggendorf

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