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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
In der Politik, der Kultur, dem öffentlichen Leben und der Wirtschaftsordnung der westlichen Welt kann, vor allem seit dem Aufkommen liberaler Gedanken in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Europa, von einem Vorrang des Individuums vor den Ansprüchen der Gesellschaft gesprochen werden.1 Dieser Prozeß hat sich, vor dem Hintergrund einer in weiten Bereichen prosperierenden Wirtschaft, nach dem zweiten Weltkrieg noch erheblich beschleunigt und betrifft heute nahezu alle Be­reiche unserer Gesellschaft in erheblichem Umfang.
Harald Popp

2. Das Phänomen der Individualisierung

Zusammenfassung
Das Phänomen der Individualisierung bildet heute unbestritten einen Grundsachverhalt und ein vielschichtiges Problem unserer modernen Gesellschaft.1 Bei genauerer Betrachtung fasziniert vor allem seine Unschärfe und vielseitige Verwendbarkeit. Gleichzeitig liegen hier aber auch die größten Probleme bei der Verwendung des Begriffes. Eine Eingrenzung auf die für diese Untersuchung wesentliche Merkmale ist also dringend notwendig. Diese sind jedoch aufgrund ihrer hohen Komplexität ohne einen kurzen Abriß ihrer historischen Entwicklung nur unvollständig zu verstehen. Um dem zu begegnen und der Tatsache Rechnung zu tragen, daß die Formen der Individualisierung sich stets als ein Spiegelbild wichtiger gesellschaftlicher Ereignisse und Veränderungen präsentieren, sollen im folgenden kurz die wesentlichen historischen Einflüsse auf das heute in westlichen Gesellschaften zu beobachtende Phänomen dargestellt werden.
Harald Popp

3. Die Untersuchung von Auswirkungen des Individualisierungsprozesses als Grundlage der Planung von Marketing-Aktivitäten eines Versicherungsunternehmens

Zusammenfassung
Wohl kaum ein anderer Bereich der Betriebswirtschaftslehre weist eine derartige Anzahl an Publikationen auf wie das Themengebiet Marketing.1 Dabei zeigen sich die Veröffentlichungen in teilweise sehr schillerndem Gewand.2 Eine Ursache hierfür mag im geringen Alter der Disziplin liegen. Der Begriff Marketing entstand um die Jahrhundertwende in den USA3. Es dauerte dann fast 60 Jahre, bis dieser Denkansatz auch in Europa, und hier zuerst im Bereich der Konsumgüterindustrie und des Handels, Fuß fassen konnte und die Bereiche Vertrieb und Absatz ergänzte bzw. integrierte. Möglich ist aber auch, daß die große Anzahl an Veröffentlichungen ihre Ursache in einer ständigen Erweiterung des Anwendungsgegenstandes hat.4
Harald Popp

4. Strategische Gestaltungsperspektiven eines gesellschaftsorientierten Marketing für Versicherungsunternehmen vor dem Hintergrund des Individualisierungsprozesses

Zusammenfassung
Die Analysen in Kapitel 3 haben gezeigt, daß von den qualitativen und quantitativen Veränderungen, die durch den Individualisierungsprozeß verursacht werden, vielfältige Einflüsse auf die Versicherungswirtschaft ausgehen. Diese beziehen sich sowohl auf den organisationsinternen Bereich als auch auf die Umwelt I und II von Versicherungsunternehmen. Wollen Organisationen der Assekuranz langfristig erfolgreich am Markt existieren, ist es in der Folge der geschilderten Veränderungen unbedingt notwendig, daß sie sich auf die geschilderten Entwicklungen einstellen und geeignete Maßnahmen ergreifen. Da der in dieser Arbeit untersuchte Individualisierungsprozeß gegenüber den in der Literatur oftmals erwähnten Umfeldentwicklungen von Unternehmen wie beispielsweise denen einer Marktsättigung, verstärkter ausländischer Konkurrenz oder Marktverhältnissen, die mit dem Stichwort Käufermarkt bezeichnet werden1, eine andere Qualität aufweist, müssen die zu ergreifenden Marketing-Strategien dem auch Rechnung tragen. Das Konzept des gesellschaftsorientierten Marketing2 wird diesem Anspruch gerecht, indem es in allen seinen Teilbereichen versucht, die Veränderungen in der Umwelt der Unternehmen in seine Aktionen zu integrieren und ihnen so die notwendige Aufmerksamkeit zu widmen.
Harald Popp

5. Schlußbemerkungen und weitergehende Forschungsfragen

Zusammenfassung
Die Ergebnisse dieser Arbeit haben gezeigt, daß von den vielfältigen Auswirkungen des Individualisierungsprozesses auf Menschen und Strukturen unserer Gesellschaft umfangreiche Konsequenzen für die Versicherungswirtschaft zu erwarten sind. Der Bereich der Assekuranz ist dabei innerhalb der gesamten Wirtschaft vor allem aufgrund seiner engen Verbindungen zu seinem gesellschaftlichen Umfeld1 überproportional betroffen. Die Veränderungen stellen damit eine zentrale Herausforderung für das Management von Versicherungsunternehmen dar und weisen eindringlich auf die Notwendigkeit einer erweiterten Marketing-Perspektive hin.
Harald Popp

Backmatter

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