Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Sophia Becker untersucht in ihrer empirischen Studie, ob technische Effizienzverbesserungen des Autos dazu führen, dass Konsumenten sich ein größeres Auto anschaffen, längere Strecken zurücklegen oder schneller fahren. Die Ergebnisse zeigen, dass solches Rebound-Verhalten lediglich in ganz bestimmten Konstellationen und Motivlagen auftritt. Insgesamt kommt den Effizienzsteigerungen eine erleichternde aber keine kausale Wirkung auf Nachfragesteigerungen zu. Durch ihre verhaltenstheoretische Einbettung und empirische Fundierung leistet die Studie einen wichtigen Beitrag zur sozial-ökologischen Rebound-Forschung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Die Senkung des Energie- und Ressourcenverbrauchs der privaten Haushalte ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu nachhaltiger Entwicklung. In Deutschland entfallen 25 % der CO2-Emissionen privater Haushalte auf den Bereich der Mobilität (Kleinhückelkotten, Neitzke & Moser, 2016) und das dominante Verkehrsmittelder Deutschen ist nach wie vor der Pkw. Die Automobilindustrie verweist auf große technologische Effizienzverbesserungen des Pkw.
Sophia Becker

Kapitel 2. Stand der Forschung

Die Rebound-Forschung ist stark von ökonomischen Paradigmen geprägt und zielt meist auf Schätzungen der Höhe des Rebound-Effekts für einen Verbrauchssektor pro Jahr und territorialer Einheit ab. Die Ergebnisse dieser Schätzungen fallen jedoch sehr unterschiedlich aus (Sorrell, Dimitropoulos & Sommerville, 2009; Galvin, 2014; Gillingham, Kotchen, Rapson & Wagner, 2013). Sozialwissenschaftliche Studien zum Rebound-Effekt finden sich bisher nur vereinzelt.
Sophia Becker

Kapitel 3. Rahmenbedingungen

Dieses Kapitel dient als Hintergrundfolie der geplanten empirischen Erhebung. Zu Beginn gehe ich auf ausgewählte Politikinstrumente, die für die Betrachtung von Rebound-Verhalten relevant sind, ein (3.1). Außerdem stelle ich einige quantitative Trends und eine Bestandsaufnahme des Pkw-Bestands und der Neuzulassungen in Deutschland vor (3.2). In ähnlicher Weise werden Entwicklungen des Pkw-Nutzungsverhalten anhand von Repräsentativerhebungen skizziert (3.3).
Sophia Becker

Kapitel 4. Theorie

Der Überblick zum Stand der Forschung (Kapitel 2.2) hat gezeigt, dass sich noch kein verhaltenstheoretisches Modell zur Erklärung von Rebound-Verhalten etabliert hat. Viele bisherige Arbeiten zum Rebound nehmen sogar keinerlei explizit verhaltenstheoretische Einordnung des Phänomens vor, was zu fragmentarisch wirkenden Befunden mit geringer Erklärungskraft führt.
Sophia Becker

Kapitel 5. Methoden

Das Ziel dieses Kapitels ist die Begründung und Dokumentation der gewählten empirischen Forschungsmethoden zur Erfassung und Erklärung von individuellem Pkw-Rebound-Verhalten. Dazu wird zunächst das qualitative Forschungsdesign vorgestellt (5.1). Im Anschluss folgen Erläuterungen zum problemzentrierten Interview und den verwendeten Interviewleitfäden (5.2).
Sophia Becker

Kapitel 6. Ergebnisse

Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der empirischen Erhebung und gliedert sich in vier Abschnitte. Die Struktur des Kapitels folgt dabei der bereits vorgenommenen Einteilung in die Rebound-Verhaltensdimensionen Kaufentscheidung (6.1), Fahrleistung (6.2) und Fahrstil (6.3) und wird von einem Abschnitt zu Moral Licensing Prozessen (6.4) ergänzt. Am Ende jedes Teilkapitels findet sich eine Zusammenfassung der wichtigsten Befunde.
Sophia Becker

Kapitel 7. Diskussion

In diesem Kapitel werden die empirischen Ergebnisse zum individuellen Pkw-Rebound-Verhalten eingeordnet und reflektiert. Zuerst stehen die Eignung des theoretischen Ansatzes und die Rückschlüsse aus der Empirie auf die Theorie im Fokus (7.1). Daran anschließend werden die deskriptiven und analytischen Ergebnisse zu den drei Dimensionen von möglichem Rebound-Verhalten, beginnend mit der Kaufentscheidung (7.2) und dem subjektiven Effizienzverständnis (7.3), betrachtet.
Sophia Becker

Kapitel 8. Implikationen

In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der vorliegenden Studie hinsichtlich ihrer Implikationen für Praxis und Forschung betrachtet. Politische Handlungsempfehlungen werden im ersten Teil (8.1) vorgestellt. Darauf folgen eine kritische Diskussion des Rebound-Konstrukts und ein Ausblick auf den zukünftigen Forschungsbedarf zum Thema Pkw-Rebound-Verhalten (8.2). Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse (8.3).
Sophia Becker

Backmatter

Weitere Informationen

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Systemische Notwendigkeit zur Weiterentwicklung von Hybridnetzen

Die Entwicklung des mitteleuropäischen Energiesystems und insbesondere die Weiterentwicklung der Energieinfrastruktur sind konfrontiert mit einer stetig steigenden Diversität an Herausforderungen, aber auch mit einer zunehmenden Komplexität in den Lösungsoptionen. Vor diesem Hintergrund steht die Weiterentwicklung von Hybridnetzen symbolisch für das ganze sich in einer Umbruchsphase befindliche Energiesystem: denn der Notwendigkeit einer Schaffung und Bildung der Hybridnetze aus systemischer und volkswirtschaftlicher Perspektive steht sozusagen eine Komplexitätsfalle gegenüber, mit der die Branche in der Vergangenheit in dieser Intensität nicht konfrontiert war. Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise