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Über dieses Buch

Die Wertetheorie von Shalom Schwartz geht davon aus, dass Werte den Menschen zwar unterschiedlich wichtig sein können, dass Individuen unter den Schwartz-Werten aber immer das gleiche verstehen (Bedeutungsäquivalenz). Nicolas Frenzel Baudisch geht mit Daten des European Social Survey der Frage nach, ob sich Individuen finden lassen, deren Wertevorstellungen von den Schwartz-Werten abweichen (widersprüchliche Wertevorstellungen). Dabei lässt sich belegen, dass sich solche Individuen finden lassen und dass dies dazu führen kann, dass die Messung dieser Werte weniger gelungen ist (verringerte Konstruktvalidität).

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Werte gehörten bereits seit der Frühphase der Soziologie als universitäre Wissenschaft zu ihrem Gegenstandsbereich (vgl. zum Beispiel Weber 1988 [1913]). Die kontinuierliche wissenschaftliche Beschäftigung mit Werten begann jedoch erst Jahrzehnte später. Seitdem wurden Werte auch in Zusammenarbeit mit Anthropologen oder Psychologen interdisziplinär erforscht (vgl. Parsons und Shils 1951; Klages 2008). Seit den 1990er Jahren erfuhren Werte vor allem in der Psychologie eine zunehmende Thematisierung.

Nicolas Frenzel Baudisch

Kapitel 2. Theoretische Grundlagen

Die theoretische Grundlage der vorliegenden Arbeit ist die Wertetheorie von Shalom Schwartz. Das Kapitel beginnt mit der Erläuterung von Schwartz‘ Wertebegriff, an die sich eine chronologisch geordnete Beschreibung der Entwicklung der Wertetheorie in drei Phasen anschließt. In der Psychologie wird das Modell von Schwartz inzwischen als „standard model in values research“ bezeichnet (Gollan und Witte 2014, S. 452). Aufgrund der zahlreichen Publikationen in diesem Kontext ist es hier nicht möglich, die Theorie und ihre Varianten vollständig darzustellen.

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Kapitel 3. Stand der Forschung zu widersprüchlichen Werteverständnissen

Der erste Abschnitt dieses Kapitels hebt hervor, dass die bisherige Schwartzsche Werteforschung durchaus auch auf kleinere Diskrepanzen zwischen den untersuchten Daten und dem Circumplex-Modell gestoßen ist (vgl. Schwartz 1992, 1994; Bilsky et al. 2011; Schwartz und Sagiv 1995; Bilsky 2008), diese jedoch der allgemeinen Akzeptanz der Theorie keinen Abbruch taten. Insofern gab es schon immer auch vereinzelte Hinweise darauf, dass die Circumplex-Struktur nicht auf alle Individuen gleichermaßen zutrifft.

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Kapitel 4. Daten

Die empirische Grundlage dieser Arbeit bilden Daten des European Social Survey (ESS) aus den Ländern Deutschland, Spanien und den Niederlanden. An die Vorstellung des ESS-Quelldatensatzes schließen sich in diesem Kapitel Erläuterungen zur Variablenselektion an. Darauf folgen Begründungen für die Auswahl der drei genannten Länder, für das Pooling ihrer jeweiligen Daten sowie den Verzicht auf die Anwendung der ESS-Gewichte des design weight und des population size weight.

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Kapitel 5. Studie I: Wertinterne Inkonsistenz

Die erste Variante eines widersprüchlichen Werteverständnisses nach der BIW-Theorie besteht in der inkonsistenten Auffassung unterschiedlicher Aspekte desselben Wertes und wurde als wertinterne Inkonsistenz bezeichnet. Da sie sich konzeptuell grundlegend von der zweiten Möglichkeit kontradiktorischer Wertevorstellungen unterscheidet, werden die Untersuchungen zu beiden Varianten als getrennte Studien abgehandelt.

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Kapitel 6. Studie II: Strukturbezogene Inkonsistenz

Die zweite aus der BIW-Theorie abgeleitete Möglichkeit, wie Individuen Werte widersprüchlich auffassen können, thematisiert nicht mehr die wertinterne Item-Ebene, sondern bezieht sich auf die strukturellen Interrelationen der systemischen Werteebene. Auch wenn sich die Operationalisierung der strukturbezogenen Inkonsistenz im Konkreten anders gestaltet als bei der wertinternen Inkonsistenz, so ist die ursprüngliche Idee der Identifikation von Individuen mit kontradiktorischem Werteverständnis als empirische Ausreißer die gleiche und auch die Hypothesen werden vollständig analog zu denen der wertinternen Inkonsistenz gebildet. Grundlegende Unterschiede in der Konzeption der beiden Werteverständnisarten rechtfertigen jedoch ihre gesonderte Bearbeitung in zwei getrennten Studien.

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Kapitel 7. Studie III: Metaanalysen

Die dritte Studie dieser Arbeit fasst Ergebnisse der ersten beiden zusammen, indem sie sie einer Metaanalyse unterzieht. Die bisherigen, umfangreichen Resultate bildeten eine heterogene Befundlage. Die Metaanalyse soll klären helfen, inwiefern sich auf einer abstrakteren Ebene homogenere Ergebnismuster nachweisen lassen.

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Kapitel 8. Schlussfolgerungen

Um in diesem abschließenden Kapitel die Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen der vorliegenden Arbeit ziehen zu können, werden zunächst die Haupterkenntnisse der drei Studien der Untersuchung noch einmal in einer Gesamtdarstellung eingeordnet. Daraufhin erfolgt die Darlegung der Stärken und Schwächen dieser Arbeit und die Erörterung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen Studien vergleichbarer Ausrichtung. Der vorletzte Abschnitt thematisiert die Folgen der hier gewonnenen Erkenntnisse für die BIW-Theorie, bevor schlussendlich noch offene Fragen aufgeworfen werden.

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Backmatter

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