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2017 | OriginalPaper | Buchkapitel

13. Induktive Statistik

verfasst von : Claus Brell, Juliana Brell, Siegfried Kirsch

Erschienen in: Statistik von Null auf Hundert

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Zusammenfassung

Die induktive Statistik beschäftigt sich mit Aussagen über eine Grundgesamtheit, ohne dass alle Daten der Grundgesamtheit bekannt sind. Induktive Statistik verwendet Stichproben, das heißt eine Auswahl von Objekten der Grundgesamtheit, mit der Sie dann von den Eigenschaften der Stichprobe auf Eigenschaften der Grundgesamtheit schließen. Die dahinterliegenden Konzepte erfordern Kenntnisse der deskriptiven Statistik und der Wahrscheinlichkeitstheorie. Statistikpakete wie z. B. SPSS nehmen Ihnen viele Überlegungen ab, lassen es aber auch zu, dass Sie die Ergebnisse unzureichend interpretieren. Nach der Lektüre dieses Kapitels werden Sie in der Lage sein, solche Rechnungen mit dem Taschenrechner oder mit EXCEL durchzuführen und die Ergebnisse zu verstehen. Als Rechenmethoden werden Sie – der komplexen Theorie dahinter zum Trotz – lediglich Dreisatz und die Tabellen am Ende des Buchs benötigen. Der grundsätzliche Ablauf in der induktiven Statistik ist: Bestimmung der geeigneten Auswahl aus der Grundgesamtheit als Stichprobe, Bestimmung Festlegung der Wahrscheinlichkeit oder alternativ des Fehlerbereichs, den Sie für die Abweichung von den wahren Werten der Grundgesamtheit akzeptieren wollen, Berechnung der statistischen Parameter der Stichprobe, Berechnung der Wahrscheinlichkeit P, dass der Schätzfehler eine vorher festgelegte Größe nicht überschreitet oder alternativ Berechnung des Schätzfehlers, wenn Sie die Wahrscheinlichkeit vorher festgelegt haben.
Fußnoten
1
Ein Synonym ist schließende Statistik.
 
2
Die Auswahl aus einer Grundgesamtheit ist Thema der Testtheorie und nicht der Statistik. Randomisierung ist ein Verfahren, um repräsentative Stichproben zu erhalten. Eine weiteres ist, die Stichprobe sehr groß zu wählen…
 
3
Bevor Sie die Anzahl bestimmen können, müssen Sie die anderen Schritte verstanden haben.
 
4
In der Tat rechnen einige Soziologen, Wirtschaftswissenschaftler und Mediziner mit SPSS, verstehen aber das Ergebnis nicht.
 
5
Das muss nicht immer so sein. Manchmal ist es besser, sogenannte nichtparametrische oder verteilungsfreie Parameter zu ermitteln, z. B. wenn Sie nur sehr wenige Werte n ≤ 7 untersuchen und Sie sicher sind, das die Grundgesamtheit nicht normalverteilt ist. Der Median und der Quartilsabstand sind solche Parameter. Sogenannte nichtparametrische induktive Statistik sprengt jedoch den Rahmen dieses Buchs.
 
6
Eine Zusammenfassung mehrerer Einzelstudien heißt Metastudie.
 
Metadaten
Titel
Induktive Statistik
verfasst von
Claus Brell
Juliana Brell
Siegfried Kirsch
Copyright-Jahr
2017
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-53632-2_13

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