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19.12.2017 | Industrie 4.0 | Nachricht | Onlineartikel

Entwicklungsweg zu Industrie 4.0 erleben

Autor:
Nadine Winkelmann

Das IPA-Applikationszentrum wurde beim Wettbewerb "100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg" ausgezeichnet. In dem Zentrum haben Unternehmen die Möglichkeit verschiedene Industrie-4.0-Anwendungen zu testen.

Am 6. Dezember wurde das Applikationszentrum Industrie 4.0 des Fraunhofer IPA beim Wettbewerb "100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg" ausgezeichnet. In der Innovationsumgebung erleben Unternehmen, wie sie Industrie 4.0 systematisch in die Produktion einführen können. Der badenwürttembergische Ministerialdirigent Günther Leßnerkaus hat den Preis an Petra Foith-Förster, Leiterin des Applikationszentrums, im Alten Schloss übergeben. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) können im Applikationszentrum testen, welche Industrie-4.0-Anwendungen sich für sie eignen. Die Wissenschaftler unterstützen sie, Lösungen auszuwählen, anzupassen und im Unternehmen einzuführen. Auf diese Weise werden neueste wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in die Anwendung gebracht und IPA kann die Forschung an die Bedarfe der Industrie anpassen.

Die Entwicklungsbereiche des Applikationszentrums basieren größtenteils auf der Studie "Industrie 4.0: Entwicklungsfelder für den Mittelstand" des Fraunhofer IPA aus dem Jahr 2016. Hier haben die Stuttgarter Forscher vier Stufen von Industrie 4.0 definiert und in eine systematische Reihenfolge gebracht. Im Applikationszentrum werden seitdem kontinuierlich Demonstratoren und Anwendungsszenarien entwickelt, die die Entwicklungsfelder mit Leben füllen. "Damit erleben Unternehmen nicht nur einzelne Demonstratoren, sondern eine zusammenhängende Geschichte des Nutzens von Industrie 4.0", erläutert Foith-Förster.

Im Entwicklungsfeld "Digitalisierung der Wertschöpfung" sehen Besucher beispielsweise, wie sämtliche Maschinen und Anlagen über eine IT-Schnittstelle an die Cloud angebunden werden. Eine Mixed-Reality-Brille zeigt ihnen echtzeitnah Maschinendaten auf einem virtuellen Dashboard an. Für die Stufe "Die autonome Produktion" haben die Forscher wiederum ein Anwendungsszenario entwickelt, bei dem sich fahrerlose Transportfahrzeuge autonom in der Produktion bewegen. Als Teil einer Edge-Cloud-Architektur nutzen die Wagen situationsangepasst lokale oder zentrale Rechenleistung. Weil sie eine geteilte Karte in der Cloud haben, können sie sich gegenseitig ausweichen und ihre Routen selbstständig anpassen.

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Quelle:
Industrie 4.0

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