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13.09.2018 | Industrie 4.0 | Nachricht | Onlineartikel

Sensorsystem für KMU

Autor:
Nadine Winkelmann

Ein neuartiges mobiles Sensorsystem ermöglicht es, Daten von bestehenden Prozessen sowie Daten von zusätzlichen Sensoren temporär zu erfassen und an eine Datenbank zu übermitteln. Eine anschließende Analyse kann Ursachen für Qualitätsdefizite offenlegen oder Anzeichen für eine anstehende Wartung identifizieren.


Was erwarten Unternehmen im Mittelstand von Industrie 4.0? Wo erhofft man sich Vorteile, wo verbirgt sich ein greifbarer und konkreter Nutzen? Ohne zunächst hohe Beträge in Betriebsmittel und Personal zu investieren, lassen sich diese Fragestellungen schwer beantworten. Eine praxisnahe und kostengünstige Antwort kommt vom Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB aus Lemgo: Mit dem neuen Sensorsystem INAsense wollen die Entwickler es mittelständischen Unternehmen zukünftig einfacher machen, mehr Transparenz, Kontrolle, Planbarkeit, Sicherheit und Flexibilität in der eigenen Produktion zu gewinnen. Dr.-Ing. Holger Flatt, Leiter der Forschungsgruppe "Intelligente Sensorsysteme" bei Fraunhofer, fasst den Ansporn für dieses Entwicklungsprojekt zusammen: "Industrie 4.0 ist für viele Mittelständler noch ein abstrakter Begriff, der nichts mit Ihren Auftragsbüchern oder ihren Produkten zu tun hat. Mit dem mobilen Sensorsystem wollen wir vor Ort Daten gewinnen, Transparenz erzeugen und Potentiale aufzeigen oder bei dem Auffinden von Problemen unterstützen. Ein großer Vorteil dabei ist, dass weder eigene Sensorik-Hardware noch eigene einschlägige Industrie 4.0-Kompetenz im Unternehmen vorhanden sein muss."

Das kompakte und mobile Sensorsystem bietet zur Datengewinnung eine große technische Bandbreite: Infrarot-, Vibrations-, Druck-, Distanz-, Temperatur-, Luftfeuchte- und Anlagenleistungsmessung sowie das Messen diverser weiterer physikalischer Eigenschaften. Außerdem ist eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) verbaut, ein interner Rechner und ein Gateway sowie ein LTE-Router zur Übermittlung der Sensordaten an eine sichere Cloud. Im Gegensatz zu vergleichbaren Systemen ist dieses Messsystem nicht nur für eine Branche optimiert und kann direkt in die laufende Produktion gebracht und eingesetzt werden. Zukünftig könnte es zum Beispiel in der Qualitätssicherung zum Einsatz kommen, um Transparenz im Prozess zu schaffen oder bevorstehende Wartungen vorherzusagen. Auch könnten Maschinen auf Basis der Erkenntnisse aus den Produktionsdaten effizienter und leistungsfähiger betrieben werden.

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2018 | OriginalPaper | Buchkapitel

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Quelle:
Konstruktionselemente des Maschinenbaus 2

01.01.2018 | Pulverbeschichten | Ausgabe 1/2018

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