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16.11.2016 | Industrie 4.0 | Im Fokus | Onlineartikel

Augmented Reality beschleunigt Produktionsabläufe

Autor:
Dieter Beste

Virtuelle Abbildungen der Produktionsprozesse helfen, schnell die richtigen Entscheidungen zu treffen. Beispielsweise in der Fertigung eines mittelständischen Lackherstellers.

Die digitale Transformation im Rahmen von Industrie 4.0 findet aktuell in allen Bereichen eines Unternehmens, vor allem aber in Entwicklung und Produktion statt. "Dabei befinden wir uns jedoch noch am Anfang dieser technologischen Entwicklung", sagt Springer-Autorin Lina Longhitano in "Einführung und Umsetzung von Industrie 4.0". Im Kapitel "Industrie 4.0 –Use Cases aus Forschung und Unternehmenspraxis" dieses Buches berichtet sie über den Einsatz innovativer Technologieansätze zur Optimierung der Zusammenarbeit an den Schnittstellen zwischen digitaler Produktentwicklung und der Entwicklung und Absicherung an der Hardware. Dafür geeignete Mixed-Reality-Lösungen finden in der Produktion bei Daimler inzwischen schon eine recht breite Anwendung. "Digital Life und Industrie 4.0 haben einen hohen Stellwert in unserem Unternehmen", fasst Longhitano ihren Bericht zusammen und wagt den Ausblick, dass Technologien wie Smart Watches und Head Mounted Displays (HMDs) wie sie Microsoft für seine HoloLens nutzt bald aus unserem Alltag auch in der Fabrik nicht mehr wegzudenken seien.

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Dass die digitale Transformation nicht auf die "Nische" der Automobilindustrie beschränkt bleiben, sondern auch die Produktion kleiner und mittlerer Unternehmen mit Rasanz verändern wird, zeigt das Beispiel des mittelständischen Lackherstellers Bergolin in Osterholz-Scharmbeck. Dort hat man jetzt im Rahmen eines Pilotprojektes den Einsatz der Microsoft HoloLens-Technologie in den produktionslogistischen Prozessen der Lackherstellung getestet. "Mir ist es wichtig, dass alle Vorgänge im Unternehmen in Echtzeit zurückgemeldet werden. Nur so können wir Industrie 4.0 in der Produktion und Logistik erreichen", sagt Christoph Heinen, Leiter IT und Controlling bei Bergolin.

Gestensteuerung auch mit schweren Arbeitshandschuhen

Da die Mitarbeiter in der Produktion schwere chemikalienbeständige Handschuhe tragen, mussten diese bislang immer ausgezogen werden, bevor am Industrieterminal die Rückmeldung eingegeben werden konnte. Außerdem waren diese Terminals nur an bestimmten Plätzen in der Produktion verteilt. "Das führt dazu, dass die Mitarbeiter versuchen, alle Rückmeldungen gesammelt nach der Arbeit mit den Chemikalien im System zu erfassen." Mit der HoloLens wird der Produktionsraum virtuell mit mobilen Terminals und 3D-TouchPoints ausgestattet, die sich beliebig im Raum verteilen lassen und sich bei Bedarf mit dem Anwender bewegen. Eine einfache Gestensteuerung ist problemlos auch mit schweren Handschuhen möglich. Somit steht bei Bergolin der direkten Erfassung aller Vorgänge in Echtzeit nichts mehr im Wege. Da die HoloLens keinen geschlossenen Raum darstelle, sondern wie ein Head-up-Display im Auto der realen Umgebung Informationen im Gesichtsfeld hinzufüge, benötige man auch "keine neuen Abläufe und die Orientierung in der Produktion sei vollständig gegeben", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

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