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25.02.2020 | Industrie 4.0 | Infografik | Onlineartikel

Automobilindustrie investiert in intelligente Fabriken

Autor:
Christiane Köllner
2 Min. Lesedauer

Die Automobilindustrie will in den Aufbau von intelligenten Fabriken investieren. Laut einer aktuellen Studie sollen 44 Prozent der Fabriken in den nächsten fünf Jahren "smart" werden. 

Die Automobilindustrie plant, ihre Investitionen in den Aufbau von intelligenten Fabriken, sogenannten Smart Factories, in den nächsten drei Jahren um mehr als 60 Prozent zu erhöhen. Damit sei sie anderen Branchen voraus. Durch den Aufbau von Smart Factories sollen im günstigsten Fall Produktivitätssteigerungen von mehr als 160 Milliarden US-Dollar möglich sein, so die aktuelle Studie des Capgemini Research Institute "How Automotive Organizations can maximize the Smart Factory Potential". Für die Studie wurden 100 Führungskräfte großer Automobilhersteller und -zulieferer aus elf Ländern mit einem Umsatz von mehr als eine Milliarde US-Dollar befragt, 98 davon betreiben bereits intelligente Fabriken.

Das Institut hat die Ergebnisse vergleichbarer Untersuchungen aus den Jahren 2017/18 gegenübergestellt. Dabei wurde deutlich, dass sowohl die prognostizierten Investitionsniveaus als auch die Produktivitätssteigerungen im Zusammenhang mit intelligenten Fabriken beträchtlich sind. In den letzten zwei Jahren seien bereits 30 Prozent der Fabriken in intelligente Fabriken umgewandelt, womit die Erwartungen von 2017/18 sogar übertroffen wurden. Vor zwei Jahren gingen die befragten Führungskräfte noch von einem 24-prozentigen Anteil aus. Der Studie zufolge ist zudem fast die Hälfte (48 Prozent) der befragten Führungskräfte der Meinung, dass sie "gute oder bessere Fortschritte als erwartet" bei der Umsetzung ihrer Smart-Factory-Roadmap machen – im Vergleich zu 38 Prozent im Jahr 2017/18.

Automobilindustrie ist schneller als andere Branchen

Für die nächsten fünf Jahre habe sich die Automobilindustrie ambitionierte Ziele gesetzt und plane, weitere 44 Prozent ihrer Fabriken in intelligente Anlagen umzuwandeln, so die Studie. Sie sei damit branchenübergreifend führend: So soll im Bereich diskrete Fertigung (ohne Automotive) der Anteil an intelligenten Fabriken bis 2025 um 42 Prozent erhöht werden, gefolgt von der Prozessindustrie mit 41 Prozent, der Energie- und Versorgungswirtschaft mit 40 Prozent sowie der Konsumgüterindustrie mit 37 Prozent.

Die Investitionspläne der Automobilunternehmen spiegeln sich auch im Anteil am Gesamtumsatz wider, den sie jährlich in intelligente Fabriken investieren möchten: Dieser soll von rund 2,2 Prozent in den letzten drei Jahren auf 3,5 Prozent bis 2023 steigen – dies entspricht einem Anstieg von 62 Prozent. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, müssen die Unternehmen ihre Smart-Factory-Initiativen umfassend skalieren und in die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter sowie in ihre IT-Systeme investieren, rät die Studie.

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