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01.12.2017 | Industrie 4.0 | Interview | Onlineartikel

"Digitalisierung differenziert uns vom Wettbewerb"

Autor: ŽThorsten Garber

Wie sich der Stahlriese Klöckner über sein Berliner Start-up kloeckner.i verändert, erklärt dessen Geschäftsführer Christian Pokropp im Interview mit der Zeitschrift "return".

return: Herr Pokropp, Klöckner setzt als Ausweg aus der Stahlkrise auf die Digitalisierung der Liefer- und Leistungskette. Wie genau verbessern Sie die Prozesse?

Christian Pokropp: In der Stahlindustrie besteht wegen mehrfacher Unterbrechungen im Informationsfluss entlang der Wertschöpfungskette eine große Ineffizienz, die sich im Grunde schon in einer zu hohen Lagerhaltung ausdrückt. Wir bauen digitale Brücken zwischen den verschiedenen Stakeholdern. Dadurch sinken die erforderlichen Lagermengen, und alle Beteiligten profitieren über signifikante Kosteneinsparungen.

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01.11.2017 | Schwerpunkt | Ausgabe 4/2017

„Digitalisierung differenziert uns vom Wettbewerb“

Wie der traditionsreiche Klöckner-Konzern sich selbst und die Stahlindustrie Über sein Berliner Start-up kloeckner.i verändert, erklärt dessen GeschäftsfÜhrer Christian Pokropp im Interview.


Nach welcher Systematik wandeln Sie Abläufe mithilfe der digitalen Transformation zum fortschrittlichen Prozess?

Treiber des Wandels ist unsere Digitaleinheit hier in Berlin. Mit Methoden von Start-ups arbeitet kloeckner.i absolut kundenzentriert. Wir schauen unseren Kunden Über die Schulter, um ihnen mithilfe digitaler Produkte und Services besten Nutzen zu stiften. Diese entwickeln wir mit Design Thinking und Rapid Prototyping in hoher Geschwindigkeit. Nimmt der Kunde den Prototypen an, ist der nächste Schritt ein "Minimum Viable Product" (MVP), also eine praxistaugliche Lösung, die bereits unter realen Bedingungen zum Einsatz kommt. Diese deckt zunächst nur die einfachsten Funktionalitäten ab. Dafür brauchen wir nur wenige Monate. Sind Nutzen, Effizienz und Ertragspotenzial belegt, bauen wir das MVP zum digitalen Tool aus. Früher wurden zunächst Lastenhefte gefüllt, und es wurde von Anfang an versucht, alle möglichen Funktionen abzudecken. Das hat viel länger gedauert, und am Ende wurde dem Kunden ein Produkt vor die Nase gesetzt, das womöglich gar nicht seinen Anforderungen entsprach.

Ist man als Dinosaurier in der Digitalszene begehrt?

Das Interesse in der Gründerszene ist groß. Wenn ein mehr als 100 Jahre alter Stahlhändler ins digitale Geschäft einsteigt und dann auch noch disruptive Innovationen für den B2B-Bereich hervorbringen will, geht davon offensichtlich ein starker Reiz aus. Ein echter Mangel herrscht in Deutschland aber an gut ausgebildeten Programmierern. Da hilft unser Engagement als Hauptsponsor bei "ReDI", einer Programmierschule für Flüchtlinge, die in unseren Räumlichkeiten ein Schulungszentrum betreibt. Aufgrund unserer engen Kooperation konnten wir schon zwei ehemalige "ReDI"-Studenten fest bei kloeckner.i einstellen.

Das vollständige Interview mit Christian Pokropp können Sie in der Zeitschrift "return" | Ausgabe 4/2017 lesen.

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