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30.01.2019 | Industrie 4.0 | Im Fokus | Onlineartikel

Industrie 4.0 – wo beginnen?

Autor:
Dieter Beste

Das Konzept der Industrie 4.0 verspricht den produzierenden Unternehmen mittels digitaler Vernetzung Gewinn. Damit das in der Praxis auch funktioniert, haben Forscher jetzt einen Leitfaden entwickelt, der Handlungsempfehlungen gibt.


Kennzeichen der Industrie 4.0 ist eine echtzeitfähige, intelligente, horizontale und vertikale Vernetzung zum Beispiel von Menschen, Maschinen, Objekten und Informations- und Kommunikationssystemen. Es geht hierbei um die dynamische Beherrschung komplexer Systeme sowie die Optimierung von Produktionsprozessen, Produkten und Dienstleistungen. Das Thema ist mittlerweile auf der Ebene der Produktion angekommen und als Herausforderung verstanden, so das Ergebnis einer Studie von Forschern der RWTH Aachen: Demnach schätzen In Deutschland 80 Prozent aller produzierenden Unternehmen Industrie 4.0 für strategisch relevant ein und 89 Prozent der Unternehmen erwarten, dass die strategische Bedeutung zukünftig weiter steigen wird.

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Industrie 4.0 bedeutet die digitale Ausrichtung der Wertschöpfung auf den Kunden, bedeutet die Digitalisierung der in der DIN/ISO 9001 ff. beschriebene Wertkette vom Kunden zum Kunden. Industrie 4.0 wird damit nach neuen Spielregeln ausgetragen: nicht mehr isoliert gemanagte Produktionsfaktoren, sondern die Gesamtheit der Wertkette eines Geschäftsmodells steht im Mittelpunkt." Otto Brauckmann, "Digitale Revolution in der industriellen Fertigung – Denkansätze", Seite 8.

Allerdings, so die Aachener Wissenschaftler, findet die Umsetzung des Konzepts der Industrie 4.0 nur zögerlich statt:  lediglich 45 Prozent der Unternehmen setzten vereinzelt Industrie 4.0-Lösungen ein, während weitere 20 Prozent die Einführung von entsprechenden Lösungen planten. Die vierte industrielle Revolution ist also gestartet, aber längst nicht vollendet. Ein wesentliches Hemmnis der Implementation seien mangelnde organisatorische Strukturen und Vorgaben sowie hohe Investitions- und Entwicklungsaufwände.

Autoren um Günther Schuh und Christoph Kelzenberg vom Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen haben deshalb einen Leitfaden "Industrie 4.0: Implement it!" entwickelt, der Impulse sowie Handlungsempfehlungen geben soll. Die Empfehlungen zielen auf eine ganzheitliche Industrie 4.0-Implementierung; zur erfolgreichen Umsetzung werden konkrete organisatorische Strukturen, Prozesse, und Instrumente vorgestellt. Beispielhaft werden zwei Use-Cases betrachtet. Der Leitfaden soll auch der branchenübergreifenden Umsetzung von Industrie 4.0-Lösungen dienen. Die Autoren der Studie ziehen in diesem Zusammenhang einen Vergleich zu der Entwicklung und Umsetzung des Lean Management Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts. Auch damals dauerte es einige Zeit, bis geeignete organisatorische Elemente und Strukturen wie Produktionsmanagementsysteme, Lean-Management-Abteilungen und Lean-Manager installiert waren. Die Aachener Wissenschaftler hoffen nun, mit ihren Handlungsempfehlungen den Weg in die Industrie 4.0 beschleunigen und verkürzen zu können. 

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

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Quelle:
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