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06.11.2018 | Industrie 4.0 | Nachricht | Onlineartikel

Vertrauenswürdiger Datenaustausch zwischen Smart Factories

Autor:
Nadine Winkelmann

In dem Data-Space-Projekt SYNERGY machen Forscher des Fraunhofer IOSB die Kommunikation zwischen intelligenten Fabriken einfacher und sicherer. Hierfür schlagen sie die Brücke zwischen verschiedenen Referenzarchitekturen des Industrial Internet of Things (IIoT).

Das maßgeblich vom Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB in Karlsruhe entwickelte Smart Factory Web bildet einen Online-Marktplatz für Produktionskapazitäten. Dieser Marktplatz vermittelt bislang ungenutzte Reserven in Produktionsstätten und erlaubt es, Ressourcen, Anlagen sowie Bestände firmenübergreifend zu nutzen. Zudem hilft es Unternehmen mit global verteilten Produktionsstandorten und Lieferketten, die Auftragserfüllung gemäß den einzuhaltenden Kriterien flexibel zu planen und zu optimieren.

 "In dem Projekt SYNERGY geht es darum, den Datenaustausch zwischen den Fabriken und dem Marktplatz sicherer und vertrauenswürdiger zu gestalten. Außerdem wollen wir erreichen, dass beteiligte Fabriken untereinander direkt kommunizieren können statt nur mit dem zentralen Cloud-Server", erläutert Dr. Ljiljana Stojanovic, die Projektleiterin. Möglich werde dies durch sogenannte Konnektoren und einen Broker – Komponenten des Industrial Data Space, an dessen Entwicklung das Fraunhofer IOSB ebenfalls beteiligt ist. Das im September gestartete und von der Fraunhofer-Gesellschaft finanzierte Projekt hat eine Laufzeit von sechs Monaten, Anschlussprojekte sind bereits in Planung.

IDSA und IIC unterzeichnen Memorandum of Understanding

"SYNERGY steht dafür, zwei Konzepte von IIoT-Plattformen zusammenzuführen, die bisher eher nebeneinander her entwickelt wurden: das Smart Factory Web und den Industrial Data Space", erklärt Dr. Thomas Usländer, Abteilungsleiter und Sprecher des Geschäftsfelds Automatisierung am Fraunhofer IOSB. Am 12. September, am Rande der International Manufacturing Technology Show (IMTS) in Chicago, hatten die in Deutschland verwurzelte International Data Spaces Association und das global agierende Industrial Internet Consortium ein Memorandum of Understanding unterzeichnet.

Beide Organisationen setzen sich dafür ein, das IIoT voranzutreiben und Kerntechnologien zu standardisieren, um eine Aufsplitterung in nicht miteinander kompatible Domänen zu verhindern. Das IIC stellt vor allem Testumgebungen mit entsprechender Hardware, sogenannte Testbeds, bereit. Die IDSA kümmert sich um innovative Architekturen und zertifizierte Technologien zur Wahrung der Datensouveränität und -nutzungskontrolle in IIoT-Anwendungen der verteilten Produktion unter Einbezug der Logistik. 

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