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Maschinenbau setzt auf OPC UA für digitale Zukunft

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Offene Schnittstellen wie OPC UA gewinnen an Bedeutung. Doch wie weit ist die Branche wirklich? Eine Studie des VDMA liefert neue Zahlen.

Interoperabilität ist laut einer neuen VDMA-Studie zentraler Treiber der digitalen Transformation im Maschinen- und Anlagenbau.


Die digitale Transformation im Maschinen- und Anlagenbau schreitet voran – und wird zunehmend durch Kundenanforderungen getrieben. Das ist das Ergebnis einer Interoperabilitätsstudie des Branchenverbands VDMA. Demnach sehen 84 % der befragten Unternehmen einen konkreten Bedarf an interoperablen Schnittstellen. Besonders gefragt seien offene Standards wie OPC UA: 71 % stuften das Kommunikationsprotokoll als hochrelevant ein, 62 % bewerteten die zugehörigen Companion Specifications als besonders wichtig.

Laut der Studie hat sich OPC UA von der Pilotphase zur praktischen Anwendung entwickelt. Bereits 57 Prozent der Unternehmen nutzten den Standard in der Produktion. Etwa die Hälfte der neuen Produkte sei OPC UA-fähig, ein Drittel setze die Spezifikation "OPC UA for Machinery" ein. Damit etabliere sich der Standard zunehmend als Rückgrat für die industrielle Interoperabilität.

Ein zentraler Treiber für die Einführung interoperabler Schnittstellen seien konkrete Kundenanforderungen. 60 % der Unternehmen hätten OPC UA auf ausdrücklichen Wunsch ihrer Kunden integriert, bei weiteren 40 % geschehe dies proaktiv als Vorbereitung auf künftige Marktbedürfnisse. In 54 % der Fälle hätten sich diese antizipierten Anforderungen bereits bestätigt.

Drei zentrale Nutzen

Die Untersuchung identifiziert drei Hauptvorteile interoperabler Schnittstellen: Erstens ermögliche die Auflösung proprietärer Schnittstellen einen herstellerunabhängigen Datenaustausch. Zweitens reduziere die Standardisierung den Integrationsaufwand – sowohl bei Inbetriebnahme als auch bei Wartung. Drittens schaffe OPC UA die Grundlage für Plug-and-Play-Funktionalitäten, wodurch Maschinen und Komponenten automatisch erkannt und eingebunden werden könnten.

Diese Vorteile sollen dazu beitragen, technische Komplexität zu reduzieren und Produktionssysteme effizienter zu gestalten. Die Studie sieht darin eine zentrale Voraussetzung für skalierbare und zukunftsfähige Produktionsprozesse.

Einsatzbereiche

Interoperable Schnittstellen kommen vor allem in der Produktionsüberwachung, Steuerung und Fernwartung zum Einsatz. Sie ermöglichen eine standardisierte Integration über Herstellergrenzen hinweg und schaffen die Basis für datengetriebene Geschäftsmodelle und KI-Anwendungen. Durch strukturierte Datenmodelle wie den sogenannten "Machine State" lassen sich Kennzahlen zur Maschinenverfügbarkeit und Prozesssteuerung erheben.

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