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10.09.2018 | Industrie 4.0 | Interview | Onlineartikel

"Bei Trumpf arbeiten mehr als 500 Leute an der Transformation"

Autor:
Thorsten Garber

Mit seinem Team möchte er in Zeiten von Industrie 4.0 und Big Data Analytics sowohl intern als auch bei Kunden prägend wirken in der kompletten Vernetzung der Produkte und im Maschinen-Service, sagt Geschäftsführer Thomas Schneider von Trumpf.


Springer Professional: Herr Schneider, wie in Wasserstandsmeldungen bewerten Studien und Medien fast täglich, ob der Mittelstand schon gut oder noch schlecht aufgestellt ist in der Transformation für Industrie 4.0. Wo würden Sie den Stand des Veränderungsprozesses speziell im Maschinen- und Anlagenbau auf einer Skala von eins bis zehn verorten?

Thomas Schneider: Einen konkreten Wert in dieser Skala kann ich zwar nicht angeben. Aber die Unternehmen des Mittelstandes aus unserem Kundenkreis sind fast alle auf einem guten Weg. Auch aus meiner Funktion im Technologieausschuss beim Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken weiß ich, dass die digitale Vernetzung bei den Mitgliedsunternehmen großgeschrieben wird. Die Transformation hat bei den meisten begonnen – übrigens unabhängig von ihrer Größe. Schnellere Fortschritte verhindern eher die fehlenden Ressourcen, etwa durch den Engpass geeigneter IT-Experten, Change Agents und anderen Spezialisten für Industrie 4.0.

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Wie weit auf der Skala wähnen Sie dann Trumpf auf dem Weg zur Industrie 4.0?

Dafür kann ich schon eine gute Note vergeben. Bei Trumpf arbeiten schon mehr als 500 Leute in rund 30 Projekten an der digitalen Transformation, die wir auf zwei Ebenen betrachten. Zum einen intern für unsere digitalen Prozesse, für die wir die Fortschritte an Leistungskennzahlen wie der Kundenzufriedenheit messen. Zum zweiten extern, wie etwa für das Abwickeln von Aufträgen, für die wir unsere Durchlaufzeiten von der Anfrage bis zur Rechnungsstellung durch digitale Lösungen weiter verringern.

Ihren Transformationsprozess verknüpfen Sie eng mit dem Ihrer Kunden. Beschreiben Sie bitte anhand einer veränderten Wertschöpfung wie das konkret funktioniert?

Unsere Angebote aus dem Bereich True Connect sind bei Trumpf ganz wesentlich dafür. Neben Lösungen bestehend aus Hardware, Software und Service bieten die Kollegen dort eine komplette Prozessberatung, was Kunden sehr positiv annehmen. Dabei ermitteln die Berater dort als erstes den Ist-Stand. Nach dem Aufzeigen der Ziele beginnt die schrittweise Umsetzung.

Konkret wie?

Mit unserem Leistungsportfolio kann jeder Kunde je nach Reifegrad seiner Fertigung einsteigen in die Transformation hin zur Industrie 4.0. Dabei gliedert sich unser Angebot in drei Phasen: Erstens geht es für den Kunden darum, auf einfache Weise anzufangen und dafür Transparenz in seine Wertschöpfung zu bringen. In der zweiten Phase geht es darum, seine Prozesse nach und nach anzupassen, das neue Vorgehen auszurollen und Vorgänge weiter zu automatisieren und zu vernetzen. Im dritten Schritt kommen unsere Kunden dann zu ihrer komplett vernetzten Smart Factory. In allen Phasen unterstützen wir gerne.

Noch mehr Antworten von Trumpf-Geschäftsführer Thomas Schneider rund um die Digitalisierung lesen Sie in Ausgabe 04/18 von "return – Magazin für Transformation und Turnaround". 

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