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24.04.2017 | Industrie 4.0 | Nachricht | Onlineartikel

Umsatz mit Industrie 4.0 steigt weiter

Autor:
Nadine Klein

Industrie-4.0-Lösungen werden trotz des bereits erreichten hohen Niveaus für noch mehr Umsatz in den Branchen sorgen. Für 2018 wird ein Zuwachs auf mehr als 7 Milliarden Euro erwartet.

Aktuellen Prognosen zufolge, könnte der der Umsatz, der in Deutschland mit Industrie-4.0-Lösungen erwirtschaftet wird, im laufenden Jahr um 21 Prozent steigen. Das teilt der Digitalverband Bitkom mit und gründet seine Annahmen auf Prognosen von Pierre Audoin Consultants (PASC). Für 2018 wird demnach sogar ein Zuwachs von mehr als 22 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro erwartet. 

Die stärkste Nachfragesteigerung ist laut Bitkom im Maschinen- und Anlagenbau zu verzeichnen. Die Umsätze mit Industrie-4.0-Lösungen betrugen in diesem Segment im Jahr 2016 bereits 1,2 Milliarden Euro und legen in 2017 voraussichtlich um 23 Prozent zu. Aber auch der Automobilbau ist ein starker Treiber für Industrie 4.0 und verzeichnete mit einer Milliarde Euro die zweithöchsten Industrie-4.0-Ausgaben im vergangenen Jahr. In diesem Jahr sollen die Ausgaben laut Prognose noch um 20 Prozent zulegen. Nach Umsatz auf Platz drei folgt die Elektronik-Branche, die in diesem Jahr voraussichtlich 817 Millionen Euro investiert – das würde ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeuten. In der Metallverarbeitung wachsen die Umsätze 2017 um 17 Prozent auf 424 Millionen Euro. Das sonstige verarbeitende Gewerbe trägt mit prognostizierten 1,9 Milliarden Euro zum Gesamtmarktvolumen von 5,9 Milliarden bei.

Software-Segment profitiert am stärksten

Schaut man sich die verschiedenen Industrie-4.0-Marktsegmente Software, Hardware und IT-Services an, so profitiert der Software-Bereich relativ gesehen am stärksten von den Nachfrage-Impulsen. Die Umsätze mit Software steigern sich von 787 Millionen Euro im Jahr 2015 auf mittlerweile 1,2 Milliarden Euro im Jahr 2017. Für 2018 wird ein weiterer Anstieg um 24 Prozent prognostiziert.

 

Das größte Segment sind derzeit die IT-Services. 2015 wurde mit IT-Dienstleistungen ein Umsatz von 2,4 Milliarden Euro erzielt, 2016 stieg er um 21 Prozent. Für dieses Jahr wird ein Plus von weiteren 22 Prozent vorausgesagt und bis 2018 sollen die Umsätze um nochmals 24 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro ansteigen.

Einen weitaus kleineren Anteil am Gesamtvolumen hat die Hardware. Ihr Anteil lag 2015 bei 868 Millionen Euro und wächst bis 2018 voraussichtlich auf 1,3 Milliarden Euro. 

Bitkom-Forderungen im Wahljahr 2017

Trotzdem für die kommende Legislaturperiode zum Thema Industrie 4.0 noch viel zu tun, wie Bitkom meint. Ganz oben auf der Agenda müssten der Breitbandausbau, gemeinsame und branchenübergreifende Standards zur durchgängigen Kommunikation und Vernetzung sowie Regeln für Datenschutz und Datensicherheit stehen. 

Positiv bewertet Bitkom die von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries vorgelegten Eckpunkte für eine neue Innovationsagenda. Diese rückt Industrie 4.0, Forschung und Entwicklung, Gründerfonds sowie ein flächendeckendes Gigabitnetz in den Mittelpunkt. Auch die Wichtigkeit von Start-ups und Gründern bei der Einführung neuer Verfahren und Technologien sei erkannt, schreibt Bitkom in einer Mitteilung. Die Bundesregierung will dazu unter anderem einen High-Tech Gründerfonds III mit einem Volumen von 300 Millionen Euro auflegen. Zudem kündigte Zypries an, die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft zu stärken, Industrie 4.0 aktiv zu begleiten und die Qualitätsinfrastruktur dafür weiter auszubauen. 

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