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18.11.2016 | Industrie 4.0 | Nachricht | Onlineartikel

Siemens will Mentor Graphics übernehmen

Autor:
Benjamin Auerbach

Siemens baut sein Geschäft mit Industriesoftware aus. Der Kaufpreis für den Designautomatisierungs- und Industriesoftware-Anbieter Mentor Graphics liegt bei 4,5 Milliarden Dollar. 

Der Technologiekonzern Siemens will Mentor Graphics übernehmen. Das Unternehmen aus Oregon zählt zu den führenden Anbietern bei Automatisierungs-Software für das Design von Integrated Circuit- (IC) und System-on-Chip (SoC)-Technologien bis Automobilelektronik-Lösungen. Der Kaufpreis für das im Nasdaq gelistete Unternehmen liegt bei 4,5 Milliarden US-Dollar, was einem Aktienpreis von 37,25 Dollar entspricht. Damit bietet Siemens gegenüber dem Schlusskurs vom 11. November einen Aufschlag von 21 Prozent.

Kauf ist Teil der Vision 2020

Strategisch folgt Siemens mit dem Kauf der Umsetzung seiner Vision 2020, indem es sein industrielles Digital Enterprise weiter entwickelt und sein Portfolio für Industriesoftware um die von Mentor etablierten Lösungen für elektronisches IC und Systemdesign, Simulation und Herstellungslösungen erweitert. Diese Fähigkeiten werden heute für vernetzte Smart-Produkte wie etwa autonome Fahrzeuge benötigt. "Mentor passt perfekt, um unsere Position in der digitalen Führerschaft auszubauen und das Tempo in der Industrie vorzugeben", sagte Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender von Siemens.

Stärkung des Softwareportfolios

Die Kombination von Siemens und Mentor ermögliche nach Unternehmensangaben Entwicklungstools für Mechanik, Thermik, Elektrik/Elektronik sowie Embedded-Software, mit denen Kunden von Siemens ihre Innovationsgeschwindigkeit erhöhen, die Effizienz in der Produktion steigern und den Einsatz ihrer Produkte in der Praxis optimieren können sollen. "Mit Mentor übernehmen wir einen etablierten Technologieführer mit talentierten Mitarbeitern, der unser Weltklasse-Softwareportfolio ergänzen wird. Mentor komplementiert unser starkes Angebot bei Mechanik und Software mit dem Design, Test und der Simulation von elektrischen und elektronischen Systemen", sagte Klaus Helmrich, Vorstandsmitglied von Siemens.

Über Mentor

Mentor hat zurzeit Mitarbeiter in 32 Ländern. Im vergangenen Geschäftsjahr 2016 erzielte Mentor einen Umsatz von circa 1,2 Milliarden US-Dollar und eine bereinigte Marge von 20,2 Prozent. Mentor wird in das PLM-Softwaregeschäft der Siemens-Division Digital Factory integriert. Digital Factory ist nach Angaben von Siemens der Marktführer bei der Automatisierungstechnik und ein führender Anbieter bei PLM-Software. Der Abschluss der Transaktion wird für das zweite Quartal des Kalenderjahres 2017 erwartet. 

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